Alte weiße Männer und die Lage der Nation

Shownotes

In der ersten Folge von "Too Right To Be True" widmen sich Andy und Damian den ersten drei Kapiteln des Buches "Alte weise Männer" von Nena Brockhaus und Franca Lehfeldt und sprechen über patriarchale Strukturen, das Leistungsprinzip und die Gefahr von Bullsh*t.

Brockhaus, Nena & Lehfeldt, Franca: Alte weise Männer (2023); Gräfe und Unzer Frankfurt, Harry G.: Bullshit (2014); Suhrkamp

Armut unter jungen Menschen: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/jugend-2025/570144/kinder-und-jugendarmut/ https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/11/PD25N06563.html

Reallohnentwicklungen: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/02/PD2606862321.html

Instagram: https://www.instagram.com/trtbt_podcast/

Vielen Dank an das Campusradio Jena und das Frauenzentrum TOWANDA Jena!

Transkript anzeigen

00:00:07: To write to be true, zu rechts um wahr zu sein.

00:00:11: Rechte Literatur auseinandergenommen von Andy Eckardt und Damian

00:00:16: Arnold.

00:00:18: Herzlich willkommen zur ersten Folge von To Write to Be True – Zu Rechts Um Wahr Zu Seien!

00:00:24: Ich bin Andy Eckardt einer der beiden Hosts des Podcasts und bei mir ist Damian Hallo Damian.

00:00:30: Hallo Andy, ich freue mich sehr heute mit dir zu sprechen über ein wunderbares Buch, zu dem wir gleich noch genauer kommen denn das wird der Sinn dieses Podcast sein!

00:00:40: Wir werden uns rechte Literatur vornehmen... wird gemixt sein aus Sach-Fachliteratur und auch ein bisschen Beletristik, je nachdem was uns vor die Glotzkegel kommt.

00:00:51: Denn das Tolle ist ja wenn man in Deutschland eine Buchhandlung betritt und da erst mal am Bestsellerregal vorbeikommt.

00:00:57: Da sieht man doch einiges Gruseliges und es wäre vielleicht ganz schön, wenn man sich dann einmal genauer damit befasst.

00:01:04: sind denn die rechten Talking Points, die dort vertreten werden.

00:01:09: Wie kann man mit ihm umgehen und was ist eigentlich das Ziel solcher Bücher?

00:01:15: Genau!

00:01:15: Und apropos Spiegelbestzeller – das Buch, dass wir heute besprechen werden oder wofür wir uns die ganze Staffel nehmen möchten, um es zu besprechen – ist auch von zwei Spiegl-Bestzellautoren geschrieben.

00:01:28: Möchtest du einmal die beiden Autorinnen und das Buch vorstellen,

00:01:31: Damian?

00:01:31: Genau, es handelt sich um das Buch Alteweise Männer von Nina Brockhaus und Frank Halifeld.

00:01:39: Darf ich dich ganz kurz unterbrechen?

00:01:41: Ich finde an dieser Stelle sollte auch der Untertitel des Buches noch einmal erwähnt werden, also alte Weise Männer Romage an eine bedrohte Spezies!

00:01:51: Sehr schön.

00:01:52: Diese bedrohte Spezies, damit werden wir uns gleich genauer befassen.

00:01:57: Erst einmal zu den beiden Autorinnen.

00:01:59: Es wäre vielleicht ganz sinnvoll zu erwähnen dass sich beide unter anderem als JournalistInnen im Springerverlag verdient gemacht haben.

00:02:09: und Franka Leefeld sollte vielen auch noch dadurch mit bekannt sein Dass sie mit Christian Lindner verheiratet ist was ja immer Schön ist, wenn man es auf partnerschaftliche Art und Weisenschaft Journalismus und Politik auseinanderzuhalten.

00:02:27: Darum wird's in dem Buch dann auch an einer Stelle auf jeden Fall noch gehen.

00:02:31: Und da wir schon die ersten Ismen angesprochen haben möchten wir einmal ein paar Content Notes geben sowohl zu dem Buch als auch zu den drei ersten Kapiteln mit denen wir uns heute auseinandersetzen möchten.

00:02:43: das sind verhältnismäßig kurze Kapitel.

00:02:46: Da würde ich doch gleich nochmal eine Strukturierung geben.

00:02:49: in dem Buch werden schwierige Gesellschaftsbilder, würde ich sagen, gezeichnet.

00:02:56: In Bezug auf was ist Leistungsbereitschaft?

00:02:59: Wo steht der Feminismus heute?

00:03:01: Wie geht es um die Genderdebatte?

00:03:03: haben wir Gleichberechtigung erreicht?

00:03:04: und vor allem Welche Stimmen in der Gesellschaft werden gehört und welche nicht?

00:03:09: und damit wird jetzt keine diskriptive also keine beschreibende Stimme hier eingefügt sondern eigentlich Wer soll gehört werden oder auf besten Meinungen sollen gehören.

00:03:23: Deswegen

00:03:24: geht es dann in einzelnen Kapitel nicht nur in Bereiche von Sexismus, sondern auch von Rassismus.

00:03:30: Wir werden das dann in den entsprechenden Episoden am Anfang immer ankündigen mit der entsprechenden Content Note.

00:03:36: Denn das Buch und das kann man jetzt schon einmal festhalten ist ein Gesprächsband zu größten Teilen.

00:03:42: Die beiden haben sich unterschiedliche Männer ausgesucht die sie als alte Weise Männer identifiziert haben aber auch unter Industriellen, unter Wirtschaftsmännern oder auch unter Politikern bzw.

00:03:57: Altpolitikern und diese dann interviewt und deswegen schwankt dann je nachdem welches Interview man da hat der inhaltliche Gehalt.

00:04:07: Wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass wir uns für dieses Buch entschieden haben?

00:04:10: Es ist vielleicht ganz gut bevor wir uns ans eingemachte Wagen mal in den anekdotischen Bereich überzugehen.

00:04:17: Andy hatte mich angerufen und der Telefonat hatte sich eigentlich um etwas vollkommen anderes gedreht Und dann hattest du irgendwie eine Anzeige oder so dafür gesehen und dann gleich auf der entsprechenden Webseite des Buchhändlers deines geringsten Misstrauens, die zum einen den Klappentext angeschaut und die Leseprobe.

00:04:39: Und mir das dann vorgelesen.

00:04:40: Das war so absurd!

00:04:42: Und es dürfte ihr ja auch gleich mit anhören.

00:04:45: Es ist zwar so absurd dass wir beschlossen haben, das kann so nicht stehen bleiben.

00:04:49: man muss sich dazu irgendwie verhalten.

00:04:51: Genau der Klappentext ist eigentlich auch das erste was für euch aus diesem Buch oder von dem Buch präsentieren möchten.

00:04:59: Ich würde einfach mal in das Vorlesen gehen.

00:05:03: Es war einmal eine Welt ohne Gendersternen, ohne Twitter Shitstorm und ohne belehrende Zeigefinger.

00:05:11: Das war Deutschland bevor ein moralisierender Zeitkreis über das Land rollte.

00:05:15: Die Modernisierungen der vergangenen Jahrzehnte haben manchen MoV vertrieben aber auch einen Preis gefordert Denn Tugenden wie Leistungswille Opferbereitschaft Pflichterfüllung und Disziplin scheinen auf dem Rückzug.

00:05:27: die Personifizierung dieser Werte hat es hart erwischt den alten weißen Mann.

00:05:32: Denn zahlreiche Feministinnen haben ihn in den letzten Jahren zunehmend zum gesellschaftlichen Auslaufmodell stilisiert, ohne zu hinterfragen und sich Zeit zu nehmen oder zuzuhören.

00:05:41: Während die Männer der Nachrichtsgeneration heute um ihren Platz in einer Gesellschaft kämpfen stehen zeitgleich der Wohlstand des Landes und der Zusammenhalt auf der Kippe – Zufall!

00:05:51: Oder die Folgeerscheinung eine Gesellschaft, die sich in Identitätsgeserbatten stürzt und den Blick für das Wesentliche verloren hat.

00:05:58: Um diese Fragen zu klären, sprachen zwei junge Frauen mit zehn lebenserfahrenden Männern.

00:06:02: Mario Adolf, Stefan Aust, Heiner Bremer, Heina Lauterbach, Wolfgang Reitzle, Herbert Reuel, Pär Steinbrück, Edmund Stäuber... Steuber!

00:06:11: Sorry Thomas Stringmann, Klaus Holger Liefeld.

00:06:16: Alteweise Männer ist der mutige Einspruch der Politikjournalistin Nina Brockhaus und Frank Liefelt gegen den Zeitgeist des Woke-Washings und die pauschale Männerkritik.

00:06:25: Ihr Argument?

00:06:26: Lebensleistung?

00:06:28: Ja Das macht doch viel Lust auf weniger.

00:06:32: Ich möchte an der Stelle schon einmal kurz erwähnen, dass ich es interessant finde wie die Tugenden, die sie ausmachen, Leistungswille-, Opferbereitschaft, Pflichterfüllung und Disziplin – also das Sie dafür zur Personifizierung den alten weißen Mann erklären!

00:06:50: Und ich möchte jetzt ungern über verkommene Gesellschafts- und Geschlechterbilder herziehen.

00:06:58: Aber das sind genauso Tugenden, die auch in dieser Generation noch bei Frauen mit verbunden sind.

00:07:07: Also warum man das jetzt voneinander abgänzen muss wird zumindest aus dem Klappentext noch nicht ganz deutlich.

00:07:13: es zeigt sich dann aber im Buch dann doch relativ schnell worauf das Ganze hinaus ist nämlich dass dieses binäre Geschlechterbild einfach weitergezogen werden soll und man eben diese bestimmten Tugende wieder mit einem neuen Wert versehen möchte.

00:07:28: Wollen wir uns gleich daran wagen vorzufahren mit der wunderbaren Einleitung?

00:07:34: Das können wir sehr gerne machen Damian.

00:07:38: Wenn eine Freundschaft entsteht, schwingt stets Magie mit Bedarf.

00:07:41: doch der Wandel von Fremden zu Freunden verschiedenster Zutaten Vertrauen, Loyalität Gemeinsamkeiten.

00:07:48: In unserem Fall verbindet uns die Liebe zu alten weißen Männern Auch wenn wir sie lieber als alte Weisemänner bezeichnen.

00:07:55: Es ist uns Beruf, Berufung und Vergnügen zugleich.

00:07:58: Uns vom in Anführungszeichen feministischen Feindbild die Welt erklären zu lassen.

00:08:03: Doch damit nicht genug!

00:08:05: Unsere Sympathie für alteweise Männer ist zugleich biografisch begründet.

00:08:08: Die Medienbranche als Heiferspecken zu bezeichnen ist wieder übertrieben noch anklagend.

00:08:26: Frau meinen, dass die progressive Medienwelt mit gutem Beispiel vorangeht und Frauen sich gegenseitig rollbarleitern bauen um den nächsten Karriere Schritt zu erreichen.

00:08:34: Männer leben diese Kultur seit jeher!

00:08:37: Noch zu viele Frauen der Gegenwart sind jedoch unentschlossen – gemeinsam auf Veranstaltung posieren in den sozialen Netzwerken.

00:08:43: herzlichen hinterlassen uns mit dem Slogan Empowerment Geld verdienen.

00:08:47: Immer gerne!

00:08:48: Wenn es jedoch hart auf hart kommt und eine andere Frau zur potenziellen Welt bewerbern wird stellt sich die Realität nicht selten anders dar….

00:08:55: Schnell verwandelt sich die vermeintlich weibliche Loyalität in einem Melange aus Vergleich, Neid und Intrige.

00:09:01: Natürlich gibt es die großartigen Chefinnen und Kolleginnen, die fordern und fördern – sie sind jedoch unsere Erfahrung nach leider die

00:09:09: Minderheit.".

00:09:17: Das Zitatrecht irgendwie einhalten, das heißt wir müssen oft genug unterbrechen und etwas dazu sagen.

00:09:22: Und es gibt hier ja auch viel zu sagen.

00:09:24: Neben den ersten drei Kapiteln die tatsächlich in der Thematik relevant genug sind sie komplett einzubringen werden dann die weiteren Interviews nur auszugsweise eingeführt einfach weil... Also um das kurz zu sagen nicht alles in diesem Buch ist irgendwie diskutabel oder kritikwürdig.

00:09:42: Es geht auch viel um persönliche Biografien.

00:09:45: Man muss auch anerkennen, dass die interviewten Männer aus einer anderen Zeit stammen und andere Erfahrungen gemacht haben.

00:09:52: Die tatsächlich auch mal ganz interessant sind aber die Schlussfolgerungen, die gezogen werden oder vielleicht versucht werden da reinzugeben sind dann auf jeden Fall das wo man reparieren

00:10:06: muss.

00:10:08: Unabhängig davon, welchen Wert man nun persönlichen Erfahrungen beimisst oder nicht.

00:10:13: Ich würde ja sagen, dass persönliche Erfahrungen meistens sehr überschätzt sind gerade wenn daraus so ein Altersargument gemacht wird von wegen man sei mehr im Recht mit seiner Meinung oder die eigene Meinung sei mehr wert aufgrund der höheren Lebenserfahrung.

00:10:29: Sehr vieles in dem Buch ja auch gar nicht interessant ist, also ich würde dem eigentlich widersprechen und sagen dass sehr viele dieser biografischen Beschreibungen von vielen der Personen so prickelnd sind wie ein Glas Mineralwasser.

00:10:44: Es ist doch sehr viel Langeweile die sich durchaus... breit macht.

00:10:49: Also es ist ein bisschen so wie dieser eine Verwandte, die man einmal im Jahr zu einer Familienfeier sieht und der dann ausnahmsweise mal nicht durch rassistische und sexistische Sprüche auffällt sondern damit dass er die einmal nochmal seine komplette Lebensgeschichte nacherzählt ohne das das aber einen erkennbaren Spannungsbogen hätte weil er die meiste Zeit einfach nur Alltag beschreibt.

00:11:13: Ich wollte nicht sagen, dass es irgendwie herausgegriffene Geschichten sind zum Teil.

00:11:17: Sondern einfach ich liess persönlich gerne biografien oder biografische Sachen über Menschen, ob sie historische Personen sind oder Personen die noch leben.

00:11:24: Deswegen aus dem Grund interessant einfach natürlich.

00:11:28: um aber einmal auf den Text zurückzukommen und einfach zu gehen.

00:11:30: Ich habe mich gefragt als beschrieben worden ist das irgendwie Männer diese Kultur des gegenseitigen Förderns und Vorderns Leben

00:11:38: wo?

00:11:38: Also es gibt ja diese Bro-Culture Die ist ja durchaus da Aber die ist ja auch nicht inklusiv.

00:11:43: Also da geht es ja auch nur darum, jetzt meine Bros.

00:11:47: unabhängig davon wie die stehen was sie machen und whatever...die zu fördern oder?

00:11:55: Und der Konkurrenzdruck greift so natürlich.

00:11:58: das ist ein beliebtes Argument von konservativen Frauen Auch etwas was sich wieder am Mann orientiert also was den Mann ins Zentrum der Welt von Frauen setzt Und das ist ja dieses Narrativ, was sie fahren.

00:12:14: Dass Frauen eher unloyal gegenseitig auftreten würden und dass so etwas wie woman support women oder girls girl

00:12:25: usw.,

00:12:26: dass es nur vorgeschoben wäre und in Wahrheit sich anders verhalten würde.

00:12:30: ich würde aber sagen, dass in einer Gesellschaft ihren zentrales Element des Wirtschaftssystems der Wettbewerb ist die Konkurrenz unabhängig von solchen Geschlechterbildern immer gleich hoch ist nur sich dann vielleicht in anderen Ausdrücken äußert, also dass man vielleicht die gemeinen hinterhältigen Intrigen eher auf der einen Seite und die ja harschen Drohungen oder sowas eher auf den anderen Seite vorfindet.

00:13:02: Aber das hat er auch sehr viel mit Geschlechterprägung usw.

00:13:06: zu tun.

00:13:07: Und

00:13:07: zumal dieser Vorwurf dass ich also dieses girl support girls nur so vorgeschoben ist, kommt ja auch eigentlich aus wie da so einem patriarchal geprägten Diskurs.

00:13:19: Also in dem Fall einen Punkt wo man halt schon gewissermaßen recht geben muss ist die Tatsache das es ein kleinen Unterschied gibt, dass sich Männer gegen Männer durchsetzen und Frauen oder generell Flinterpersonen sich erstmal auch gegen Männerdurchsetzen müssen.

00:13:38: Die Sicherarchie ist schon da.

00:13:39: aber daraus zu konst... trohieren, dass weiblicher Support immer nur ein vorgeschobenes Argument ist würde ich jetzt sehe ich jetzt irgendwie auch nicht.

00:13:48: Ja und was uns ja auch gleich nochmal begegnen wird das sie den alten weißen Mann als feministisches Feindbild bezeichnet und dabei verkennen worum es eigentlich geht.

00:13:58: also ursprünglich ist der Begriff ja nicht als ein fein Bild gedacht gegen das der Feminismus, was auch immer der Fiminismus ist ankämpft.

00:14:09: Sondern es ist ja eine analytische Beschreibung bzw.

00:14:13: Folge einer Gesellschaftsanalyse.

00:14:16: Genau und auch darum steigen Sie auch gleich im nächsten Absicht eigentlich ein.

00:14:22: Und so schreiben sie anders verhält er sich mit den alten weisen Männern, denen wir begegnet sind.

00:14:27: also um das Abzugrenzen vom alten weißen Mann nochmal Vom feministischen Zeitgeist abgestraft und in die Ecke gestellt wirken sie zuweils scheu, wenn eine Frau nach Rat oder konstruktiver Kritik fragt.

00:14:38: Bis der alteweise Mann vertrauen fasst und eine Verbündete im Geist identifiziert kann es einige Zeit dauern – doch wenn einer Frau seine Freundschaft gewinnt ist ihr seiner Unterstützung gewiss!

00:14:46: Auf unterschiedliche Weise und innerhalb verschiedener Karriere-Stufen haben mir die Erfahrung gemacht dass ein alterwaiser Mann als Mentor ehrlicher und konstruktiver ist als manche Frauen, die sich als Freundinnen, Schwestern Alterweise Männer haben in unseren Karrieren bis dato entscheidende Rollen gespielt.

00:15:01: Ohne sie wären wir heute nicht da, wo wir sind!

00:15:04: Wir sind kein Einzelfall als Architekten weiblicher Karriere.

00:15:08: Haben Sie vielen Frauenbrücken gebaut, wo sonst nur eine Sackgasse oder gar ein Abgrund gewesen wäre?

00:15:16: Also mit anderen Worten weibliche Karriern bauen sich deswegen auf weil es einzelne Förderer gibt die gesagt haben können wir machen Und nicht etwa, weil man sich mit anderen Frauen solitär residen kann.

00:15:28: Ja also ich weiß dass es ja auch gerne mal beliebt ist als Gegenargument zu Feminismus zu sagen, ja stell dir das jetzt mal mit vertauschten Rollen vor.

00:15:38: Aber ich würde gerne einmal diesen Satz so vertauscht machen.

00:15:42: Also hier auf unterschiedliche Weise und innerhalb verschiedener Karriere gestufen haben wir die Erfahrung gemacht, Frau als Mentorin, ehrlicher und konstruktiver ist.

00:15:52: Als mancher Mann der sich als Freund Bruder oder als Team bezeichnet.

00:15:59: Und das ist ja etwas wo ich sagen würde... Das kann man so oder so sagen!

00:16:06: Also das ist komplett austauschbar.

00:16:09: es passt hier natürlich nur in ein bestimmtes Narrativ hinein und was du auch schon angesprochen hattest Das Ganze dann wieder so hirnrissig und obsolet macht.

00:16:18: Die beiden streiten ja nicht ab, dass es das Patriarchat gab.

00:16:24: sie gehen davon aus, dass aufgrund der Gesetzeslage die ist in Deutschland gibt ein normatives Rahmen geschaffen wird in der Sexismus soweit abgebaut ist, dass heutzutage eigentlich eine Geschlechtergleichheit mehr oder weniger hergestellt ist.

00:16:39: in welchen Bereichen nicht.

00:16:40: Dazu kommen wir auch später an anderen Kapitel noch.

00:16:41: aber sie gehen ja davon aus das es zumindest mal eine männlich dominierte Welt gegeben hat

00:16:47: und eigentlich das auch nicht so ganz.

00:16:49: also auch da ich versuche dann einfach den Faden wieder zu finden.

00:16:53: zum weitergehen einmal das nächste was Sie schreiben Gleichzeitig faszinieren uns die alten weißen Männer, weil sie ist einer Weltstamme in der wir beide nur allzu gerne geben würden.

00:17:02: Einer Welt ohne Gendersterden, ohne Twitter-Schützdom und ohne belehrende

00:17:06: Zeigenfinger.".

00:17:06: Also ich unterbreche das mal jetzt da drin... Also eine Welt, die erstens nicht mehr heute ist?

00:17:11: Weil keine Ahnung wo du deinen Online sagen kannst was du möchtest ohne dass dich mal kritisiert, was auch keine Freiheit ist sondern Zensur!

00:17:22: Ich sag was und möchte dafür nicht kritisierter werden is einfach Zensurt.

00:17:24: es ist nichts anderes als das.

00:17:26: Und dieses,

00:17:27: beziehungsweise der Wunschnachsensur ist ja noch erst mal nicht durchgeführt.

00:17:30: Aber das ist der Wunschnacht.

00:17:31: Genau!

00:17:32: Das was sie konstruieren kann ich und auch dieses in einer Welt ohne Genderstern.

00:17:37: natürlich kann man das auch darauf bezogen.

00:17:38: Ja am besten ohne diese feministische Debatte und vielleicht auch irgendwie auch nochmal so zwanzig Jahre früher oder aber an einer welt wo es dir egal sein kann.

00:17:45: also sozial gesehen Ist es in der welten Welt der Männer wenn wir das jetzt so als Sphäre konstruiert wäre es ja Also kein Mann muss den Genderstern benutzen, weil er sich vom Maskulinum immer angesprochen fühlt.

00:18:05: Auch das konstruieren Sie an?

00:18:06: Es geht ja nicht nur um Historische sondern auch um soziale Realitäten.

00:18:09: Ja und das Interessante ist ja dass sie quasi es als was Gutes darstellen, dass eine Frau durch die Förderung eines alten weißen Mannes oder eines alten weisen Mannes weiter kommt in der Karriere.

00:18:24: aber das basiert hier nun darauf weil das System früher deutlich weniger durchlässig war für Frauen.

00:18:31: sodass es jetzt sehr viele Männer in entsprechenden Führungspositionen gibt, auf deren Hilfe man essentieller Weise angewiesen ist.

00:18:38: Und ich will da auch nicht zu tief reingehen weil man da ja immer über so auch wieder Erfahrungswelten sprechen muss und so weiter.

00:18:46: aber wenn wir eine Frau haben im ähnlichen Alter wie die alten weißen Männer die sich beispielsweise einem Unternehmen in der wichtigen Entscheidungsposition befindet dann hatte ja noch einmal ganz andere Kämpfe ausgestanden, sowohl gegen ihre männlichen als auch ihre weiblichen Mitbewerberinnen und deswegen vielleicht ein ganz anderes Bild davon wen sie selber fördern möchte bzw.

00:19:14: kommt das dann auch aus einer anderen Kultur heraus als die Riege der alten weißen Männer sich da ja gerne auch als Förderer von jungen Frauen verstehen, weil das für sie A-Feminismus bedeutet wie wir später noch im Buch sehen und B natürlich auch eine patriarchale Machtposition weiterhin reproduziert.

00:19:39: Aber ja, wir sollten glaube ich weiter fortfahren.

00:19:41: Genau mit Blick auf die Zeit auch!

00:19:44: Die Männer, die wir für dieses Buch unterview durften waren an einer Zeit erfolgreich in der Leistung zählte.

00:19:48: Kein Work-Washing herrschte und die Rolling Stones noch, she was hot ohne gesellschaftliche Debatte sehen konnte.

00:19:54: Aber da habe ich eine kurze Anekdote, da hab' ich mich gefragt, konnten sie das oder war es einfach keine öffentliche Debatte?

00:19:59: Also hat man sich da schon... Weißt du, das ist aber okay.

00:20:03: akzeptieren wir mal ganz kurz so als Satz ja

00:20:05: vor allen Dingen so als wäre Musik heute nicht auch möglicherweise sexistisch aufgeladen.

00:20:10: Also sie tun ja so, als gäbe es heutzutage auch im Bereich der sehr populären Musik keine beispielsweise miso-günen Texte oder Texte die Frauen auch in eine freundlichere Art und Weise.

00:20:23: Objektivizin, keine Ahnung, Cross ganze Karriere basiert darauf.

00:20:30: Wir sprechen von einer Zeit, bevor der hypermoralisierende Zeitgeist über das Land rollte.

00:20:34: Die Modernisierung in den vergangenen Jahrzehnte haben manchen Muff vertrieben aber auch einen Preis gefordert also... Das hat mir schon mal im klappen Text gehört denn Tugenden wie Leistungsfälle, Opferbereitschaftspflicht, Erfüllung und Disziplin scheinen auf dem Rückzug.

00:20:47: ich werde das in diesem Projekt noch sehr oft sagen Aber das sind im Kern bräusische Werte Und das sage ich nicht in einem Sinne von Ich möchte die wiederhaben sondern in einem Sinn davon.

00:20:55: das sollten wir im Kopf behalten.

00:20:59: Die Personifizierung dieser Werte hat es hart erwischt, den alten weißen Mann.

00:21:02: Er wurde in den letzten Jahren zunehmend zum gesellschaftlichen Auslaufmodell stilisiert – die Rede ist hier vom übereifrigen Feministinnen, die in der Gesellschaft hysterisch Stempel verteilen oder zu da fragen ohne sich Zeit zu nehmen und

00:21:15: zuzuhören.".

00:21:20: Ich finde ja toll, dass Sie vorher vom Feindbild des alten weißen Mannes sprechen und jetzt eigentlich auch wieder ein generalisierendes Feindbild aufmachen gegen das sie selber anschreiben.

00:21:28: Und was ja so nicht haltbar ist.

00:21:32: Ich finde immer toll, in solchen Debatten alles irgendwie zusammenfällt und unter einem Kamm geschert wird.

00:21:38: Ich verwende ungern das Wort Woke hierbei einfach weil ich um die ursprüngliche Bedeutung des Wortes weiß... Die

00:21:45: da wäre Damian?

00:21:47: muss ich das jetzt hier so genau aussehen.

00:21:49: Es ging ursprünglich darum, dass der Begriff Aus der schwarzen Community in den USA kam und es ging Darum in Bezug auf rassistische Gewalt wachsam zu bleiben stay rogue.

00:22:05: Und wie so oft wenn weiße sich etwas an eignen dann wird es scheiße.

00:22:10: In dem fall auch hier weil der begriff woke ja heutzutage a überhaupt nicht mehr richtig greifbar ist ... alles irgendwie als Walk bezeichnet wird, was... Also

00:22:20: es ist halt ein... Es ist ein Basswort geworden.

00:22:22: Du kannst das in eine gesellschaftliche Debatte werfen und sagen ja, das ist Walk!

00:22:25: Das will ich nicht.

00:22:26: und dann hast du die Hälfte des Raums weg.

00:22:28: Ja.

00:22:29: Aber nur kurze Einordnungen, wenn du schon auf ursprüngliche Begriffe gehst, dass wir das mal einordnen können?

00:22:35: Natürlich.

00:22:35: Und das Problem hierbei, dass ein so allumfassender Begriff ist der sowohl im positiven als auch negativen Kontext als Kampfbegriff verwendet wird Und dabei alles mit reinwirft.

00:22:49: Also so ein paar progressive Werte, aber es ist ja auch oft sehr viel eigentlich nur Kapitalismus und Liberalismus mit dabei.

00:22:56: Auch hierbei was meinen Sie denn mit übereifrigen Feministinnen?

00:23:00: Es wird jetzt nicht gesagt welche feministische Strömung.

00:23:02: also das ist natürlich relativ offensichtlich dass es hier bei vor allen Dingen um weiße Feministen auch aus Deutschland geht.

00:23:08: sie konkretisieren sich dann später noch mal mit Sophie Passmann.

00:23:12: Aber es wird hier halt so ein einheitliches Feindbild gezeichnet, was auch entsprechende beispielsweise Internet-Means und so weiter entspricht.

00:23:21: Und Bildern die man zu solchen Ja in Anführungszeichen das wird ja immer so als feministische Hysterie usw.

00:23:29: Genau.

00:23:29: Und darauf wollte ich auch eingehen dass sie eben dieses Wort Hysteria wieder aufgreifen, das eigentlich im achtzenden Jahrhundert, neunzten Jahrhundert verwendet worden ist um Frauen und generell flinter Personen ihre Meinungen abzusprechen oder sozusagen so, die sind ja hysterisch.

00:23:49: Also es wurde ja pathologisiert.

00:23:50: Ja

00:23:50: also den Begriff der Hysterie gab es natürlich auch schon früher aber während des achtzehnten und neunzehntem Jahrhunderts erlebte er eine ganz neue Popularität und wurde auch mit unterschiedlichsten Bedeutungen aufgeladen war dann quasi ein Oberbegriff für unterschiedliche sowohl psychische Erkrankungen, aber auch einfach nur den Ausdruck eines freien Willens bei einer Frau.

00:24:14: Und er hat damit dazu beigetragen dass Frauen weiterhin unterdrückt werden und vor allen Dingen auch das ja quasi weibliche Lust pathologisiert wird.

00:24:22: denn die Behandlungsmethoden, ich setze Behandungsmethod in ganz große Anführungszeichen waren dann so etwas wie es da zu geraten wurde öfter die Ehe zuvollziehen bzw.

00:24:36: überhaupt erst die Frau zu verheiraten, beziehungsweise was dann später dazu kam war Stimulation oder sexuelle Stimulation durch ein Arzt selber oder und das ist der ganz schlimme Extremfall, der aber auch immer wieder vorgekommen ist.

00:24:52: Das wirklich häufig vorgekommend war die Entfernung von den äußeren Teilen der Clitoris oder die operative Entfernung.

00:24:59: Also ja schwieriger Begriff und auch das adjektiv hysterisch gerade in einem solchen Kontext zu verwenden ist extrem fragwürdig.

00:25:09: Und Sie benutzen es einfach

00:25:11: als

00:25:13: um Ihr Feindbild eigentlich wieder zu verstärken und zu konstruieren?

00:25:17: Genau!

00:25:18: Und schreiben weiter, generell haben wir den in Deutschland vorherrschenden Geschlechterkampf überhitzt und es fehlt uns in den Reihen unserer Generation ein Demut.

00:25:30: Demut vor Erfahrung, dem Alter, der Lebensleistung.

00:25:34: Denn das sind die altenweise Männer, die unser Land am Laufen gehalten haben.

00:25:38: Während eben diese Männer um ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen stehen... Zeitgleich der Wohlstände des Landes und seinen Zusammenhalt auf der Kippe.

00:25:44: Auch das ist wieder ein Bild, das werden wir später weiter haben.

00:25:48: Stichwort Care-Arbeit.

00:25:50: Diese Männer konnten... Also erstens ist es auch quatscht, dass nur Männer dieses Land am Laufen kalten haben.

00:25:56: Das ist hoffentlich allen die hier zu hören so weit bewusst.

00:25:59: aber dieses Bild von den Männern, die das gemacht haben, die haben das ja im Laufen gehalten!

00:26:04: Okay wer hat die Care Arbeit gemacht?

00:26:07: Wer hat dafür gesorgt?

00:26:07: also oder um es in diese Metaphe auszudrücken, wer hat ihnen den Rücken freigehalten?

00:26:13: Das waren halt keine Männer.

00:26:15: Und das nicht mal im Ansatz hier anzuerkennen ist halt macht mich ein bisschen...

00:26:22: Na, vor allen Dingen sie definieren ja auch nie wie Demut auszusehen hat.

00:26:25: Also Sie sagen wir müssen alten weißen Männern bzw.

00:26:29: alten weisen Männern zuhören um daraus selber etwas zu lernen?

00:26:32: Wir müssen Respekt davon haben.

00:26:33: aber wie genau das jetzt aussehen soll?

00:26:36: Sie sagen vorher ja quasi dass irgendwie alte weiße Männer munthot gemacht werden und dass man ihnen nicht zuhört, sie nicht mehr in Debatten einbringt sie zum Auslaufmodell, zum gesellschaftlichen Auslauf-Modell erklärt.

00:26:49: Aber was genau Sie jetzt damit meinen?

00:26:51: sollen wir jetzt ihn einfach nur zuhören und dann weiter machen wie bisher, oder sollen wir ihm zuhören und genau das umsetzen was ihre Ideen sind.

00:26:58: Was genau meinen Sie mit der Demut davor?

00:27:02: Das wird halt nie konkret gegriffen sondern es wird einfach nur ein Bild aufgemacht was potenziellen Lesern und ich gender hier bewusst nicht was potenziellen lesern halt sehr gefallen könnte.

00:27:14: Das ist ja generell etwas was man bei diesem buch erwähnt kann.

00:27:17: dass ist schnell geschrieben, dann nimmst du einen provokanten Titel der irgendwie zu einer aktuellen gesellschaftlichen Debatte passt wie alte weiße Männer-Homage an eine bedrohte Spezies und erfüllst es immer nur wieder mit quasi Affirmationen gegenüber dem dann rezipierenden Publikum auf.

00:27:35: Was meinst Du was die Zielgruppe ist?

00:27:39: Die Zielgruppe, die ist gespalten.

00:27:43: zum einen Männer über sechszig beziehungsweise über fünfzig meine Talben auch.

00:27:49: Und dann die Verwandtschaft von den Männern über fünfzig, die sich last minute noch überlegen müssen was sie als Weihnachtsgeschenk für sie mitnehmen.

00:27:58: Aber das zählt ja dann in die Käufer in der Gruppe.

00:28:01: also Zielgruppen hätte ich tatsächlich eher überlegt ob das Männer über fünfzig interessiert dieses Buch.

00:28:11: Oder ob das da nicht eher, ich sag mal mittelalte Männer sind die sich dann also so keine Ahnung... Ich hoffe, ich belade jetzt niemanden mittelalt, dreißig bis vierzehn, dass man sich dann dieses Buch kauft und versucht sich diesen... Also mittelalter Männer, die das Gefühl haben von der Gesellschaft nicht mehr wahrgenommen zu werden mit diesem Buch versuchen sich zumindest theoretisch ihren Standpunkt zurückzuholen.

00:28:33: Ja, das glaube ich nicht.

00:28:34: Weil es ist ja nicht ihr Standpunkt.

00:28:35: Also dann müsstest du eher solche keine Ahnung so Jordan Peterson Inselbücher machen und so um diese Zielgruppe abzugaben?

00:28:42: Ich würde sagen auch wie sehr sie Lebensleistung der einzelnen Leute betonen und dann immer wieder in der Biografie zurückspulen Wie waren die Anfänge usw.

00:28:51: Man soll sich als Person, die aus einer ähnlichen Generation kommt darin wieder erkennen.

00:28:57: Und ich würde sagen dass es doch gezielt für ältere Herrschaften

00:29:03: Wir haben den Durchschnitt der Lesenden dieses Buches um dreißig Jahre runtergezogen?

00:29:12: Möglich

00:29:13: möglich.

00:29:14: Okay, wir fragen uns Ist das Zufall oder ist es die Folgeerscheidung einer Gesellschaft die von einer vier Tage Woche träumt sich in Identitätsdebatten stürzt Diversität wichtiger als Leistung nimmt traditionelle Lebensentwörfe mit unterverachtet und den Blick für das wesentliche verloren hat Während den alten weisen Männern gesellschaftlich zu oft das Wort anzogen wird, da sind wir wieder.

00:29:35: Sind wir uns sicher dass ein Umdenken stattfinden muss?

00:29:38: Gerade jetzt müssen wir uns von ihnen die Welt erklären lassen denn die Alten Männer sind Weise.

00:29:43: ihre Werte und ihre Erfahrungen bieten einen Kompass in unübersichtlichen Zeiten.

00:29:48: sie wissen was geht und was nicht.

00:29:50: oh that's.

00:29:52: also wenn man sich Leute anschaut wie gut Thomas Gottschalk die wissen nicht was geht.

00:29:55: Also Was war die letzte Verleihung wo ihr moderiert hat?

00:29:58: wo er share als der einzige je die Bami-Verleihung, wo er scher als die einzige Frau der zuhört oder deren Meinung ernst bezeichnet.

00:30:07: Ja, es war

00:30:08: ... Und das dann zu entschuldigen mit ja irgendwie... Was war die Entschuldigung?

00:30:11: Hat er getrunken?

00:30:13: Er war betrunken und dann wenige Tage später kam er heraus dass er sich erst mal aus dem Showgeschäft zurückziehen wird wegen einer Krebsdiagnose wenn ich das so richtig verstanden hatte.

00:30:22: also ja

00:30:24: aber auch da man weiß ja oftmal nicht was passiert wenn ich mich bedrunken auf eine Bühne für eine Laudatio stelle ganz ehrlich Die ist doch im besten Fall auch vorgeschrieben worden, also was hat er gemacht?

00:30:33: Er hat improvisiert

00:30:35: wie man das als Showmaster halt so macht.

00:30:37: Sollte er nicht.

00:30:38: Also wobei vielleicht ... Das zeigt dann ganz gut, was er für Mensch ist offenbar aber...

00:30:42: Aber ich find's ja auch wirklich toll!

00:30:44: eine der grundlegenden Beschreibungen, die man zum Beispiel bei Sophie Passmann auch rausliest zu alte weiße Männer.

00:30:50: Ich würde jetzt ungern mit Sophie Passman's Definitionen mitgehen aber... Das

00:30:55: sehen wir am nächsten Kapitel.

00:30:57: Was sie da grundsätzlich ausmacht ist das fehlende Reflexionsvermögen der eigenen Privilegien und die fehlender Fähigkeit dazu quasi den Raum zu lesen wie man so schön sagt.

00:31:10: Und genau das ist ja.

00:31:11: aber das was Sie hier beschreiben geht und was nicht.

00:31:14: Und das ist aber der Vorwurf, der Ihnen gemacht wird, dass Sie eben genau das Nicht tun und sich daraus dann auch die Definition für alte weiße Männer herzigt.

00:31:21: Genau!

00:31:23: Ich beende jetzt einfach mal den Absatz schnell.

00:31:24: Natürlich!

00:31:26: Für den Kondakt schalte ich noch ein paar Sätze vorher ein.

00:31:28: Denn die alten Männer sind Weise.

00:31:29: Ihre Werten, ihre Erfahrungen bieten einen Kompass in unübersichtlichen Zeiten – sie wissen, was geht und wasn't.

00:31:36: Und zumeist zeigen sie mehr Horizont-, Toleranz-und Humor als In Anführungszeichen.

00:31:39: Gegnern.

00:31:40: Auch spannend, sie jendern nur um das Absurdum zu führen und performativ zu zeigen.

00:31:44: Das wollen wir

00:31:45: nicht.

00:31:46: Vor allen Dingen tun Sie es damit tatsächlich mal so etwas ähnliches wie Humor in diesem Buch vorhanden ist?

00:31:50: Also Sie machen hier jetzt eine Poante die jetzt nicht lustig ist aber Sie versuchen eine reinzubringen denn ich finde schön wie Sie sagen dass die Männer so viel Humor zeigen.

00:31:59: Davon habe ich irgendwie nichts mitbekommen als sich das Buch gelesen haben.

00:32:01: Ja doch!

00:32:01: Sie schreiben

00:32:02: noch, dass sie lachen oder also die Männer lachen.

00:32:05: Mit diesem Buch drehten wir an diese Männer heran und hören ihnen zu.

00:32:08: Tauchen Sie mit uns ein in die Lebensweisheiten der alten weisen Männer.

00:32:13: Hören sie auf ihre Botschaften, bleiben sie daran wenn Irrtümer Sackgassen und Niederlagen bekannt werden und Antworten auf die drängenden Fragen der Gegenwart folgen.

00:32:21: Ihre Nina Brockhaus und Frank Liefeld.

00:32:24: Ich würde das einfach im Fazit zusammenfassen mit... Super dass Geschlechterkampf als konstruiert kritisiert wird.

00:32:34: Ja

00:32:35: naja ich sage es mal so dadurch Geschlechter an sich konstruiert sind, wäre die vollgerichtige Schlusssäugung dass auch der geschlechter Kampf Konstruiert ist gar nicht mal so falsch.

00:32:47: Ja aber was ich meine ist einfach diese Ungleichheiten das sie von einzelnen PlayerInnen da konstruert sind.

00:32:55: und eigentlich also warum beschwert man sich denn es?

00:32:57: doch gar nichts

00:32:58: Schlimmes.

00:32:58: Also eigentlich ist Geschlechterkampf wenn man den beiden glaubt nur in medialer hoax Der für entsprechende Reichweite benutzt wird, aber nicht weil er tatsächlich existiert sondern weil der Klicks zieht.

00:33:10: und das zeigt sich ja dann im folgenden Kapitel.

00:33:13: Möchtest du uns einen Einblick darin geben?

00:33:15: Im folgende Kapitel geht es um die Definitionen, die beide nutzen für alte weise Männer bzw.

00:33:24: alte weiße Männer.

00:33:25: Ja genau also sie versuchen erst mal eine Begriffserklärung dazu zu geben, schwenken dann aber sehr schnell um auf ihre eigene Definition Was vielleicht auch ganz gut ist, dann weiß man, worüber man hier redet.

00:33:38: Wer ist eigentlich dieser alte weiße Mann?

00:33:40: Wer hat ihn erfunden und wie konnte aus einer Beschreibung eine Beschimpfung werden?

00:33:45: Wir fragen nach bei Fokus-Kolumnist Jan Fleischhauer Dem der Autoren so viel Passmann attestierte ein alter weißer Mann zu sein.

00:33:54: Wie geht es eben mit dieser gesellschaftlichen Schublade?

00:33:57: Fleischhau!

00:33:58: Hier widerspreche ich direkt.

00:33:59: Die Gesellschaft steckt mich überhaupt nicht in diese Schublada erklärt Frau Leichhauer im Zoom Call.

00:34:04: Wenn jemand versucht mich in diese Schublade zu stecken, sind das Leute die sich davon im Meinungskampf einen Vorteil erlaufen indem sie mir so ein Label verpassen.

00:34:11: Nach dem Motto sagen wir ganz still jetzt kommen wir Er fährt fort.

00:34:17: Die Frage ist ja Inwieweit alterweise mein überhaupt an das geschlecht gebunden ist.

00:34:23: So wie ich frau passmann verstanden habe kommt dass label wer besonders verstockt bekommt das laber wer besonders versteckt ist oder sich auf den erreichten ausrot.

00:34:32: und danach folgt eine kurze zusammenfassung über verschiedene Männer, z.B.

00:34:40: dem fünfundvierzigjährigen Entertainer Micky Beisenherz oder dem neunzehnzehrigen SPD-Politiker Kevin Kühnert, dass denen das auch unterstellt werde.

00:34:51: Andere wie zum Beispiel den siebundseipzigjährigen Bernie Sanders also des Buches von zwei Jahrzehntzwanzig glaube ich ein bisschen updateen die Altersangaben, dass man dem das jetzt nicht unterstellen würde.

00:35:03: Und ich muss sagen, es ist ja tatsächlich eine gute Beschreibung dessen.

00:35:07: Also ja!

00:35:07: Es geht nicht um das tatsächliche Alter.

00:35:10: Wie du schon gesagt hast, um die Einstellung, wie verhält man sich?

00:35:17: Man muss das auch verstehen, also in dem Buch Alte weiße Männer ging es hier so viel pass man ja darum mit Männern über den alten weißen Mann zu sprechen.

00:35:25: Über das Konzept alter weißer Mann, inwiefern sie möglicherweise auch den alten weissen Mann ins sich selber wiedererkennen und was generell ihre Meinung bezüglich gesellschaftlichen Entwicklungen und Feminismus ist usw.. Ich würde auch sagen dass das Buch nicht lesenswert ist.

00:35:39: ich habe es mir mal angetan Ja, gibt besseres und vor allen Dingen interessanteres.

00:35:46: Da findet man durchaus viel mehr.

00:35:49: ich finde an der stelle also zum ein kommt unfreiwilliger Humor raus, indem sie sich die Frage stellen woher kommt der Begriff alter weißer Mann?

00:35:57: und anstatt da nach irgendeiner Definition zu suchen oder danach wie er das erste mal verwendet wurde fragt man Jan Fleischauer.

00:36:04: Ich werde an dieser Stelle versuchen nicht ausfällig zu werden.

00:36:07: deswegen werde ich einfach Ole Niemann bezüglich Herrn Fleischauer zitieren.

00:36:11: Er sagte bezüglich zu ihm Jan Fleischower mit Ach-und-Kracht des Lesens und Schreibens mächtig belastig ist.

00:36:23: Das

00:36:23: vielleicht auch kein allzu gutes Zitat so

00:36:26: auf.

00:36:27: Ja, bei Jan Fleischauer ist es ja so dass er ähnlich wie viele andere Leute auch irgendwie groß in der Medienlandschaft vorkommt.

00:36:35: das der früher mal ein etwas linkerer Mensch war.

00:36:39: also hat die Grünen zu einer Zeit gewählt als die sich auch selber noch als Linksverstanden haben und hat ja auch jahrelang für den Spiegel beispielsweise gearbeitet.

00:36:50: Und heutzutage ist er vor allen Dingen dafür bekannt, allen zu erzählen wie toll A der deutsche Staat ist bzw.

00:36:57: wie toller sein könnte wenn wir uns mal von diesen Vorken befreien.

00:37:00: und zum anderen zeigt er auch wie toll geläutert er quasi ist und wie sehr er jetzt zu konservativen Werten steht.

00:37:09: und das ist der erste Mann an dem man dann denkt dazu befragt, wie er den Begriff sieht.

00:37:15: Ja das Konzept alterweiser Mann wäre schließlich kein paradoxes Wunderwerk der Identitätspolitik wenn sie nicht aus anderen Geschlecht einschließen würde.

00:37:25: dann kommt noch ein kleiner Absatz eben zu Bernie Sanders und Boris Palmer.

00:37:31: der soll bereits als Schüler ein solcher gewesen sein.

00:37:33: wir fragen uns wer denkt bei dem Begriff Alterweiser Man an einen Schüler oder eine Frau, und das ist falsch daran auf erreichtes Stolz zu sein.

00:37:40: Was übrigens auch niemand behauptet hat!

00:37:41: Also es kommt nicht hervor irgendwo dass jemand sagt du sollst dich auf ein rechtes Stolt

00:37:46: sein?

00:37:46: Du solltest vielleicht nicht darauf stolzen, dass die Sachen einfach in die Wiege gelegt werden weil... Das ist nur Unterschied!

00:37:51: Ja also es war ja nie so, dass das Anliegen von Feministinnen war den Begriff alter weißer Mann eben auch als Analyse verwendet haben, zu sagen so und du musst dich jetzt übrigens für dein ganzes Leben schämen.

00:38:04: Und darfst nicht auf erreichtes Stolz sein was man drin macht.

00:38:09: das heißt weil das kommt in dem Buch ja auch relativ gut zum Ausdruck dass für Franka Lehfeldt und Hina Brockhaus erst einmal wirtschaftliche und berufliche Erfolge das wichtigste im leben sind auf das man stolz sein kann und dass die beispielsweise Familie beziehungsweise damit verbunden private Selbstverwirklichung, dass das immer nur so ein kleines Extra ist was vielleicht gut laufen kann aber wenn nicht dann ist auch nicht so schlimm.

00:38:39: Daniela kraftest du viel vor?

00:38:41: Lass doch bitte den Moment der Überraschung wenn wir an diesen Punkten sehen.

00:38:47: Ich bin Freund von Selbsterkennens.

00:38:48: also Erkenntnis aus dem Kontext.

00:38:52: Die Realität ist, dass Feministinnen den alten weißen Mann vehement für ihren Geschlechterkampf missbrauchen.

00:38:59: Spätestens seit dem Aufkommen der Mitu-Bewegung ist die gesellschaftliche Lage eindeutig – Der alte weiße Mann ist schuld!

00:39:04: Den alten weißem Mann zu beleidigen klickt eben auch besser als sachlich für Frauenpensionen zu werben.

00:39:09: oder wie der Standardschrieb bei Frauenposition und Arbeitsmarktpolitik für Frauen kracht es nicht.

00:39:13: diese Themen interessieren auch heute niemanden feministische Themen einzubringen, die Politik interessieren den überwiegend männlichen Teil der Politik nicht.

00:39:25: Ich würde sogar behaupten selbst wenn es so wäre würdest du sie nicht interessieren.

00:39:29: also selbst wenn sagen wir mal Frauenanteil bei fünfzig Prozent liegt liegen würde oder sogar noch höher in der Politik würde das groß ziehen, weil du dann ja immer noch trotzdem an systemische Zwänge gebunden bist.

00:39:44: Das heißt eine wirkliche Befreiung der Frauen würde erst einmal so, würde ich zumindest vermuten nicht stattfinden.

00:39:50: Da können wir in anderer Stelle später nochmal drüber sprechen

00:39:53: bei den konkreten

00:39:53: Forderungen.

00:39:54: Dann schreiben Sie tatsächlich etwas wo ich mitgehen würde?

00:40:02: Ja, das schreiben ja nicht sie sondern sich zitieren den Standard dabei und was man an der Stelle auch schon mal kurz erwähnen kann.

00:40:08: Was uns dann auch gleich noch begegnet wird als kurze Kritik dazu wie das Buch gemacht ist auf einer technischen Ebene die Quellen.

00:40:17: Ich hätte mir gerne diesen Standardartikel durchgelesen aber es wird einem wirklich schwergemacht.

00:40:22: Es gibt keine Quellenangaben innerhalb des Buches sondern muss ein QR Code scannen Und hat dann ein Quellenverzeichnis und ich hoffe, dass das noch sehr lange bestehen wird bei dem großen Interesse was diesem Buch entgegen gebracht wird.

00:40:39: Weil ansonsten wird man diese ganzen Quellen irgendwann nicht mehr nachvollziehen können.

00:40:43: Ich finde es auch journalistisch irgendwie schwierig, dass dies mit einem QR-Code lösen ist jetzt viel...

00:40:50: Vor allen Dingen brauchen sie es ja für kaum etwas.

00:40:52: Es gibt hier nicht viele Quellen, das wären zwei bis drei Seiten gewesen in diesem Format und das wäre wirklich...

00:40:58: Ich glaube ich habe's mir mal angeschaut.

00:41:00: Das war eine A-Vierseite vielleicht?

00:41:04: Ich hab's mir auch angeschauen, da ist immer die Frage wie du das machst und so weiter.

00:41:07: natürlich wenn es jetzt um Onlineartikel geht wenn es so ein QR-Code als Zusatzangeboten gibt, damit es einfacher ist links direkt zu öffnen.

00:41:18: Aber ich kann doch das nicht vom Buch trennen.

00:41:22: Naja... Es

00:41:24: ist aber publizistisch auf jeden Fall irgendwie komisch zu bewerten genau.

00:41:28: Feminismus darf nicht zum Clickbait verkommen und damit hat der Standard Outdoor recht.

00:41:35: Und vielleicht wäre das mal ein Ansatz für Franka Leefeld und Nina Brockhaus darüber nachzudenken, ob das was sie zum Feindbild erklären überhaupt berichtenswert ist.

00:41:45: Wenn Sie nämlich hiermit davon ausgehen dass das Ganze nur medial konstruiert ist dann besiegt man es ja am besten indem man ihm keine Aufmerksamkeit schenken würde.

00:41:55: also wenn man sich die ganze Zeit über Absurditäten also was man selber als Absurdität identifiziert aufregt Dann sollte man sich am besten gar nicht drüber aufregen, sondern nicht mehr darauf eingehen.

00:42:07: Denn man erfüllt damit ja genau das was dadurch erfüllt werden soll.

00:42:11: Was übrigens auch schwierig ist es die Tatsache dass sie mich dann weiter schreiben und erst den Spiegel krozitieren.

00:42:19: also Nicht nur Feministinnen wie Passmann auch Nachrichtenmagazine wie der Spiegl haben eingestimmt in den abgesangenen aufs den alten weißen Mann.

00:42:27: Im Juli zwanzig zitierte das spiegel cover die Zeichnung der Büste eines alten Mannes Die vom Socke gestürzt wird Die Aufschrift, Aufstand gegen den alten Weißenmann.

00:42:37: Und jetzt passiert was ganz Tolles!

00:42:39: Hier wird immer noch auf dem Spiegel verwiesen und kurz nachfolgt ein weiteres Zitat das aber gar nicht mehr dem Spiegel zugehörig ist.

00:42:44: also es wird irgendwie eine falsche Verknüpfung der Artikel oder der der Zitate aufgemacht.

00:42:54: Generell ist das Thema angesagt in Deutschlands Redaktionen.

00:42:57: da fragt sich auch schon mal einen Redakteur Selbstkritisch, ob er nicht vielleicht selbst ein alterweiser Mann sei und erklärt zunächst einmal die soziale Stellung des Feindbilds.

00:43:20: Das Medium scheint dieser Vorgang verständlich.

00:43:31: Zitat, vielleicht ist es ausgleichende Gerichtigkeit?

00:43:34: Was insofern interessant ist als dass der Spiegel von vielen Leuten als in Anführungszeichen progressiver oder linker wahrgenommen wird als die FAZ.

00:43:42: und das Ganze würde halt so nicht ins Narrativ passen.

00:43:44: ich würde übrigens mit diese Einordnung auch nicht mitgehen aber aus anderen Gründen.

00:43:48: wir können weitermachen.

00:43:49: Wir halten fest wer progressiv sein will also mit der Zeit geht muss gegen den alten weißen Mann sein.

00:43:55: Ja Find ich?

00:43:57: Also ja, aber gegen das Konzept.

00:44:01: Sie kriegen das ähnlichen zu trennen zwischen dem systemischen Begriff und den Personen, den Individuen die dahinter stehen.

00:44:11: Genau.

00:44:13: Wir müssen auch hier glaube ich nicht auf alles eingehen.

00:44:16: wir hatten uns ein paar

00:44:19: Marker

00:44:20: gemacht Aber

00:44:21: wo wir einsetzen können wäre ab.

00:44:23: doch wann begann eigentlich

00:44:24: diese

00:44:24: Überdrehung?

00:44:25: Der

00:44:26: Ursprung des Begriffs alterweiser Mann ist schwer zu finden.

00:44:29: In der Schweizer Mediendatendatenbank taucht der Begriff bereits in den neunzigern Jahren auf, die neue züricher Zeitung schreibt – das wirst du wahrscheinlich auch nochmal gleich einordnen mit der Zetteln.

00:44:38: Der Amerikakorrespondent des Nachrichtenmagazins FACTS schrieb damals die Feministin Betty Frieden habe die Republikaner als einen Haufen dreckiger Alterweiser Männer bezeichnet weil diese einen Amtenthebungsverfahren gegen Präsident Clinton vorantrieben.

00:44:53: Sie soll allerdings nicht die erste Person gewesen sein, wie die NCZ schreibt.

00:44:56: Es sagte ein schwarzer Konzertbesucher in Georgie, einem Reporter über das Hubbote von Anstößing Rap Texten.

00:45:03: Ich habe es satt dass alte weiße Männer den Schwarzen vorschreiben was sie tun dürfen.

00:45:07: Warum dient alterweißer Mann bloß als Beschimpfung?

00:45:10: Obwohl ist doch viel mehr.

00:45:11: eine Beschreibung ist

00:45:13: Erkenntniswarte.

00:45:14: Alterweißermann ist eine Beschreibung.

00:45:17: Also wir könnten das Buch an dieser Stelle eigentlich zur Seite legen.

00:45:21: Im kurze Einordnung zu der NCZ Damian

00:45:23: Ja, eine Zeitung die ich nicht lese.

00:45:26: Also ein eher rechtes Medium.

00:45:30: Man kommt sich so verhabenlosen vor.

00:45:31: das Problem ist es gibt ja... immer nur noch rechtere Medien.

00:45:36: Ich würde aber sagen, dass so eine Zeitung wie die NZZ ja dann doch gefährlicher ist als die Medien, die auch in der Gemeinheit so als Rechtsextrem bezeichnet werden kann und sowas wie News oder Secession oder irgendwie sowas was in die Richtung geht weil sie ja dann noch in diesen seriöseren und bürgerlichen Charakter ankommen, ja konsumierbar macht.

00:46:00: Während News, also vielleicht um das anders zu sagen zu fassen, während News von der Gemeinheit als Rechtsextremes, wenn man das so sagen darf, Medium verstanden wird?

00:46:10: Wird es die NZZ nicht?

00:46:12: Sie wird einfach als, ja, vielleicht ein systemkritisches Medium aufgegriffen aber nicht als...

00:46:17: Als rechtes System.

00:46:17: Genau und das macht sie natürlich in der Ansicht etwas seriöser.

00:46:21: zumindest hört man natürlich eher was sie sagen.

00:46:22: Aber

00:46:24: apropos Reden wir doch wieder darüber, was Jan Fleischauer sagt.

00:46:28: Oh ja, mit dieser Antwort nehme ich auf diese Frage.

00:46:31: Die Wahrheit ist doch dass man umso mehr mit seinem alter Harder die älter Mann isst.

00:46:36: Wir Männer reden da nicht so gern drüber Aber nichts fürchte ein Mann mehr als irgendwie als alt und abgehängt zu gelten.

00:46:42: Deshalb funktioniert es auch als politisches Schreckgespenst so gut.

00:46:46: Sie müssten das einem Mann nur entgegenstehen Und er wird alles tun, um ihn zu zeigen Dass sie falsch liegen.

00:46:51: Nein Wäre das der Fall?

00:46:54: wäre hätte das Buch von Sophie Passmann viele Sachen gelöst.

00:46:59: Naja, ich würde sagen also was er hier beschreibt trifft ja doch irgendwie zu.

00:47:04: Wir sprechen ja auch gerne und es ist ja dann auch durchaus sehr verbreitet egal ob jetzt von Menschen die sich wirklich mit Feminismus auseinandergesetzt haben oder nicht.

00:47:14: einfach weil dass auf Social Media sich auch sehr gut verbreitet von dem Fragilen männlichen ego.

00:47:21: ich würde eigentlich sogar weiterfassen weil das ganze hängt ja auch noch mit write fragility zusammen.

00:47:26: also dann in bezug auf weiße menschen dass wenn man einmal versucht leuten ihre gesellschaftliche Position zu spiegeln, dass sie das als persönlichen Affront begreifen.

00:47:40: Also nicht einfach nur als Angriff auf Ihre gesellschaftlicher Stellung sondern auch auf Ihre Person im Ganzen und das ist ja auch das was Sie die ganze Zeit hier aufmachen und natürlich führt er das so weiter.

00:47:53: Was uns sich auch als Frage aufgemacht wird wieso?

00:47:55: Ist es denn als Mann laut Fleisch ein Problem als Alt- und Abgang zu gelten?

00:48:00: Ist Es weil man dann einem konstruierten Ideal von Leistungsfähigkeit nicht mehr begegnen kann.

00:48:06: Also, warum ist das schlimm?

00:48:12: Gerade im Bezug auf Kapitalismus ist es schon klar, warum das schlimm ist und man kann eben nicht mehr leisten und muss sich dann tatsächlich, egal wie privilegiert die Position vorher war, doch mal mit der Frage auseinandersetzen will die Gesellschaft mich noch oder nicht.

00:48:25: Und da gab's ja durchaus schon Epochen wo das Wo es ja so ständig war, dass man sich dann eben um die älteren Gesellschaft gekümmert hat und sich nicht die Frage gestellt werden musste.

00:48:36: Wollen sie mich noch?

00:48:38: Aber das ist offenbar auch kein Punkt der hier reflektiert werden müsste.

00:48:42: Ja

00:48:43: genau!

00:48:44: Ob jede gesellschaftliche Debatte ein Feindbild braucht da ist sich ein Fleisch auch unsicher.

00:48:48: ich möchte noch einen Statement von diesen großen deutschen Denker hören bitte.

00:48:52: Wenn man eine politische Mission hat ist sicher hilfreich ein fein Bild zu haben.

00:48:56: Das bringt einen Morgensentwahlung.

00:48:58: Gegen irgendetwas muss man anrennen, sonst kann man ja gleich liegen bleiben.

00:49:01: Brauchen wir als Gesellschaft Feindbilder?

00:49:03: Da bin ich wiederum im

00:49:04: Zweifel.".

00:49:05: Er widerspricht sich so ein bisschen selber also... Beziehungsweise nicht ganz.

00:49:09: er sagt irgendwie schon wenn man einen Feind bildt Also wenn man irgendwie vorankommen will dann braucht man fein Bild

00:49:15: Vor allen Dingen was er selber hat.

00:49:16: also Wenn man einmal Ein oder zwei Kolumnen von ihm gelesen hat wird einem ja ganz klar was sein Feindbild ist gegen das er immer anschreibt und.

00:49:26: Er kritisiert es.

00:49:27: aber also er sagt ja auch in seinen Kolumnen immer dass er eigentlich für einen.

00:49:34: Ja, für eine funktionalere Gesellschaft ist in der sich alle wieder ganz normal begegnen.

00:49:41: Also wenn man hier das AfD-Motto Deutschland aber normal nehmen würde dann wäre das eigentlich auch da quasi so zentral.

00:49:48: Das zeichnet ja nicht nur die AfD aus dieser Wunsch danach.

00:49:52: Sie sind also einfach nur gerade die Möglichkeit wie dass entsprechende Strömungen politisch artikulieren können?

00:49:59: Das muss man ja benennen!

00:50:02: Er sagt, dass eine Gesellschaft eigentlich ohne Feindbilder auskommen müsste im Idealfall.

00:50:09: Sagt aber auch gleichzeitig das man wenn man eine politische Mission hat, dass es hilfreich ist ein fein Bild zu haben.

00:50:15: und wir können jetzt natürlich aufteilen, dass wir zum einen sagen Es ist sinnvoll Wenn man auf populistischer Art und Weise und ich möchte jetzt populistisch erst mal als wertneutral Als wertneutralen Begriff verwenden Dass wenn man Leute erreichen Müsste dann muss man für politische agitation ein klar zu umfassendes Feindbild haben.

00:50:36: Das muss nicht notwendigerweise personifiziert sein, aber das hilft natürlich sehr stark wenn man etwas Greifbares schafft.

00:50:43: und auf der anderen Seite ist es so dass die systemischen Umstände ja dazu führen, dass wir gesellschaftliche Gruppen haben mit widerstreitenden Interessen und das es da ganz klar ist, wenn ich politisch etwas tatsächlich erreichen möchte und nicht nur an unserer wunderschönen Demokratie teilhaben will und mich darüber freue wie der Diskurs diese Woche wieder ausgegangen ist.

00:51:05: Dass ich mir dann bewusst sein muss, ja es gibt da Sachen die quasi antagonistisch zu verstehen sind und darauf muss ich mich dann fokussieren.

00:51:13: Richtig!

00:51:14: Und zum Thema darauf fokusieren also mal auf Frage gehend.

00:51:18: Was meinen die beiden denn eigentlich?

00:51:20: Kommen wir jetzt auch endlich mal zu einer Definition, die ich mich vielleicht früher gewünscht hätte.

00:51:24: aber ein alter Weisermann ist über siebzig Jahre alt buchlich erfolgreich und in seinem Fachgebiet eine Kurifähle.

00:51:32: Er darf, finde ich wichtig dass das zugestanden wird, er darf Umbrüche und Niederlagen in seinem Leben erfahren haben.

00:51:38: am Ende geht es bei unserer Auswahl der alten weisen Männer nur um eines Lebensleistung.

00:51:44: Damit schließen sie auch diese Begrüßerklärmung, also mit dem was vielleicht am Anfang hätte stehen können.

00:51:49: Also gut Sie haben sich in einem Kapitel eigentlich mit dem alten Weißenmann auseinandergesetzt und nicht mit dem Altenweisen-Mann.

00:51:55: aber wäre trotzdem das gewesen etwas mehr auszuführen?

00:51:59: Ja es ist ja wirklich interessant dass die sagen Lebensleistungen ist für sie das zentrale Mittag.

00:52:05: Sie knüpfen es jetzt nicht an eine tatsächlich messbare Komponent natürlich das Alter.

00:52:12: Aber sie sagen jetzt nicht, du musst konkret das und das erreicht haben um von uns als alter Weisermann angesehen zu werden.

00:52:20: Du musst nicht eine bestimmte Sache studiert haben.

00:52:23: Du muss nicht mit bestimmten Preisen ausgesichert werden.

00:52:24: Und du musst nicht ein Networth von so viel Euro haben sondern es geht um Lebensleistung und das ist ja etwas sehr Individuelles und vor allen Dingen auch was... Ja, dann unterschiedlich Interessantes.

00:52:37: Also mir ist tatsächlich die Lebensleistung von irgendwelchen Wirtschaftsleuten, die hier denn auch interviewt werden, tatsächlich relativ egal?

00:52:44: Ich

00:52:44: finde also ja was du vielleicht gerade deutlich noch machst ist Lebensleistungs ein sehr subjektiver

00:52:51: Begriff.

00:52:52: Du

00:52:52: kannst in Wirtschaftskreisen, kannst du eine Wirtschaftswissenschaftlerin ganz anders irgendwie ansehen als man da jetzt vielleicht auf Forschungsgebiete schaut und die nicht direkt wirtschaftliche Relevanz haben.

00:53:06: Und du kannst für PolitikerInnen zieht, es ist andere Lebensleistungen... zu schätzen als vielleicht für Künstlerinnen?

00:53:16: Nur, dass es hierbei wichtig auch zu erwähnen ist.

00:53:18: Also Sie haben ja keine Wissenschaft erinterviert.

00:53:20: also ich weiß per Steinbrück hat auch selber an Universitäten doziert und so weiter aber sie fragen jetzt keine Leute aus der Forschung deswegen weg.

00:53:27: haben wir eigentlich die drei groben Bereiche Wirtschaftspolitik dann Journalismus und dann noch andere Mediale gestalten wie beispielsweise Schauspieler usw.. Da ist doch klar, dass die Lebensleistung ja unterschiedlich zu bewerten ist.

00:53:45: Weil ich ja sagen kann beispielsweise bei Wirtschaftsleuten wenn du es nicht gemacht hättest dann hätte es ein anderer gemacht und diese Austauschbarkeit ist daher eine andere als zum Beispiel bei Schauspielern oder auch bei Leuten die beispielsweise Journalismus betreiben weil da ja dann doch Ein in Anführungszeichen persönlicher Stil auch entscheidend ist, wobei es da natürlich auch systemische Komponenten gibt.

00:54:12: Aber warum sich so sehr auf das Thema Lebensleistung versteifelt?

00:54:15: Das erfahren wir dann im nächsten Kapitel aus und du möchtest jetzt noch ablösen dazu.

00:54:19: Wir

00:54:19: müssen auch dann daran kommen, Damian!

00:54:22: Die Lage der Nation ist nicht nur mein Lieblings-Podcast Kleiner Sarkasmus an dieser Stelle sondern auch den Namen des nächsten Kapitels.

00:54:30: Kurze Lanze dafür.

00:54:31: ja ich habe den eine Zeitlagen sehr gerne gehört und ich fand den schon auch interessant und einordnend.

00:54:40: Also je nachdem wo man sich dann auf dem... also sie sind ja auch progressiv, also es ist jetzt nicht so dass die irgendwelche komischen Thesen vertreten.

00:54:49: deswegen.

00:54:51: Ja

00:54:51: ich lasse das an der Stelle mal unkommentiert und lese statt jetzt lieber.

00:54:55: das war Kapitel vor.

00:54:57: Finanz Corona Energie Diese drei Begriffe bilden nur einen Ausschnitt der gegenwärtigen Paarungsoptionen des Terminus Krise.

00:55:05: Obgleich der Umbau der deutschen Energieversorgung, eine der komplexesten Aufgaben der Nachkriegszeit ist wird der Begriff Krise inzwischen inflationär und vorschnell verwendet.

00:55:15: Medien und Experten bemühen regelmäßig das Zeitalter der Krisen um die Gegenwart zu definieren.

00:55:22: Dabei kreieren sie geradezu apokalyptische Sackgassen-Szenarien Der Tenor, nichts wird wieder so glorreich und unbeschwert wie es einmal war.

00:55:32: Auch das Individuum sieht sich verstärkt Krisen gegenübergestellt – ob Ehe-, Mitlife- oder Jobkrise.

00:55:38: der Humusabiens des einundzwanzigsten Jahrhunderts beschäftigt sich gerne und ausführlich mit sich und seinen mikrokosmischen Problemen...

00:55:46: Einwurf?

00:55:46: Ja!

00:55:48: Was ich interessant finde, Probleme werden auf den Individualbereich reduziert.

00:55:52: also es geht nicht darum dass wir irgendwelche ganz ehrlich Job-Krise.

00:55:58: kannst du natürlich auch sagen, okay ich habe jetzt irgendwie ein Problem mit dem Job.

00:56:01: Man kann es aber auch auf die Wirtschaft und allgenerell das kapitalistische System zurückführen sozusagen so.

00:56:05: Oh ja, hab ich denn andere Möglichkeiten für den Job?

00:56:08: Gibt es genug Arbeitsplätze?

00:56:09: also alles wird irgendwie darauf zurückgeführt und vor allem wenn sie anfangen mit Finanzkronen in der Energie Krise.

00:56:14: Also das sind keine Individualprobleme.

00:56:17: Sie

00:56:18: schaffen individual Probleme, aber sie sind natürlich übergeordnet.

00:56:21: Genau, diese systemischen

00:56:22: Ursache ist halt einfach woanders!

00:56:25: Warte

00:56:25: was?!

00:56:26: Meine Mental Health ist abhängig vom politischen und gesellschaftlichen System, in dem ich mich befinde.

00:56:30: Das ist schwierig.

00:56:33: Genau oder um es auf Therapeuten Deutsch zu sagen mit seinen Herausforderungen Beinhalte Tomo Sapiens per Definition nimmt doch die Attribute verstehend und weise, hat sich ein Teil der Spezies dieser Tage auf die Suche nach sie selbst begeben.

00:56:50: An sich muss das kein Widerspruch sein – wenn jedoch die Selbstfindung die eigene Leistung bremst oder gänzlich lähmt, wenn Selbstfindungen über dem Beitrag für das Gemeinwohl steht oder diese gar hemmt dann entsteht eine gesellschaftlich- und ökonomische Schieflage.

00:57:04: Geht es uns alle objektiv spürbaren Brüche noch so gut?

00:57:10: Also das markiert vor allem erstmal eine ökonomische Schieflage, ja?

00:57:14: Und dann aber auch nur wenn du wirklich dieses krasse Leistungsprinzip durchziehen möchtest.

00:57:20: Um das zu übersetzen was Sie geschrieben haben, du darfst dich gerne selbst finden!

00:57:24: Du darfst gerne irgendwie versuchen einen Sinn im Leben zu finden oder nicht so verwirklichen... ...oder sich bilden, Sprache lernen und was auch immer was ich gerade glücklich mache.

00:57:35: Aber bitte nicht... Während neunte Fall, vorher nachher ist in Ordnung.

00:57:41: Aber bitte arbeite dann dazu, weil sonst haben wir ein ökonomisches Problem und das sorgt denn dafür dass wegen selbstverständliches Probleme.

00:57:47: Die Verbindung sehe ich zwar noch nicht so ganz aber...

00:57:49: Ja was Sie hier eigentlich beschreiben es ja tatsächlich einen Wandel der damit zusammen hängt, dass der Kapitalismus ja ein doch sehr anpassungsfähiges Modell Auch insofern, als dass man sich natürlich die unterschiedlichsten Wertevorstellungen und so weiter einverleiben kann.

00:58:13: Und dadurch das es gerade dem Neoliberalismus ja so wichtig ist, dass eine starke Individuum in den Mittelpunkt zu setzen fällt der Widerspruch ja dann umso stärker auf weil es ja so viele systemische Zwänge gibt gegen die du gar nicht als Individuum ankommen kannst.

00:58:31: Ich würde insoferen doch parallel dazu, nicht in Zustimmung aber parallel dazu sagen dass es ja tatsächlich sehr befremdlich ist wie Leute heutzutage auf Sinn suche und auf der Suche nach sich selbst sind weil sie dabei immer versuchen den gesellschaftlichen Kontext auszublenden.

00:58:52: Und damit eigentlich genau das bestätigen was sie in die Situation überhaupt gebracht hat oder

00:58:59: nicht unbedingt immer den gesellschaftlichen Konnex ausblenden, sondern versuchen in ihm einen Sinn zu werden.

00:59:05: Es ist gar nicht was wäre ich jetzt... also was möchte ich jetzt unabhängig davon machen dass sich arbeiten muss?

00:59:09: Sondern was will ich machen damit es sich wie ein Leben anfühlt während ich arbeiten muss.

00:59:15: Ja aber das meine ich ja mit Ausblenden im Sinne von du akzeptierst das als irgendwie natürlich gegeben und denkst gar nicht darüber hinaus oder wie man's anders machen könnte.

00:59:27: Es ist ja lustig, dass sie so teilweise eine Analyse vornehmen die ein bisschen stimmig ist.

00:59:41: Aber natürlich von einer ganz falschen Grundlage aus gehen nämlich das es eigentlich gar nichts besseres gibt als den deutschen Staat und auch den deutschen Sozialstaat.

00:59:50: Das lesen wir gleich.

00:59:54: Ich will nicht ungern unterbrechen.

00:59:55: Aber mit Blick auf die Uhr müssen wir wirklich jetzt eigentlich ein bisschen durchziehen, sonst wird diese Folge ewig lang

01:00:01: dauern.".

01:00:01: Also Sie beschreiben dann hier eine Zusammenfassung davon wie sich quasi das Mindset der Generationen geändert hat vom Ende des Zweiten Weltkrieges an – mit entsprechender Nachkriegsgeneration, die das Land aufbauen musste und damals Zelten, Fleißdisziplinen und Einfallsrechte noch etwas und haben zum Wirtschaftswunder geführt.

01:00:28: Und dann schreiben sie der von der Nachkriegsgeneration erwirtschaftete materielle und politisch-kulturelle Wohlstand wurde zunehmend an die folgende Generationen vererbt.

01:00:36: Während die erste Übergabe noch die Fortsetzung einer Kultur der Anstrengung umfasst, stellt sich die Situation bei der dritten und bald vierten Übergabe anders

01:00:46: dar.".

01:00:46: Der gesellschaftlich erreichte und für selbstverständlich genommene Wohlstand hat der jüngeren Generation vielfach ein Anspruchs- und Good Life Denken ermöglicht, das die Werte und Tugenden der Gründergeneration verdrängt.

01:01:01: Dabei gilt es wohlgemerkt nicht um eine Nullblockhaltung die, wie in den neunzehn-achtziger Jahren, den Ausstieg aus der als Hamsterrat empfundenen Wettbewerbsgesellschaft versucht und dabei Wohlstandsverzicht im Kauf nimmt.

01:01:15: Wir diagnostizieren stattdessen das manche immer mehr von anderen erwarten und immer weniger von sich

01:01:22: selbst.".

01:01:24: Das ist lustig!

01:01:26: Weil wir uns in einem System befinden, wo genau das stattfindet nur auf der anderen Seite der Vermögenspyramide.

01:01:35: Nämlich ist es ja so dass wenn du als Kapitalist

01:01:41: die

01:01:41: Arbeitsleistung von anderen über die Arbeitsleistung von anderen verfügst, die einen Mehrwert für dich produzieren.

01:01:52: Dann bist du derjenige, der von anderen immer mehr erwartet als von sich selbst was hier dann ja auch wie wir es später sehen durch solche Rocker-Hollig Attitüden und so weiter gerne überspielt wird.

01:02:02: aber die größte Leistungen im Unternehmen eines Kapitalisten entsteht nicht durch den Kapitalist.

01:02:11: Ja, ich würde an der Stelle auch eigentlich noch gern was anderes anbringen.

01:02:14: Und zwar den, was sie eigentlich darstellen und negativ bewerten.

01:02:19: ist dieser Wertewandel.

01:02:21: also Sie konstruieren eben diese immateriellen Werte und sagen wir sind weg von Fleischdisziplinen und Einfahrtsreichtum Was die dann später einfach wahrscheinlich nur mit dem Leistungsprinzip verstehen und sind jetzt halt einfach in so einer, ich zitiere Nullbock Haltung.

01:02:43: Das ist ja, so wie Sie es darstellen.

01:02:48: Nein?

01:02:49: Nein danke!

01:02:50: Aber was das eigentlich ist, ist diese Übertragung von eben materiellen Werten zu postmateriellen.

01:02:55: Also wir gehen vielleicht noch mal zur Unterlegen mit der Bedürfnispyramide von Marsloff, der als materielle Werte ganz unten einfach mal Grund- und Existenzbedürfnisse definiert in einer Sicherheit geht wo schon Ronald Engelhardt in der Jahrzehnteinundzwanziger jetzt auch verstorben war, sagt naja wir haben das aber überwunden.

01:03:19: Also er bezieht sich auf die westliche Welt oder wahrscheinlich dann noch mal definierter auf the weird countries und sagt Wir können uns jetzt postmateriale Werte leisten also sozialbedürfnis anerkennung Wertschätzung und ganz ganz oben Selbstverwirklichungen.

01:03:36: Das fassen die beiden ja hier unter, naja du kannst dich ja finden aber bitte halt nicht im Kavid.

01:03:41: Also bitte nicht ohne deine Arbeitselste da einzuschränken.

01:03:48: und eigentlich sollte die Gesellschaft als ganzes und damit meine ich nicht westliche Gesellschaften sondern die Menschheit als Gesamtem Wir sollten an diesem Punkt sein wo wir das alle erreichen also wo wir nicht einfach nur davon sagen oh wir jetzt in den Westen haben jetzt einen Postmaterialismus ist es ganz gut Und auch das stimmt ja nicht, also wenn man sich jetzt anschaut wie die Arbeitslosenquote ist.

01:04:11: Wie viele Menschen unter dem Existenzminimum leben?

01:04:15: Und vor allen Dingen, wie es mit dem Thema Armut aussieht.

01:04:18: Gerade wenn wir immer davon sprechen, wie reich doch Deutschland ist und wie gut es uns eigentlich geht...

01:04:23: Genau da

01:04:25: reden

01:04:25: wir ja nicht von dem individuellen Reichtum oder der individuelle Lebensrealität der Menschen sondern vom Inlandsprodukt, von unserem Staatshaushalt.

01:04:32: Da sind wir reich.

01:04:34: aber offenbar schaffen wir jetzt mit einem vielen milliardenschweren Haushalt nicht allen Menschen in diesem Land ein Mittagessen zu bescheren eine Wohnung zu beschern

01:04:44: Ja, und vor allen Dingen hängt es mit.

01:04:46: Also sie greifen ja jüngere Generationen an so und man musste einfach mal auf die harten Zahlen schauen und sagen drei Millionen Kinder und Jugendliche sind in Deutschland armutsgefährdet.

01:04:57: zwischen achtzehn fünfundzwanzig ist es jeder vierte So und das wird also armusgefährdetes eben sehr merkwürdiger Begriff.

01:05:06: man kann sich gerne Definitionen dazu ansehen und mir dann widersprechen.

01:05:08: ich würde sagen die Menschen sind nicht arm uns gefährdet sondern ab Was auch

01:05:12: bei Kinder und Jugendlichen.

01:05:13: Ja, gefährdet durch Armut?

01:05:14: Genau!

01:05:15: Was ja Armutsgefährdet meint eigentlich du bist gefährdet in die Armut abzustürzen.

01:05:21: Das sind eher merkwürdige Abgrenzungen.

01:05:27: Schussendlich ist es aber so dass das vor allen Dingen bei Kindern und Jugendliche immer.

01:05:30: Auch Mitte hängt natürlich also mit so etwas wie ist die Person migrantisiert oder nicht, aber auch natürlich.

01:05:39: Wie geht es dem Elternhaushalt?

01:05:41: Und man könnte sich da vielleicht mal die Frage stellen, geht das gar nicht so sehr nur um die jüngere Generationen sondern müssen wir mal schauen welche Bedingungen die vorherigen Generation unter anderem auch die der alten weißen Männer wirklich geschaffen hat für die heutige Generation?

01:05:57: und wenn man sich diese Zahlen einmal ansieht muss man sagen, dass die Umgebung wohl doch nicht so toll ist.

01:06:03: Man kann sich natürlich auch um die Frage stellen wie schwierig war es denn vor fünfzig oder sechzig Jahren sich ein gutes Leben anzuhäufen?

01:06:14: Oder wie einfach?

01:06:15: Wie einfach war es sich in Haus zu kaufen mit dem Kredit?

01:06:18: Also der Wohnungsmarkt ist leer also generell der Immobilienmarkt ist leer und Das, was man da kaufen kann ist dann auch extrem toll.

01:06:27: Das kannst du dir nicht leisten als junger Mensch.

01:06:29: so das geht dann auch wieder in die Hände von Leuten, die eh schon das Geld haben oder die schon älter sind.

01:06:35: also dieses Bild Ein Haus ein Kind ein Baum Ist heute einfach nicht mehr real wenn ich mir anschaue in welchen Altern altersklassen frühere generation zum Beispiel geheiratet haben.

01:06:50: das ist einfach nicht meer Realität

01:06:52: Was übrigens an der Stelle auch nicht sagen soll, dass Leute früher weniger geleistet hätten oder auch weniger hart gearbeitet hätten.

01:07:00: Sondern man kann sich vielleicht einfach mal eingestehen, dass bestimmte systemische Voraussetzungen mit unserem Wirtschaftssystem einhergehen die dafür sorgen das bestimmte Menschen in sozialen Position festgehalten

01:07:15: werden.

01:07:17: Dabei sieht man geradezu eine Spaltung.

01:07:20: Der einen Teil der jüngeren Generation kämpft um sozialen Aufstieg oder darum, den Lebensstandard der eigenen Eltern zu halten.

01:07:27: Oft treffen wir hier Menschen mit Einwanderungsgeschichte die in nicht akademischen Berufen arbeiten oder auf dem Land leben.

01:07:34: Sie haben wenig Verständnis für identitätspolitische Debatten des anderen Teils der eigenen Altersgruppe der die Ernehmlichkeiten öffentliche Angebote in den Großstädten nutzt, in akademischen Milieus planiert oder vom bedingungslosen Grundeinkommen träumt.

01:07:50: Polemisch gesagt, die einen Zahlen steuern, schaffen Wohlstand und montieren die Photovoltaikanlage auf dem Dach.

01:07:56: Die anderen prägen die Debatten auf Twitter.

01:07:59: Ich möchte an der Stelle einhaken, weil ich es zum einen lustig finde.

01:08:03: Dass sie behaupten dass die in Anführungszeichen ärmerin und mikrantisierten Teil der jüngeren Generation sich eher nicht auf identitätspolitische Debatten einlassen würden.

01:08:16: Und ich würde dem klar widersprechen.

01:08:18: und das ist gerade auch insofern lustig als das ja immer vom alten weißen Mann gesprochen wird Die Komponente weiß in den Buch aber mal abgesehen von so zwei drei Stellen überhaupt gar keine Bedeutung spielt.

01:08:30: Also die Frage danach, inwiefern alte weiße Männer mit White Supremacy und so weiter zusammenhängen?

01:08:38: Der Frage wird aus dem Weg gegangen vermutlich auch weil man sich als mittelalte weiße Frau dann selber mit einem Teil der eigenen Identität und damit verbunden Privilegien auseinandersetzen müsste.

01:08:49: sagen, dass auch diese Teile der Generation sich an identitätspolitischen Debatten und so weiter beteiligen.

01:08:56: Sie tun es nur auf eine andere Art und Weise und natürlich auch nicht mit so viel medialem Bass.

01:09:04: Jetzt kommen wir zu einem Punkt, den ich vorhin schon ein bisschen angeteset hatte.

01:09:08: Ich übergehe dich mal ganz kurz.

01:09:14: vollen geschöpft worden ist.

01:09:16: Ist das Handwerkszeug für die eigenverantwortliche Bewältigung von Wandel und Krise aus dem Blick geraten?

01:09:22: Das hatten wir vorhin schon, also wir fangen an mit globalen, also globalen Krisen im Sinne der Betreffung Global-Liegseltschaft in Deutschland oder halt Europa oder eben Gesamtglobal Und wir wollen dann aber dass das individuell geregelt wird.

01:09:40: Genau montier einfach eine Photovoltaik-Einlage auf deinem Dach und schon ist der Klimawandel besiegt.

01:09:47: Ich wollte die Poader aus dem vorigen Satz übernehmen.

01:09:49: Genau,

01:09:50: und genau darum geht es eigentlich auch in den Unterkapiteln, die Sie Anspruchshaltung nennen.

01:09:55: Damian?

01:09:56: Ja, Anspruchshaltung eins der Staat regelt das schon!

01:10:00: Nicht erst seit der Finanzkrise, hat der Staat eine immer größere Rolle in den Krisenbewältigungen eingenommen.

01:10:06: Spätestens in der Corona-Pandemie lernte die Gesellschaft «der Staat springt ein», auch die individuellen Bedürfnisse, Eigenverantwortung viel Anzeige.

01:10:18: An der Stelle möchte ich einmal kurz einhaken, dass man sich gerne damit auseinandersetzen darf.

01:10:23: Wie Corona-Hilfen ausgezahlt wurden und wie dann später teilweise auch durch den Gerichtsurteilen zu weiter verhindert werden musste, dass es Nachzahlungen gibt

01:10:31: usw.,

01:10:33: beziehungsweise Rückzahlung.

01:10:34: Was dabei stetig vergessen wird die Politik soll nur den Rahmen setzen und die Menschen selbstbestimmt handeln lassen?

01:10:44: Wenn man sich ideengeschichtlich damit auseinandersetzt, wie moderne Staaten hier im Westen, moderne demokratische Staaten entstanden sind.

01:10:53: Haben wir natürlich eine Zeit gehabt in der das der Anspruch war also zu sagen Wir schützen mit unserem Rechtssystem mit Verfassungen die Menschen vor dem Staat aber auch nur weil es sich zu den Zeitpunkten abgespielt hat als Staaten vorher halt einfach autoritäre Regime waren oder wie man früher gesagt hat Monarchien.

01:11:13: Ja,

01:11:14: wir jetzt aber mittlerweile eigentlich einen Sozialstaatsprinzip haben wo ich davon ausgehen könnte dass der Staat vielleicht ein wenig Geld in die Hand nimmt um Probleme.

01:11:23: Ja, aber das passt ja auch in diesen Rahmen.

01:11:25: Das ist ja das Tolle daran!

01:11:27: Ich kann einfach so einen Satz nehmen der ja eigentlich auf sowas wie ein Konzept des Nachtwächterstaates und es weiter zurückgeht was ja von Adam Smith beispielsweise relativ eindeutig ausgeführt wird, was er damit meint.

01:11:39: Das widerspricht ja eigentlich dem hier weil wenn ich einfach nur sage die Politik soll nur den Rahmen setzen und die Menschen selbstbestimmt handeln lassen Dann könnte das beispielsweise eigentlich auch so ein demokratischen Sozialismus eigentlich mit meinen.

01:11:53: Wenn ich jetzt ganz ernsthaft verfolge, weil ich kann da ja auch sagen der Staat setzt einen Rahmen und innerhalb dessen können die Menschen dann selbstbestimmt entscheiden?

01:12:03: Die Frage ist immer wie dieser Rahmen aussieht.

01:12:05: Damian,

01:12:06: schlägst du gerade einen demokratischen Sozialismus vor?

01:12:09: Nein davon würde ich mich hüten denn... Ich bin FDGU Ultra, aber...

01:12:18: Damian.

01:12:19: also das ist öffentlich.

01:12:20: Das ist dir bewusst oder?

01:12:21: Das ist öffentlich!

01:12:22: Das kann ich ja so sagen.

01:12:23: Ich möchte an der Stelle sagen dass sich nichts mehr liebe als das Grund gesetzt und die darin verhandelten Werte.

01:12:29: aber wie schon gesagt Es ist so offen formuliert, damit kann ja alles gemeint sein.

01:12:34: Der Sozialstaat könnte innerhalb dieses Satz es auch noch viel mehr ausgebaut werden, solange Menschen dann immer noch darin selbstbestimmt handeln können.

01:12:45: Denn selbst bestimmt handeln und das finde ich auch immer in der Debatte rund um Entscheidungsfreiheit so interessant.

01:12:51: Selbstbestimmt heißt er in dem Fall nur... Ich habe Optionen zwischen denen ich wählen kann, wie viele das sind und wie sie zur Verfügung gestellt werden ist egal.

01:13:01: Doch die Einsicht dass der Einzelne selbst besser die Verantwortung für seinen Handeln übernimmt scheint der Politik spätestens mit dem Chaos um die Corona-Regeln abhandengekommen zu sein.

01:13:10: dieser Befund gilt für viele Bereiche in den sich unser Leben aktuell wandelt Arbeit Energie Wohnen Mobilität?

01:13:18: Ich finde es gerade hier spannend als kurze Kommentar bevor wir dann weitergehen dass die Corona anführen.

01:13:24: Also gerade...

01:13:27: Das Buch ist ja auch aus dem Jahr-Zwei-Zwanzig?

01:13:29: Nein, nein!

01:13:29: Ich meine nicht historisch betrachten, ich meine thematisch Betrachten.

01:13:32: Weil es eben bei Corona nicht geklappt hat das Leute individuell aufeinander Rücksicht nehmen.

01:13:38: also ich denke an diese ganzen ... Ich will nicht Debatten sagen aber diese ganzen Polemiken von ohja Masken sind ein Maulkorb.

01:13:48: Es hat ja offenbar nicht funktioniert, dass die Gesellschaft aufeinander Rücksichts nimmt.

01:13:53: eine Regelung gebraucht, dass du diese Dinger aufziehst.

01:13:57: Also von daher ... schlechtes Beispiel?

01:14:01: Ja auch unabhängig davon!

01:14:01: Also man muss das vielleicht erwähnen... Das Buch ist während es in den Jahr- und Zweiten-zwanzig geschrieben worden.

01:14:05: In den Jahrzehnten ist es dann erschienen.

01:14:07: deswegen nimmt Corona hier auch noch so einen zentralen Punkt ein.

01:14:10: Man kann dabei ja auch sagen und das würde an deinem Punkt anknüpfen Es wäre ja generell sinnvoll Jetzt gesellschaftlich mitgedacht, wenn man beispielsweise... Wenn man erkältet ist oder irgendeine andere Vierenerkrankung im Winter hat.

01:14:26: Dann einfach mal mit Maske nach draußen ins Büro oder in die Straßenbahn oder so weiter zu gehen?

01:14:31: Oder vielleicht, wenn wir an einer Erkrankungen hatten nicht ins Bürow zu gehen!

01:14:35: Ja, das wäre eine Option.

01:14:37: Das wär

01:14:37: dann weitergefasst.

01:14:38: aber Damian wie sieht denn der Start das?

01:14:41: Der Staat sieht das anders.

01:14:42: Er spannt das Sicherheitsnetz bei großen Krisen, ruft Sondervermögen aus und spannt Rettungsschirme auf!

01:14:48: Fakt ist der Staat rettet die Bürger nicht mit seinem Vermögen sondern mit unseren Steuergeldern und Krediten für die am Ende die Bevölkerung haftet.

01:15:03: Wo kommt denn das Vermögen sonst her?

01:15:04: Also Privatvermögen von Friedrich Merz oder was.

01:15:07: Das wird er wahrscheinlich nicht dafür einsetzen.

01:15:10: Wieder Weihnachtsmann, lächelnd und mit Rauschebart verteilt der Staat, das Geld der Bürger anstatt Steuern zu senken und damit Menschen zu motivieren mehr zu investieren oder für das eigene Fortkommen zu arbeiten.

01:15:24: Was ich an dieser Stelle interessant finde ist auch wieder dieses Bild des Staates, was hier aufgemacht wird von wegen.

01:15:29: Der schenkt dir eigentlich alles und du kannst in einem Luxus frühen.

01:15:33: Man muss ja bedenken, was wäre wenn Steuern gesenkt werden?

01:15:35: Also es gibt ja durchaus sehr viele Steueren die unnötig sind beziehungsweise die diskutabel sind.

01:15:41: aber wenn wir noch mehr an bestimmten Steuersparen bedeutet das der gleichzeitig dass wir dann privat mehr ausgeben müssen für bestimmte Leistungen, die da nicht mehr steuerlich gedeckt werden.

01:15:52: also

01:15:53: anstatt einfach irgendwie wieder mal Die Vermögenssteuer oder die Erbschaftssteuer anzudehnen wird einfach...wird wieder auf dieser Individualebene.

01:16:06: Und das Problem mit der Verlage, wie du schon gesagt hast wir nehmen irgendwie Steuern raus, das Sozialsystem wird ein bisschen weiter entkernt und also den Röhnchentermin kannst Du ja auch bezahlen Damien.

01:16:15: Also warum brauchst Du da jetzt eine Krankenkasse für?

01:16:17: Wie oft lässt Du Dich denn röhnchen?

01:16:19: Das ist dann ne sehr gute Frage!

01:16:24: Schlaglöchern durch zogenden Zufahrtstraßen von Erfurt werden die gesenkten Steuergelder sehr nötig haben.

01:16:31: Genau diese Motivation zur Mehrarbeit und Leistungsbereitschaft brauchen wir, um in einer veränderten Weltlage die Erhungenschaft eines Sozialstaates und einer wohlhabenden Gesellschaft zu erhalten.

01:16:41: Unsere Wirtschaft sucht engagierte Menschen für einfache und für qualifizierte Jobs.

01:16:47: Es ist schön dass sich ihre Motivations so offen liegen.

01:16:49: es geht einfach nur darum das wie man wieder mehr arbeiten ist.

01:16:52: es toll dass ihr der Begriff auch so offen fällt Und das zeigt sich ja dann an späterer Stelle.

01:16:57: auch.

01:16:58: nochmal Anspruchshaltung zwei Schla- und Masterstudium für alle, da wird es auch wieder lustig.

01:17:04: Was auch immer in den vergangenen zwanzig Jahren in Elternhäusern der Berufsberatung in Schulen oder Hochschulen oder von Medien und Politik vermittelt worden ist – das Abitur und Studium für Alle ist einer der größten Irrtümer der Gegenwart!

01:17:17: Statt individuelle Talente zu fördern, schwächenklar zu benennen und ein bundesweit einheitliches Auswahlprinzip zu implementieren gilt seit einiger Zeit die unausgesprochen übereinkunft dass jeder alles können und dürfen sollte.

01:17:32: Ausbildungsberufe etwa am Handwerk leiden unter dieser Gleichmachung, die Folgen sind Personal- und auszubildenden Mangel.

01:17:39: Die Branchen haben an Attraktivität eingebüßt während die Hörsäle in Deutschland voll

01:17:44: sind.".

01:17:46: Ja...

01:17:47: Es ist ja nicht so das es an Jobs, in Jobs, die aus akademischen Bereichen hervorgehen – Medizinerinnen, Lehrkräfte Beispielsweise.

01:18:01: Es ist ja nicht so, dass da zu viele Menschen wären.

01:18:03: also da fehlt es ja an Menschen und das ist ja auch nichts als ob die Berufsberatung dir entgegenwerfen würde oder muss das Abitur machen studieren?

01:18:13: Also ich hab mein meinen ersten Abschluss war auf einer Realschule Und da hast du von Studium nichts gehört.

01:18:20: also wenn du dich darüber informieren wolltest wie du denn nach diesem zehnte Klasseabschluss weiterkommst vielleicht an ein Gymnasium gehst und dann studierst Das war da nicht, das hast du selber gemacht.

01:18:29: Und auch am Gymnasium ist ja nur in der Oberstufe deine Berufsberatung im Sinne von Studienberatungen.

01:18:35: Davor wird es auf Ausbildungsberufe verwiesen.

01:18:39: In meiner Berufs- beratung in der Schule war zumindest jetzt nicht, dass mir sofort die Immatrikulationerklärung entgegengeworfen wurde.

01:18:46: Ja also man hat das Gefühl... dass die beiden sich auch in einer Blase aufhalten, in der sie immer nur das eine Bild reproduziert bekommen.

01:18:54: Ich würde ihnen gar nicht mal jetzt unterstellen, dass das bösartig ist an der Stelle sondern Sie kriegen einfach gar nicht mehr Menschen mit.

01:19:02: und was das angeht Sollte man sich vielleicht nochmal vergewissern, dass das Bildungssystem in Deutschland genau darauf ausgelegt ist eigentlich diesen Zustand zu produzieren?

01:19:13: Genau.

01:19:13: Also du hast ja diese Hürden.

01:19:14: Du hast da diese Bödenhude nicht durchkommst.

01:19:17: Entweder weil man dir eben in der Realschule das nichts sagt oder auch in der Realschulgeschulden ein teilt in verschiedene Kurse... In den Hauptfächern hast du Kurs eins und Kurs zwei, oder wie man es hat dann auch hier...

01:19:31: Je nachdem in den Bundesländern ist das hier.

01:19:33: Wie man also zumindest in Thüringen und dann vielleicht wieder was noch in der Schule kommuniziert wird er schon eingeteilt.

01:19:38: und die einen kriegen dann anspruchsvollere Aufgaben weniger Zeit und die anderen bekommen mehr Zeit und ein bisschen einfacher Aufgaben und ein anderes Bewertungssystem?

01:19:49: Und denen wird dann auch gesagt zu ja neunterklassener Kategorien gehen.

01:19:51: Also da wird auch wenig Anstrengungen unternommen dazu motivieren zu sagen, macht mal weiter.

01:19:55: Also das System macht das was das System machen soll sehr gut.

01:19:59: es sortiert aus und es filtert schnell.

01:20:02: Das Schulsystem ist eben auch nur darauf ausgelegt in Deutschland im Klassen zu sortieren und die Klassen untereinander, also gesellschaftliche Klassen untereinander zu halten.

01:20:12: Dass du es also schwieriger hast als Kind aus einer ärmeren Familie in höhere gesellschaftlichen Schichten aufzusteigen.

01:20:21: Also diese soziale Mobilität, in die wir gleich schon an- und das nach dem Leistungsprinzip vergangen wird?

01:20:26: Ich glaube, das war nur so ein halber Nebenkommentar von dir, wo du gesagt hast – und andersrum!

01:20:32: Weil gerade andersrum sieht man das ja auch.

01:20:36: Es wird sehr viel dafür getan, dass Kinder von AkademikerInnen... Auch AkademikaInnen werden können.

01:20:41: Sei es der älterliche Druck zu sagen du musst es studieren und vor allem dann auch Du musst irgendwie was Sinn geben also was Sinn gibt im Sinne von da wo du dann später arbeiten kannst oder für Geldverdienste nicht irgendwie fast dir vielleicht Spaß macht.

01:20:56: Studier doch bitte nicht Philosophie.

01:20:58: Also bloß nicht.

01:20:59: Wie kommst du nur dazu zu denken?

01:21:03: Ja, das ist genau das was dahinter steht.

01:21:09: Vielleicht wäre es wenn man gerade dieses sprachlich wie inhaltlich sehr schlichte Buch sich so ansieht vielleicht wäre es ja mal ein Gedanke daraus die Forderung zu formen dass allen die Möglichkeit offen steht das Wissen und die Bildung zu erlangen die sie wirklich wollen.

01:21:34: Gleichzeitig verändert sich das Vermittelte in den Elternhäusern und an den öffentlichen Bildungseinrichtungen eine starke Leistungsorientierung, sowohl in geistiger als auch in körperlicher Hinsicht.

01:21:43: Und die Freude am gründlichen Untersuchen und durchdenken von Problemen tritt in den Hintergrund.

01:21:48: Das Prinzip von fordern und fördern wird von Pädagogen zunehmend als hartes und unzeitgemäßes Prinzip bewertet.

01:21:55: Insbesondere dass elitäre Bürgertum oft vertreten im akademischen Teil des öffentlichen Dienstes mit Jobgarantie, gutem Einkommen und ohne Druck vom Weltmarkt trägt diese Entwicklung mit.

01:22:07: Der Samtanschuh ist inzwischen die vorherrschende und geliebte Umgangsform des vom Zeitgeist erfassten Teil der deutschen Gesellschaft – sowohl in Bildungsstätten als auch im Großraum Büro, indem man per Du ist und täglich einen neuen Platz an der Schreibtischinsel wählen kann!

01:22:23: Das Motto Wir sind alle gleich ist längst auf dem Vormarsch und zugleich ein verteiler Irrtum.

01:22:27: Und damit haben sie ja tatsächlich recht, denn wir sind nicht alle gleich!

01:22:31: Wir könnten dafür sorgen dass wir alle gleich werden aber das tun wir eben nicht durch so eine liberale Rhetorik sondern nehmen wir tatsächlich am System etwas ändern.

01:22:40: aber ich glaube da würden mir Frank KD Feldt und Nina Borkhaus wiederum widersprechen.

01:22:45: Das kann durchaus möglich sein Damian.

01:22:47: Was ist denn die letzte Anspruchshaltung?

01:22:49: Die letzte Anspruchshaltung hat etwas mit dem Lieblingswort von Frank Liefeld und Hina Brockhaus zu tun.

01:22:54: Diese Wortgruppe, diese Schöne, die dann auch später nochmal verändert wird.

01:22:59: Das einfordert uns die Priorisierung der Obacht Life Work Balance!

01:23:05: Durch den steigenden Wohlstand streben immer mehr Menschen nach der richtigen Work-Life Balance.

01:23:10: Ein Begriff, den frühere Generationen weder definieren noch verwenden konnten!

01:23:15: Die vier Tage Woche und individuell planbare Homeoffice-Tage werden laut eingefordert – viele Unternehmen geben dem amerikanischen Arbeitstränd nach.

01:23:24: Es ist allemal ein lobenswerter Anspruch, einen Gleichgewicht zwischen Arbeits- und Privatleben

01:23:28: anzustreben.".

01:23:29: Wir haben eine recht frühere Generation.

01:23:36: Das System Freizeit, das System im Bürgertum nicht konstant arbeiten muss außer auch das ist ein schwieriges Narrativ Ist ja nicht einfach immer da gewesen.

01:23:47: also abgesehen davon dass man das es schon Zeiten gab wo du dann halt einfach mal grad nichts machen konntest und dann Grundefreizeit hat das hast du nur noch nicht so genannt bis dann der Kapitalismus und die Industrialisierung Die Menschen in die Städte gezwungen hat gesagt, ihr arbeitet jetzt hier bitte achtzehn Stunden am Tag.

01:24:06: Ansonsten Pflichte und der Nächste

01:24:07: kommt.".

01:24:07: Und das Konzept Freizeit komplett zerstört hat?

01:24:09: Also das muss man sich vielleicht mal vor Augen führen und vielleicht würde es sich dazu tatsächlich mal lohnen, Marx zu lesen weil er darin ja relativ gut genau diesen Lebensalltag eines Arbeiters beschreibt und wie der ohne Freizeitsauskommt.

01:24:26: Wie viele Arbeit, wie schon gesagt, achtzehn Stunden und so weiter.

01:24:29: Und dann tatsächlich auch so sechs bis sieben Tage die Woche?

01:24:34: Und das sind alles Dinge, die sich ja erkämpft werden mussten!

01:24:38: im Arbeitskampf eben, gerade dass wir heute so etwas wie die fünf Tagewoche als selbstverständlich an sind.

01:24:45: Die ist ja nicht gesetzlich festgeschrieben also das es fünf Tage sind sondern das war eine Entwicklung die von gewerkschaftlicher Seite halt mitgetragen wurde mit so Kampagnen wie Samstags Gehörter Vater Mir und so.

01:24:58: und das sind alles Dinge die sich erkämpft werden mussten.

01:25:03: Und man kann sich ja die Frage stellen, warum nicht weitergehen?

01:25:06: Wir sprechen immer davon wie groß der technologische Fortschritt ist und wie wir doch davon profitieren können.

01:25:12: Dann müssen wir uns auch die Frage Stellen Können wir davon insofern profitieren als dass wir uns dadurch mehr Freizeit erlauben können?

01:25:19: aber Sie schreiben jedoch hing dieses Modell in der Realität oft aufgrund der Diskrepanz zwischen individueller Wahrnehmung und der nüchternden Realität des eigenen Leistungsbeitrags.

01:25:31: dass sich die Leistungsbereitschaft der deutschen Arbeitnehmer auf dem absteigenden Ast befindet, stellt beispielsweise Carlo Lazzarini Chef des Progresswerk Oberkirch gegenüber der Wirtschaftswoche fest.

01:25:42: Also ich finde es auch toll das man einen Kapitalisten befragt wie er denn zu der Leistungs Bereitschaft von Arbeitern steht.

01:25:49: Die deutschen Löhne sind gestiegen und die Arbeitszeit sinkt.

01:25:53: Das ist fernab vom Leistungsprinzip.

01:26:00: gegen, wenn wir die Inflation betrachten?

01:26:02: Also das ist ja immer das interessante Feld.

01:26:04: Es gibt hier den Bereich der sogenannten Real-Lohnverluste, dass man sich also ansieht wie stark steigt die Ininflation an und wie ziehen die Löhne dabei mit.

01:26:15: und wir hatten in den letzten Jahren eine verstärkt angestiegene Inflasion.

01:26:19: tatsächlich war es zeitweise so, dass die Lönen da nicht mithalten konnten.

01:26:22: Inzwischen hat sich das wieder ausgeglichen für das Jahr.

01:26:29: Problem an der Stelle ist, dass man Real-Lohnverluste eigentlich nicht nur an der Inflationen gekommen betrachten kann.

01:26:37: Sondern natürlich auch an allen anderen Preisentwicklungen haben ja unter anderem auch mit den Inflatoren etwas zu tun.

01:26:45: aber nicht nur

01:26:46: wenn man sich da jetzt vielleicht das vielleicht aktuellste Beispiel anschaut die extremen Anstiege von Ölpreisen gerade für Leute die einfach Autofahren müssen einfach weil sie pendeln, weil sie einen längeren Weg zur Arbeit haben oder auch aus sonstigen Gründen.

01:27:05: Wir sind von... Also wenn man sich zum Beispiel den Dieselbriss anschaut vor ein paar Wochen ne Monat, anderthalb Monaten bei so Jahr eins, sechzig, eins, siebzig, grob geschätzt gewesen sind wir jetzt bei zweihundert, dreißig zum Teil zweihundfünfzig.

01:27:19: Das sind fast hundert Prozent also bzw nicht fast hunder Prozent das ist fast ein ganzer Euro mehr.

01:27:24: Wenn man das mal hochrechnet Hast du dann am Ende weniger vom Lohn?

01:27:29: Ja,

01:27:29: weil du das Geld da brauchst um auf

01:27:30: Arbeit zu kommen.

01:27:31: Genau!

01:27:32: Was ja lustig ist, weil Du arbeitest dann dafür, um zur Arbeit fahren zu können.

01:27:37: Ja.

01:27:37: Du arbetest dann jetzt auch mehr, um wieder zur Arbeitfahren zu können.

01:27:40: und ähm... was man ja bei der inflation auch gesehen hat ist das preise an die inflation angepasst werden sogar noch ein stück weiter rüber hinaus weil ich kann ja dadurch verschleiern dass sich generell für preisehöhungen sorge sehr in verruf geraten sind da durch entsprechende super markt und discount ketten, bei denen das im lebensmittelbereich festgestellt wurde.

01:28:00: Das war aber nicht nur da so oder

01:28:03: andersrum, dass man vielleicht gegen die konkurrenz durch das jetzt noch versucht, indem man sagt okay mein preis bleibt geringer und dann nimmt man dann mal zehn Gramm aus der Packung raus.

01:28:13: Und schreibt dann vielleicht nochmal drauf oder unterlässt es drin und schreibt, man macht's teurer.

01:28:18: Und schreib darauf hier plus zehn Gramm extra das später wieder wegzunehmen.

01:28:22: Das wird ja seit Jahren so gemacht und das ist keine neue Entwicklung.

01:28:27: Und wie du es auch schon vorhin angesprochen hattest der Mandaster noch zusammen rechnend mit dem Wie sich die Preise am Wohnungsmarkt entwickelt haben also auch Mietmarkt entwickelt haben

01:28:36: Also genau ein Wohnungsmark mit markt und natürlich auch die Nebenkosten dazu

01:28:40: Genau Dann zeichnet sich ein ganz anderes Bild weil die Löhne nicht stark genug gestiegen sind, um das auszugleichen.

01:28:47: Und das ist ja ein riesiges Problem.

01:28:50: und hinzu kommt noch dass viele Leute unabhängig davon welche Löhnen sie mal erarbeitet haben überhaupt eine Altersvorsorge zum Beispiel umzuarbeiten, die dann irgendwie decken

01:29:06: können.

01:29:06: Und das ganze kommentieren die beiden in ihrem Buch folgendermaßen der Extrameter – Die Überstunde oder dass Arbeiten an Sonnen- und Feiertagen gelten als eigentlich kaum zungbarer Härte?

01:29:16: Eine auf staatliche Umverteilungen geeichtige Gesellschaft reagiert mit Empörung, unverständliches und Schälte gegenüber jenen, die mehr Arbeit und Leistungssteigerung einfordern!

01:29:24: Gleichzeitig wird das alten modusche und in die jahre gekommene Leistungsprinzip verdrängt, untersetzt von moralischem und überheblichen Zeitgeistdebatten.

01:29:33: Gendergerechte Sprache, Quoten, Work-Life Balance – ein Land in der Selbstbeschäftigungsfalle während die Internationale Konkurrenz sich längst anschickt, Deutschland allen Kategorien zu beholen?

01:29:42: Auch die Freude einer beruflichen Tätigkeit ist in Deutschland erschreckend niedrig!

01:29:46: In Deutschland würden laut der Wirtschaftswoche wenn sie es finanziell nicht mehr nötig hätten.

01:29:54: Das Arbeit über die Sicherung des Lebensunterhalts hinaus, auch soziale Teilhabe bedeutet und Sinn geben kann, wäre dem nach einer Mehrheit egal.

01:30:02: Also die Sache mit sozialer Teilhaber natürlich ich lerne KollegInnen kennen wir den ich in mich im besten Fall offen verstehe um an irgendwie was unternimmt aber sehr oft in Arbeitskontexten etwas unternimmt sei es der Betriebsfirma der Betriebsausflug die Weihnachtsfeier im Betrieb oder was auch immer.

01:30:22: Ignoriert der die Tatsache, dass man durch mehr Arbeit also das ich einem Samstag- oder Sonntag arbeite eben nicht mehr mit Freundinnen, mit der Familie, mit wem auch immer was Unternehmen oder einfach mal Zeit für mich nehmen und vielleicht mal den Park hier?

01:30:37: Also wann soll das denn bitte passieren?

01:30:40: Wann soll denn diese soziale Teilhabe außerhalb der unternehmerischen Beschäftigung mit sozialem Charakter?

01:30:47: Wanne soll das passieren?

01:30:49: Das ist eine sehr gute Frage!

01:30:51: Auf die beiden auch keine Antwort wissen, dafür wissen sie aber wie man diesen Anspruchshaltungen und der Krise begegnen sollte.

01:30:57: Um die Krisen unserer Zeit zu bewältigen benötigen wir zwingend die Rückkehr zur alten Werten und Tugenden also zum Preußentum.

01:31:05: Das Wissen ist da – und die Wertvermittlung ist noch möglich!

01:31:08: Die Generation der neunzehntvierziger Jahre ist anders groß geworden Meist einfacher und hat andere Werte kennengelernt, sie wurden beispielsweise geschlagen.

01:31:18: Also die Generation der neunzehnten vierziger Jahre ist vor allem im nationalen Sozialismus groß geworden?

01:31:22: Und die Generation unter neunzentfünftiger Jahren ist vor allen Dingen in

01:31:25: den Nachwählen des Nationalsozialismus großgeworden?

01:31:28: Wo so

01:31:28: schöne Sachen wie die schwarze Pädagogik noch gekrollten haben.

01:31:31: also lasst dein Kind bitte liegen wenn es schreit!

01:31:33: So viel Liebe braucht das gar nicht.

01:31:35: dann wird es ein guter Arbeiter eine gute Arbeiterin.

01:31:39: Auch darüber hinaus kann man sich ja vielleicht mal vor Augen führen, dass es noch gar nicht so lange verboten ist, Kinder zu schlagen.

01:31:47: Irgendwie muss diese Härte und Disziplin ja auch vermittelt werden?

01:31:51: Übrigens

01:31:54: zum Thema Wehrtaus in den vierziger Jahren haben wir dann unsere nächste Folge eigentlich einen ganz guten Teil dazu.

01:32:04: Deswegen einfach schonmal der Teaser

01:32:07: für die nächste Folge!

01:32:08: Genau.

01:32:08: Und was schreiben Sie denn nachdessen Werten, Damian?

01:32:10: Um die Krisen unserer Zeit zu bewältigen sollten wir den Menschen jener Generation zu hören, den alten weißen Männern, denen wir unseren Wohlstand größtenteil zu verdanken haben.

01:32:21: Was hören wir denn von diesen Leuten?

01:32:24: Dafür brauchen wir ein anderes Buch um das zu ergründen und zwar den Essay Bullshit von Harry G Frankfurt was amerikanischer wissenschaftler soziologe und so der ist leider auch schon in zwei tausend dreinzwanzig verstorben.

01:32:41: Und im Essay setzt er sich mit dem Begriff Bullshit auseinander definiert das erst mal, woher das kommt?

01:32:46: Und bevor er sich die Frage stellt warum man das Gefühl bekommt dass heutzutage mehr Bullshit im Umlauf ist als früher versuchte erstmal die frage zu klären Was ist Bullshit Im Gegensatz zur Lüge?

01:33:01: Und da schreibt er dann Folgendes.

01:33:05: Lügen ist eine Handlung mit einem scharfen Brennpunkt, sie soll an einer bestimmten Stelle eine ganz bestimmte Unwahrheit in eine Menge oder ein System von Überzeugungen einführen um die Folgen abzuwenden, die eintreten wenn an dieser Stelle eine Wahrheitsstünde.

01:33:21: dazu bedarf es einer gewissen Geschicklichkeit da der Lügner sich bestimmten objektiven Zwängen fügen muss die sich aus dem, was er für die Wahrheit hält, ergeben.

01:33:30: Der Lügner muss sich ganz unvermeintlich mit den Wahrheitswerten befassen – wer eine Lüge erfinden will, muss glauben, die Wahrkeit zu kennen und wer eine erfolgreiche Lüger erfinden Wer sich hingegen mit Bullshit durchmogeln möchte, ist deutlich freier.

01:33:49: Sein Blick fällt gleich eher einem Panorama als einen Brennpunkt – er beschränkt sich nicht darauf an einer bestimmten Stelle eine Unwahrheit einzuführen und steht daher nicht unter dem Zwang von Wahrheiten die diese Stelle umgeben oder sie kreuzen.

01:34:04: Das Wesen des Bullshits liegt also nicht in der Tatsache dass er den angesprochenen Sachverhalt oder auch die Überzeugung des Sprechers bezogen auf diesen Sachverhalten falsch darstellt.

01:34:14: Das ist ein typisches Merkmal der Lüge, insofern sie etwas Unwares behauptet.

01:34:20: Da Bullshit nicht notwendig Wahrheitswidrig sein muss, unterscheidet er sich von der Lüghe durch die gefälschte Absicht.

01:34:27: Der Bullshitter muss uns nicht täuschen und nicht einmal täuschten wollen weder hinsichtlich der Tatsachen noch hinsichtig seiner Vorstellung vor den Tatsachen – er versucht aber immer, uns über seinen Vorhaben zu täushen!

01:34:39: Und das Was dieses Kapitel so bemerkenswert macht, weil hier einmal ganz klar die Absicht von diesem Buch deutlich wird.

01:34:52: Nämlich geht es gar nicht um die Frage nach solchen kulturkämpferischen Aspekten.

01:34:59: Es geht nicht um diese Frage danach ob alte weiße Männer nun verdrängt werden oder nicht.

01:35:04: Ob wir ihn zuhören sollten oder nicht sondern es geht um... die Wirtschaftsfähigkeit und die Wirtschaftskleistung von Deutschland.

01:35:13: Und damit auch natürlich um Deutschlands Standort in der Welt, das wird aber von den beiden ansonsten immer gekonnt verschleiert und gerade deswegen ist dieser Begriff Lebensleistungen ja eigentlich so zynisch auch in seiner Verwendung weil die meisten Leute, die dieses Buch jetzt nicht wie wir, sondern tatsächlich im Ernst gekauft haben.

01:35:41: Auch mit der Überzeugung dass die dort drin vertreten Aussagen gut und nützlich und hilfreich sind.

01:35:48: Sind ja Leute deren eigene Lebensrealität wenig mit denen der Männer, die hier befragt werden zu tun haben dürften.

01:35:59: Die sich aber mit diesen identifizieren sollen.

01:36:02: Sie sollen ihre eigene Lebensleistung und ihre eigenen Lebenserfahrungen mit dieser Männer identifiziert damit dieses große gemeinschaftliche ja nationalistische Wir aufrecht erhalten werden soll.

01:36:14: Und das ist die Absicht des Buches, die aber verschleiert wird durch den Bullshit.

01:36:21: Gesellschaftliches Manöver, da ist auch gerade in Zeiten von Social Media sehr oft funktioniert.

01:36:25: Also grade diese... Diese Männlichkeitscoach, diese Mannosphäre die online existiert In ihrer ganzen Misogenie Wo sich dann irgendwelche Männer dem versuchen anzunähern und der Hoffnung sind sie halt auch Ein Anfangszeichen reich oder so gut aussehen, ein Anfangs Zeichen wo man sich auch die Frage stellt Sind die Leute die diesen Konsent produzieren, haben wir das wirklich?

01:36:51: oder wie viel Schein ist dahinter.

01:36:55: Also auch hier versucht man ja irgendwie ein Bild zu konzentrieren wo sich andere dann vielleicht hoffentlich orientieren also zumindest aus Naja gewinnbringenden Kapitalinteressen.

01:37:05: und wir haben ja diese Entwicklung generell schon.

01:37:12: Ja auf jeden Fall.

01:37:13: aber insofern ist es interessant weil Insofern wissen wir, wie wir mit diesem Buch umgehen sollen.

01:37:17: Wir haben jetzt versucht auch sehr viele Gegenargumente zu bringen beziehungsweise uns natürlich auch teils in polemischer Form aber trotzdem eigentlich immer versucht darauf argumentativ zu beziehen.

01:37:29: das ist aber etwas was das buch eigentlich gar nicht möchte und das ist etwas was man sich bei Betrachtung von Großteilen solcher rechter populär Literatur immer bewusst sein sollte dass sie gar nicht die Diskussion wollen sondern weil Weil,

01:37:47: beziehungsweise auch gar nicht die eigentlich gar keine Grundlage für eine Diskussion bieten können.

01:37:52: Weil es sich dabei nicht um Werke handelt, die sich auf argumentativen Boden bewegen oder überhaupt bisherige Strukture und Systementwicklungen anerkennen sondern diese immer als Verschwörung, Ideologie, als von irgendwem aus gedacht darstellen und eigentlich gar keinen Grundlage bieten wollen unter sich auch gar im gleichen System bewegen zu sagen wir reden jetzt objektiv drüber, sondern um dieses Buch zu diskutieren hat man von vornherein immer damit zu tun erst mal eine faktische Grundlage zu schaffen über die wir uns enthalten können und dann das buch da einzuordnen.

01:38:27: Ja wobei auch da sie gehen ja wie man dann später wie wir später feststellen werden um das jetzt so abzuschließen gehen Sie damit ja auch sehr locker um.

01:38:40: Ja, also das Buch verwickelt sich die ganze Zeit in Widersprüche.

01:38:43: Ein paar haben wir jetzt auch schon aufgezählt und wir werden darauf noch mal zurückkommen gerade wenn es um das Thema Work-Life bzw.

01:38:50: Live-Work Balance geht oder auch um das thema Universität gegen Ausbildungsberuf.

01:38:57: Da passiert Ihnen das immer wieder dass Sie sich in Wiedersprüche verstricken die damit einher gehen Beziehungsweise die daraus resultieren, dass sie einfach nur versuchen dich mit Bullshit Aussagen zu überfluten.

01:39:08: Den du dann aber zwangstvoll viel zustimmen musst war eine Lüge und das war bei Frank Freud ja auch so.

01:39:13: Eine Lügel muss eigentlich geschickt platziert werden.

01:39:16: Du musst dir überlegen wie genau du einen Lüger anbringst.

01:39:20: und bei Bullshit der ja durchaus nicht das Fundament der Wahrheit irgendwie einreisen möchte, sondern er ignoriert es einfach.

01:39:29: Er ignoriert dass das Ware existiert.

01:39:32: Der muss einfach nur so oft und penetrant wie möglich wiederholt werden damit er eintritt.

01:39:39: Genau!

01:39:40: Das als eigentlich gutes Schlusswort zur Einordnung des Buches nach der ersten Folge worum es überhaupt gehen wird was wir behandeln werden und was die nächsten Folgen bringen werden.

01:39:51: Damit möchtest du noch etwas zum Abschluss

01:39:55: sagen?

01:39:56: Erst einmal in der nächsten Folge beschäftigen wir uns mit dem allerersten Interview aus dem Buch.

01:40:01: Das wird mit dem Schauspieler Mario Adolf geführt, wer daran interessiert ist es.

01:40:06: so viel können wir glaube ich schon mal vorwegnehmen das mit interessanteste interview und auch das angenehmsten zu lesende interview.

01:40:15: ansonsten möchten wir einmal vielen dank aussprechen an das campus radio in jener in deren räumlichkeiten wir das ganze produzieren dürfen

01:40:25: und an das Frauenzentrum Tuvanda in Jena mit deren Unterstützung wir die ehemalige Umsetzung machen dürfen.

01:40:34: Genau, das freut uns sehr!

01:40:36: Und äh...die nächste Folge erwartet euch dann in der nächsten Woche.

01:40:40: also freut gerne auch die entsprechenden Plattformen ja?

01:40:42: Ja

01:40:42: genau ich wollte auf die Plattform eingehen.

01:40:44: damit auf welchen Plattform sind wir denn vertreten?

01:40:46: und wie heißen wir?

01:40:47: Okay ihr heißen to write to be true als Podcast zu rechts um wahr zu sein, nur auf Englisch.

01:40:54: Und wir sind zu finden auf allen gängigen Podcatchern wie Spotify bei Apple und dieser

01:41:01: usw.,

01:41:02: auch bei YouTube.

01:41:04: Darüber hinaus sind wir auf dem Social Media Kanal bei Instagram zu finden wo man uns gerne Fragen stellen kann, Anregungen usw.

01:41:13: Unter dem Instagram Handel TRTV T-Unterschied Podcast also To write to be true, als Abkürzung.

01:41:20: Wird hier nochmal eingeblendet für die Leute, die den Videopodcast sehen und ansonsten freuen wir uns natürlich sehr wenn ihr zum einen auf dem entsprechenden Plattform über dir das hört folgt und wenn ihr die Episoden dann weiter empfehlt, dann steht ausnahmsweise mal was halbwegs annehmbares in der WhatsApp-Familiengruppe

01:41:39: Um das Ganze zu einem Abschluss zu bringen, liken, talen, kommentieren nicht vergessen Wir hören oder sehen uns in einer Woche Bis dann!

01:41:46: Ciao aufgenommen beim und mithilfe des Campus Radio Jena.

01:41:59: Vielen Dank für inhaltliche Beratung an das Frauenzentrum Tuvanda, Jena!

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