Stefan Aust und der rechte Journalismus

Shownotes

In dieser Episode besprechen Andy und Damian das Interview mit Stefan Aust (geführt von Franca Lehfeldt), in dem er erschreckende Einblicke in sein Frauenbild sowie sein journalistisches Selbstverständnis gibt.

Brockhaus, Nena & Lehfeldt, Franca: Alte weise Männer (2023); Gräfe und Unzer

Instagram: https://www.instagram.com/trtbt_podcast/

Vielen Dank an das Campusradio Jena und das Frauenzentrum TOWANDA Jena!

Transkript anzeigen

00:00:07:

00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zur mittlerweile dritten Folge unseres Podcasts zu Right To Be True.

00:00:24: Wie immer sitzt mir gegenüber der liebe Damian

00:00:27: Und mir gegenüber sitzt der liebe Andy.

00:00:30: To write to be true, zu rechts um wahrzusein.

00:00:32: Der Literaturpodcast in dem rechte Literatur auseinandergenommen wird.

00:00:35: In dieser ersten Staffel haben wir uns den Buch Alteweise Männer gewidmet mit einem Gesprächsband von Franka Lehfeldt und Nina Brockhaus.

00:00:43: Welches Gespräch erwartet uns in der heutigen Episode?

00:00:46: In der heutigem Episode erwartet es ein Gespräch mit Stefan Aust, das übertitelt worden ist von Frankalé Feldt die Legende Stefan aus und das Zitat, dass von ihm herausgegriffen worden ist um das Interview auf der Titelseite einzuleiten.

00:01:04: Der Mensch is tot es lebe die Mensch

00:01:07: in.".

00:01:08: Auch das verspricht sehr viel!

00:01:10: Bevor wir uns Stefan aus unserem Interview widmen müssen wir vielleicht auch in Bezugnahme auch auf dieses Zitat schon mal eine Content-Node aussprechen.

00:01:18: Content-node erstmal offensichtlich Sexismus, der uns in diesem Interview erwarten wird Und am Ende des ganzen dann tatsächlich auch Ableismus.

00:01:27: In dem Fall Ableismus, also Diskriminierung von Menschen mit Behinderung und in dem Fall haben wir was das angeht diskriminierende Sprache auf die wir dann noch einmal genauer eingehen können an der entsprechenden Stelle

00:01:40: Genau.

00:01:40: vielen Dank für die für die wichtige Einordnung Damian.

00:01:44: Was gibt es über Stefan aus zu sagen?

00:01:46: Über Stefan aus.

00:01:48: Stefan Aus selber ist ein Journalist und man könnte Beinahe sogar noch sagen politischer Aktivist, also nicht nur dass er entsprechende Verbindung zu einer gewissen Partei hat.

00:02:01: Die wir dann auch nochmal ansprechen werden im Lauch des Interviews sondern das er auch seinen eigenen Journalismus immer mehr begriffen hat als seine persönliche politische Meinung irgendwie durchzubringen.

00:02:14: Das zeigt sich auch in seiner Karriere.

00:02:15: Er war mehrere Jahre lang von den neunzigern bis in die zweitausender Chefredakteur des Spiegel Und ist dann Herausgeber der Welt geworden, also hat bei Springer gearbeitet und war dort für eine Übergangszeit im Jahr zwei tausend sechzehn für einige Monate auch Chefredakteur.

00:02:35: Der Welt war quasi der Vorgänger von Ulf Poschardt.

00:02:39: Ja da kann ja wenig entstehen, ich meine da kann hier noch viel zur Person folgen um das nicht gleich so auf einem so negativen Ton beginnen zu wollen.

00:02:49: Ja, negativer Ton.

00:02:52: Den verbietet sich auch Franka Leefeld an der Stelle sondern sie wählt einen ganz persönlichen Einstieg.

00:02:57: weil sie Stefan aus quasi aus seinem Leben herausgegriffen interviewt hat wie er da ganz aktiv zu sehen ist auf einem Reiterhof und so weiter wird dann auch beschrieben welche Kleidung er da trägt.

00:03:09: insofern wird das Interview ja auch eingeleitet mit einem Schlechter ran gesunden Foto, wie er bei einem Pferd steht.

00:03:15: Und die erste Frage, die zumindest hier aufgestellt wird, bezieht sich auch darauf?

00:03:20: Ja ich finde es journalistisch spannend dass man ein Interview das ihn als Person und sein Leben vor allem thematisieren möchte herausgelöst aus seinem Leben führt.

00:03:34: Auf der anderen Seite erinnert einen das dann doch sehr an den Spiegel gerade auch an den in der Zeit unter Stefan aus und danach, weil sich da dieser erst einmal für den Spiegel sehr typische Reportagentronier darin zeigt dass man immer diesen persönlichen Einstieg braucht.

00:03:52: Und immer erstmal wie in einer Kurzgeschichte einmal den Protagonisten beschreibt in seinem alltäglichen Umgang.

00:04:00: und dieser Stil setzt sich ja auch in diese Einführungen zu den Interviews immer ein bisschen durch.

00:04:08: Die erste Frage, die Stefan ausgestellt wird ist im Umgang mit deinen Pferden wirkst du sehr nahbar.

00:04:14: Sind dir die Tiere lieber als die meisten Menschen?

00:04:19: Er antwortet daraufhin das kommt aus Spiegelzeiten.

00:04:22: Da habe ich immer gesagt der Job des Chefredakteurs ist kein Beliebtheitswettbewerb.

00:04:27: da muss man gelegentlich durchgreifen und Geschichten an die Autoren zurückschicken und sich auch gelegendlich mal von jemandem trennen.

00:04:34: Da war dann schnell vom Klima der Angst die Rede Und darauf habe ich immer geantwortet, wer vor dem Chefredakteur Angst hat.

00:04:41: Der ist in der Redaktion viel am Platz!

00:04:45: Weil ein Angstgefühl einer Person gegenüber natürlich auch immer aus nichts selbst herausbegründet ist und es keine äußeren Gründe dafür haben kann dass man vielleicht für eine Angst vor einer Person Angst haben kann Vor allem wenn man sich dann anschaut wie sein Autoritätsverständnis ist.

00:05:05: Ich würde... Aus diesem Satz auf jeden Fall keine Hinweise auf eine toxische Arbeitsatmosphäre in der Spiegelredaktion ableiten.

00:05:13: Also

00:05:14: ich bin da jetzt auch weit von entfernt, ich habe ja nicht zu den Spiegeln gearbeitet bisher!

00:05:18: Ich finde es aber wirklich großartig wie das... dann auch im folgenden begründet, weil er sagt das von Journalistinnen ja viel erwartet wird aufgrund der Sachen über diese Berichten.

00:05:29: Dass sie dann durch die ganze Welt reisen müssen teilweise auch in schlimmste Kriegs- und Krisengebiete Und dann müssen Sie diesen Druck einfach aushalten?

00:05:37: Sie müssen damit umgehen?

00:05:39: Richtig!

00:05:41: Wo können wir denn dahin wenn da noch irgendwie so eine emotionale Nähe vielleicht zu Themen wären?

00:05:46: Ja... Nö.

00:05:48: Sie fragt Ihnen darauf hin wer er denn sei Pferdevater.

00:05:51: oder Ausnahme-Journalist.

00:05:53: und er sagt, ich bin kein Riesenjournalist.

00:05:56: Ich bin ein ganz ordentlicher Pferdezüchter neuerdings.

00:05:59: Ich habe ja auch gut fünfzig Jahre dafür geübt.

00:06:01: Ich komme aus der Landwirtschaft, wir hatten einen kleinen Bauernhof.

00:06:04: das ist im Grunde meine Welt.

00:06:06: dann bin ich mehr oder weniger zufällig in den Journalismus reingeraten weil da es ein Bereich ist wo man seine Nase in alles reinstecken kann wo man sonst nicht hinkommt.

00:06:15: vielleicht lag es auch etwas daran dass mein Vater zwischen den beiden Weltkriegen fünfzehn Jahre in Amerika zu gebracht hat.

00:06:20: Als er dann im Sommer neunundunddreißig auf Heimatbesuch war, ist der hier geblieben.

00:06:25: Die Geschwister meines Vaters waren auch in der ganzen Welt verteilt – in China, Guatemala überall!

00:06:30: Ich habe daher viel Zeit umgelesen und wollte wissen was in diesen Ländern und in der ganze Welt passiert.

00:06:36: Der Rest... ...ist Zufall.

00:06:39: Also es ist ihm einfach so passiert….

00:06:40: Ja, also ich find's ja erst mal gut, dass er viel Zeitung gelesen hat und so ein Verständnis für die Welt bekommen wollte.

00:06:46: Das ist schonmal sehr lobenswert.

00:06:49: Was ich interessant finde, ist wieder dieser Bezug auf den Zufall.

00:06:51: Also was wäre in unserer letzten Folge, wo wir Mario Adolf thematisiert hatten?

00:06:58: Wo uns diese Frage auch begegnet ist, gibt es Zufalls?

00:07:01: oder wieviel Glück ist das tatsächlich für die Männer in diesem Buch gewesen... ...oder auch immer noch, dass sie da stehen, wo sie heute stehen?

00:07:09: An dieser Stelle vielleicht auch kleine eigene Werbung.

00:07:12: Falls ihr die Podcast-Folge über Mario Adolf noch nicht gehört habt, hört da gerne rein sehr empfehlenswert.

00:07:20: Nun, er schildert ja dann im Folgenden auch wie die Anfänge seiner Karriere waren und natürlich kann man sagen dass da viel Zufall dahintersteckt

00:07:29: usw.,

00:07:30: Man könnte aber auch davon ausgehen das bestimmte Umstände dem glücklichen Zufall doch auf die Sprünge helfen können.

00:07:41: Ja, bestimmte Umstände oder halt auch einfach bestimmte Präferenzen, die man hat.

00:07:45: Also man hat eine Entscheidung und dann entscheidet man sich in eine Richtung... Dann ist man eh schon näher daran!

00:07:50: Und wenn dann zweite Entscheidung kommt, die sich darauf bezieht, dann ist dann irgendwann so ein logischer Prozess angeschlossen, wohin das sich entwickelt?

00:07:58: Was ich daran nur so großartig finde, dass aus diesen Berichten ja nie eine Zielstrebigkeit zu lesen isst die sie in irgendwieen jungen Jahren hatten, sondern sie berichten immer davon als wenn sie einfach so zufällig reingraten und hätten sich dann halt damit auseinandergesetzt und umgesehen was man alles machen kann.

00:08:17: Das ist ja genau das was Franka Lehfeldt und Hina Porkhaus im Vorfeld die ganze Zeit an der heutigen jungen Generation kritisiert haben dass sie Studium- und Ausbildung abbrechen.

00:08:28: würden Sie nicht so recht entscheiden können was sie im Leben wollen?

00:08:30: Sie wissen nur sie wollen nicht arbeiten!

00:08:32: Das war quasi da der Tonus.

00:08:34: Das

00:08:35: finde ich spannend, dass sie das wissen.

00:08:38: Aber ja... Also es wirkt halt auch hier wieder man lässt sich einfach treiben und schaut wo man rauskommt und am Ende passt's vielleicht und dann wird ihr Lebensleistung und rote Arbeit unterstellt.

00:08:49: Und er sieht sich ja gar nicht als Riesenjournalist.

00:08:52: also es ist auch mal wieder so ein bisschen das Getur von wegen einer gewissen Bescheidenheit.

00:08:59: Aber dieser Kontrast dazwischen, wie er auf ein Podest gestellt wird.

00:09:03: Also sie nutzen ja einfach nur einen Anfangs-Zitat was seine Tochter zu ihm sagt aufeben diesem Pferdhof.

00:09:09: ah die Legende lebt.

00:09:11: Und wenn das dann als Überschrift hierfür und das zeigt ja eigentlich, welchen Stellenwert die Person für Franka Lefeld hat.

00:09:19: Ich glaube es ist ähnlich wie wir das auch schon mal Mario Adolf-Interview gesehen haben dieses riesige Problem dass man in das Interview geht mit der Rangehensweise davon auszugehen, dass die Personen schon einen gewissen Legendenstatus irgendwie hätten und man sie immer nur auf diesem Podest befragen kann und dadurch eigentlich keine wirklich Interessanten Fragen und Antworten möglich sind, weil es immer aus dieser Untersichtigkeit quasi passiert.

00:09:48: Ja genau!

00:09:49: Darauf geht er dann auch ein als er zieht da nochmal einhakt und sagt keine Lobhude nachher.

00:09:55: aber ich würde sagen du bist alles andere als ein durchschnittlicher Journalist.

00:09:58: Und er sagt dann in Bezug darauf auch wieder was wir gerade noch über Zufall sagten Ich wollte nicht Journalist werden.

00:10:04: Als ich bei der Schülerzeitung angefangen habe, hatte ich Kollegen die sehr viel besser schreiben konnten als ich.

00:10:09: Ich hatte aber einen Blick für Leute, die gut schreiben konnten!

00:10:13: Als die Schule das Blatt zensieren wollte haben wir es auf der Straße verkauft.

00:10:17: Ab diesem Moment habe auch Autoren von anderen Schülerzeitungen geholt und eine Redaktion zusammengestellt.

00:10:23: Ein paar von denen dürftest du heute noch kennen.

00:10:25: Einer davon ist... Heiner Bremer, den wir

00:10:28: übrigens auch noch hier hören werden.

00:10:31: Beziehungsweise nicht ihn hören werden sondern über ihn reden oder das Interview mit ihm.

00:10:36: Dann auch Klaus Rainer Röhl der Ehemann von Ulrike Meinhof.

00:10:39: durch ihn habe ich sie kennengelernt und bin bei der Zeitschrift konkret gelandet.

00:10:46: die es nicht im Kopf haben.

00:10:47: Wer ist Ulrike Meinhof?

00:10:50: Ulrike, Meinhof gehörte zur sogenannten roten Armeefraktion also der RF.

00:10:54: das war eine wie sage ich das jetzt um dem deutschen Staat zu sprechen eine linksterroristische Gruppierung in unterschiedlichen Generationen und sie war eben am Anfang mit dabei.

00:11:06: Und Stefan Aust ist dadurch unter allem auch bekannt geworden, dass er ein Buch über diese erste Generation der Erf geschrieben hat namens der Bader-Meinhoff-Komplex also Bader Andreas Bader und Meinhoff Ulrike Meinhoff.

00:11:17: Genau das ist dann ja eben auch entstanden oder das wird ja dann auch gleich noch thematisiert werden eben weil die so nah beieinander waren eben so nah zusammen gearbeitet haben?

00:11:27: Was für einen Zufall!

00:11:28: Hat halt die Kontakte genutzt, die er hatte Und dann darüber geschrieben.

00:11:31: Man soll ja auch immer über das schreiben, was man kennt.

00:11:33: Das ist ja ein Hinweis der einem gerne gegeben wird bei Autorenschaft.

00:11:38: Stefan Aust antwortet weiterhin nicht weil ich so links war sondern weil ich dort Kontakte hatte also in Bezug auf Ulrike Meinhoff und die Zeitschrift konkret.

00:11:47: Was du eben gerade schon gesagt hattest?

00:11:48: Genau!

00:11:49: Ich wollte also nicht Journalist werden denn ich hatte genug Leute, die besser waren als ich und ehrlich ich konnte nicht gut schreiben und zwar aus einem ganz einfachen Grund.

00:11:57: Ich hatte nichts zu erzählen.

00:11:59: Deswegen schreibt man dann auch ein Buch, ne?

00:12:01: Also habe ich mich im Impressum einer... Da hat

00:12:03: er ja was zu erzählen.

00:12:05: Also hab' ich mich in dem Impression meiner Schülerzeitung nicht Chefredakteur genannt, das wäre mir peinlich gewesen, sondern Herausgeber!

00:12:11: Das klang irgendwie bescheidener.

00:12:13: Naja

00:12:13: es mag vielleicht Bescheidner klingen aber da ist halt schon einen Unterschied in der Tätigkeit drin.

00:12:20: Ob du jetzt Chefredaktor bist und da leitende Tätigkeiten hast oder ob du einfach die Zeitung heraus gibst

00:12:26: Das ist ja auch so ein schönes Verstecken von dem, was man tatsächlich als Arbeit tut.

00:12:32: Natürlich ist es schwierig jetzt solche Rollen voneinander abzukänzen gerade noch in der Schülerzeitungsredaktion.

00:12:38: Also wir hatten keinen eigenen Herausgeber beispielsweise, wenn ich mich an meine Zeit zurück erhielt.

00:12:42: Das wird dann

00:12:43: in der Schulsozialarbeit

00:12:44: gewesen sein, die das ja meistens leitet oder

00:12:47: ein besonderer Lehrer?

00:12:48: Oder einzelne

00:12:48: Lehrkräfte, die sich dafür dann wahrscheinlich meistens Deutsch-Lehrkräfte wenn nicht so richtig erschütze...

00:12:54: Ja bei uns war es tatsächlich Schluss am Ende was einen Englisch und Sportlehrer bei uns?

00:13:00: aber ja das ist ja schlussendlich egal wer's macht.

00:13:02: auf jeden Fall ist da jemand anders in der Schirmherrschaft.

00:13:06: Und das ist ja dann für entsprechende Redaktionen teilweise auch eine Herausforderung, weil sie hin und her gerissen sind zwischen wir wollen etwas schreiben was uns bewegt aber gleichzeitig auch irgendwie etwas schreiben.

00:13:18: Was dann angenommen wird?

00:13:22: Weil man vielleicht keine direkte Sensor erfährt Aber ja quasi schon selber die Inhalte im voraus allen Gehorsam quasi zensiert.

00:13:31: Und das ist ja eher, womit man heute zu arbeiten hat.

00:13:35: aber er nennt sich selber lieber Herausgeber und man hat das Gefühl dass er selber hier auch seine Lebensgeschichte dann genauso erzählt als wäre das so ein schönes Vorschadowing darauf was passiert

00:13:47: Genau.

00:13:47: und dann würde auch gleich mit etwas wie eine Wie eine Anschuldigung.

00:13:55: Damit wird er gleich konfrontiert, nämlich...

00:13:58: Du hast für konkret gearbeitet!

00:13:59: Das war damals ein kommunistisches Blatt.

00:14:02: Ich würde heute sagen sozialdemokratisch aber...

00:14:06: Ja, gemerkt habe ich das wahrscheinlich

00:14:07: mehr, ja?

00:14:08: Nein also war ein linkes Blatt so und er sagt dann ganz so würde ich es nicht sagen Es war die Erfindung der FDJ oder der SED eben.

00:14:16: Das war lange vor meiner Zeit.

00:14:18: Ich habe mich immer gewundert wie so niemand im Westen das gemerkt haben will.

00:14:22: Mit dieser Auflage hätte man gar nicht existieren können.

00:14:25: Man konnte sich damals fragen, was die Nachrichtendienste eigentlich gemacht haben?

00:14:28: Ich habe tatsächlich auch nicht gewusst das konkret früher Geld aus dem Osten bekommen hat.

00:14:33: Also fairerweise macht sicher die Zivilgesellschaft zum Teil ohnehin schwierig damit historische Abgrenzungen... zu sehen und also im Sinne von Nachfragepartei der SED.

00:14:45: Also ich glaube, im Auge einiger politischer Parteien ist die Linke immer noch die SED?

00:14:50: Ich finde aber schön diese... diese Sichtweise, die dahintersteckt von wegen.

00:14:54: Es kann gar kein Kommunismus im Westen gegeben haben wenn er nicht vom Osten initiiert worden wäre.

00:15:01: also das ist ja eigentlich das was da hinter steht.

00:15:03: sie fragt ihn dass war damals doch ein kommunistisches Blatt und er sagte so habe ich.

00:15:07: also kannst du wirklich das nicht sagen?

00:15:09: weil ich habe ihr erst dem Nachhinein erfahren dass es vom Oßen finanziert war.

00:15:12: es kann gar keinen im westen innerenden Kommunismus gegeben haben denn der nicht irgendwie von außen quasi gesteuert und initiiert worden wäre.

00:15:22: Und das ist ja genau diese Art, der in Anführungszeichen Wetscare-Propaganda die sich bei einem Großteil dieser Generationen wiederfinden lässt.

00:15:33: Es zeigt auf der anderen Seite aber auch ein Verständnis von diesen bürgerlichen Verlangen nach Enthüllung und nach Enthüllungsjournalismus.

00:15:45: Denn was er im Anschluss schreibt ist, dass Rül das erst später selbst in seinem Memo an offenbart hat.

00:15:51: Also etwas ist erst dann vom Interesse wenn man es quasi ein bisschen sensationalistisch aufbereiten kann bei Tatsachen die Feuer ja schon irgendwie klar waren.

00:16:02: Damian wie sieht es denn um seine Arbeits- und Bildungserfahrungen aus?

00:16:10: Er wird gefragt bzw.

00:16:12: es wird ihm als Aussage entgegen geschleudert, dass er keinen Uni-Abschluss hätte sondern nach dem Abitur mit seinem Bildungsweg aufgehört hatte.

00:16:20: und er sagt daraufhin also wenn jemand sagt ich sein abgebrochener Student dann komme ich mir schon vor wie ein Hochstapler.

00:16:27: Ich war viermal da und in der einen Vorlesung die ich gehört habe ging es um die Grenzleistungsfähigkeit des Kapitals.

00:16:34: Es hieß Wenn du dein Geld irgendwo investierst musst du mehr rauskriegen als wenn du es auf einem Bankkonto tust.

00:16:41: Na immerhin wirft Frank Alefeld ein, da das hast du dir für den Rest des Lebens gemerkt.

00:16:47: Das habe ich mir gemerkt für den restes lebens und das hat mir wirklich weiter geholfen.

00:16:56: Eine Vorlesung

00:16:57: eine vor einer Vorlesungen gewählt.

00:17:00: Ich finde es toll dass man ihm das erst sagen muss.

00:17:04: dass ist wichtig wäre Bei Kapital, also Geld was nicht einfach nur als Tauschwert existiert, sondern Kapital ist der Geld.

00:17:17: Was darauf angelegt ist immer investiert zu werden um am Ende einen entsprechenden Mehrwert abschöpfen zu können ein Profit zu haben und dass er da wissen muss ah das muss mehr sein als wenn ich mein Geld auf eine Bank lege und ich dann ein bisschen Zinsen gezahlt bekomme Ja.

00:17:36: Er schreibt dann, dass er Jahre später noch angefangen hat, Soziologie zu studieren.

00:17:40: Zu der Zeit habe ich bereits für das Politmagazin Panorama gearbeitet.

00:17:44: Früher morgens bin ich in die Uni gegangen und habe mich furchtbar gelangweilt über dieses Gequatsche dort und mir überlegt Was willst du eigentlich machen wenn du fertig bist mit diesem Studium?

00:17:52: Gibt es ein Leben nach der Uni?

00:17:53: Dann habe ich mir gedacht Ich will Panorama Redakteur werden.

00:17:57: aber das war ich schon.

00:17:58: Deshalb habe ich gedacht Das mit dem Studium lässt jetzt sein.

00:18:01: Ich muss aber sagen, gleichzeitig hat es mich auch immer ein bisschen im Kopf gestört.

00:18:05: Dass ich das nicht zu Ende gemacht habe.

00:18:09: Gehörte er eher nicht auch zu einer der Statistiken die Sie damals hätten zitieren können?

00:18:14: Ich

00:18:15: wollte gerade sagen... Also er hat diese Statistiker doppelt belegt.

00:18:17: Er hat ja zweimal einen Studium abgebrochen.

00:18:21: Das ist also für die Statistik gar nicht gut vielleicht Und ich weiß, dass es jetzt vielleicht eine wilde These ist.

00:18:28: Aber vielleicht kommt es dabei gar nicht so ganz doll darauf an ob du das Studium abprigst sondern Ob du im Studium und mit dem Abbruch oder der Entscheidung weiterzumachen so deinem Lebensziel findest und vielleicht glücklich bist und dich ausprobieren kannst ob Du jetzt hier BWL studieren möchtest oder Soziologie oder sagst du möchtes Journalist beim Panorama sein?

00:18:52: Vielleicht geht es gar nicht um die Zahl der Studienabbrecher, sondern vielleicht geht's darum dass man so den eigenen Platz in der Gesellschaft finden kann Damian.

00:19:00: Ist das abwege ich?

00:19:02: Ja finde ich.

00:19:03: Also deinen eigenen Platz nehmen doch den einen der für dich vorgesehen ist.

00:19:08: Ich fahr wie auf den Gedanken dann einfach gleich mal wieder... Ich entschuldige mich bei allen hier.

00:19:12: Sie gehen dann mit einem entsprechenden Einschub erst einmal auf sein Werk an der Badermainhof-Konplex und die nächsten Fragen beziehen sich dann auch darauf, und es werden dann auch wieder längere Einschübe gemacht, die wir aber nicht groß thematisieren wollen.

00:19:24: Franka Lehfeldt, schrei-ebt im Beziehungsweise fragt.

00:19:28: Eine deiner größten, wenn ich sogar deine größte Recherche ist der Badermainhofkomplex.

00:19:33: Jeder kennt dieses Buch oder hat den Film gesehen.

00:19:35: Allerdings ist die Nähe, die du zu den Protagonisten gehabt hast außergewöhnlich.

00:19:39: war Ulrike Meinhoff mehr als eine Quelle und Zeitzeugen für dich?

00:19:44: Naja sie war vor allen Dingen erst mal zwölf Jahre älter als ich.

00:19:47: insofern war sie für mich eine alte Frau.

00:19:53: Okay gar Moment Mal Moment mal.

00:19:58: Wie alt wird er zu der Zeit gewesen sein und wie alt wird sie zu derzeit gewesen sein?

00:20:02: Das schreibt ja im Anschlusssatz, Sie war Anfang dreißig ich war zwanzig.

00:20:05: Ja okay gut, das steht ja da.

00:20:09: Also ne also sorry na mit Dreißig bist du nicht Alt.

00:20:14: Ja aber ich muss dir ganz ehrlich sagen... Zum Zeitpunkt der Aufnahme bin ich gerade erst vierundzwanzig geworden und ich fühle mich den alten weißen Männern jetzt näher als den jungen weißen Männern.

00:20:25: Und ich wurde, als sich Neustudium angefangen hatte in meiner Erstewoche gesiezt und für einen Tutor gehalten von einem anderen Erstli.

00:20:34: Also glaube mir es geht schneller als wir denken.

00:20:38: Ich habe mich das auch gefragt.

00:20:39: Ich meine ich werde regelmäßig vier bis sieben Jahre älter geschätzt.

00:20:44: Ich habe überlegt, wenn ich mich einfach mal in so einen dozierenden Lehrensminarraum setze vor Studis und anfange, um auf irgendwas zu reden.

00:20:53: Ob das klappt?

00:20:54: Also ob dem ja einfach das Abkaufen oder ob der Uni danach eine Rechnung schreiben kann?

00:20:58: Und man muss sich vor allen Dingen die Frage stellen, diese Altersunterschied fällt ja durchaus auf.

00:21:03: Sie wird zu dem Zeitpunkt sehr viel mehr Lebenserfahrungen haben als er und auch generell, das schreibt dann später, viel mehr gelesen haben.

00:21:12: Generell auch, dass es so einen Wissensunterschied zwischen den beiden gibt.

00:21:15: und da sind diese zehn Jahre durch beziehungsweise zwölf Jahre können einem schon vorkommen wie eine komplette andere Generation.

00:21:25: Und es ist aber finde ich sehr viel bezeichnender wir sie danach noch weiter beschreiben.

00:21:30: eben

00:21:30: also ich finde das fängt ja hier schon an zu sagen Sie war eine alte Frau.

00:21:34: damit kommt ein gewisses

00:21:36: Eine gewisse Abwertung.

00:21:38: Ist

00:21:39: das schon Altersdiskriminierung?

00:21:40: Nee, es ist vor allem erst mal Framing.

00:21:44: Auch wenn das vielleicht für den zwanzigjährigen Stefan aus Thema war aber...

00:21:52: Vielleicht hat er auch im Windinterview selber den Witz gemacht.

00:21:54: Sie war eine alte Weise Frau, weil man merkt an anderer Stelle schon dass er damals zumindest irgendwie schon ein bisschen zu ihr aufgeblickt hat.

00:22:02: Dieser Eindruck hat sich dann aber gewandelt und das hört man jetzt in der Art und Weise wie er sie beschreibt.

00:22:07: Er sagt, sie war eine sehr kluge zum Teil arrogante Person die immer alles besser wusste und mit sehr guten Worten erklären konnte.

00:22:16: muss man wirklich sagen.

00:22:18: Das merke ich heute noch, wenn ich Kommentare von ihr höre.

00:22:21: und sie hat diese Arroganz die schon bemerkenswert war.

00:22:23: Wir nehmen das einmal auseinander.

00:22:27: Darf ich anfangen?

00:22:28: Du darfst gerne bitte deine Analyse Fertigkeit.

00:22:35: Also wir fangen mal mit dem Positiven an.

00:22:37: so hat man mir das in der Schule mal beigebracht immer etwas Nettes sagen und dann was schlechtes oder wieder was nettes.

00:22:42: Ich weiß aber nicht ob ich so viel nett ist.

00:22:45: Also ich finde es erst mal gut, dass sie ... Dass er anfängt mit.

00:22:48: Sie war eine sehr kluge Person?

00:22:52: Dass dazwischen dieses Arroganz kommt ist ja schon wieder ne?

00:22:56: Dieses Arrogaunt auf immer dann aber so den Satz nimmt der danach oder die Hälfte des Satzes, die immer alles besser wusste und uns mit sehr guten Worten erklären konnte.

00:23:04: Wusste sie alles besser im Sinne eines Besser-Wissens oder wusste sie einfach Sachen besser weil sie mehr Ahnung darin hatte?

00:23:10: also was du gerade schon sagst mehr Lebenserfachung Sachen gewusst?

00:23:12: Nein,

00:23:13: vor allen Dingen ist das auch hier wieder zusammengeführt.

00:23:15: So eine Kompleidigung also.

00:23:16: er sagt zuerst etwas Negatives Sie wusste immer alles besser Also etwas was eher negativ konnotiertes und dann etwas positiv konnotiertes sie konnte es mit sehr guten Worten erklären Beziehungsweise vergiftet.

00:23:28: dass das dann auch wieder weil es so das erscheinen lässt als wäre nicht die Erklärung an sich gut sondern nur die Rhetorik ja also als wäre Nicht Das Argument Gut Sondern Die Art und Weise wie sie es beschreibt.

00:23:41: Und das baut sich ja weiter aus mit, sie hatte eine tolle Stimme.

00:23:45: Muss man wirklich sagen?

00:23:48: Das merke ich heute noch wenn ich Kommentare von ihr lese höre Gott und Sie hat diese Arroganz also wieder dieser Rückbezug darauf die schon bemerkenswert war Also alleine dass es halt auf dieses stümme runter reduziert.

00:23:59: also Ich meine das kann man natürlich sagen.

00:24:02: das ist auch irgendwie Irgendwie.

00:24:04: ist das hier auch nett Wenn Leute deine Stimme mögen gerade wenn man was auditives macht.

00:24:09: Aber das ging ja hier erst mal.

00:24:11: Das ist ja keine Charakterisierung von ihr als Person.

00:24:13: Das ist wirklich was sehr externes.

00:24:15: Vor allen Dingen hat man das Gefühl, dass er das nur nutzt um sich von ihr distanzieren zu können.

00:24:21: Im Sinne davon muss jetzt noch einmal beweisen, dass es dieses Buch geschrieben hat und eine Nähe zu denen hatte.

00:24:26: aber er muss erst mal sagen Ja es war ein kommunistisches Blatt aber ich wusste nichts davon bzw.

00:24:32: ich fand die Stimmen wichtig die da vertreten waren.

00:24:34: Sie war ja irgendwie fasziniert in der Art und Weise, wie sie ihre Argumente rübergebracht hat.

00:24:40: Aber sie war ja so arrogant!

00:24:43: Und er muss irgendwie immer unter Beweis stellen, dass er das ja nicht ist... ...und dafür wird wenn sie und das was sie gemacht hat und das, was sie gedacht hat werden dafür natürlich runtergespielt.

00:24:58: und das reiht sich natürlich ein auch in so eine sexistische Tradition, dass man die Leistung von Frauen darauf reduziert, wie sie in der Öffentlichkeit auftreten und vor allen Dingen wie sie bei diesen Auftritten Männern gefallen.

00:25:14: Und das dann in Bezug auch auf so etwas wie die Stimme?

00:25:17: Weil das erscheint jetzt hier vielleicht wenn man einmal kurz drüber liest erstmal gar nicht so problematisch aber wenn man sich dann mal ansieht wie gewisse Komplimente von Männern aussehen an Frauen.

00:25:29: Wenn Sie versuchen etwas mehr gentlemen zu machen oder nicht direkt auf den körper zu gehen dann wird immer die stimme genommen und auch das reduziert ja die frau darauf irgendwie angenehm sein zu müssen in ihrem auftreten und dem mann gefallen zu müssen.

00:25:46: und gleichzeitig erwähnt er zweimal eben ihre arrogance die so schlimm gewesen sein muss

00:25:50: dass sie bemerkenswert war.

00:25:55: Alles gut, ich werde jetzt weitergegangen.

00:25:57: Weil Frank Halifeld schreibt jetzt hier sehr viel... Ich hatte so

00:26:01: ein großes Fragezeichen gehabt und ich habe mir das auch dahin gemalt!

00:26:05: Bitte?

00:26:06: Ich verstehe nicht was sie ausdrücken möchte damit ehrlich gesagt.

00:26:09: Bitte entleiten wir danach.

00:26:12: wenn Stefan Aust über Aroganz spricht löst dieses Wort aus seinem Mund in mir unweigerlich ein warmes nachsichtiges Lächeln aus.

00:26:21: natürlich ist er eine Legende des deutschen Journalismus.

00:26:23: Seine Töchter hat das Treffen formuliert.

00:26:26: Und natürlich ist er sich seines persönlichen Nimbus bewusst, ob auf dem Reitplatz bei der Podcastaufzeichnung im Restaurant oder auch Veranstaltungen.

00:26:33: ich durfte ihn oft aus nächster Nähe erleben oder begleiten und er trägt stets seine Aure als individuelles Accessoire.

00:26:41: Es würden sich sicherlich zahlreiche Stimmen finden die ihnen als arrogant oder einfach gesagt eingebildet bezeichnen würden.

00:26:48: Also ich mag in Anfangszeichen dass Wenn er über Arroganz spricht, ist es bei ihr ein nachsichtiges.

00:26:57: Ein nachsichtiges Lächeln auslöst und sie zweitens seine unterstellte auch ganz.

00:27:03: also erst mal wieder dieses einen Ort denn auch erst ja vielleicht gar nicht so viel anders aber das wird dann runter gespielt.

00:27:09: naja es ist ja nur bisschen eingebildet.

00:27:11: Ja der was auch wieder einem gewissen sexistischen Narrativ folgt dass Frauen sich bestimmte Verhaltensweisen nicht erlauben können, die aber bei Männern toleriert beziehungsweise gefordert werden.

00:27:26: In dem Fall wie zum Beispiel so eine gewisse Arroganz was damit ja zusammenhängt ist ein über anderen stehen und das dürfen sich Frauen in ihrem Verhalten nach diesem klassischen Rollenbild ja nicht herausnehmen.

00:27:45: erscheinen sie als gefährlich und unweiblich.

00:27:48: Und deswegen muss das so herausgestellt werden, insofern finde ich es lustig dass Sie diesen Absatz schließt mit dem Satz Ich rate dazu von voreiligen Etikettenabstand zu nehmen weil erstens kann man sich gerne unsere erste Folge nochmal anhören und darin konkret die Beschreibung von Feministinnen, die sie angreifen Weil sie haben da ja unter anderem von und das setze ich wieder ein Anführungszeichen von Hysterie gesprochen.

00:28:10: also benennen diese Feministinnen ja als hysterisch, dass sie wie schon gesagt in diesen ersten Kapiteln alle möglichen Etiketteln aufgetragen haben und wie wir das auch herausgearbeitet haben würden wir auch zustimmen.

00:28:24: Dass das voreilig passiert ist weil da keine tiefe Rauseinandersetzung mit feministischen Inhalten dahinter steckte.

00:28:31: Das darf man aber nicht anwenden auf alte weiße Männern.

00:28:35: Nee

00:28:36: bei alten weisen Männern heißt es nämlich dann Stefan Aus ist nicht arrogant er ist intelligent Hochintelligent.

00:28:43: Und dann leistet sie sich noch die Nachfrage an das lesende Publikum, nun frage ich Sie liebe Leserinnen und Leser wer hört heute eigentlich noch zu?

00:28:52: Überbrücken wir die Zeit in der das gegenüber spricht nicht gerne um gedanklich bereits einen Schritt weiter zu sein.

00:28:59: also sie erwürft vor dass man im Gespräch schon sich eine Vorverurteilung ausdenkt oder die Art und Weise wie man Kontakt anstatt wirklich darauf zu hören was einem das gegenüber mitteilen möchte.

00:29:13: Die Eintrittskarte an den inneren Gesprächstisch von Menschen wie aus ist ungeteilte Aufmerksamkeit und Zuhören.

00:29:20: Was ist ein innerer Gesprächsstisch, Damian?

00:29:24: Meinst du damit einen Gesprächs-Tisch in seinen Gedanken also dass man daran teilnehmen kann?

00:29:31: Also verlegt sie nicht gerade was sie kritisiert hat Dass man nicht zuhört sondern in seinen eigenen Gedanken ist.

00:29:37: Verlegt Sie dass man seinen Gedanken teilhaben darf

00:29:43: und das man dafür sehr dankbar sein soll, weil es kann ja um sie zu parafrisieren, sehr rentabel sein.

00:29:49: Wenn ich an diverse Ausschnitte von BildTV denke, kann ich mir auf jeden Fall nicht vorstellen, dass sie selber davon so überzeugt ist, dass es besser wäre, nicht das gegenüber zu verurteilen, um ihm gedanklich bereits einen Schritt vorauszusehen.

00:30:11: Sie fragt daraufhin.

00:30:12: Arroganz vermittelt oft eine gewisse Unnahbarkeit.

00:30:14: Das kann durchaus anziehend oder interessant wirken, hat Ulrike Meinhoff diese Art auch dir gegenüber?

00:30:20: Er antwortet, nein.

00:30:21: Ich hatte ein ganz gutes Verhältnis mit ihr aber sie hatte ein anderes intellektuelles Niveau politisch und gesellschaftlich.

00:30:27: ich konnte ihr nicht das Wasser reichen.

00:30:30: deswegen habe ich mich auch jahrelang gerade dazu dagegen gesträubt über diese Zeit einen Buch zu schreiben weil ich dachte ich könnte mir keine Kritik an der klugen auf Abwege geratenen Ulrike Meinhof anmaßen.

00:30:44: kurze Bezüge dazu, dass wir gerade hierhin schon rausgestellt haben.

00:30:47: Das eventuell nicht das Problem gewesen ist, dass sie besser wässerisch in eben dieser Wortbedeutung gewesen sei sondern vielleicht, dass ihr einfach wirklich schlauer war als er was er ja auch nochmal sagt.

00:30:57: ein anderes intellektuelles Niveau politisch und gesellschaftlich.

00:31:00: ich konnte hier nicht das Wasser reichen aber Das darf man natürlich nicht so stehen lassen, nicht dass wir jetzt irgendwie sie positiv beschreiben.

00:31:09: Wir müssen uns weiterhin abgrenzen.

00:31:11: das bleibt uns im Bewusstsein weil er schreibt ja dieses Buch Badener Meinhof-Komplex.

00:31:16: deswegen ist Ulrike Meinhoff eine auf Abwege geratene Frau.

00:31:22: Man muss ihn ja wirklich fragen warum hat denn dann das Buch überhaupt geschrieben?

00:31:25: es wird dann später auch noch darauf eingegangen genau im Interview.

00:31:28: damit werden wir uns aber nicht groß auseinandersetzen.

00:31:33: Das ist ja für seine Karriere durchaus ein richtig wichtiger Signalschuss quasi war.

00:31:43: Ich frage mich schon, hat er das Buch geschrieben?

00:31:45: Weil er natürlich so eine gewisse Auswertung sich davon erhofft hat sowohl mediale Rezeption als dann auch finanziellen Erfolg?

00:31:57: oder war es vielleicht auch und das klingt jetzt schon bisschen an Der Versuch Ulrike Meinhof, zwar nicht intellektuell aber in der äußeren Wahrnehmung moralisch überlegen zu sein.

00:32:12: Deswegen auch hier noch mal wie schon gesagt das betont werden muss es geht ja nicht nur um die eigene Abgrenzung sondern auch darum dass er sie jetzt auch in der Historie der Bundesrepublik an ihren Platz verweisen kann.

00:32:23: Das ist auf jeden Fall eine Überhöhung?

00:32:24: Ja und es folgt auch wieder einer patriarchalen bzw.

00:32:29: sexistischen Tradition heraus, dass wenn ein Mann einer Frau unterlegen ist er einfach einen Buch über sie schreibt weil er dann wieder die Macht darüber haben kann wie er sie darstellen und einordnen kann.

00:32:44: und es ist natürlich nicht nur ein Buch über Sie sondern generell über die RF.

00:32:50: aber das hat hier schon diesen Anschein von wegen über die Lage und auch über sie dadurch werden kann.

00:33:00: Und dadurch auch über sein eigenes vorankommen, auch wenn wir uns in den Bereich der Beletristik begeben man da viele männliche Autoren nicht danach fragen wer die Vorbilder ihrer weiblichen Charaktere waren und in welcher Beziehung sie zu denen standen bzw.

00:33:17: Das war jetzt natürlich sehr kastisch ausgedrückt.

00:33:18: Man sollte unbedingt diese Frage stellen, weil man dann erst so richtig verstehen kann wie die Charaktere durch Literaturgeschichte gewirkt haben.

00:33:27: Was kann man anschließen an Antikommunismus und an Misogyny und Unsichtbarmachung der Arbeit von Frauen?

00:33:37: Anti-Intellektualismus.

00:33:39: Damit kann man es auch verbinden, so fragt Frank Leefeld.

00:33:42: Manchmal sind besonders die Intellektuellen sehr mit sich beschäftigt und die weniger Intellektuelle verfügen über den klareren Blick.

00:33:49: Und er antwortet daraufhin ja ich vermute mal das ist damals auch so gewesen.

00:33:53: Ulrike Meinhof hat immer ein paar Sprüche drauf gehabt die nicht von ihr selbst waren wie sie aber gerne als ihre ausgegeben hat.

00:34:00: etwa das Zitat von Berthold Brecht Wie kommt die Dummheit in die Intelligenz?

00:34:04: Das war für Ulrike natürlich nachher besonders bezeichnend, man muss schon sagen.

00:34:09: Ich habe viele Dinge damals einfach nicht verstanden.

00:34:11: Wenn man zwei und zweit zusammengezählt hätte, hätte man wissen müssen wo das hinführt und endet.

00:34:15: Man hätte erkennen können was ja eine Revolution geplant wurde.

00:34:18: Es waren Wirklichkeit so dass Ulrike schwer depressiv geradezu masochistisch veranlagt war.

00:34:25: Reden wir jetzt zuerst über die weitere Pathologisierung von ihr?

00:34:28: Ja Oder darüber dass er sich weiterhin als Opfer inszeniert?

00:34:32: also Also, ich habe viele Dinge damals einfach nicht verstanden.

00:34:36: Wenn man zwar in Zusammen gezählt hätte, hätte man das wissen müssen.

00:34:39: also es klingt schon ein bisschen wie oh Ich bin ich bin das Opfer hier

00:34:44: und wie schon gesagt du hast es dir schon angesprochen er pathologisiert einfach ihre kämpfe.

00:34:50: er deutet daraus dass sie einfach nur depressiv und masochistisch war.

00:34:57: auch danke dass du uns das hier aufnächst und dass das einen Einfluss darauf gehabt hätte wie sie dachte und wie sie dann gehandelt hat.

00:35:04: Und das ist auch kein anderen Grund dafür gegeben hat, also es muss irgendwie damit zusammenhängen.

00:35:09: Das ist auch eine Möglichkeit wieder Macht darüber zu gewinnen ohne zu sagen dass die Person hysterisch gewesen sei sondern das ist jetzt hier noch mal ein bisschen feiner weil das Vokabular ändert sich einfach je nachdem wie der Zeitgeist gerade passt.

00:35:23: Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts hätte er noch sagen können, hysterisch und heutzutage muss er eben davon sprechen.

00:35:29: Ja sie war halt schwer depressiv und masochistisch veranlagt.

00:35:33: also er bedient sich auch dieses gewissen ohne das jetzt abwerten zu wollen, dieses gewissen Therapie-Sprechst, der ja vulgarisiert ist.

00:35:41: Also viele Leute verwenden Begriffe auf der Psychologie und aus der Psychotherapie, ohne wirklich A zu wissen was sie bedeuten und ohne B Sie auch im richtigen Kontext verwenden zu können – und das passiert hierbei ja auch!

00:35:54: Und was damit ja auch passiert?

00:35:56: Ist ja nicht nur diese erste Abwertung oder die Erhebung sich selbst darüber sondern die Erklärung der Unmündigkeit.

00:36:06: Also sie sei ja depressiv, schwer depressiv geradezu masochistisch verankert gewesen und tut damit so als ob da ja gar keine eigenen Entscheidungsfähigkeiten mehr irgendwie möglich gewesen wären für Sie.

00:36:23: Und ist damit natürlich auch nochmal so grade.

00:36:27: was eben wirklich psychische Erkrankungen angeht kreiert ihr ja damit auch wieder so ein richtig schreckliches Bild.

00:36:37: Enthebt das ja allem aller Realität und der Behandelbarkeit oder wirklich der Schwere von so einer Krankheit und nutzt es als Argument, um sich eben zu erheben.

00:36:49: Das ist halt nicht nur auf Ulrike Meinhof bezogen sondern wenn er das schreibt dann drückt er damit ja auch aus, dass eigentlich alle Leute die beispielsweise depressiv sind erst einmal in ihrer Meinung und in ihrem Handeln nicht für vollzunehmen sind.

00:37:06: Ihr absolut!

00:37:07: Und das ist das Absurdgefährliche daran, vor allem weil es sich eben erst mal so harmlos darstellt bzw.

00:37:13: es so klingt als wäre er an ihrem Wohl interessiert und das macht es ja so eklig.

00:37:20: Richtig!

00:37:20: Und genau diese Pathologisierung und dieser Verklärung von Krankheiten mit einem Verbundenen – ich bin ja nur an dem Wohl Interessiert oder zumindest dass es so klinkt – eben das gefährlich und auch das Problematische, was eben daran passiert.

00:37:35: Weil man damit wirklich sehr viel eigentlich rechtfertigen kann.

00:37:39: Was ja auch historisch so passiert worden ist dass man einfach Sachen verklärt und sich darüber rechtfertigt das eigene Handeln.

00:37:45: Und man ja eigentlich davon ausgehen könnte jetzt im Jahr zweitausendzechsundzwanzig mal darüber hinweggekommen zu sein oder in dem Fall zwei tausend zwanzig darüber hinweggekommen zu sein.

00:37:54: Und die Sätze wie diese zeigen eben Nicht der Fall ist.

00:37:59: Die Fragen drehen sich weiter um das Thema Bader-Meinhof, aber beziehen sich jetzt nicht mehr nur auf Ulrike Meinhof.

00:38:05: Es wird im Anschluss gefragt hat die Bader Meinhofs Story dir das Arbeiten anschließend erschwert weil man glaubte zu wissen wo du politisch stehst?

00:38:14: Und er antwortet und das ist jetzt vielleicht auch interessant, weil wir in der letzten Episode ja schon in Bezug auf Mario Adolf da der Frage nachgegangen sind wie schwierig politische Positionierung im Bereich der Schauspielerei sein kann.

00:38:24: Und letztens erfahren wir das, wie das ist im Journalismus?

00:38:28: Nein ich habe mich immer mit Themen beschäftigt und anhand des Wissens mir meine Sichtweisen erarbeitet.

00:38:33: eine Anekdote mit Otto Schiele fasst das sehr gut zusammen.

00:38:36: Ich habe ihn getroffen, da war er noch als Anwalt tätig und nicht Innenminister.

00:38:40: Er fragte mich anschließend wo stehen sie eigentlich politisch?

00:38:44: Ich habe geantwortet Herr Schiele nirgendwo.

00:38:46: Sie können meine Position zu den verschiedenen Themen anhand meiner Beiträge feststellen.

00:38:51: Und wo stehen Sie denn eigentlich?

00:38:52: Er sagte ich bin ein liberaler Kommunist aber so was gibt es ja gar nicht.

00:38:57: Auf dieser Ebene haben wir gearbeitet und gerade neulich hab ich Ihnen zu seinem neunzigsten Geburtstag besucht.

00:39:05: Wollen wir noch einmal über die Absurdität sprechen zuerst zu verneinen man hätte politische Positionen um dann anzugeben.

00:39:11: Man müsse einfach nur die eigenen Werke rezipieren, um die eigenen politischen position nachvollziehen zu können.

00:39:15: also das einzige ständige daran finde ich zu sagen Ich habe keine... Also ich habe differenzierte Positionen zu verschiedenen gesellschaftsbereichen was ja logisch ist.

00:39:25: ich kann ja in Wirtschaftspolitischen nicht die gleiche position haben wie kulturpolitisch Was so Sinn ergibt aber hat einfach diese Nicht-Aussage und dann auf das eigene Werk zu verweisen.

00:39:36: Ich gebe der Recht, ich wollte diesen Widerspruchsticker einführen.

00:39:40: Und ich hätte jetzt hier gebassert.

00:39:41: also

00:39:42: vor allen Dingen kann man sich ja trotzdem fragen was ist die Grundlage für deine politischen Ansichten?

00:39:47: Weil natürlich kann sich sowas über die Jahre auch ändern!

00:39:49: Man kann mit neuer Faktenlage konfrontiert werden.

00:39:53: Man kann sich persönlich entwickeln gerade als Anfang zwanzigjähriger und später so.

00:39:58: aber es muss ja ein... Common Ground für einen selber geben, auf den man aufbaut.

00:40:03: Und ich möchte da einmal den italienischen Politologen Bobbio in Erinnerung rufen der gesagt hat Für die grobe Anteilung zwischen links und rechts was das zu bedeuten hat?

00:40:14: Die politische linke verfolgt ein Programm Der Gleichheit ja und die politische rechte eines der ungleichheit.

00:40:22: also man versucht bei der politischen rechten die Ungleichheiten zwischen den menschen Zum einen zu betonen und hervorzuheben.

00:40:31: Und zum anderen zur Grundlage der Gesellschaft zu machen, wie diese geordnet ist.

00:40:37: Die politische Linke verfolgt das gegenteilige Ziel.

00:40:40: Das heißt es geht gar nicht darum dass man jetzt in einzelne Kleinstpositionen reinschaut, wie hat der Mensch sich dort halt muss ja auch um teils technische Details geht

00:40:49: usw.,

00:40:50: sondern es geht darum was ist dein Ziel?

00:40:55: von all deinen politischen Positionen,

00:40:57: die

00:40:57: du beziehst?

00:40:58: und dass er das nicht benennen möchte ist genau diese Form der Ideologie des unpolitischen.

00:41:07: Der du als politischer Journalist ja gar nichts sagen kannst.

00:41:09: Er hat für

00:41:10: einen Politmagazin

00:41:10: gearbeitet.

00:41:15: Das kommt auf eine Frage basierend auf seine Arbeit zur Badermainow-Story, wie das drinsteht.

00:41:21: Also dazu sagen ja ich habe keine Position und ich bin nicht politisch... ist ja weiß ich nicht.

00:41:28: Wenn mir KünstlerInnen sagen würden, ja ich bin kein Künstlerin so, wobei ich das dann aus einer Metaebene vielleicht auch witzig finden würde.

00:41:38: plus wie du schon gesagt hast man hat ja irgendwie immer eine Position und diese Position kann ja auch schon sein.

00:41:44: Welche Themen wähle ich denn überhaupt aus, um über sie zu schreiben?

00:41:48: Also schreibe ich über irgendwelche gesellschaftspolitischen Aufreger.

00:41:54: Um eben diese Ungleichheit zu betonen?

00:41:57: oder schreiber über Verständigungen und... Welchen Ton habe ich in meinen Texten?

00:42:04: Zumal er ja auch selber sich immer eher in der Rolle des Chefredakteurs und des Herausgebers gesehen hat.

00:42:09: Also auch immer, der jeweilige Entscheider war da nicht einfach nur gesagt hat was schreibe ich sondern vor allen Dingen was schreiben andere und damit auch immer diesen großen Überblick zu haben darüber welches Bild will allgemein die Zeitung erzeugen durch das was berichtet wird.

00:42:23: weil eine Zeitung oder ein Fernsehsender oder Social Media Kanäle können ja nicht Alle News und alle berichtenswerten Themen abbilden, auch rein erstmal aus einer technischen Sicht.

00:42:38: Und daraus und natürlich aus der Notwendigkeit eines Agenda Settings folgt dann das ich nur ein bestimmtes Fenster in die Welt öffnen kann.

00:42:51: Das ist ja genau diese Entscheidung, die Chefredaktionen und Herausgeber treffen.

00:42:57: Da kann man natürlich auch die Frage stellen... Wenn ich Chefredakteur, Chefredaktörin bin.

00:43:03: Wen stelle ich denn ein oder wer wen lasse ich für mich arbeiten?

00:43:07: Ich weiß ja über die Menschen dann über die Journalistinnen ja auch was in deren Themen.

00:43:12: und was interessiert sie?

00:43:13: wie schreiben Sie bald etwas?

00:43:14: also Ein rechtes Medium wird mutmaßlich keinen linken Journalisten an der linke Journalistin einstellen Der oder die sich da wahrscheinlich nicht bewerben wird.

00:43:23: Also das ist ja vor ... ein Prozess der Vorauswahl.

00:43:29: Das heißt es ist...

00:43:31: Ja, und in Bezug darauf, wiefern sich politische Einstellungen geändert haben, schreibt er darauf hin?

00:43:36: In welcher Anfolge hat er daraufhin?

00:43:37: Beziehungsweise

00:43:38: genau auf die Frage auch bezogen darauf hin, wo steht ja früher hat man nicht als links eingeordnet heute sind eine Position oft im konservativen Lager zu verorten.

00:43:48: Wie kam es zu dieser Verschiebung?

00:43:49: Er schreibt, die meisten Dinge sehe ich heute fast genauso wie vor Jahren.

00:43:54: Nur die Ansichten des Mainstreams von Medien und Politikern haben sich offenkundig verschoben!

00:44:14: Genau das bedeutet bewahren meine position bewahren nicht bewege.

00:44:20: Vor allen Dingen was ja interessant ist, dass eigentlich deutschland ja nicht progressiver geworden ist.

00:44:25: Also nicht im Kern progressiver gewollt ist also nicht in der Art und Weise wie die gesellschaft und viele wirtschaft geordnetes progressiver worden ist sondern es halt sehr viele kulturelle zugeständnisse gab Zugeständnisse,

00:44:40: die man sich erkämpfen musste.

00:44:41: Genau und einige Sachen, die ja tatsächliche Fortschritte sind, erkämpft wurden und wieder drohen rückgängig gemacht zu werden.

00:44:47: Man darf sich zum Beispiel gerne mal damit auseinandersetzen wie es im Bereich des Asylgesetzes aussieht.

00:44:54: Man kann sich gerne ansehen, wie es in dem Bereich des Selbstbestimmungsgesetzes ausseht und wie das wieder bedroht wird durch Diskussionen innerhalb der Bundesregierung und was da auch im Koalitionsvertrag festgelegt wurde Und inwiefern es da möglicherweise Parallelen zu Turf-Feminismus gibt.

00:45:11: Darauf will ich hier nicht so viel eingehen, weil er das nicht tut was er schreibt und worauf er sich bezieht und was man dann auch größer aufmachen kann ist Ich war kritisch zum Bau von Atomkraftwerken, weil die Endlagerung von Brennstäben problematisch ist Aber ich war für die Weiterentwicklung nicht für das abschalten laufender Reaktoren!

00:45:29: Ich war skeptisch dem Bau von Windrädern gegenüber Weil ich ihre tatsächliche Effektivität als eher gering einschätze.

00:45:37: der Realität, aber das ist im Luftreich der Träume wie schon Heinrich Heine.

00:45:42: Das Land der Deutschen bezeichnete unpassend geworden.

00:45:45: und was ich hier einmal erwähnen möchte und womit man sich auch gerne auseinandersetzen kann, ist... Und darüber sollte Stefan aus Leuten wenn er überhaupt Leutern aus unserer Generation geläuft ist vor allen Dingen darüber bekannt sein dass er einer der großen vehementen Stimmen in Deutschland von Anfang an gegen Fridays for Future war und einer derjenigen die auch eine sehr interessante kritische Haltung zum menschengemachten Klimawandel haben.

00:46:12: Also er ist jetzt kein kompletter Klimawandelläugner, sondern hat eine sehr unwissenschaftliche Interpretation dessen wie es zum Klimawandal kommt und wie stark die Auswirkungen des Klimawands tatsächlich sind und wie gefährlich.

00:46:30: Richtig!

00:46:30: Und jetzt zeige ich euch in diesem App steht auch in eine ganz andere Sache, die damit ja eigentlich was du gerade gesagt hast korreliert.

00:46:39: Also ich hoffe nicht dass das ein Verständnis ist sondern dass es wirklich absichtlich eingebaut wurde aber dieses vermittelte Verständes zwischen Fakten und Meinungen.

00:46:51: also ich war gegen... Ich war kritisch zum Bau von Atomkraftwerken weil die Entlegung vom Brennstehen problematisch ist.

00:46:59: Punkt!

00:46:59: Das kann man als Faktum erstmal akzeptieren.

00:47:02: Wir wissen, dass eigentlich kein Bundesland so wirklich die Dinge haben

00:47:05: will.

00:47:07: Logisch!

00:47:08: Warum?

00:47:08: Also vielleicht ist das doch gar nicht so eine sichere Technologie.

00:47:12: Er war dafür... also er war für die Waldentwicklung nicht fürs abschalten laufende Reaktoren.

00:47:16: Die sind ja auch erst mal weiter gelaufen.

00:47:18: Also die durften auch erst einmal weiterlaufen.

00:47:19: dann hat man gesagt schalte sie vielleicht ab.

00:47:21: Dann haben die gesagt vielleicht nicht und dann haben die Geld bekommen

00:47:25: wenn ich mich

00:47:25: richtig erinnere Und dann liefen die länger als hätten.

00:47:30: Die Aussage zur Entlagung von Brennstäben, das ist ja das eine.

00:47:36: Man darf auch prinzipiell weiter für Atomforschungen im Energiewesen sein und muss sich dann vielleicht einfach die Frage stellen, ist das ganz so sicher genug?

00:47:45: Produziert das Abfälle, die wir nicht lagern fallen oder können oder weil sie gefährlich sind?

00:47:51: Und dann was er dann weiter macht, ich fasse skeptisch den Bau von Windrädern gegenüber weil ich ihre tatsächliche Effektivität als eher gering einschätze.

00:48:01: Also das ist eine Meinung!

00:48:03: Es ist eine Meinung.

00:48:04: es gibt Studien dazu.

00:48:05: Es gibt Studien, es gibt Papiere dazu.

00:48:07: Das

00:48:08: kann man sich als Journalist anschauen,

00:48:09: das

00:48:09: kann man auch nicht.

00:48:12: Er tut vor allen Dingen so als hätte er da selber was untersucht.

00:48:16: also eine Einschätzung zu geben bedeutet ja eigentlich ich habe dasselbe untersucht und das ist meine einschätzung die beruht auf diesen beobachtungen Die ich gemacht habe.

00:48:26: aber das kann er ja nicht Und insofern schreibt er sich eine autorität zu.

00:48:32: Aber er ist ja eine journalistische Legende.

00:48:35: Nein, nein!

00:48:36: Er ist kein Journalist.

00:48:38: Aber ne, aber eine Legende des Journalismus.

00:48:40: Ehe du Chefredakteur vom Spiegel geworden bist, fragt Liefeld weiter, kamst du als Macher von Spiegeltv mit dem Haus in Berührung?

00:48:48: Er sagt richtig ich habe ein Konzept für die Sendung gehabt.

00:48:51: das hab' ich aus meiner Erfahrung bei Panorama abgeleitet.

00:48:53: Das großartige war wir waren die ersten beim Privatfernsehen die so ein Programm auf die Beine gestellt haben Und gleichzeitig waren wir keine Autorität, keiner Chefredaktion unterstellt.

00:49:03: Ich konnte machen was ich wollte!

00:49:05: Wirklich machen was ICH wollte und wir waren extrem erfolgreich.

00:49:09: daher hat mir auch weiterhin keiner reingeredet.

00:49:14: Über den Erfolg an der Stelle will ich jetzt gar nichts sagen eigentlich sondern eher naja wenn du keine Autorität unterstelt bist wie sage ich das?

00:49:27: Bist du vielleicht die Autorität?

00:49:29: Das wird in der nächsten Fragestellung sehr deutlich.

00:49:32: Da fragt sie, was hast Du anders gemacht als die anderen?

00:49:35: und er antwortet es gab eine Regel keine Experten Keine Politiker!

00:49:40: Man kann sich nämlich zu jedem Thema Experten suchen, Politiker genauso.

00:49:44: Anders war es natürlich wenn Politiker selbst Thema der Berichterstattung waren aber wir haben niemals eine Verabredung für ein Interview ausgemacht sondern wir haben sie auf der Straße abgefangen ihnen die Kamera vor die Nase gehalten und sie dabei befragt.

00:49:57: in den ersten Jahren habe ich drei Viertel der Beiträge selbst geschnitten und getextet.

00:50:02: Ich saß jedes Wochenende vor der Sendung bis Mitternacht oder weit drüber hinaus.

00:50:08: Also es ist natürlich erstmal eine interessante Idee, die Politiker in einem Fressen auf der Straße abzugreifen wenn sie da keine glatt gebügelten Pressetexte vorlegen können.

00:50:17: und das ist vor allen Dingen auch insofern gut als dass man nicht so ein freundschaftliches Verhältnis aufbaut was ja durchaus besteht.

00:50:23: man kennt sich ja sowohl in der politischen Sphäre als auch in der Medienbranche und diesen Eindruck den viele haben, dass gewisse ModeratorInnen bei Talkshows und bei Nachrichtensendungen einen sehr freundlichen, gar zu freundschaftlichen Umgang mit Politikerinnen haben.

00:50:43: Der folgt ja nicht nur aus einer Höflichkeit heraus sondern dass diese Leute sich tatsächlich teilweise über Jahre hinweg kennen vor und hinter der Kamera und das allein das schon eine kritisch journalistische Arbeit erschwert.

00:50:56: aber er zeigt sich hierbei auf jeden Fall dass die Sendung ein Problem hat.

00:51:01: Man nennt es Ego und politischen Aktivismus.

00:51:04: Denn was hinter dieser Aussage steht, keine Experten, keine Politiker?

00:51:08: Wer steht im Zentrum?

00:51:09: und wer beweist das noch damit indem er sagt ich habe unermüdlich daran gearbeitet, habe drei Viertel der Beiträge selbst geschnitten Ist nicht Spiegel TV, sondern es ist Stefan OstTV.

00:51:22: Er und seine Meinung stehen im Mittelpunkt und deswegen haben wir hier diese Grenze überschritten von Journalismus zu Aktivismus?

00:51:30: Ja also ich meine zu sagen Wir wollen keine Politikerinnen in der Sendung ist das eine dann kannst du die eben halt nicht auf deren Aussagen berufen Sondern halt also nicht auf sie nicht nachfragen sondern oder mit den Interviews finden sondern du bist darauf angewiesen Das zu nehmen was sie in Bundestags reden oder Landtagsreden von sich geben.

00:51:48: Aber sich von Expertinnen zu entfernen, das bedeutet doch in letzter Instanz auch... Also ich weiß nicht ob ich da jetzt polemisch bin und aber kein Experten.

00:51:58: wie er das schreibt heißt es nicht auch dass man selbst keine Expertise besitzt.

00:52:03: Nein, er meint vermutlich keine externen Expertise.

00:52:05: Naja das ist mir schon ja eben, aber trotzdem ist das hier so eine Sache.

00:52:10: dann musste davon ausgehen, dass alle Personen die bei und mit arbeiten selbst schon Experten in entsprechenden Bereichen sind oder du andere Themen halt nicht abdecken kannst.

00:52:22: Ja, weiterhin wird er gefragt Freizeit hast Du wenig bis gar nicht gehabt?

00:52:27: Nein null absolut Null und auch mein Team bei Spiegel TV hatte in den ersten Jahren praktisch keine freizeit.

00:52:33: wir waren mitten im Ausschwung.

00:52:34: ich hatte bestimmt dreihundert Leute eingestellt im Laufe der Zeit

00:52:37: übrigens wahnsinnig viele Frauen

00:52:40: weil unter denen die sich interessierten für ein Magazin zu arbeiten

00:52:43: Frauen die besseren waren.

00:52:46: Aber Armin, warum waren Frauen die Besseren?

00:52:49: Er schreibt später beim Spiegel habe ich mehr Männer eingestellt war unter den Befehlern wenn man Männer die bessere waren.

00:52:55: Grundsätzlich habe ich immer gesagt jeder beginnt mit vier Wochen Praktikum und dann sehen wir weiter.

00:53:00: selbstverständlich wurden sie gut bezahlt.

00:53:02: Allerdings habe ich niemals gesagt dass am Wochenende bei uns die Musik spielt.

00:53:06: Die Sendung lief am Sonntagabend.

00:53:08: wer am ersten Wochenende nicht bis Mitternacht geblieben ist oder darüber hinaus ist dann nicht lange geblieben, nicht wahr?

00:53:15: Kurze Frage.

00:53:15: Gab es da Gleitzeit oder was?

00:53:17: Also ich kann mir nicht vorstellen dass das Gleidzeit war, sondern ich gehe mal davon aus, dass das auf hessische Arbeitshälten vereinbart waren.

00:53:21: Ja und wie schon gesagt man muss sich ja fragen eher deutet er ja zum Glück nichts an.

00:53:27: also er macht jetzt keine Einschätzung warum in der Anfangszeit mehr Frauen qualifiziert waren und in seiner späteren Zeit beim Spiegel also bei der Zeitung selber Warum da Männer die besseren waren.

00:53:42: Aber es scheint hier tatsächlich so eine Abgrenzung zu sein, von wegen das er vielleicht tatsächlich meint dass für das Fernsehen Frauen die geeigneteren Journalistinnen wären und für die Zeitung also etwas was auch damals schon als seriöser galt wenn auch auf dem absteigenden Ast dass dort die Männer irgendwie besser geeignet sein.

00:54:03: Dann sehr im Buch stabiliert das hier nicht so aus, aber das ist ja der Eindruck, der entsteht wenn man so etwas auch unkommentiert einfach dastehen lässt.

00:54:10: Genau da hätte man ja mal kritisch nachfragen können.

00:54:13: Wo wo denkt wieder hin dann wäre es ja Journalismus?

00:54:17: Was man aber auch ableiten könnte aus naja da also er sagt ja nicht mehr dass da mehr Frauen waren, er sagt wahnsinnig viele.

00:54:23: ich unterstelle jetzt einfach mal dass das über fünfzig Prozent waren weil sonst würde sein

00:54:28: zweiter Satz wenig Senat geben.

00:54:29: Ja vielleicht war aber auch seine Einschätzung Prozent weibliche Bewerber.

00:54:33: Eben genau,

00:54:34: also sozusagen übrigens wahnsinnig viele Frauen ist ja immer noch eine sehr subjektive Aussage.

00:54:39: aber es zeigt der letzten Endes jetzt mal davon ausgegangen dass das bei beiden bei dem einen überwiegend Frauen waren beim anderen überwiegende Männer.

00:54:49: Es gibt mir immer ein schlechtes Gefühl wenn ein alter Mann sagt ich habe mehr Frauen eingestellt als Männer.

00:54:54: Ja es können natürlich auch einfach zu den Schlussverkunden kommen dass Frauen bzw.

00:55:00: flinterperson und Männer jeweils prozentual gleichkompetent sind.

00:55:07: Und man vielleicht einfach das eine Mal mehr Bewerbungen von Flinterpersonen hatte, oder das andere mal mehr Bewertung von Männern hatte die da wo man gesagt hat ja dass das passt jetzt.

00:55:17: Es kann ja auch ein Zufall sein.

00:55:18: diese Mustererkennung spielt ja auch darin was das Buch die ganze Zeit durchziehen möchte nämlich Männer und Frauen voneinander abzugrenzen Aber auch das Bild aufrecht zu erhalten, dass es nichts anderes gäbe als Männer und Frauen.

00:55:32: Weil was sich daran anschließt ist ja immer die Exkludierung dieses Flinter-Begriffs?

00:55:36: Genau ich fühle mich eigentlich auch die ganze Zeit unwohl wenn ich da hier Frauen vorlese.

00:55:42: Ich gehe mal davon aus... Also wie wird Zitino in Asselin erst einmal was er hier sagt.

00:55:53: Nee!

00:55:54: Hier ist man um Flinter ergänzen eigentlich oder...?

00:55:58: Wobei ich natürlich nicht weiß, wieso seine Einstellung gewesen wäre wenn da wirklich eine queere Person mal aufgetaucht wären.

00:56:03: ... oder ob sich deine queere Person bei ihm hätte auch outen dürfen.

00:56:06: Ja, ich glaube es ist eher das gewesen.

00:56:08: also dass wenn das noch im heteronormativen Spektrum stattgefunden hätte... ... beziehungsweise wenn die Person im zizheteronormativ spektrum also wenn sich die Person versteckt hätte dann wäre das unproblematisch gewesen.

00:56:21: Das ist das was ich jetzt unterstelle.

00:56:22: aber das bezieht sich ja nicht nur auf Stefan aus sondern das ist ja generell etwas was jahrzehntelang so existiert hat und auch immer noch vorherrscht.

00:56:29: Woher kommt die Veränderung in der Gesellschaft, fragt Frank Halifeld.

00:56:32: Das war viele die Freizeit wichtiger geworden ist als die Arbeit?

00:56:35: Ich weiß nicht ob das insgesamt ein gesellschaftlicher Wandel ist.

00:56:38: natürlich gibt es eine ganze Generation oder mehrere bei den entweder die Eltern wohlhabend sind und sie nicht unbedingt arbeiten müssen um über die Runden zu kommen Und dann leben viele auch von staatlichen Organisationen an der Stelle.

00:56:51: wir haben eine Content Note vorhin vergessen.

00:56:53: das tut mir leid.

00:56:53: ich muss eine Content note aussprechen für Rassismus bzw jetzt so ein bisschen unterschwelligen Rassismus.

00:56:59: Aber ich glaube es gibt nach wie vor noch Leute, die richtig Ärmel hoch krempeln und wirklich was bewegen.

00:57:05: Ich erkenne das manchmal in der Generation junger Migranten.

00:57:09: natürlich hatte ich mein Handy verloren.

00:57:16: Ich bin also in so ein Handyshop gegangen und da haben mir zwei junge Türken geholfen, die haben sich richtig ins Zeug gelegt.

00:57:23: sie haben sich um mich als Kunden gekümmert.

00:57:26: Da dachte ich, die wollen noch was erreichen, die Wollengeschäfte machen.

00:57:30: aber insgesamt ist die in den Arbeitsmarkt tretene Generation eine faule Generation.

00:57:35: Die ganze Mentalität dieses Landes besteht darin und andere Nichtigkeiten anzupassen.

00:57:43: Was ich hier schon mal erwähnen möchte bezüglich des Rassismus, die Fleißigkeit von migrantisierten Personen wird hier hervorgehoben weil der weiße Deutsche sich auf diese Weise endlich wieder wie jemand in einer Machtposition fühlen kann.

00:58:01: Damian!

00:58:01: Ich habe konstant schnappatmung.

00:58:03: hast du das gesehen?

00:58:04: Ja

00:58:06: also ich weiß es ist nichts.

00:58:13: Es ist ein sehr schlimmes Interview vor allen Dingen, weil einem das ja als Normalität verkauft werden soll.

00:58:18: Wir erleben es auch in späteren Interviews noch wenn es um die Frage nach bestimmten Bezeichnungen geht und so weiter.

00:58:26: und auch das hier wird einfach so gesagt als wäre es nichts Und das wird von vielen der Leute, die es dann ja auch kaufen als Normalität wahrgenommen.

00:58:33: dass man genau so über migrantisierte Personen sprechen darf.

00:58:37: Das ist nur um deren Leistungsfähigkeit.

00:58:40: da geht darüber was sie für die Gesellschaft einbringen.

00:58:44: weil das ist ja der Unterschied bei der bei der jungen Generation Die weiß ist die man als deutsch wahrnimmt Bei der kann man die ganze zeit rumjammern, dass sie ja so faul ist und so weiter aber mehr auch nicht tun.

00:59:01: Bei Migrantinnen verschiebt sich dieser Diskurs ja immer dahin das man sagt es gibt dir die guten und die schlechten.

00:59:08: Die schlechten da müssen wir dann darüber nachdenken Sie zuerst im Land selber zu tragen salieren und wenn dann weiter nichts mehr hilft dann müssen sie abgeschoben werden.

00:59:17: beziehungsweise also Abschiebung an sich ist ja schon ein Euphemismus Und das wird ja dann noch mehr euphämisiert, indem von Ausreise gesprochen wird.

00:59:30: Oder Ausweisung?

00:59:33: Das klingt so als hätte man mal kurz den Klassenraum verlassen müssen oder so.

00:59:38: Ja natürlich klicken runterdrücken und gehen.

00:59:42: Genau und bitte macht das nicht.

00:59:45: aber ich

00:59:48: würde diesen Absatz jetzt bitte einfach einmal nochmal durchgehen wollen.

00:59:52: Ja, gerne.

00:59:53: Also erstens dieses... Allein die Frage!

00:59:59: Woher kommt die Veränderung in der Gesellschaft das für viele die Freizeit wichtiger geworden ist als die Arbeit?

01:00:06: Vielleicht weil man es sich mal leisten kann nicht achtzig Stunden die Woche zu arbeiten?

01:00:10: und also da inkludiert alles sowohl vierzig Stunden Lohnarbeit und dann was da alles noch drum herumkommt Kehrarbeit, was ja genauso Arbeit ist.

01:00:21: Also das wird ja gesellschaftlich auch immer so ein bisschen runtergespielt als ob das keine Arbeit sei aber

01:00:27: in den nicht nur ein bisschen und das wird sehr stark.

01:00:30: Es ist die falsche Frage.

01:00:32: Sie schreiben ja so als wäre es einfach nur eine Wahrnehmung also dass wir viele freizeitfähig geworden sind als die Arbeit.

01:00:41: Und dann?

01:00:41: Es ist ja aber eher so, dass man sagen kann Leute Freizeit früher auch wichtiger fanden, aber durch vorherrschende Ideologien sich einen reden konnten das ja alles richtig so ist wie es ist.

01:00:54: Ich glaube nicht dass sich heutige Generationen besser die freizeit leisten können als das früher war weil wie Frank Lefelt und Nina Brockhaus argumentieren man kann sicher gut gehen lassen im Staat Deutschland der da wieder Weihnachtsmann ergeht sondern es ist eher so dass leute feststellen die Lüge davon, dass du einfach nur mehr arbeiten musst um dein glücklicheres Leben zu haben weil du dir dann mehr leisten kannst und vielleicht auch mehr Freizeit als das nicht aufgeht.

01:01:19: Und sie deswegen nach Möglichkeiten suchen schon mehr Freizelt auch so haben zu können.

01:01:26: Ich wollte das nicht generalisieren ausdrücken sondern eben schon bezogen auf was Stefan Ausgleich sagt Natürlich gibt es eine ganze Generation oder mehrere, bei denen entweder die Eltern wohlhaben sind und die nicht unbedingt arbeiten müssen.

01:01:39: Also es ist ja schon so ein Ding wie wenn ich wohlhabend bin dann reise ich mir den Arsch nicht mehr so auf weil ich das vielleicht nicht mehr muss, weil ich halt... ...das Maß an Arbeit machen kann dass mich halt eben vielleicht erfüllt.

01:01:53: Natürlich ist es so, dass das nicht alle betrifft und auch eine äußerst privilegierte Position.

01:01:56: Ja ja, man kann sich hier fragen wie groß der Anteil dieser Menschen in Deutschland wirklich ist?

01:02:00: Genau!

01:02:01: Und wie viele davon Privatiers sind, die vielleicht sehr viele Millionen oder Milliarden geerbt haben und die man vielleicht doch mal ganz nett besteuern könnte im Hashtag Text The Rich.

01:02:11: Oder mehr als das Hashtags The Rich...

01:02:13: ...und dann aber halt auch weitergefasst eben genau das was du denn ansprichst, dass er diesen Rassismus?

01:02:19: Na ja, es ist ein sehr unterschwelligen Rassismus.

01:02:23: Das kommt auch darauf an!

01:02:24: Also wir als linke Menschen würden sofort sagen das ist offensichtlicher Rassismus.

01:02:29: Solche Menschen wenn du sie darauf ansprichst würden vielleicht zugestehen?

01:02:32: Ja... leichter Alltagsrassismus.

01:02:36: also sie würden das ja immer runter relativieren.

01:02:39: Aber man muss ja klar sagen, dass basiert.

01:02:41: es ist ja nicht nur diese eine außerhalb sondern das basiert auf einem tief verwurzelten Denken.

01:02:46: Auf einen tieferwurzelndenken.

01:02:47: das eben hat auch an das ganze Kolonialsystem anknüpfen.

01:02:51: wer arbeitet für wen weg welche Jobs wer wird die bezahlt und wer wird wie wahrgenommen?

01:02:55: also alleine die tatsache dass er die beiden Jungen dass er den jungen türkischen Mitarbeiter in diesem Handyshop im Weil sie ihm helfen und freundlich sind was.

01:03:05: Im Grunde, das ist was du in einer Serviceposition tun musst.

01:03:09: Ob du das willst oder nicht?

01:03:11: Dazu bist du ja gezwungen.

01:03:12: eigentlich dass er das so überstilisiert als die wollen noch etwas erreichen.

01:03:16: Ja genau und er den eben hier weiter argumentiert eben aussichts der Rolle heraus.

01:03:21: aber insgesamt ist ihnen Arbeitsmarkt treten Generation eine faule Generation.

01:03:25: Das heißt schon eingeordnet Die ganze Mentalität dieses Landes besteht darin die Work-Live Balance und andere Nichtigkeiten anzupassen während anderen Interview Partner in diesem Buch die Work-Live-Balance als eine Live-Work Balance vielleicht einfach sprachlich umdrehen und sich darüber lustig machen oder irgendwie sagen wir mal anders damit umgehen, ist er glaube ich sehr offensichtlich damit dass erst als Nichtigkeit empfindet.

01:03:52: Also das er einfach nur davon ausgeht ja bitte arbeiten, arbeiten, Arbeiten, Hassel, Hassel, Hasseln!

01:03:58: Und das wird dann weiter aufgegriffen?

01:04:00: Weil sie vertieft das natürlich.

01:04:02: Sie freut sich darüber, dass er das ähnlich sieht und dass ihr narrativ unterstützen kann.

01:04:06: Richtig!

01:04:06: Und die fragt jetzt eine faule Generation?

01:04:09: Was sind die Ursachen für diese

01:04:11: Faulheit?!

01:04:12: Die Grundhaltung ist doch inzwischen die Work-Life Balance.

01:04:14: Viele leben vom Staat und verlangen von der Gesellschaft, dass sie von der Geburt bis zum Tod die Verantwortung für ihr eigenes Leben abgenommen bekommen.

01:04:23: Das liegt wahrscheinlich daran, dass es für viele so bequem geworden ist aber eben nicht für alle.

01:04:28: Wer arbeitet ist auf der Dumme.

01:04:30: Sich anzustrengen, ist ja reaktionär und insgesamt funktioniert in diesem Land vieles nicht mehr so wie es funktionieren

01:04:37: sollte.".

01:04:38: Da wird er auch wieder so herrlich unkonkret.

01:04:40: das habe ich glaube ich auch schon bei... Hat jetzt mal Mario Arroff angemerkt oder ist das...?

01:04:44: Nein, nein, das war schon bei den ersten Kapitel mit der Lage der Nation wo sich auch ein Jan Fleischauer entsprechend zu einem konkret

01:04:50: geäußert hat.

01:04:50: Ah!

01:04:50: Fleischauer, genau, genau.

01:04:53: Was ich eigentlich auch wieder durchzieht an anderen Stellen wird dass er wieder auftauchen.

01:04:56: Was is denn?

01:04:57: Was funktioniert denn nicht so?

01:04:58: Also was genau sind denn die Punkte, bring sie bitte ein.

01:05:01: Ich weiß es gibt nochmal Nachfragen aber auch dieses viele Leben vom Staat und Verlangen von der Gesellschaft verantwortlich abgenommen bekommen.

01:05:10: Weiß er wie viele Bürgergeld-Empfängerin bzw.

01:05:14: Grundsicherungsempfängerinnen in Deutschland gibt?

01:05:17: also das klingt so als würden wir hier von einem riesigen Phänomen sprechen.

01:05:21: ja auch darin wird immer wieder betont zumindest in progressiveren Kreisen Diese Zahl an Bürgergeldempfängerinnen oder jetzt eben GrundsicherungsempfängerInnen beinhaltet ja auch SchülerInnen bzw.

01:05:36: generell Kinder und Jugendliche, die das eben auch beziehen können.

01:05:42: Beziehungsweise innerhalb des Haushaltes von Bürgergeld-EmpfängernInnen?

01:05:47: Bzw.

01:05:47: Wahrscheinlich dann Darfsgemeinschaft,

01:05:49: wie ich es

01:05:50: am dann nennt ein schreckliches Konzept.

01:05:53: Das finde ich ehrlich gesagt aber.

01:05:55: Genau und toll ist, aber dieser einen Satz den ich mir auch ganz dick unterschlichen habe nämlich wer arbeitet ist oft der Dumme.

01:06:02: wenn wir den herausgreifen müssten wir eigentlich sagen genosse aus weil das stimmt.

01:06:06: ja innerhalb des Kapitalismus ist der arbeitende Proletarier insofern der Dome vor, weil er von dem Produkt seine Arbeit entfremdet wird.

01:06:20: Weil es eben vom Kapitalisten dazu genutzt wird um sein eigenes Kapital zu mehren.

01:06:25: Er denige ist er über die Produktionsmittel verfügt.

01:06:27: das heißt der Proletariat kann nicht darüber bestimmen Was er produziert, wie viel er davon produziert und für was das eingesetzt wird.

01:06:41: Und was am Ende bei ihm bleibt?

01:06:44: Verfolgen wir das Thema einmal weiter!

01:06:46: Wenn ihr von der Faulheit der Generationen spricht, wird er dann auf ein Zitat vom FDP-Politiker... Er lebt ja nicht mehr von dem FDP-politiker Gidu Westerwelle angesprochen.

01:06:56: Man könnte meinen, du ziehtst auf den Vergleich der spätrömischen Dikadenz die Giduwesterwelles einmal formulierte.

01:07:03: Das ist mir etwas zu pathetisch.

01:07:05: Dem Untergang ist niemand geweiht, das ist selbst gemacht!

01:07:08: Man muss sich ja nur unsere Energiepolitik ansehen um zu erkennen wie irrational die Politik agiert und wie viele Wähler und Wählerinnen ihnen dafür noch ihre Stimme geben.

01:07:17: aber die übrige Welt schläft nicht.

01:07:20: Da kann es uns sehr wohl passieren dass die Zeit des Überflusses irgendwann zu Ende geht.

01:07:25: wir reden permanent übers Klima statt über China.

01:07:29: Also es kann natürlich passieren, dass wenn wir bei konservativen politischen Entscheidungen bleiben das der Rest der Welt an uns vorbeizieht.

01:07:38: Etwa China die auch mehr in erneuerbare Energien investieren!

01:07:43: Wir müssen überhaupt dieses Denken verlassen, das der Rest der Welt an uns vorbeizieht.

01:07:47: Weil das ja – und das hatten wir auch schon am Anfang des Buches festgestellt – darum geht dieses nationalistische Wir-Aufrecht zu erhalten!

01:07:54: Wir sollen uns mit dem Staat und seinen Fortschritten identifizieren, anstatt mit anderen Interessen die darüber hinausgehen.

01:08:02: Und gerade deswegen ist das Thema Klimapolitik und Klimakrise Beziehungsweise Klimakatastrophe ja so ein schwieriges Feld für solche Leute wie Stefan aus, weil man damit tatsächlich einmal einen Feld hat wo man sagen kann es kann nur effektiv agiert werden wenn nationale Interessen ignoriert werden.

01:08:31: Wenn man es schafft eine geopolitische Ordnung zu schaffen, die nicht mehr darauf ausgelegt ist dass die Länder in Konkurrenz zueinander stehen.

01:08:43: Weswegen es ja dann auch immer die Forderung gibt das Klimaschutz und Klimagerechtigkeit bedeuten muss von entsprechend linker seite aus was eben darauf bezogen ist dass es nicht nur einen großen retter geben kann weder technologischen noch im nationalen sinne sondern dass es darum gehen muss ein nationalistische denken zu verlassen damit tatsächlich die menschheit und die erde bewahrt werden können vor dem was uns durch die klimakatastrophe entgegenschlägt.

01:09:22: ich versuche ein schritt weitergehen.

01:09:25: nicht nur wir müssen also a. Wir müssen in konkurrenzgedanken mit anderen ländern verlassen und b. Wir müssten vor allem abhängig keits auch kolonial gewachsenen abhängigkeit verhältnisse zu anderen Ländern beenden.

01:09:38: also stichwort corona pandemie.

01:09:43: Also gerade der Corona Pandemie hat das ja noch mal deutlicher gezeigt als das Klima.

01:09:50: Gerade die Corona-Pandemie hat noch einmal deutlicher gezeigt, als die Klimakatastrophe, dass wir nur globale Krisen und Katastrophen lösen können wenn wir da eben auch zusammenarbeiten.

01:10:01: Was

01:10:01: ja nicht passiert ist?

01:10:02: Ja genau!

01:10:03: Der erste Ansatz von Wir schotten uns alle ab und dann passt das schon und dann stecken wir sich an, wenn sich unser Nachbarland angesteckt hat hat ja nicht funktioniert.

01:10:11: Und wir versuchen auch keine Patente freizugeben für Impfstoffe?

01:10:15: Genau,

01:10:16: genau darauf völlig hinaus.

01:10:17: einfach zu sagen Wir hätten global hätten wir die Impfstoffproduktion hochfahren können.

01:10:23: Wir hätten Global dafür sorgen können dass möglichst viele Menschen eine Immunität diese Herdenimmunität gefordert worden war erreichen.

01:10:33: und dann wie hätte diese Pandemie auch sehr viel schneller beendet werden können und würde vor allem dazu führen, dass das dann halt immer noch diese Nachläufer gab und immer wieder eine neue Variante gut.

01:10:44: Eine gewöhnliche Wirenentwicklung aber das hätte uns vielleicht schon gesellschaftlich vieles erspart.

01:10:50: Ja, aber nein wir sprechen lieber über geistiges Eigentum und Profite von Großkonzernen.

01:10:54: Fahren wir fort.

01:10:55: da du die Corona-Pandemie schon mal angesprochen hattest können wir hier zwei Fragen die auch nur kurz beantwortet werden hinter einander durchgehen weil sie zeigen wie absurd eigentlich das Denken von Stefan aus ist.

01:11:08: Franklin Feld fragt, angenommen man könnte Deutschland ein Rezept ausstellen mit einer Medizin zur Heilung.

01:11:13: Was müsste man verschreiben?

01:11:15: Zurück zur Realität!

01:11:16: Zurück zu der Realität müsste auf dem Rezept stehen.

01:11:19: Dabei lieben die Deutschen anscheinend Regeln und verfügen in ihrer DNA über einen gewissen Maß an Staatshörigkeit.

01:11:25: Die Corona-Pandemie hat das noch einmal sehr deutlich gezeigt.

01:11:29: Ich halte es für denkbar dass die Deutschen besonders bekloppt sind

01:11:33: Und da muss ich beiden an dieser Stelle einfach mal freundlich zustimmen.

01:11:36: Ja, die Deutschen haben ein gewisses mal so eine Staatshörigkeit.

01:11:39: Ich habe mir ganz groß Preußen daneben geschrieben und ja diese fast schon zum Teil indoktrinierte Staatshörtigkeit ohne mich jetzt hier vom Staat entfernen zu wollen an der Stelle.

01:11:57: ist ja bekloppt.

01:11:58: Ja, ich würde es natürlich nicht an die DNA kommen und ich weiß das... Ich auch

01:12:02: nicht!

01:12:03: Das ist von ihr natürlich jetzt ein stilistisches Mittel.

01:12:06: Und vor allem auch rassistisch?

01:12:09: Was man aber festhalten muss – und das hast du ja schon gesagt – diese preußische Traditionen….

01:12:12: Man sieht es beim Hauptmann von Köpenig beispielsweise wie stark der Hang zur Hörigkeit, zur Uniform ist.

01:12:19: wenn jemand eine Uniform trägt und die gewissen Mannerismen Und verhaltensweisen die damit ein hergehen, die etwas offiziell erscheinen lassen.

01:12:29: Das ist dann gar keine Notwendigkeit mehr gibt zum kritischen Denken sondern man es einfach macht und Es muss ja nicht mal mit einer uniform zusammenheben und das kann jeder ausprobieren der einmal in den sozialen netzwerken Zum beispiel eine aussage getroffen hat von wegen oh Ist es vielleicht okay wenn arme menschen beispielsweise Lebensmittel oder Medikamente klauen, denn dann kommt sofort eine Kolonne an Leuten.

01:12:58: Ich möchte ungern Boomer sagen weil es sind auch Jüngere dabei

01:13:02: Aber auch da können wir natürlich sagen so wie alte weiße Männer also mit scharfem Ess und nicht mit einfachem Ess Eine Analyse ist die jetzt nicht an irgendwelche tatsächlich die Altersstufen gebunden ist.

01:13:15: Ist das natürlich auch mittlerweile im Boomer Begriff so, also ja wir können glaube ich Boomer sagen?

01:13:19: Ja und da kommt der Kolonne an Leuten, die dir sagen muss wie schlimm Stehlen ist einfach nur aus so einer... Ja, also einer dogmatischen Überzeugung heraus die natürlich staatstragend ist und das ist das Tolle daran.

01:13:32: Es braucht gar keine große Polizei kein großen Staatsapparat wenn alle schon davon überzeugt sind dass es einfach so sein muss.

01:13:39: Er ist ja auf jeden Fall der Meinung dass man die Dinge Zitat anfangen einfach viel mehr laufen lassen müsste statt überall regulierend einzugreifen Zitatende Also er eigentlich einen solchen Nachtwichterstatt quasi begrüßen würde und dass er Deutschland als überreguliert ansieht.

01:13:58: Man könnte sich ja fragen, ob es gar nicht an der Vielzahl der Regularien sondern an der Art und Hintergründen der Regularie liegt.

01:14:06: aber das würde jetzt so weit gehen.

01:14:08: Er wird dann gefragt, ob er sich heute noch trauen würde seinen Standpunkt offen und ehrlich zu sagen.

01:14:14: Nein ich schreibe oder sage die Sachen die ich meine aber ich bin gleichzeitig vorsichtig!

01:14:20: Und das ist nicht erst seit gestern so... Ich bin in den letzten Jahren häufig nicht in Talkshows gegangen die ich eingeladen war.

01:14:26: es gibt Themen bei denen bleibe ich lieber der Schreibende Journalist

01:14:31: weil man dem beschreibenden Journalisten im eigenen Text nicht widersprechen kann, sondern da braucht es dann eine Antwort darauf.

01:14:38: Na, nicht nur das!

01:14:39: Es lesen ja viel weniger Leute noch Zeitungen.

01:14:42: Das heißt du hast sehr viel weniger medialen Bass wenn du nur einen Text eröffnet liest.

01:14:47: und vor allen Dingen werden Artikel kaum in Social Media weiterverarbeitet, weil auch da ja kaum jemand liest.

01:14:55: Fernsehbeiträge sind ja viel einfacher, dann in Kurzform auf Social Media hochzuladen.

01:14:59: Dann können Leute kritisiert werden oder auch gelobt werden.

01:15:04: und dieses Eingeständnis an sich eigentlich nicht einfach nur vorsichtiger zu sein sondern auch sämtliche kritische Auseinandersetzungen zu scheuen mit der eigenen Autorität die vorher immer aufgebaut wurde Offenbart noch mal einiges über sein Ego.

01:15:20: Was auch viel über seinen Ego offenbart ist seine Selbstbeschreibung.

01:15:25: am Ende der nächsten Antwort auf die Frage, haben sich die Medien von der Lebenswirklichkeit der Menschen entfernt oder sind es die Leute, die unbequeme Ansichten nicht hören möchten?

01:15:33: Da sagt er nämlich folgendes Name an

01:15:36: Wenn ich auf einem Reitonee mit Leuten sitze und wir reden hier über das eine oder andere Thema habe Ich den Eindruck Es sind mehr leute meiner Meinung als anderer Auffassung.

01:15:44: Ich habe schon früher gesagt Ich bin überdurchschnittlich, durchschnittig.

01:15:48: Viele Journalisten heutzutage sind Aktivisten, linksgrüne Aktivistinnen und das ist ein

01:15:55: Problem.".

01:15:56: Jetzt kann man sich natürlich die Frage des sogenannten Habitus stellen.

01:16:00: Welche Leute sind auf Reit-Tunieren mit welchen Ansichten?

01:16:05: Wenn ich mich

01:16:06: in... Mit welchem Privatvermögen?

01:16:08: auch?

01:16:09: wenn ich mich jetzt Wenn ich mich jetzt mit einer Meinung in ein philosophisches Seminar an meiner Universität setzen würde, wären da tendenziell viel mehr Menschen meiner Meinung als wenn ich das Ganze jetzt auf einem Reitturnier tun würde.

01:16:29: Also kann man sich da auch die Freistände...

01:16:33: Es ist die Lüge der Mitte!

01:16:35: Er sagt, er hat ja schon erwähnt er es eigentlich nur so in den Journalismus quasi reingestolpert.

01:16:42: und was er über sich selber gesagt hat, er hat keine klar einortenbare politische Position.

01:16:49: Die hatte natürlich aber er sagt das so!

01:16:50: Und dass ist diese Lüge- und Ideologie der politischen Mitte, in der er sich gleich machen möchte mit den Leuten die das lesen... ...und was natürlich dann dafür sorgt, dass seine Meinung sich umso besser weiter verbreiten kann.

01:17:10: Und jetzt mal ausgehend von vielen Journalisten heutzutage sind Aktivistinnen, linksgrün-Aktivisten und das ist ein Problem kommt die weitere Frage nicht etwa dazu sondern also haben sich die Medien von der Bevölkerung entfernt?

01:17:25: gewissermaßen ja.

01:17:26: Ein anderes Problem ist die AfD.

01:17:28: Es ist ein Problem, dass es diese Partei gibt, denn dadurch lassen sich bestimmte Positionen sofort diskreditieren – ich sage immer, AfD ist das Kürze für Aktionsgemeinschaft und Diskriminierung unliebsamer Positionen!

01:17:41: Ich habe für dieses Szenario einen dumm Spruch.

01:17:43: Wenn Alexander Gauland sagt des Regne, dann scheint deswegen noch lange nicht die Sonne.

01:17:52: und was nicht.

01:17:53: Wir können diese Aussage jetzt auch einmal zwei teilen, erst einmal haben sich die Medien von der Bevölkerung entfernt.

01:17:59: er sagt gewissermaßen ja ich würde sagen die Medien sind heutzutage von der Bevölkerung noch gleich entfernt wie keine Ahnung in den fünftigeren und sechziger Jahren aber sie sind a- zersplitterter es gibt viel mehr Spaten Es gibt vielmehr Nischen Und dadurch fehlt dieses eine Zentralnarrativ quasi das alle irgendwie miteinander verbindet.

01:18:21: Es wird also viel mehr so wahrgenommen, dass die Medien sich von der Bevölkerung entfernt haben.

01:18:27: Auch wenn sie es tatsächlich nicht haben und viele Journalistinnen immer noch eine andere Lebensrealität haben als die meisten Menschen in dem Land.

01:18:36: Damian ich möchte... Ich hoffe das du meine Anmerkung gleich verstehst.

01:18:41: Natürlich!

01:18:42: Ich möchte auf den zweiten Teil dieser Aussage und auf eine mögliche Antwort mit Er folgen da Frage-Staaten.

01:18:49: Damian, sind wir Journalisten?

01:18:52: Nun... Man kann uns gewissermaßen in den Meinungsjournalismus einordnen.

01:18:59: Weißt du worauf ich anspiele?

01:19:00: Es ist nichts aus diesem Buch!

01:19:02: Ach so, nichts aus dem Buch?

01:19:02: Nee, das weiß ich nicht.

01:19:03: Es ist ja

01:19:04: jetzt vor wenigen Tagen, ich glaube letzte Woche, sehr die ungeskriptet Folge mit Björn Höcker online gegangen, die eben Ben einleitet mit ja also viele bezeichnen mich als Journalist und ich sage mich einfach nur her und redet mit Menschen.

01:19:26: Und ich nehme das auf sonst würde keiner vorbeikommen.

01:19:28: Oh mein Gott, wer hat das argumentärlich gesagt?

01:19:33: Um dann zu sagen Ich bin kein Journalist oder kein kein Medienmacher oder ich würde da nichts beitragen.

01:19:39: und ich weiß ich glaube du hattest gar nicht geschaut.

01:19:42: nein ich habe mir diesen brecher nicht angetan.

01:19:45: es ist ja auch einfach elendig lang, das muss man ja auch.

01:19:49: Ich kenne Ausschnitte natürlich die aus Social Media irgendwie geteilt wurden sind...

01:19:53: ich bin dran ein Text zu schreiben.

01:19:56: das heißt ich empfehle ehrlich gesagt auch nicht das zu schauen.

01:19:59: es bringt nicht viel.

01:20:01: und worauf ich mich eigentlich anspielen möchte ist nämlich die Tatsache dass da nämlich genau in Diskussion wie ich mit Leuten darüber hatte auch wieder der Punkt kommt von was nämlich hier auch gesagt wird Wenn Alexander Gauland sagt, es regnet dann scheint deswegen noch lange nicht die Sonne.

01:20:16: Ich lasse mir von denen nicht diktieren was ich zu sagen habe was ich sagen darf und fast nicht.

01:20:20: das ist ja auch nicht der Fall und Es wird ja immer so dargestellt als ob man Aussagen prinzipiell verneinen oder hier Zitat Stefan aus diskreditieren würde die eben von der afd kommen.

01:20:35: dabei wird Ja aber komplett vergessen dass in eben diesem Gesprächspunkt Aussagen wie, keine Ahnung wir müssen meine neue Kita bauen oder wir müssen vielleicht Kita Plätze Kostnus machen.

01:20:49: Die ja durchaus auch mal von der AfD kommen diese Aussagen dass die immer gewertet werden als ob das jetzt deren Programm ist und irgendwie der Kompleterist nicht eine Rolle spielt und vor allem Wie man ja auch sieht wenn man eben in die Sonneberg Sonneberg, der Landrat jetzt schon seit geraumer Zeit eben von der AfD ist.

01:21:12: Der ihm auch das versprochen hat die Kitaplätze sind teurer geworden.

01:21:16: also

01:21:17: Ja man muss sich ja nicht nur auf diese Ebene begehen ist man kann ein Stück zurück gehen und sich fragen was ist das überhaupt wenn es also wenn Gauland sagt es regnet dass als es impliziert dass die AfD einfach Fakten benennen würde und wir dürfen nicht die gleichen Fakte nennen, weil das ist ja wenn ich sage es regnet lustigerweise.

01:21:39: Wenn wir diese Aufnahme machen, regnet es tatsächlich dann ist das ein Fakt.

01:21:43: den kann man dann auch selber nachprüfen.

01:21:46: Man kann ans Fenster oder an die Tür treten mal die Hand ausstrecken und dann wird man sehen oh es regnen so.

01:21:51: Aber es geht ja nicht um die Benennung von Fakten.

01:21:54: Wenn ich jetzt so etwas sagen würde, wie wir brauchen weniger Migration oder wir brauchen Remigration dann ist das keine Benennungen eines Fakts sondern ist das eine Meinung und eine politische Forderung.

01:22:06: Und die muss ich nicht teilen, ganz im Gegenteil.

01:22:12: Wenn ich die teile dann sagt das sehr viel darüber aus was ich über die Welt denke und wie ich mich selber darin einordne.

01:22:21: Das bezieht sich ja auch viele andere Forderungen der AfD jetzt nicht nur um so kleine in Anführungszeichen praktische Sachen aus der Realpolitik wie das mit den Kita-Plätzen sondern es geht immer wieder um das große Ganze.

01:22:35: sich das bezieht.

01:22:36: Denn es geht ja immer um Rassismus und Sexismus und Ableismus bei allen Forderungen der AfD, weil immer wieder – da können wir nochmal auf dieses Zitat zurückgehen von wegen der Ungleichheit – die Unterschiede zwischen den Menschen hervorzuheben und Menschen auszumachen, die über andere herrschen sollen auch wenn man jetzt nicht gerade Bernd Höcke dazu befragt.

01:23:08: Auch wenn es dann nicht gerade immer so offensiv formuliert wird, also es gibt ja durchaus den Flügel der AfD, der versucht eher wie die CDU aufzutreten von der Rhetorik hier und dadurch fällt einem das vielleicht gleich nicht so auf.

01:23:22: und das ist auch das Tolle daran dass alle im bürgerlichen Spektrum erst einmal gegen die AfD sein können aber eigentlich die ähnliche Politik weiter durchziehen können und auch rechtfertigen können, weil es ist ja Demokratie.

01:23:36: Die lebt von Kompromissen

01:23:37: usw.,

01:23:39: weil es von anderen Parteien gemacht wird?

01:23:41: Genau!

01:23:43: Da vielleicht auch nochmal den Appell an dieser Stelle eben zu setzen.

01:23:45: Schaut euch die... die Politik Inhalte an die gemacht werden, unabhängig von der Partei.

01:23:52: Und auch unabhängt vom Wahlprogramm?

01:23:54: Auf jeden

01:23:54: Fall!

01:23:55: Was da manchmal drinsteht, das sind ja nette Worte und Utopien, sondern gleich nicht gewählt werden... Aber es ist nichts Verbindliches.

01:24:05: Ich sage das jetzt mal ein bisschen polemisch, das ist einfach ein Ideenpapier.

01:24:07: Das würde man zusammengeschustert damit das gut klingt.

01:24:10: Ich gehe mal davon aus.

01:24:11: Und

01:24:11: das klingt meistens nicht mal gut, also ich bin ja bei der letzten Bundestagswahl wirklich alle Programme selber durchgegangen.

01:24:18: Oder bist du einer der wenigen wahrscheinlich?

01:24:20: Also außerhalb des journalistischen...

01:24:21: Also natürlich von allen relevanten Parteien denen irgendwie... Möglichkeiten zugesprochen wurden, Chancen zugesporen wurden in den Bundestag zu kommen.

01:24:32: Und von Volt habe ich mir auch das Programm durchgelesen.

01:24:35: Den wurde die Chance zugesprungen?

01:24:36: Die

01:24:36: wurde nicht die Chance zugesprochen.

01:24:37: deswegen sage ich ja und...

01:24:39: War das Interesse?

01:24:40: Ja das war Interesse!

01:24:41: Ich wollte sehen was sie halt sind weil ich fand naja ich hab immer so mitbekommen ah das sind die Grünen für Leute die noch ein bisschen reicher

01:24:49: sind.

01:24:50: Hey ich dachte dass ist die FDP für die die nicht ganz so recht sind.

01:24:56: Das trifft sich an der Mitte.

01:24:57: ne

01:24:57: Mein Wort wird es eigentlich, du wolltest.

01:25:00: Achso!

01:25:00: Wollte?

01:25:01: Ja okay.

01:25:01: Ich habe das gelesen und es ist ja wirklich teilweise also argumentativ und stilistisch gruselig was in Parteiprogrammen steht so als würden die Leute hier schreiben davon ausgehen dass die Leute eh nicht über Seite eins hinaus kommen sondern wirklich nur vielleicht diese Einleitung lesen und nicht das was danach kommt

01:25:23: Oder gar nicht lesen.

01:25:24: Ja, das auch!

01:25:25: Aber die Leute dies halt tun dass sie nicht weit genug lesen oder vielleicht auch immer nur diese Einleitung zu einzelnen Absätzen lesen weil es ist wirklich teilweise erschreckend wie schlicht das Ganze ist.

01:25:36: aber ja gehen wir weiter.

01:25:41: wird dann nämlich gesagt so eine Position muss man erst mal durchhalten.

01:25:44: also wenn man sagt dass man sich doch von der afd nicht eigene position wegnehmen lassen sollte.

01:25:51: Dann sagt

01:25:52: ihr natürlich

01:25:53: das ist richtig.

01:25:54: daher sage ich talk shows eben oft ab.

01:25:57: Dort werden in Videoschnipseln Halbsätze verbreitet, die einem dann um die Ohren gehauen werden.

01:26:01: Ich meine ich habe mich in meiner Laufbahn wahrscheinlich mehr und intensiver mit Rechten auseinandergesetzt als viele andere.

01:26:06: Ganz die Bücher hab' ich über dieses Thema geschrieben, mich heute für Aussagen zu reißen saßen, die angeblich rechts sind sollen.

01:26:12: Das seh' ich nicht

01:26:14: ein... Würde er sagen dass der Bader Meinhof-Komplex ein Buch ist was sich mit Rechten auseinandersetzt?

01:26:20: Weil das Hufeisen, das müssen wir ja schon spannen!

01:26:22: Ah das Huveisen gilt hier.

01:26:25: Werden den Podcast anders nennen müssen.

01:26:29: Das Hufeisen gilt.

01:26:31: Nee, ich möchte ihn einen Punkt geben an dieser Stelle und zwar... Ich gehe mal davon aus dass er das etwas anders meint.

01:26:39: aber dort also Talkshows werden in Videoschnipseln Halbsetzer verbreitet die einem dann um die Ohren gehauen werden.

01:26:46: Etwas das ja tatsächlich passiert!

01:26:48: Also da werden Wortschnipsel rausgenommen.

01:26:51: Da wird vielleicht Die Einordnung vorher weggenommen oder das, woran du erkennen würdest.

01:26:56: Das ist eigentlich Kritik?

01:26:57: Oder das ist Satire?

01:26:59: Und dann wird daraus ja irgendwie polemisch online gemacht.

01:27:03: Wenn man das ganz aus der anderen Richtung betreibt, schreibt man mittlerweile Bundestagsreden die sich in den dreißig Sekunden Schnipseln

01:27:09: zusammenfassen lassen.

01:27:11: Aber etwas, was nicht nur Rechte betrifft.

01:27:13: Genau das ist eigentlich Medienkritik im Gesamten.

01:27:16: und denn das ist das Problem, dass es immer so verbunden wird.

01:27:19: Es sind immer die Leute, die sagen oh man darf ja heute nichts mehr sagen.

01:27:22: erstens dürfen sie das?

01:27:22: Sie werden ja regelmäßig eingeladen obwohl sie Einladungen dann ablehnen

01:27:26: oder sie werden in ein Buch eingeladen um geht das zu sagen was sie nicht sagen

01:27:30: dürfen Und sind damit konfrontiert, dass die gesamte Medienlandschaft Verkommen ist und nur noch darauf ausgelegt, ist möglichst hohe Quote zu erzielen.

01:27:43: Und dafür ist ja dann jedes Mittelrecht.

01:27:45: Dafür werden dann Sendungen heruntergestitten.

01:27:47: Dafür wird die Moderation möglichst kürzend und reißerisch gemacht und sind damit konfrontiert und beschweren sich so als wäre es aber nur ein persönlicher Angriff auf sie von der angeblich links grünen Medienlandschaft Was ja auch ein Vorwurf ist, der so nicht haltbar ist.

01:28:04: Richtig und man kann sich an der Stelle erst mal die Frage stellen welche Gründe hat das denn?

01:28:09: Liegt es vielleicht auch daran dass wir Medien mittlerweile sehr viel über so Schmiederkonsumieren wo wir da auf einen unteresichtigen Algorithmus angewiesen sind der diese Polemik also dieses Aufregerpotenzial worauf sich dann sehr viele Kommentare stützen belohnt?

01:28:28: Und dann, dass man genau das produzieren muss.

01:28:30: Wenn man eben erfolgreich Social Media Content machen möchte in der Nachricht Magazin.

01:28:35: Kommen wir zu Aussagen für dir vielleicht schon mal aus dem Kontext gerissen in Halbsätzen auf Social Media auseinandergenommen wurde?

01:28:43: Ich weiß es nicht!

01:28:44: Man wird gefragt wenn wir über die Interpretation von Halbsetzten sprechen lasst uns auch über die interpretationen von Sprach im Allgemeinen reden.

01:28:51: siehst du in der genderten Rede Form das Erreichen der verbalen Gleichberechtigung Grotesk.

01:28:59: Ich finde das absolut grotesk!

01:29:00: Wir haben vor Jahren heftig gegen die Rechtschreibreformen gekämpft und es auch geschafft, den größten Unsinn rückgängig zu machen.

01:29:07: Darf ich uns einhalten?

01:29:09: Was hat die Rechtsschreibrefo mit dem individuellen Gendern zu tun?

01:29:15: Das ist etwas was diese Menschen denken, was zusammenhängt... Das ist ein ganz instrumentelles Denken von Sprache, was dahinter steckt und keines was berücksichtigt auf welchen gesellschaftspolitischen Entwicklungen und Lebensrealitäten diese Forderungen basieren.

01:29:37: Sondern denken es sei einfach nur eine weitere sprachliche Spielerei.

01:29:41: aber das was heute passiert ist noch viel verrückter.

01:29:43: als Spiegelchefredakteur hätte ich heute die Titelzeile gemacht der Mensch is tot Es lebe die mensch in

01:29:50: Halleluja, glücklicherweise ist er nicht mehr Spiegelchefredakteur.

01:29:54: Ich finde es lustig bzw.

01:29:57: ansmerkbar dass Sie hierbei den Doppelpunkt verwenden während sie in der Einleitung als ich noch drüber lustig gemacht habe über gendergerechte Sprache den Sternen verwendet haben.

01:30:13: Kurz zur Erklärung, warum das eine und nicht das andere?

01:30:16: Es ist für Text-to-Speech-Programme möglich, den Doppelpunkt mit diesem abgesetzten Glottesschlag vorzulesen.

01:30:23: Damien was ist der Glotteschlag?

01:30:27: Wenn man sich über das Jenner unterhält mit Menschen, die da auch tiefer drin sind.

01:30:31: Die wissen das.

01:30:31: aber ich habe das Gefühl dass das Konzept Glottelschlag nicht bei allen

01:30:34: Ja, das ist halt ein wirklich linguistischer Fachbegriff.

01:30:37: Ein Glottenschlag ist ein Abschluss laut der eben dafür sorgt, dass ein Wortbestandteil vom anderen getrennt wird.

01:30:44: Das ist das was sich für die meisten Menschen, denen das ungewohnt ist, sich auch so unangenehm anhört Bei gendergerechter Sprache.

01:30:51: also es wird ja nicht gesagt Lehrerinnen Da hört man ja Lehrerinnen Es gibt diesen Übergang vom R in das I, sondern es wird falleinander abgerend Lehrer.

01:31:00: Das war dieser Abschlusswort LehrerInnen

01:31:03: und dazu möchte ich normal anmerken dass der Glottisschlag auch gar keine Erfindung des Genders ist ja natürlich nicht Sondern eine ganz gewöhnliche sprachniche Wendungen zu finden beispielsweise am Frühstückstisch wenn ich ein Spiegelei esse oder dann ist

01:31:21: es keine Spiegeli sondern einen Spiegel Ei

01:31:24: Nachmittag oder auch zum Frühstück ein ungesundes Frühstücks-Esser und einen Erdbeereisesser.

01:31:29: Ist

01:31:30: das ja auch kein Erdbärreis, wobei Erdbaereis... aber auch da gibt es einen Glotteschlag!

01:31:37: Wenn du es dadurch ziehen möchtest, könnt ihr es dann heißen?

01:31:39: Es ist kein Erddbeereiss, sondern eine Erdbeeisei.

01:31:44: Dank des Glottischlags.

01:31:46: So und der hilft uns und deswegen finde ich das halt hier so interessant dass sie da ausgerechnet sich für diese Form entschieden haben.

01:31:52: Aber Ja Er sagt weiterhin.

01:31:57: Übrigens ist es wirklich erstaunlich, wie häufig in den letzten Jahren in den feministischen Themen auch der Gender-Debatte mit Alice Schwarzer einer Meinung bin!

01:32:06: Ich kenne sie sehr lange, wahnsinnig lange.

01:32:08: Früher lagen wir meilenweit auseinander.

01:32:10: Inzwischen vertritt's in meinen Augen die Art von Feminismus, die für die Breite der Gesellschaft gedacht ist.

01:32:16: Gendern und andere Nischenthemen zählen nicht dazu.

01:32:20: Mich würde interessieren was wir in anderen Nischenthemen sind?

01:32:24: Und vor allem wie das Gendern, dass ja eigentlich die Hälfte der Bevölkerung sichtbar machen möchte sprachlich.

01:32:30: Warum das ein Nischen-Thema ist für ihn?

01:32:32: Vor allen Dingen es macht ja über die Helfde eigentlich sichtba, wenn wir uns... Also es betrifft nicht nur Frauen sondern generell allgemein Flinter Personen.

01:32:43: möchtest du einmal kurz erklären was im Flinterbegriff integriert ist?

01:32:47: Ja!

01:32:47: Sehr gerne.

01:32:49: Wir hatten ihn ja jetzt schon öfter erwähnt und ich glaube auch bisher noch nicht einmal eingeordnet, der Flinterbegriff ist ein Akronym für die englischsprachigen Ausdrücke

01:32:58: bzw.,

01:32:59: ich glaube man kann es eigentlich auf Deutsch machen Frauen beziehungsweise Female Lesbians Inter Intersexual intersexual.

01:33:11: Ja, das ist im Englischen intersexual, aber in Deutschland nicht Interseksualität sondern Intergeschlechtlichkeit.

01:33:18: Weil es im Deutschen ja diesen Unterschied nicht gibt zwischen sex und gender sprachlich wie der gemacht wird, sondern wir bei beidem geschlechtssagen würden bzw dann gesellschaftliches oder biologisches Geschlecht auch wenn der Begriff Biologisches-Geschlecht an sich ja schon kritisch zu betrachten ist?

01:33:33: Genau!

01:33:34: Dann dass N nicht nähere Menschen oder non binaries Trans Identity beziehungsweise trans identity Menschen und Agenda Personen, also ja Menschen die sich da...

01:33:52: Die sich gar keinem Geschlecht zugehörig sehen.

01:33:56: Und diese Begriffe sind sofern halt wichtig als dass er noch mal weitergeht als dieser klassische Frauenbegriff der Abgelehnt, also dieser Flinterbegriff wird abgelehnt von Alice Schwarze die ja zum Beispiel auch entsprechend schon Törfpositionen vertreten hat.

01:34:11: Also Törv um das auch zu erklären da das ist eine ich würde es nicht als Form des Feminismus bezeichnen aber sie folgt halt aus bestimmten feministischen Ansichten heraus quasi Trans-Menschen A nicht anerkennen und B sie als Gefahr für Frauen und den Feminismus und die Emanzipation der Frauen darstellen.

01:34:35: Also Sie erkennen nicht an, dass es Trans-Identitäten geben kann oder stellen eben das Menschen das nutzen würden um bestimmte Privilegien des anderen Gender anzunehmen oder erhalten zu können um dann eben also wie sie sind Transfrauen.

01:34:55: Ich sage es jetzt in großer Anführungszeichen, für sie sind trans Frauen Männer die sich eben versuchen so Zugang zu ja zur Safe Space zu verschaffen was er schon alleine an Dialogik scheitert dass das die letzten Jahrhunderte Für Männer kein Problem gewesen ist einfach so zu tun.

01:35:11: also Zumal es kommt ja auch nicht dazu Dass man mehr Privilegien bekommt.

01:35:17: wie man hier einen Debatten sieht werden transidenten Menschen eher abgewertet noch mal gesellschaftlich

01:35:23: Genau.

01:35:25: Deswegen ist dieser Begriff TERF auch ein bisschen schwierig, weil das R darin steht für Radical, also Radical Feminist, obwohl es mit dem eigentlichen radikalen Feminismus nichts zu tun hat.

01:35:34: Das Radikal in radikaler Feminismus bezieht sich auf Radis, also Wurzel.

01:35:38: dass man versucht die Wurzel des Patriarchats ausführlich zu machen eben dieses binäre Geschlechterdenken, dass man versucht Biologismen aufzulösen und die Gesellschaft eben dementsprechend radikal umordnet.

01:35:55: Deswegen hat das in dem Fall eigentlich nichts mit Radikalität zu tun, weil sie eigentlich patriarchale Strukturen auf lange Sicht damit affirmieren und aufrecht erhalten.

01:36:05: Und insofern ist es halt... Also wenn es nicht so ernst wäre würde sich wie eine hervorragende Pointe lesen, wenn er sagt früher waren Alice Schwarzer und ich meilen weit auseinander aber heutzutage finden wir bei allen Themen rund um Feminismus genau uns bei der gleichen Position ein.

01:36:22: Und das ist jetzt übrigens ohne, ohne dass jetzt unbedingt darauf beziehen zu wollen.

01:36:26: Das ist ja aber auch so ein generelles Ding in konservativen Kreisen und in rechten Kreisen, dass die gar nicht so viele Übersteidungen ihren Ideen brauchen.

01:36:34: Sie brauchen nur einen Paar und dann arbeiten sie oder dann versuchen sie zumindest zusammenzuarbeiten um eben den vermeintlichen Gegner also die gegnerische Position Ja, zu bekämpfen.

01:36:46: Und man kann es nochmal vergleichen mit der Art und Weise wie er vorher Ulrike Meinhoff beschrieben hat.

01:36:50: also nun wird er vermutlich alle Schwarzer nicht so gut privat kennen wie Ulrike Meinhof.

01:36:55: aber hier haben wir auf einmal gar keine Anmerkungen dazu, wie sie ihre Punkte rüberbringt.

01:37:02: Wie sie wirkt ob sie sympathisch oder unsympathisch ist sondern einfach nur die vertrittegleiche Meinung.

01:37:07: wie ich tolle Frau

01:37:08: richtig ist es sich habe mir ein bisschen polemisch daneben geschrieben ist alles schwarzer jetzt arrogant oder intelligent?

01:37:15: Natürlich möchte ich auch Alice Schwarze jetzt da keine Arroganz unterstellen.

01:37:18: Ich kenne sie auch nicht, ich verfolge sie ehrlich gesagt auch nicht wirklich.

01:37:21: Aber ich könnte mir vorstellen dass Alice Schwarzer in ihren früheren Jahren von Stefan Aus durchaus das Label arrogante Feministin erhalten hätte.

01:37:32: Das könnte gut sein!

01:37:33: Dann wird noch einmal das eigentliche Ziel des Buches unterstützt von ihm, diese Aussage werden wir nur mal kurz vorlesen und darauf verweisen dass wir ja schon jetzt längere Zeit über den Sozialstaat und den Kapitalismus in seine Wirkweise gesprochen haben.

01:37:45: er schreibt Wie ist der Westen stark geworden durch den Kapitelismus?

01:37:49: Durch die Demokratie auch durch die soziale Marktwirtschaft was Nonbegriff ist, möchte ich hier an der Stelle erwähnen.

01:37:55: Auch durch die soziale Marktwirtschaft indem er dafür sorgt das Menschen nicht total abrutschen.

01:37:59: Das Leistungsprinzip gewährt in der Gegenleistung die persönliche Freiheit.

01:38:05: Kurz zurück Bezug, indem man dafür sorgt dass menschlich total abrütschen ist ja genau das was du gesagt hast.

01:38:10: Der Sozialstaat soll das ja nicht verhindern.

01:38:12: Er soll nur das totale abrubschen und er soll ja das schlimmste nochmal...

01:38:18: Genau!

01:38:19: Und an der anderen Stelle steht dann das Leistungsprinzip, was dafür sorgt dass man sich persönliche Freiheit erarbeiten kann.

01:38:24: Das sagt er auch später nämlich auf die Antwort der nächsten Frage.

01:38:28: stimmt aber die Privilegien die ich habe habe ich mir durch wahnsinnig harte Arbeit verdient.

01:38:34: Das bedeutet er erkennt an dass er privilegiert ist, sagt aber dass das gerechtfertigt ist.

01:38:41: und deswegen isst dann ja immer wieder so etwas wie Leute die dir dann zu tausenden in die Kommentare wenn du sagst, dass Stehlen vielleicht bei armen Menschen gar nicht so schlimm ist.

01:38:52: Weil das dieses Gerechtigkeitsdenken, dieses bürgerliche Gerechtigkeitstenken in Frage stellen würde weil dann ist es ja gar nicht mehr so, dass Leistung dir die bestmögliche gesellschaftliche Position bringt

01:39:08: Zumal das ja auch irgendwie gegen deren generelle Ablehnung der Work-Life Balance steht.

01:39:13: Also offenbar erkennt er die Arbeit, der schon als relevant an mit dem Ziel sich ein gewisse Privilegien zu arbeiten und die dann ja verschiedene Ausfallen Zeit im Alter Geld Status.

01:39:29: Und es ist ja auch Ja, nicht unbedingt das was man vielleicht anstreben muss aber es ist ja auch ein gewisses Lebensgefühl dass man damit herbekommt also der live Aspekt dieser Balance.

01:39:38: Und wie sieht denn nur so dieses Live und dieser Lifestyle aus?

01:39:42: Wir kommen zu dem Widerspruch in Reihenform.

01:39:45: Sein Schlusssatz von einer Antwort ist Insofern ich liebe das Leistungsprinzip und ich lebe es!

01:39:51: Er wird gefragt Leistungsprinzip mit Hang zum Broker Holic?

01:39:53: Nein Das bin ich nicht.

01:39:55: Darf ich noch mal darauf verweisen, was er geschrieben hat über seine Arbeit bei Spiegel TV.

01:40:00: Wieder zum einen Praktikantinnen aussortiert wurden danach wie ihre Arbeitsbereitschaft war auch am Wochenende noch voll zu arbeiten vor Veröffentlichung der Sendung Wie er selber am Anfang drei Viertel der Beiträge selbst geschnitten und getextet hat und immer bis spät abends da war vor Sendungsbeginn.

01:40:21: Und das reduziert ihr ja einfach auf.

01:40:23: Das würde bedeuten, dass ich süchtig nach Arbeit bin und man kann natürlich sich diese Frage stellen steht Uwe Kaholic auch mit so einem eigenen?

01:40:31: Ich muss es jetzt machen.

01:40:33: also aber wo kommt das her?

01:40:34: Kommt das davor, dass sich Aufgrund von gesellschaftlichen Erwartungen an mich an einen Berufsstand den ich habe viel mache um da aufzusteigen?

01:40:43: kommt das aus mehr Inherentvervor und ich mache deswegen soviel Aber letzten Endes bedeutet ist ja trotzdem ich mache viel ich arbeite viel Und das sorgt ja auch dafür, dass man diese Grenze irgendwann nicht mehr mitbekommt wie viel man tatsächlich macht.

01:40:55: Also da könnte man sich ja vielleicht mal... also ehrlich gesagt würde ich mir das tatsächlich nicht einmal zu übernehmen weil ich kann mir vorstellen, dass er diese Grenzen gar nicht sieht mehr oder nicht mehr sehen konnte.

01:41:04: Natürlich nicht!

01:41:04: Aber gerade das macht den Widerspruch um so herausstechender und wir können uns daran anschließend noch weiter die Frage stellen.

01:41:12: Und vor allem hätte das hier meine Einordnung auch bedürftig sagen.

01:41:16: Das erwarte ich jetzt ehrlich gesagt nicht aus dem Bild aber es hätte in der Einordnung geben können, dass man dem der Aussage von Stefan Aus an dieser Stelle natürlich Fragen gegenüberstehen kann bezog darauf eben wie.

01:41:29: also was wir eben gerade gemacht haben.

01:41:31: Man könnte sich selber...

01:41:32: Man könnte im Interview ja mal nachhaken aber wo kommen wir hin?

01:41:36: in Journalismus?

01:41:37: Wer könnt es jetzt?

01:41:37: die Frage stellen ist wurde angesprochen sein Arbeitsethos ob als nun als Workaholic bezeichnen würde oder nicht Steht aus der Frage, wir wissen wie viel er arbeitet.

01:41:45: Und wer ist der Mensch, der am meisten unter einem solchen Arbeitsethos leitet?

01:41:50: Es ist ja nicht mal Leidet es ist ja Nicht man selbst sondern Wer ist es?

01:41:54: die eigene Ehefrau also oder der eigenen Ehepartner?

01:41:57: in jedem Fall aber hier die eigene Frau

01:42:00: und Familie denn deine Ausnahmekarriere Ist bekannt sei es beim Spiegel oder Welt Oder bei all den anderen Stationen und Projekten.

01:42:07: über dein gefühlsleben schweigst du dich aus.

01:42:10: mehr noch finde ich Man fragt sich sogar ob Du ein Zast Das meine ich nicht despektierlich nur interessiert.

01:42:15: Hattest du überhaupt Zeit für ein Familien- und Privatleben?

01:42:19: Darauf antwortet er sehr unterschiedlich, in der Zeit von Spiegel TV habe ich jedes Wochenende gearbeitet und ich hatte nicht selten eine Frau und eine Tochter in Tränen am Samstagmorgen vor mir sitzen wenn die Familie etwas unternehmen wollte und ich keine Zeit hatte.

01:42:32: Spitzenvater!

01:42:33: Outsch hab' ich geschrieben.

01:42:35: Er wird gefragt ob er die Einteilung seinerzeit bereuen würde.

01:42:39: Nein!

01:42:40: Es ging gar nicht anders.

01:42:41: Für mich stand der Job, egal welcher es war immer an erster Stelle.

01:42:45: das war so und das war auch notwendig.

01:42:47: Ich habe wieder Outsch geschrieben.

01:42:48: später als ich beim Spiegel war wurde es besser.

01:42:52: da hab' ich hier auf dem Hofabend Spaghetti gekocht.

01:42:54: die Texte habe ich mir per Fax bekommen und sie von hier aus korrigiert.

01:42:59: Immerhin war ich dann hier und nicht im Verlag in Hamburg Weil es ja so viel besser ist, wenn er da ist und keine Zeit hat als wenn er weg ist.

01:43:07: Weißt

01:43:08: du was ich mir da jetzt so vorstelle?

01:43:12: Kenntest Du diese... Also auf den unterschiedlichen Social Media Seiten gibt's ja immer ein Dad-Cosmos Und eigentlich dieses Bild davon wie auf dem Hof steht und Spaghetti kocht Als Bild auf Instagram und wie dann alle in Kommentaren schreiben Krasser Vater, starker Vater, Spitzenpapper usw.

01:43:31: Und das ist ja genau diese verdrehte Wahrnehmung, die wir haben wenn es um das Thema Kehrarbeit geht beziehungsweise Reproduktionsarbeit.

01:43:40: Wenn man den Fachbegriff nehmen möchte also der Arbeit die zur gesellschaftlichen Reproduktion beiträgt.

01:43:45: Das geht jetzt einfach nicht nur um sexuelle Reproduction sondern darum dass der Arbeiter arbeitsfähig gehalten wird bzw... Also

01:43:51: alles von was subsumiert wird unter der problematischen Ausrüstweise dem Mann den Rücken frei halten also mal in Anführungszeichen gesetzt Also was heißt das denn?

01:44:02: Ja,

01:44:02: aber es sieht ja nicht nur den Mann.

01:44:05: Dieser falsche Eindruck, den viele eben durch dieses Rollenbild haben, Kehrarbeit braucht ja jede Person.

01:44:12: Jede Person hat Bedürfnisse die erfüllt werden müssen damit sie überleben

01:44:18: kann.

01:44:18: und dann teilt unser patriarchales System auf zwei Leute auf, also auf zwei Seiten Die, die den in Anfangszeichen rückende Freigäten bekommen.

01:44:27: Also die, deren, denen hinterher geräumt wird und die, die Arbeit für andere Personen machen und für sich selber.

01:44:33: also im erstens fangen wir mal ganz profan an Haushalt sei es dann die Kindererziehung seien es immer so Kleinigkeiten also irgendwie.

01:44:46: Dann wird da noch das Frühstücksbrot geschmiert zum Teil auch dann noch für den Mann.

01:44:49: also wo ich mich auf frage ist der denn nicht erwachsen genug oder was ja auch ab und an mal auf Social Media vorkommt, diese vermeintlich witzig gemeinten Dinge.

01:45:00: Ja wenn deine Mutter ihre fünf Minuten hat wo dann die vermeintliche Mutter sich über... ...vermeintlich unbedeutende Sachen aufregt und dann irgendwie total unverständlich reagiert?

01:45:12: Und ganz ehrlich das ist keine Aufregung von Unverständigkeiten sondern halt einfach The mental load also einfach das was man mental mit sich rumträgt dass man den ganzen tag macht ist halt einfach irgendwann voll und dann Wirst du dich auch nicht mehr hinstellen und sagen so ja dann bist Du doch in erster linie erst mal

01:45:31: sauer.

01:45:31: na es ist ja.

01:45:32: es ist wie diesen alten schlager das bisschen haushalt macht sich von allein sagt mein Mann das bisschen wäsche das bisschen küche und soweit macht sie von leid sagt mein mann hat Wenn man das nicht macht, natürlich überhaupt keinen Überblick darüber.

01:45:45: Was das alles bedeutet?

01:45:46: Es ist ja nicht einfach in Anführungszeichen nur Oh!

01:45:49: Sie hat einmal Staub gewischt oder Oh!

01:45:52: sie hat einmal was zu essen gekocht sondern es ist ja ein täglich sich wiederholender Prozess von Abläufen und Arbeiten die zum einen unentgeltlich passieren und auch ansonsten nicht honoriert werden, weil es als das Selbstverständliche wahrgenommen wird.

01:46:05: Und es geht ja über so etwas was erst mal offensichtlich für uns weiße Zismänner offensichtlich ist.

01:46:12: Hinaus ist ja nicht nur Aufräumen saubermachen kochen Wäsche machen Es geht um die Sorge.

01:46:22: Die emotionale Sorgekehrarbeit bedeutet ja auch emotionale Arbeit.

01:46:27: Es geht Um Krankenpflege Darum den Haushalt auch irgendwie so zu managen, weil es ist ja sehr oft so dass eine Person zwar das Geld nach Hause bringt aber die Personen die dann das Ganze organisiert.

01:46:42: Managed schaut wie es ausgegeben wird, wie eingekauft wird.

01:46:45: Was ist eigentlich deine Versicherungsnummer?

01:46:48: Wie ist das mit deiner Krankenversicherung?

01:46:51: Was ist dein Arzttermin?

01:46:53: Wer organisiert den Alltag und so weiter?

01:46:54: Das zählt ja alles noch mitten.

01:46:55: Das

01:46:55: würde ich einer Person ja auch nicht anvertrauen die sich damit nicht auseinandersetzt.

01:46:59: also wenn da wirklich nur Arbeit zählt wie jetzt zum Beispiel hier Ich würde Stefan aus ehrlich gesagt Nicht dass er überlasten war wenn der wirklich den ganzen Tag die ganze Woche vielen zu sieben Im Büro in Hamburg ist im Verlag oder um die Welt reißt.

01:47:14: Ich werde dich doch nicht beim Arzt anrufen, was wir bei der Ärztin... Das wird ja doch ewig... Also das wird auch nichts und... Ja

01:47:21: und wie wir mitbekommen haben ist er ein so freundlicher und eloquenter Mensch, da würde es bestimmt richtig gut machen!

01:47:26: Wir schließen das Ganze auch noch einmal mit dieser Einschätzung der Tochter.

01:47:30: Stefan Deine Tochter nennt Dich Liebe und Humor voll die Legende.

01:47:34: Das bist Du auch und trotzdem ist das Leben endlich.

01:47:36: Was soll bleiben?

01:47:37: Und was soll auf deinem Grabstein

01:47:38: stehen?!

01:47:40: Ja, die Wahrscheinlichkeit des Todes liegt bei exakt hundert Prozent.

01:47:44: Alter weiser Mann an der Stelle?

01:47:46: Darauf werde ich nicht kommen.

01:47:47: Also

01:47:47: er hat halt recht!

01:47:48: Das muss man... Und dieser Fakt wird ja jetzt nicht anders.

01:47:52: nur weil er ihn gesagt hat

01:47:54: In Bezug auf den Grabstein orientiere Ich mich an dem Wunsch von Rudolf Augstein Der hier liegt Stab zu früh Ob Rudolf Augustein angesichts dieser Aussage im eigenen Grab rotieren würde.

01:48:07: Ich weiß es nicht, schlussendlich sage ich dass ich von diesem Interview aufgewühlt war als ich das erste mal gelesen habe.

01:48:17: Nicht weil die Aussagen darin mir unbekannt waren Das kennt man so oder so ähnlich ja von vielen anderen Männern dieser Generation Und auch darüber hinaus.

01:48:30: aber das alles in dieser geballten Form auch natürlich von der Interviewführerin so zusammenkurratiert ist und es einen erschlägt.

01:48:39: Das war dann doch etwas, was durchaus aufrüttelnd war.

01:48:46: Und auch hierbei sehen wir eh nicht wie bei Mario Adolf.

01:48:49: das Gespräch über die Familie und wie das gemanagt wurde nimmt ein erschreckend kleinen Platz ein.

01:48:55: und gerade das bewegt dann doch umso wehr weil man besonders an die Menschen denkt, die hier nicht erwähnt werden oder nicht ausreichend erwähnt werden.

01:49:02: Genau, als ich das Interview gelesen hatte... Ich bin da sehr naiv rangegangen und dachte, es wird jetzt ne Rückblickung, muss ich nämlich sagen, fand ich im Vergleich dazu das Interview mit Mario Adolf sehr entspannt.

01:49:16: Dachte okay, ich lese die zwanzig Seiten abende Lektüre, liest sie mal durch.

01:49:24: Man war dann nach etwas wacher!

01:49:26: Und ich hab am nächsten Abend gesagt, ich kann das nicht weiterlesen.

01:49:29: Ich musste morgen früh nochmal reingehen, das geht so nicht Das ist schon doll.

01:49:34: Damit was ist unser Fazit?

01:49:36: Unser Fazit ist Legenden, täuschen sich öfter und wer hier liegt starb zu früh aber nicht früh genug.

01:49:45: Und im Ausblick darauf was uns in der nächsten Episode erwartet wir haben jetzt einen

01:49:51: großen

01:49:52: und lange Zeit tonangebenen Medienmann in Deutschland kennengelernt und wir fahren dann in der nächsten Episode, die nächste Woche auch gleich sofort nämlich mit Heiner Brima.

01:50:04: Wer diese Episode zu Heiner Bremer Welches das Buch als der Feminist bezeichnet.

01:50:12: Wer diese Episode nicht verpassen möchte, die dann in der nächsten Woche erscheint, kann gerne auf den entsprechenden Plattformen reinfolgen.

01:50:23: Wir sind ja bei unterschiedlichen Podcasts verfügbar und auch YouTube, wer sich lieber dort anhören möchte.

01:50:29: Zudem kann man unseren Social Media Kanälen folgen sowohl auf Instagram als auch auf TikTok.

01:50:34: die entsprechenden Links findet ihr in den Show Notes

01:50:38: bzw.

01:50:39: auch im Linktree.

01:50:42: nicht vergessen die Folge zu liken wie da wo man kommentieren kann wenn ihr wollt zu kommentierend und zu abonnieren

01:50:51: Vielleicht auch entsprechend Fragen, Wünsche Anregungen hinterlassen.

01:50:54: und ansonsten würde ich sagen hören wir uns dann in der nächsten Episode wieder zu Heiner Bremer dem nächsten Interview.

01:51:02: Macht es gut bis

01:51:20: dahin!

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