Heiner Lauterbach und der politische Exzess
Shownotes
In dieser Folge besprechen Andy und Damian das Interview mit Heiner Lauterbach und beleuchten in diesem Zuge das Missverständnis von exzessiver Lebensweise, Familienverhältnissen und Kalendersprüchen als Lebensweisheit.
Brockhaus, Nena & Lehfeldt, Franca: Alte weise Männer (2023); Gräfe und Unzer
Instagram: https://www.instagram.com/trtbt_podcast/
Vielen Dank an das Campusradio Jena und das Frauenzentrum TOWANDA Jena!
Transkript anzeigen
00:00:07:
00:00:17: Hallo und herzlich willkommen zur mittlerweile fünften Folge unseres Podcasts.
00:00:26: Und
00:00:29: es freut mich noch mehr, dass mein ebenso wunderbarer Co-host Andy Eckhardt ebenfalls Teil dieser Episode sein wird in der wir uns dem nächsten Interview zuwenden werden.
00:00:42: Dieses
00:00:42: würde sich mit dem guten Heiner Lauterbach befassen, der von Nina Brockhaus und Frank Lefeld, die dieses Buch – das wir in dieser Staffel besprechen möchten für alle, die jetzt einschalten – Alteweise Männer Hommage an eine bedrohte Spezies Der in diesem Buch eben als der Exzessive, Hannah Lauterbach beschrieben wird mit einem Zitat das aus seinem Interview herausgegriffen worden ist.
00:01:09: Als Familie ist eine Wunde die niemals heilt!
00:01:13: Familie ist eine Wunde, die niemals klingt nicht nur tiefgründig sondern vor allen Dingen sehr toxisch und man muss sich ja fragen wie es zu dieser Grundhaltung kommt.
00:01:22: Das werden wir in diesem Interview erleben.
00:01:24: damit wir das erleben können sei eine Content Note ausgesprochen dazu was das Ganze beinhalten wird wie man es sich schon ein bisschen denken kann.
00:01:32: anhand des Titels und dieses Zitates wird es um Drogenkonsum und Drogenmissbrauch gehen und um Familienansichten die sagen wir einmal schwierig sein können.
00:01:45: Wir werden das dann auch entsprechend analysieren und kritisch
00:01:49: auseinandernehmen.".
00:01:50: Das Interview wurde geführt von Nina Brockhaus, was insofern interessant ist als dass sie auch den anderen Schauspieler im Buch interviewt hatte nämlich Mario Adolf.
00:02:00: Und eine weitere interessante Verbindung zu Mario Adolph-Interview tut sich auf gleich in dem ersten in der Einleitung die Nina Brockhaus macht, darin schreibt sie nämlich folgendes.
00:02:15: Bereits beim ersten E-Mail-Kontakt wird klar – er ist genau die richtige Wahl für alteweise Männer!
00:02:21: Während sich manch ein Manziert ungarnt werden möchte oder sich schlicht Bedenkzeit erbittet antwortet Lauterbach binnen vier Stunden.
00:02:30: ihr Versuch ist alle mal lobenswert.
00:02:32: dann los Grüße Heiner.
00:02:36: gibt es für einen der größten deutschen Stars eine lässigere Antwortmöglichkeit als diese?
00:02:42: unprätenziös offen ohne jede Scheu.
00:02:45: Es ist hierbei wirklich bemerkenswert, dass bei Mario Adolf noch so hervorgehoben wurde wie bescheiden er umgeht mit seinen eigenen Leistungen aber auch mit der Anfrage die er zu dem Buch erhält wo er sagt ich möchte daran eigentlich gar nicht teilnehmen weil ich mich selber nicht als Weise wahrnehme und den Apokos ihm sogar antwortet ja.
00:03:03: Die sich selbst als weise bezeichnen sind es oftmals nicht Und hierbei wird das Ganze eigentlich verkehrt.
00:03:10: Das ist ja auch damals schon in der Folge angesprochen, dass sie mit diesem Einschub – die sich selber als Weise bezeichnen sind es sehr oft nicht -, dass Sie damit eigentlich alle anderen Interviewpartner bewertet unter anderem auf solche, die eben dann sehr enthusiastisch auf solche Anfragen antworten und
00:03:25: nicht nur, dass die Interviewpartners bewerten sondern ja auch eigentlich das ganze Buch eine Absurdung führt, in dem ihr sehr eben sagt Ja also die von sich selbst behaupten sind's nicht Und dann ja aber alle, die das danach tun.
00:03:38: Im Grunde eigentlich schon fast als Beweis anführt dass dieses Buch nach der Einladung wieder aufhören dürfen.
00:03:48: Du hast es schon rausgestellt, die Verbindung zwischen den beiden, beides und Schauspieler gewesen.
00:03:53: beide werden von Nina Brockhaus sehr prominent genannt.
00:03:57: als sie brauchen wir und genau die richtige Wahl.
00:04:03: Der Unterschied ist ja.
00:04:03: aber und ich möchte noch mal noch mal ein bisschen klarer machen, dass der eine sich um Garen entlasten.
00:04:10: Also nicht um Garnen lassen muss, das ist falsch ausgedrückt.
00:04:12: Dass einer... Dass sie ihm sehr lange hinterher gerannt ist also das schreibt dieselbe.
00:04:18: Sie fängt glaube ich an mit man
00:04:20: lernt als Frau die erste Lektion laufen niemals einem Mann hinterher.
00:04:23: Ich gebe es zu, ich tat es
00:04:24: Genau!
00:04:25: Dass sie das so macht.
00:04:26: und hier Heiner Lauterbach Ich wollte schon wieder Heiner Prima sagen Die letzte Folge sitzt
00:04:34: tief.
00:04:35: Übrigens, falls ihr die nicht gehört habt.
00:04:37: Die letzte Folge thematisiert Heiner Bremer der als... ...der Feminist
00:04:42: des Buches eingeführt wird.
00:04:44: Warum das nicht stimmt?
00:04:46: In der Episode!
00:04:48: Der Exzessive wird eben damit herausgestellt dass er gleich ja sagt und das ist...
00:04:54: Was ich auch schön finde in der Einleitung ist ein weiterer Satz den ich zu Unterhaltungszwecken hier einmal einbauen möchte Die wichtigste Lektion, die bereits jeder Journalisten-Schüler lernt.
00:05:05: Der Journalist darf mit seinen Fragen nicht langweilen.
00:05:09: Ich würde sagen dass dieses Buch das genaue Gegenteil beweist.
00:05:13: Der journalist darf durchaus mit seinen fragen langweilt und kann trotzdem erfolgreich sein.
00:05:18: Gerade wenn man bedenkt, dass bestimmte Fragen ja immer wieder den gleichen Leuten gestellt werden und sie auch immer wie der ähnliche normierte Antworten darauf geben.
00:05:26: Stichwort Work-Life Balance Generationenkonflikt usw..
00:05:30: Moclave Balance, Generationenpflege, Familienbild, Arbeitsmoral.
00:05:34: Was bedeutet Leistung?
00:05:35: Also das zieht sich durch das gesamte Buch durch und eigentlich würde es reichen zwei, maximal drei bestimmt Interviews zu lesen.
00:05:43: Und dann hätte man eigentlich ein ganz gutes Gesamtbild des Buches.
00:05:47: Also, ja.
00:05:48: Und es ist auch so dass dieses Interview jetzt gerade nach Heiner Bremer und Stefan Aust noch mal ein bisschen distanzierter wirkt weil nicht gedutzt wird sondern tatsächlich gesiezt.
00:05:57: und wir kommen auch gleich zu einer dieser ersten normierten Antworten
00:06:00: was sich übrigens durchzieht also diese Wechseln aus Dutzen und Siebsten
00:06:03: je nachdem ob sie die Leute schon kennen und zudem eine Verbindung haben
00:06:07: Was zum Teil ja auch nochmal eingeordnet wird also das sie sich näher kennen auf verschiedensten Sachen.
00:06:12: Also Nina Brockhaus fragt, war die Nadel ihres inneren Kompasses immer nach vorne gerichtet?
00:06:18: Die Nadel meines Kompassers hat im Laufe meines Lebens viel mitmachen müssen.
00:06:21: Sie ist teilweise schon wedet hin und her gesprungen Mit starken Ausschlägen in alle Richtungen aber letztendlich klar geht's nach vorne wohin sonst?
00:06:30: Das ist wieder so eine tiefe Aussage!
00:06:33: Also dafür braucht es alteweise Männer damit wir dieser Antwort bekommen dass das Leben einfach irgendwie weitergeht Und man sich innerhalb dessen zurechtfinden muss.
00:06:42: Na ja, aber Heiner Lauterbach ist ja kein alterweiser Mann.
00:06:45: Also schreiben Sie er selber!
00:06:47: Wenn ich da kurz noch mal an den Apropos zitieren darf... Wenn alte weise Männer erscheinen, ist er zwar erst neunundsechzig Jahre alt doch bereits vier Wochen nach Veröffentlichung wird er seit dem siebzigsten Geburtstag feiern.
00:06:58: also Damian kann es unter Umständen sein dass sowohl alte weiße Männer als auch alte Weiße Männer worauf das Ganze eigentlich basiert gar nichts mit dem wirklichen Alter zu tun hat, sondern mit so einer Lebenseinstellung?
00:07:11: Ja und vor allen Dingen weiß ich jetzt nicht warum neunundsechzig weniger alt sein soll als siebzig.
00:07:15: Generell ist dieses äh alter Anzahlenfest machen ja wie du schon auch gesagt hattest überhaupt nicht zielführend weil Lebenseinstellungen usw.
00:07:24: müssen nicht daran gekoppelt sein Auch wenn wir natürlich sagen können dass Wenn bestimmte Ideologie nicht aufgearbeitet werden Sie sich in bestimmten Lebensphasen dann doch immer in sehr ähnlichen Formen wieder niederschlagen.
00:07:41: Das Exzessive spiegelt sich dann in der folgenden Frage wieder, wenn man auf die Berichterstattung über ihr Leben blickt wirkt es als hätten sie alles mitgenommen nichts ausgelassen jede Facette des Lebens gelebt Verspüren dennoch auch Sie das Gefühl etwas verpasst zu haben.
00:07:56: Verpasst.
00:07:57: in dem Sinne habe ich ganz sicher nichts.
00:07:59: Ich hätte alles und allem etwas weniger trinken können müssen.
00:08:03: Dann hätte ich das Erlebte noch intensiver und klarer erleben können, und hätte mehr davon gehabt.
00:08:08: Wäre sicher nicht verkehrt gewesen aber ich habe mich immer schwer getan im Leben die richtigen Dosierungen für Dinge zu
00:08:14: finden.".
00:08:15: Und dass ist jetzt der Mann auf den wir jetzt hören sollen weil er es jetzt ein alter Weisermann.
00:08:22: Fähreweise würde ich in der Stelle sagen, dass auch Menschen wie Heiner Lauterbach in ihrem Leben eben diese Exzessivität gelebt haben und das nachher dann jetzt schon noch einordnen können, als hätte vielleicht nicht gemusst.
00:08:38: Klingt tatsächlich gar nicht mal so unweise.
00:08:40: ehrlich gesagt
00:08:43: Man weiß auch ehrlich gesagt nicht, ob sein Lebensstil nun als erstrebenswert oder als kritisch zu betrachten hier dargestellt werden soll.
00:08:50: Weil dieser Rückblick den er selber macht dann wieder von einer Einordnung unterbrochen wird die übrigens dafür sorgt dass dieses kürzeste Interview des Buches dann eigentlich nur noch kürzer erscheint weil es hauptsächlich dann aus so längeren Textböcken von Hina Brokhaus selber besteht.
00:09:05: und darin sammelt sie Berichterstattung über Heiner Lauterbachs doch sehr exzessiven Lebens, die auch in früheren Lebensphasen.
00:09:13: Und das endet dann mit dem Satz nicht für jeden geht es so gut aus wie für Lauterbach.
00:09:21: Manche überleben es nicht.
00:09:22: Lauter Bach ist einer der den Absprung geschafft hat bevor es zu spät war.
00:09:27: Bevor der Preis für die Exzesse das eigene Leben ist.
00:09:30: und da stellt sich Die Frage und ich will da jetzt gar nicht sagen, dass man da unbedingt den moralischen Zeigefinger hätte einbauen sollen oder so.
00:09:37: Aber stellt sich die Frage worauf will das jetzt hinaus?
00:09:39: Will man sagen, Exzess ist gut wenn er in einem bestimmten Maß bleibt?
00:09:45: oder ist Exzess nur gut bei Leuten von denen man das erwartet weil sie beispielsweise im künstlerischen Milieu unterwegs sind...
00:09:52: Oder in der Medienbranche muss es ja eigentlich einordnen also bei ihm?
00:09:55: die Medienbranche ist gefüllt mit Menschen über die Strenge starken.
00:09:58: Also ich glaube Klar künstlerischer Bereich hat ja immer dieses Bild von, auch das ist jetzt ein bisschen das Exzessive.
00:10:07: Es gibt ja dieses Bild des whiskey trinkenden Autoren der abends irgendwie in seinem... Studierzimmer, dann noch irgendwie Faust schreibt.
00:10:16: Ah nee sorry das war Wein!
00:10:18: Ja man muss ja auch da fragen was meint Exzess?
00:10:21: Und sie schreibt es ja auch hier relativ explizit indem Sie sagt er hat in alten Zeitungen etwas von einem Stempelfakt ist.
00:10:28: Er war ein Lebemann aus dem Bilderbuch Alkohol-Exzesse Knasterfahrung in Dreiersex mit zwei Frauen Variablevira mit einem Freund.
00:10:34: Nichts hat Lauterbach in seinem Leben ausgelassen.
00:10:37: Hier steht nicht zertlauter Bach in seinem leben ausgelass.
00:10:39: mir würden jetzt viele Erfahrungen Einfallen die dann doch noch mal sehr viel mehr Freude bringen oder lohnenswerter sind, als das was dort beschrieben wurde.
00:10:49: Innige
00:10:49: Freundschaft verbunden halt, emotionale Nähe und gemeinsam geteilte Gefühle nicht gemeinsam geteilter Drogenrausch.
00:10:58: Und die Frage ist auch brauchen wir Drogen?
00:11:01: Oder brauchen in Anführungszeichen aufregendes Sexualleben um wirklich exzessiv zu leben, also um Gefühle bis ins kleinste Detail auszukosten und so weiter.
00:11:17: Aber das ist ja eine Sache die auch hier wieder eben patriarchal genormt ist weil man hier eben... Das hat dass der Mann quasi immer die Kontrolle sowohl über den eigenen Körper aufs Spiel setzt als auch die Kontrolle über andere Körper.
00:11:37: sowohl Alkohol ist ja immer ein Spiel mit dem eigenen Körper, mit dem eigenem Bewusstsein und so weiter.
00:11:43: Als auch dann eben so was sie hier als wilde Sexgeschichten irgendwie beschreiben, ist er dann ein Spiel Mit dem eigenen und den Körper von anderen und der Exzess misst sich immer nur daran wie sehr der Körper ausgereizt wird und an nichts anderem.
00:12:02: Ich wollte gerade schon sagen, es wäre ... weil du das ja angesprochen hast.
00:12:06: Du musst exzessives Leben auf die Art sein.
00:12:08: oder kann man nicht auch vielleicht auf eine andere Art und Weise radikal leben?
00:12:13: Also einfach ohne selbstzersteuerisch zu sein wirklich das Gefühl lebendig zu sein Freude also Sachen, die einem persönlich freute bereiten, die einen erfüllen, die ein vielleicht weiterbringen.
00:12:26: Das meine ich jetzt nicht mal in irgendeinem unternehmerischen oder leistungsgeprägten Sinne sondern einfach mich als Mensch, mich als fühlendes Wesen weiterzubrehen.
00:12:36: Also ich weiß es auch nicht in jeder Situation wirklich und es gibt sehr viele systemische Komponenten die das oft verhindern angefangen bei dem aktuellen Wirtschaftssystem den Patriarchat Und was alles damit anhergeht.
00:12:52: aber das wäre doch viel anstrebenswerter als Alkoholexzesse.
00:12:56: Und was dem entgegengestellt wird, sind die Kalendersprüche und die Pseudo-Weißheiten.
00:13:01: Aber leben wir nicht auch gerade von solchen Fehlern?
00:13:04: Von Tiefschlägen, Enttäuschungen?
00:13:05: bilden sie nicht das Fundament auf dem sich dann das Glück aufbaut?
00:13:10: Glück wird hier nur als Kontrast begriffen.
00:13:12: Glück ist der Kontrast zu Fehlentscheidungen, zu abstürzen und kann nur so existieren.
00:13:20: Also ich will jetzt gar nicht die tiefe philosophische Debatte um Glück aufmachen.
00:13:25: Ob Glück existiert
00:13:26: würde hier wahrscheinlich was anderes sagen.
00:13:28: Ja genau
00:13:29: viele würden da widersprechen aus unterschiedlichen Gründen und Richtungen.
00:13:33: aber warum versteht man das immer nur so?
00:13:38: Wenn es um so was geht, weil das ist ja keine Einzelmeinung von Heiner Lauterbach.
00:13:41: Wie schon gesagt Kalendersprüche, das bedeutet... Das Ganze ist irgendwie so auch schon normiert und wird von vielen anderen so wahrgenommen, dass man Glück erst erreicht indem man quasi vielleicht auch ein paar wilde Jahre hat.
00:13:58: Das wird hier auch gerne dann immer so romantisiert und verbrähmt.
00:14:03: in denen man sich richtig austuppt und dadurch lernt man dann sein festen Standpunkt im Leben zu finden, der dann als Glück bezeichnet wird.
00:14:10: Und der natürlich meint fester Beruf, Familie ausgesorgt haben und ein guter Teil dieser Gesellschaft zu sein.
00:14:21: Ein hauseinkind ein Baum
00:14:23: quasi ja.
00:14:25: also glück als Kontrast zu vielleicht Unglück begreifen ist das eine.
00:14:28: aber es darauf zu fußen dass ich Fehler begehe oder Fehler begangen habe Das eines hat einfach ein Zeichen von Weiterentwicklung.
00:14:36: Also ich habe einen Fehler gemacht, ich erkenne das an und vermeide in Zukunft Sachen die ich nicht tun möchte.
00:14:44: aber...sure!
00:14:46: Das sollte nicht der Fundament der Gluckstheorie sein.
00:14:51: Und
00:14:51: es wird dadurch unterstrichen dass er auf die nächste Frage antwortet.
00:14:54: also die nächste frage ist gibt es Momente den sich wünschen nochmal dreißig zu sein und wieder richtig feiern zu gehen?
00:14:59: da antwortete er nein Die gibt es nicht.
00:15:02: Ich bin allenfalls froh, nicht mehr dreißig zu sein.
00:15:05: Das heißt nicht dass ich nicht sehr am Leben hänge und den damit verbundenen Respekt vor dem Tod habe oder eigentlich weniger vor dem Tot als vor dem Umstand nicht mehr da zu sein.
00:15:13: Andererseits möchte ich noch einmal so jung sein Und das alles vor mir haben klingt nach einem Widerspruch entspricht aber meinen Gefühlen.
00:15:20: Ich
00:15:20: finde gar nicht nach einem widerspruch.
00:15:22: ja also ich kann würde auch nicht wieder viertzehn sein wollen.
00:15:28: Ich möchte auch nicht in der Schule sein, nicht dass ich da eine extrem schlechte Zeit gehabt hätte oder dass ich irgendwie nicht auch da Glücksmomente gehabt hatte.
00:15:37: aber es ist sehr valide zu sagen nicht mehr an einem frühen Punkt sein zu wollen weil es geht doch in der Frage hier gerade nicht darum.
00:15:48: also gut Lena Brokos verbindet das damit möchten sie nochmal dreizehnt und wieder so exzessiv sein?
00:15:54: Aber auch da geht es ja nicht um das Alter.
00:15:56: Da geht es hier um diesen Lebenszustand.
00:15:58: Möchtest du wieder das machen?
00:16:00: Und da ist ja offenbar seine klare Antwort... Nein!
00:16:03: Es spielt auf eine kollektive Nostalgie an.
00:16:08: Früher war alles besser, da war alle so viel einfacher und da war das nicht so stressig.
00:16:13: Ja, nee, es war früher genauso stressig.
00:16:15: also es gibt doch diesen schönen Spruch.
00:16:18: Du wirst noch mal wünschen diese Probleme von heute zu haben.
00:16:21: Das heißt ja nicht, dass die Probleme, die man jetzt hat, nicht stressig sind.
00:16:26: Aber natürlich finde ich meine Abi-Vorbereitungsphase mit dem Abstand, den ich jetzt dahin habe so viel... also klar!
00:16:34: Ich würde da wieder zurückgehen.
00:16:36: Also ist dann abgeschlafenes Ding und danach hast du erst mal Sommer.
00:16:39: Weißt Du?
00:16:40: Natürlich weiß ich was ich mach muss.
00:16:42: Es liegt ja in der Natur der Sache das sich danach weiß, was ich tun muss.
00:16:45: Und deswegen wird es ja einfacher.
00:16:47: Was jetzt interessant ist, dass eine Frage gestellt wird die beispielsweise bei Mario Adolf nicht gestellt wurde.
00:16:52: Sondern Mario Adolph selber, die Antwort darauf ungefragt gegeben hat nämlich die Frage nach dem Erfolg.
00:17:00: Wir erinnern uns kurz an Mario Adorf zurück der eigentlich nur nach Preisen gefragt wurde, die er bekommen hat und nach Kritiken für seine Filme erhalten hat und der dann gesagt hat das ihm alles nichts bedeutet sondern es ging für ihn immer darum gute Arbeit zu leisten als Schauspieler.
00:17:16: Nun wird Heiner Lauterbach gefragt, was ist für sie persönlich Erfolg?
00:17:20: Er antwortet.
00:17:21: Ich finde da muss man unterscheiden zwischen privatem Erfolg und beruflichen.
00:17:26: unter privatem Erfolg verstehe ich ein Leben in einer intakten Familie In einem warmen Freundeskreis mit Menschen die für einen da sind Und für die man selbst natürlich auch da ist.
00:17:37: Unter beruflichem Erfolg versteh' ich dass man zunächst einmal einen Beruf findet, der einen mit Leidenschaft ausfüllt.
00:17:44: Den man bedingungslos liebt und für den man lebt.
00:17:48: Wenn man solch ein Beruf gefunden hat ist man in meinen Augen schon beruflich erfolgreich.
00:17:53: Zwei Dinge die hier auffällig sind.
00:17:55: erstens ich finde es spannend das er im Gegensatz zu den Autorinnen vorher zu allererst den privaten Erfolg bespricht Nämlich, dass es wichtig ist zwischenmenschliche Bindung aufzubauen.
00:18:11: Wir können uns jetzt natürlich streiten wir das Gewicht, dass er zuerst intakte Familie nimmt und danach ein warmen Freundeskreis.
00:18:19: aber Das ist nun mal der Generation geschuldet.
00:18:22: genau dass der generation geschuldete.
00:18:23: ich glaube da würden auch sehr viele Menschen irgendwie also so viele menschen wieder fragt sie würden jeweils Andersgewichten.
00:18:30: Die einen sagen Familie, die andere sagen erst mal ein Umfeld haben.
00:18:33: und generell ich würde auch sagen man sieht ja wie viele Menschen geschädigt dadurch sind nicht in einer intakten Familie aufgewachsen zu sein beziehungsweise auch jetzt immer noch nicht von der interkten Familie umgeben zu sein.
00:18:44: Und deswegen kann ich diesen Wunsch danach auf jeden Fall verstehen.
00:18:47: Ja was heißt also Nicht nur nicht von einer intakten Familie umgebend zu sein das kann sich auch durch einen sehr harmonischen Harmonisches Umfeld ausgleichen.
00:18:55: Also, ich glaube das Problem ist er halt von einer nicht intakten Familie umgeben zu sein.
00:19:00: Also dass man da als Kind und jugendliche Person gezwungen ist... Ja
00:19:06: ja, ihr hättet das meine ich auch.
00:19:07: Genau!
00:19:07: Ich wollte euch das nur einordnen, also ich würde
00:19:09: ihn nachfragen.
00:19:11: Und danach spricht über beruflichen Erfolg und auch da ist bemerkenswert, dem Verdienen von Geld verbindet.
00:19:19: Wir dürfen uns davon aber nicht trügen lassen, weil viele Menschen würden jetzt hier sagen ach ist doch nett dass er erst einmal davon spricht das es um die Leidenschaft für den Beruf geht.
00:19:27: ähnliches klingt ja auch in anderen Interviews an.
00:19:29: Aber was jeweilig verschwiegen wird?
00:19:32: Ist die ökonomische Notwendigkeit die hinter Arbeit steckt.
00:19:35: richtig
00:19:35: und ich finde auch wenn ihr sagt man soll einen beruf zu finden der mein lebt und wir bei denen man lebt Meiner Meinung nach ist das auch kein beruflicher folge sondern das ist halt auch erstmal ein persönlicher folg.
00:19:46: also wenn ich meinen Innerstes mein Ich-Gefühl mit etwas verbinden kann, das mir derart Spaß macht und mit dem ich eben diesem ökonomischen Drang Geld zuvor, diesen kapitalistischem Dranggeld zuvor die nachkommen kann.
00:19:59: Dann ist es erstmal persönlicher Erfolg.
00:20:01: Beruflich kann man... Denke ich auch erfolgreich sein, ohne dass einem das gefällt.
00:20:06: Das ist wie schon gesagt so eine liberale Ideologie.
00:20:09: Dass man zunächst einmal einen Beruf findet, schreibt er.
00:20:12: So als würden wir alle auf die Suche nach dem richtigen Job für uns gehen und vielleicht noch ein bisschen durchprobieren und am Ende irgendwas finden was uns ausfüllt.
00:20:18: Er verkennt damit aber, dass man arbeiten gehen muss um zu leben weil man Geld verdienen muss, um seine eigene Existenz dadurch zu sichern und dass alleine auch dadurch das im Kapitalismus sehr viele Berufe existieren die gemacht werden müssen.
00:20:41: Auch wenn sie nicht erfüllend sind monotonen sind anstrengend sind usw.. dass die gemacht werden müssen aus dem systemischen Zwang heraus, die eigene Existenz absichern zu müssen.
00:20:58: Richtig!
00:20:58: Es ist ein unheimliches Privileg einen Beruf zu machen den man selber schön und angenehm findet und vielleicht auch sehr schonend ist.
00:21:06: um da jetzt vielleicht mal den Bogen zu spannen... es ist ja sehr schön wenn gewisse Bundeskanzler von mehr Arbeit träumen oder von mehr Stunden in der Woche.
00:21:19: meinetwegen haben BerufspolitikerInnen auch in ihren Sitzungswochen sehr lange Wochen.
00:21:25: Aber man darf dann nicht vergessen, das sind Sitzungwoche im klimatisierten Gebäuden mit also mit sehr viel mehr Komfort als HandwerkerInnen das haben.
00:21:37: Ja deswegen wenn ich mir alleine vorstelle...
00:21:41: Natürlich Handwerker in seines kann auch ein sehr erfüllender Beruf sein, wenn man das wirklich möchte und nicht aus Sachen zu gezwungen.
00:21:47: Aber es hat deutlich anstrengender auf eine andere Art Beise.
00:21:50: Ja vor allen Dingen wir denken immer dabei zuerst an das offensichtliche Anleute im Anfangszeichen die eher so sind wie du und ich.
00:21:57: was aber ständig vergessen wird sind Arbeiten, die zwar eine hohe gesellschaftliche Notwendigkeit haben aber keinen hohen gesellschaftlichen Stellenwert haben.
00:22:08: Putzkräfte
00:22:09: zum Beispiel
00:22:10: oder wenn wir es aufs Handwerk beziehen Arbeitskräfte auf dem Bau direkt also wo es ja auch riesige Probleme gibt in der Art und Weise wie Arbeitsmigration dort geregelt ist Wie dort Menschen ausgebeutet werden.
00:22:27: Ich will jetzt nicht das deutsche Gesetz affirmieren, auf gar keinen Fall.
00:22:30: Aber es wird ja auch da schon geltendes Recht umgangen, um Leute noch effektiver ausbeuten zu können.
00:22:36: Die ganzen Gastarbeiter, die Spargel hier stechen und also basically die Lebensmittelindustrie hier hochhalten?
00:22:45: Ja Und das alles wird aber durch diese ideologische Verblendung negiert.
00:22:52: Das zeigt sich dann noch mal in einem anderen Satz, den er sagt nämlich folglich habe ich meinem Erfolg nichts untergeordnet.
00:22:58: Ich musste auf Nichts verzichten.
00:23:00: gut vorhin würde ich sagen Aber dass ist nichts worauf man auf andere schließen kann.
00:23:07: Wir wenden uns anderen Fragestellungen zu.
00:23:10: Wir kommen einmal wieder zurück zum exzessiven Lebensstil und was damit einhergeht, ist ja eine verstärkte Berichterstattung.
00:23:19: Braucht man für die Schauspielerei ein spannendes Privatleben um zu den Großen seiner Zunft zu gehören?
00:23:25: Geht das ohne Boulevard-Berichterstatter nicht?
00:23:29: Ich werde dir das ganz kurz beantworten bevor er es tut.
00:23:31: Ja doch!
00:23:33: Also wirklich gute Schauspielerinnen brauchen nicht... also klar, man braucht auch Vitamin B. Man muss bekannt sein, man muss irgendwie paar Blisse die haben aber die müssen ja nicht alle fünf Minuten absichtlich durch die Boulevardpresse gehen.
00:23:48: Großartige SchausspielerInnen und generell großartige Künstlern erkennt man halt auch einfach an der Großartigkeit der Kunst wenn ich das etwas naiv ausdrücken darf.
00:23:56: Ich weiß es ist mehr als das.
00:23:58: Ja, es ist ja aber auch so oder so nicht zu vermeiden dass sich entsprechende Boulevard-Medien an deine Fersen heften und auch selbst wenn du was anderes möchtest dann versuchen dein Privatleben zur Öffentlichkeit zu machen.
00:24:13: Aber das ist ja nicht die Frage!
00:24:14: Die
00:24:14: Frage ist Geht das ohne Boulevard richtig stattfindet?
00:24:17: Und da ist die Antwort
00:24:18: doch.
00:24:19: Man sieht ja auch, dass die Bildzeitung da immer mehr schwächelt beispielsweise und auch entsprechende Illustrierte was auch ein bisschen damit zusammenhängt.
00:24:31: Die Bildzeitung schwächelt?
00:24:33: Nein, im Sinne der Berichterstattung über das Privatleben von Stars and Stars... Ja
00:24:37: klar!
00:24:38: Das, was Jürgen Kerl ausmacht, den Gossip daran schwächtet.
00:24:41: Also die schwächeln ja schon von Verkaufshallen her und so weiter.
00:24:45: Sie haben ja tatsächlich Probleme, was sie auflagern geht.
00:24:47: Aber das
00:24:47: tut mir jetzt aber leid.
00:24:49: Worauf ich hinaus möchte ist dass die sozialen Medien dazu beigetragen haben, dass die Bolvarmedien einen schwierigeren Job haben.
00:25:02: Und teilweise auch ein einfacheren, weil ihre Arbeit oftmals nur daraus bestehen kann.
00:25:05: Einfach nur Instagram-Profile quasi zu stalken und dann wiederzugeben was in der Story passiert.
00:25:10: aber dieses investigativen Anführungszeichen Leuten hinterher rennen durch Vorhänge hindurch fotografieren und so weiter das ist ja oftmals gar nicht mehr notwendig Weil sich selber im Internet ausstellen.
00:25:24: ich will jetzt nicht sagen dass es nicht trotzdem noch passiert.
00:25:27: Es gibt ja ja schlimmste Fälle.
00:25:29: Ich will damit nur sagen, dass sich das dadurch ein bisschen geändert.
00:25:31: Aber kommen wir mal zusammen... Social Media
00:25:32: ist generell schlimm für jede Art der seriösen oder unseriösen Berichterstatter.
00:25:37: Ja, kommen wir aber... zu seiner Antwort.
00:25:40: Ah ja!
00:25:40: Er sagt, ich säume das Pferd mal von hinten auf und behaupte, dass geht nicht nur ohne Boulevardberichterstattung sondern ist sogar viel besser ohne sie.
00:25:48: Die Boulevard-Berichterstatterung ist eher hinderlich in der kritischen Beobachtung eines Schauspielers.
00:25:53: Sie trägt zwar zur dessen Bekanntheit bei aber niemals zu seiner Reputation.
00:25:58: In der artificiellen Beurteilung eines Showspielers ist sein Erschein etwa in der Bild eigentlich schon mit seinem Todesurteil gleichzusetzen.
00:26:06: Viel erlebt zu haben ist sicherlich förderlich für eine gute Performance, es ist aber nicht unerlässlich.
00:26:14: Ich finde es einfach toll dass er hier von einer Springerjournalistin interviewt wird und er sagt ihr ganz klar... In der Bild
00:26:23: aufzutauchen sei eigentlich mit einem Todesurteil gleich
00:26:25: zu sehen!
00:26:26: Also also er sagt jetzt natürlich nicht ich verachte die Bildzeitung dafür oder so.
00:26:30: aber er sagt das die Bild Zeitungen mit ihrer Berichterstattung Schauspielern nicht hilft.
00:26:37: Also er benennt klar ein Fakt, vermutlich ist es dadurch weit so freundlich verpackt.
00:26:41: Es nimmt sie das auch nicht so als dies war aber es ist schön dass er da trotzdem so ehrlich damit umgeht.
00:26:50: Wir kommen jetzt zu dem Bereich Familie.
00:26:51: Wir hatten ja vorhin schon das einleibende Zitat angesprochen und das folgt auf folgende Frage, wonach sie in jedem Interview gefragt werden ist ihre Familie?
00:27:01: Seit über zwanzig Jahren führen Sie mit ihrer Frau Victoria und den Kindern ein skandalfreies Leben.
00:27:06: Hier so'n Oscar der aus Ihrer Ehe mit der Schauspielerin Katja Flynn stammt hat eins über Ihre Ehe Frau Victoria gesagt ich bin eigentlich sehr froh dass mein Vater einen so herzlichen Menschen gefunden mit ihr sein neues Leben angefangen und zwei zuckersüße Kinder hat.
00:27:22: Patchwork gilt in der Gesellschaft als schwierig, wie haben sie es geschafft das sich alle gut verstehen?
00:27:29: Familie ist eine Wunde die niemals heilt.
00:27:32: Das ist eine Zeile aus einem Film den ich vor einiger Zeit gedreht habe.
00:27:36: Fand ich ganz schön und passend!
00:27:38: Wir leben in keiner Patchwork-Familie.
00:27:41: Ein, zweimal im Jahr kommen wir alle zusammen.
00:27:43: Das würde ich nicht als Patrick bezeichnen.
00:27:45: Also keine Familie!
00:27:48: Ja, wir können uns jetzt über Definitionen
00:27:51: schreiten...
00:27:54: Ich komme mir hier bei dem Buch auch vor wie ein unfreiwilliger Wojörr.
00:27:57: Ich möchte eigentlich gar nicht so stark über das Privatleben dieser Leute urteilen.
00:28:01: Auch wenn sie es ja immer so schön von mir ausbreiten werden.
00:28:03: Das ist schon bei Stefan Aust der eigentlich mit großem Stolz über seine dysfunktionale Vaterrolle berichtet hat.
00:28:11: Ey,
00:28:12: er war irgendwann für seine Kinder da!
00:28:13: Und der hat Nudeln für sie auf dem Hof gekocht?
00:28:15: Ja und hat dann die Texte auf den Hof korrekt gedacht, die man sie zugefaxt hat.
00:28:19: Und
00:28:20: war wenigstens nicht im Hamburg... ja aber ich komme immer vor als würde ich hier etwas lesen was eigentlich gar nicht für mich bestimmt ist deswegen.
00:28:28: Du
00:28:28: bist auch nicht die Zielgruppe Damian.
00:28:30: Ich möchte da auch gar nicht mir eigentlich so ein großes Urteil erlauben, aber es wird ja einen Rahmen gesetzt aus dem man etwas lernen soll und deswegen muss das besprochen werden.
00:28:41: Familie ist eine Wunde die niemals heilt.
00:28:44: Das mag in einem Film erstmal melodramatisch klingen.
00:28:50: Und
00:28:50: es kommt auch ein bisschen auf den Filmen drauf an was da passiert oder was die Kontexte sind?
00:28:55: Aber muss... Was dann nicht die Frage stellt wird, muss Familie eine Wundesein?
00:29:00: Man könnte jetzt auch interpretieren, von wegen Familie Bedarf immer Arbeit wie eine nicht teilende Wunde.
00:29:07: Aber warum überhaupt diese negative Assoziation mit Familie?
00:29:13: dass das sei wie eine Wunde etwas, was einem Schmerzen zufügt.
00:29:17: Was da in einem reingerissen wird, was dann eben nicht verheilt sondern immer die Arbeit versorgen werden.
00:29:22: Also die Metapher von diesem Progress, diesen Überfordwerden könnte man auch anders machen.
00:29:28: Keine Ahnung.
00:29:28: Familie ist ein Blumenbeet, das man immer wieder pflegen muss also immer wieder oder immer wieder bewässern muss und mal wieder wo man immer sich den Garten setzt und sich damit befest beschäftigt.
00:29:40: Also hätte man ja auch sagen können
00:29:43: Ja, oder überhaupt dass das immer so rausgegriffen wird.
00:29:45: Dass es ein Akteur ist weil Familie ist ja etwas was gemeinsam geschaffen wird wenn es funktional sein soll wo alle sich irgendwie daran beteiligen.
00:29:56: Sie schreibt dann in ihrem Einschub den sie danach macht denn die Wahrheit ist doch das Scheitern einer Ehe ist am Ende ein Versagen und Kinder von verschiedenen Frauen zu haben ist nie einfach weder für die Kinder noch für einen selbst
00:30:11: Also vielleicht für die verschiedenen Frauen auch nicht.
00:30:13: Ja, ich finde es auch toll dass das so ausgeklammert wird.
00:30:18: Dass hier wirklich die Vaterfigur natürlich ist im Kontext dieses Interviews aber jetzt wird die Vaterfigur in den Mittelpunkt gestellt.
00:30:25: was hat der nur damit auszuhalten?
00:30:27: und die Kinder?
00:30:28: Aber wie geht es eigentlich den Frauen dabei?
00:30:29: Und dann geht es aber auch weiter.
00:30:31: als Scheidungskind fehlt immer irgendetwas erst eine Wunde die ihm niemals heilt Geschenkt kann man vielleicht sagen jetzt hier bei Scheidungskind, ja da ist irgendwie... Da isst was Schmerzhaftes.
00:30:44: Da ist die Realität der Familie, die man vorher hatte das umfetzt zerbricht.
00:30:49: Da kann man diese Metapher vielleicht anwenden.
00:30:53: oder würdest du das anders sehen?
00:30:54: Das würde ich anders sehen.
00:30:56: Vor allen Dingen schreibt sie danach noch die perfekte Patchwork-Familie, existiert nur im Märchen und selbst da gibt es die böse Stiefmutter.
00:31:01: Es muss wirklich nicht so sein Und ich will auch da wieder nicht zu groß anektotische Evidenz aufgreifen.
00:31:07: Aber ich kenne Auch aus meinem eigenen Umfeld super viele Familien bei denen es Scheidungsfälle gab oder wo ein Partnern Kind aus einer anderen Ehe schon mit eingebracht hat Oder irgendwie sowas.
00:31:23: Nee, also keine Frage.
00:31:25: Auch scheidungsgeschiedene Familien und Patrick-Familien können ein sehr harmonisches und funktionelles Leben haben.
00:31:32: Ich wollte ausdrucken dass es für das Kind wenn du keine neun oder zehn wissen plötzlich ändert sich die komplette Realität.
00:31:39: ist das schon mal schmerzhaft?
00:31:41: Also da würde ich aber auch nicht sagen, dass niemals heilt.
00:31:43: Sondern es tut halt erst mal weh.
00:31:44: Es tut erstmal weh und vor allen Dingen ist es ja eine Konfrontation mit einer Realität die du so oder so irgendwann hättest.
00:31:50: Ja.
00:31:51: Nämlich die Konfrontations mit der Erkenntnis das Menschen a komplexe Wesen sind.
00:32:00: Mit eigenen Wünschen und Vorstellungen die sich auch ändern können und b Das Beziehungen nicht in Stein gemeißelt sind sondern ein Prozess sind.
00:32:13: Das ist natürlich erst einmal schwer zu fassen für einen Kind, aber das Was man nicht durch a. vernünftiges Handeln der Eltern und b. entsprechende Begleitung des Kindes, wenn das Ganze gütlich passiert, also die Trennung
00:32:29: usw.,
00:32:29: und wie danach das Leben des Kinds organisiert wird... Das ist nichts was nicht gut mit einem Kind zusammen aufgearbeitet werden kann!
00:32:38: Und wie schon gesagt, wenn du die Erfahrung nicht als Scheidungskind machst, dann wird irgendwann durch ein anderes Erlebnis dieser Erfahrung kommen?
00:32:46: Ja, selbstständig.
00:32:47: Leben bedeutet Schmerz Nicht ausschließlich, aber Schmerz auch.
00:32:52: Und ich würde deswegen... Es ist eine Wunde die niemals halt wird das nicht unterstreichen wollen.
00:32:59: Ich würde da nicht mitgehen wollen.
00:33:00: Dieses Niemals-Halt
00:33:01: würde ich auch nicht nehmen.
00:33:03: Das ist ja eigentlich ein Fatalismus den wir hier erleben dass gesagt wird Eine Scheidung muss immer schrecklich sein und sie muss immer mit schlimmen Konsequenzen einher gehen.
00:33:14: dabei Ist es ja eigentlich gut Beziehungen, die so nicht mehr funktionieren erst einmal vielleicht auch auf Abstand gehen können und im Endeffekt geschieden werden oder getrennt werden.
00:33:28: Weil das ja dann durchaus auch besser ist als in einer nicht funktionierenden Beziehung weiterzuleben, die dann möglicherweise für noch mehr offene Wunden sorgt, die niemals heilen.
00:33:38: Absolut!
00:33:39: Kommen wir mal weiter.
00:33:41: Es wird jetzt danach gefragt, und wir kommen jetzt in den künstlerischen Bereich, es wird danach gefragt welche Rollen Heiner Lauterbach am liebsten gespielt hat ob er vielleicht sogar sein Herz an eine Rolle verloren hat.
00:33:55: Und er antwortet Die gibt es in der Tat.
00:33:57: Und zwar ist das die Titelrolle des Gangster-Dramas Harmes, dass ich zusammen mit meinem Freund Niki Müller schön auch produziert habe.
00:34:05: Dieser Harms ist ein Gangster, der gerade aus dem Gefängnis gekommen ist und sich prompt wieder in Schwierigkeiten bringt – ein gestrandeter einer aus dem Unterbauch der Gesellschaft!
00:34:13: Doch trägt er Charaktereigenschaften in sich wie Stolz-, Ehre-, Geradlinigkeit-, Ehrlichkeit-und Zuverlässigkeit von denen man sich wünschen würde Sie auch im Handeln unserer Politiker wiederzuerkennen.
00:34:28: Ein wunderbarer Film, den ich jedem ans Herz lege!
00:34:31: Erst einmal finde es toll dass seine erste Schlussfolgerung ist nicht diese Charaktereigenschaften bei sich selber wieder zu erkennen sondern bei Politikern.
00:34:41: und dann auch dieser Glaube daran das Politik einen deswegen enttäuschen würde weil die Politiker über die falschen Charakte eingeschaffen verfügen würden.
00:34:50: Das sind wir wieder in der Tugendlehre.
00:34:55: Es ist
00:34:55: so ein Blödsinn, der einem hier erzählt wird.
00:34:59: und warum glauben Menschen?
00:35:02: Also sowohl die Leute, die das lesen als auch die Journalistinnen, die diese Interviews führen.
00:35:07: Warum glaubt man dass... eine Person wie ein Schauspieler, der irgendwie berühmt ist in der Öffentlichkeit steht.
00:35:13: Jetzt eine besonders kompetente Meinung zu gesellschaftspolitischen Themen
00:35:17: hätte.".
00:35:18: Das sieht sich ja so toll durch.
00:35:21: wirklich jedes Thema kaum hat die Person einen Doktortitel.
00:35:26: Wo muss diese Person oder nicht?
00:35:27: mal das?
00:35:28: also kaum hat diese Person den Doktotitel und äußert sich mal öffentlich?
00:35:32: Ist Schauspielerin oder generell Künstlerin?
00:35:38: Kaum, dass es passiert wäre diese Person zu allem gefragt?
00:35:41: influencers erinnern ja auch.
00:35:44: Ja was ich auch so schwierig finde das influencer gezwungen werden basically von ihre community Zu allem sich zu äußern.
00:35:51: also ja bitte seid nicht unpolitisch.
00:35:53: aber wenn sie keinen politischen content machen Die sind halt nicht zu allem informiert.
00:35:58: und das ist
00:35:59: selbst.
00:35:59: wenn die politischen Content machen musst du nicht zu allem etwas sagen Wenn du dazu dir noch keine umfangreiche und erfundierte meinung gebildet hast.
00:36:08: gerade so.
00:36:09: Was dann aber den Bereich von der Presse angeht und dem medialen Sektor, wo man Gesprächsrunden führt?
00:36:18: Werden Menschen irgendwie zu Dingen gefragt, wo sie die Faktor... Also keine Expertise haben.
00:36:24: Ja,
00:36:25: ich finde es fantastisch wie PhysikerInnen und ich liebe das auch gerade NaturwissenschaftlerInnen so zu im Grunde allem auch gesellschaftswissenschaftlichen und politischen und sozial wissenschaftlichen Geisteswissenschaftlichen egal sowas gefragt werden anstatt einfach mal zu schauen was dieses Spektrum an Expertinne noch hergibt oder am aktuellsten der ganze Drama um den Wahl vom Timendorfer Strand.
00:36:53: Ich
00:36:55: rewuse, ich verweigere mich ein dieser Spitzname zu nutzen wo einfach einen Mob diktiert hat was jetzt passiert anstatt einfach mal auf Expertinnen zu hören.
00:37:06: Ja aber es geht ja nicht nur um Expertise sondern vor allen Dingen um das Identifikationspotenzial eines Schauspielers.
00:37:13: denn Was verbinden Mensch mit einem Schauspieler?
00:37:16: die Rolle vielleicht
00:37:17: seine Rollen Und B. Sein Auftreten in der Öffentlichkeit, ob er sympathisch intervius ist und was man eben weiß so aus der Boulevardpresie exzessiver Lebensdienst weiter.
00:37:26: dazu blicken ja auch Menschen irgendwie auf können sich damit identifizieren träumen vielleicht selber einmal So gelebt zu haben oder so zu leben wie er und es geht einfach nur immer um dieses trugbild von einem schauspieler hat.
00:37:39: und darauf projiziert man dann solche allerwelts antworten.
00:37:42: denn So eine Aussage wie stolz, ehrige Ratlinigkeit, Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit.
00:37:48: Da wünsche ich mir das in Politikern wieder zu erkennen.
00:37:50: die kannst du zu jeder Zeit treffen und jederzeit werden dir sehr viele Menschen zustimmen.
00:37:57: Ja und dieses Bild von euch möchte genauso exzessiv leben wie der oder die SchauspielerInnen basiert ja auch immer auf so einer Verklärung und so einem Missverständnis was es eigentlich bedeutet also was man dem eigenen Körper zusetzt, die Gefahren, die man sich aussetzt.
00:38:15: Die ja auch Heiner Lauterbach klar benennt zu sagen, für mich ist es gut ausgegangen aber nicht für alle.
00:38:20: Das verklärt das ja und vor allem auch... dass es nicht immer ist Dreh dann Großparty am nächsten Tag Dreh wie viel Arbeit dazwischen ist passieren muss, die du halt entweder mit Kater machst oder nicht und dann bist du halt einfach irgendwann keine gefragt Person mehr wenn du nämlich nur noch existiv lebst.
00:38:39: Also diese Verklärung finde ich auch immer super komisch.
00:38:42: Apropos Verklärungen der eigenen privilegierten Position in der nächsten Frage wird gefragt, hatten sie zu irgendeinem Zeitpunkt ihrer beruflichen Karriere Angst es nicht zu schaffen?
00:38:53: Nicht von der Schauspielerei leben zu können?
00:38:55: Naja, Angst ist kein guter Ratgeber!
00:38:58: Ich sage meinen Kindern immer geht wachsam durch die Welt aber nicht ängstlich.
00:39:03: Ja, könnte auch doch in meinem Kalender morgen früh stehen.
00:39:06: Ja geht wachsam durch die Welt aber nicht ängstlich.
00:39:09: das liest sich halt genauso wie die vorherigen Vorwürfe an die Generation Maybe dass man sagt ja die Generationen sind so unentschlossen die jüngeren einfach mal keine Angst haben einfach sich mal was trauen und dann klappt er schon.
00:39:21: das ist das haben wir auch schon bei Mario Adolf angesprochen immer sehr einfach zu sagen wenn man es geschafft hat
00:39:28: ja also kann ich nur zustimmen herstellen.
00:39:30: Und wo wir ihm auch zustimmen können und das wird wirklich interessant, wird dann auf... Ich wollte
00:39:34: erst mal dir zustimmen.
00:39:35: Natürlich!
00:39:37: Ja aber wir können ihn zustimmen und es wird jetzt sehr lustig auf der kommenden Seite.
00:39:43: Wird er nämlich gefragt?
00:39:44: Blicken wir einmal auf die Lage in Deutschland.
00:39:47: Früher
00:39:47: war alles besser heißt ist immer so schön.
00:39:49: Das
00:39:49: hatten wir gerade schonmal mit Industrie.
00:39:51: Aber gibt es Dinge die früher wirklich besser waren
00:39:54: und
00:39:54: ich finde es auch schön.
00:39:55: Wir haben wieder so eine sehr suggestive Fragestellung.
00:39:57: Wir wissen, was Sie eigentlich wollen aufgrund der ersten Kapitel hier mit Lagen in der Zone
00:40:02: usw.,
00:40:02: wir wissen, worauf sie eigentlich hinaus wollen und was sich für eine Antwort erhoffen.
00:40:05: Und man kennt ja auch ihre medialen Auftritte.
00:40:09: also man kennt also man man kennt Ja auch wofür sich journalistisch steht und ihr Meinung gesagt.
00:40:14: das hat man ja im Hinterkopf ein bisschen
00:40:16: und er macht jetzt etwas was dafür sorgt dass die Frage dann nicht vertieft wird.
00:40:20: ähnlich wie wir das auch schon mal mario adolf hatten zeigt hier quasi eine grenze auf wo er sagt so sehe ich dass und sie vertieft das dann nicht weil sie merkt da geht es nicht mehr weiter in diese richtung.
00:40:30: er sagt von der überbevölkerung unseren umweltproblemen und solchen media einmal abgesehen war früher glaube ich nicht allzu viel besser und ebenfalls von diesen dinging abgesehn leben wir im tollen zeitalter.
00:40:41: die medizinische betreuung die möglichkeit dank anästhesi uns so weiter uns geht schon gut leider nur in einer hand vor ländern.
00:40:48: Das ist das Problem, das gilt es zu lösen und zwar Flux.
00:40:52: Ich möchte auch diese Aussage einmal aufteilen.
00:40:54: Erst einmal über Bevölkerung.
00:40:56: ganz kritisch dass das hier genannt wird.
00:40:58: wir können uns auch da weil es knüpft eigentlich sich an den anderen Punkt an nämlich eine Hand vor Ländern das Problem Überbevölkerung.
00:41:05: Das erinnert mich so ein bisschen
00:41:06: global halt kein Problem.
00:41:10: Die Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens mit Scrooge, der ja gefragt wird ob er bitte was spenden möchte.
00:41:16: Weil er sei ja wohlhabend genug und den Menschen geht es einfach schlecht die Sozialsysteme existieren nicht.
00:41:25: Und er antwortet dann darauf mit gibt das keine Gefängnisse?
00:41:29: Keine Armenhäuser?
00:41:31: Ja doch doch!
00:41:31: Die gibt es schon noch.
00:41:33: Dann sollen die Leute halt dahin gehen.
00:41:35: So viele Leute würden eher sterben Und er ja dann auch damit, also das ist jetzt grob widergegeben.
00:41:40: Ich war es mir nicht anschalzt dickensfrei zitieren zu können, je nach Übersetzung auch.
00:41:45: Minder
00:41:45: das nicht den Bevölkerungsüberschuss?
00:41:47: Genau
00:41:48: und er ja erst für alle dies... Also erstens für alle die es wieder gelesen noch gesehen haben oder irgendwie konsumiert haben kann ich ganz groß empfehlen.
00:41:57: Die Weihnachtsgeschichte der Weihnachtabend oder im englischen The Christmas Carol.
00:42:04: Dann beim ersten Geist Nequatschmann, zweiten Geist.
00:42:07: Der der
00:42:10: dieseligen Weihnacht
00:42:11: wo er dann beim bei little bei bei tiny Tim sitzt und der geist ihm offenbart Ja also die wenn sie Schatten der Zukunft sich nicht ändern wird Tiny Tim nicht überleben Und er dann so geschockt ist und damit konfrontiert wird ja was meinst du mit Überbevölkerung?
00:42:29: Also das
00:42:30: verringert das nicht den Bevölkerungsüberschutz?
00:42:33: Ja, es ist großartig wie das gegen ihn verwandt wird.
00:42:36: Aber Überbevölkerung und Umweltprobleme sind eigentlich Verteilungsproblemen.
00:42:42: Das was er ja anspricht zuletzt also er sagt jetzt nicht explizit Verteidungsprobleme aber er sagt uns geht schon gut leider nur in einer Hand vor Ländern dass ist das Problem.
00:42:52: das gilt es zu lösen und zwar Flux-Deutscher Lenin oder wie.
00:42:57: Ja, erstens ist es auch wieder so eine Naivität.
00:42:59: Und zwar Flux als ob das noch niemals vorher jemand war.
00:43:02: Also ich will jetzt nicht sagen dass hier tatsächlich eine gefestigte linke Position dahinter steht sondern das ist einfach nur...
00:43:11: und er beruft sich ja eigentlich nicht auf die Lebensumstände von Menschen.
00:43:16: also das einzige wo er vielleicht hinkommt ist mit Social Media was ja auch eine
00:43:20: kulturelle Debatte
00:43:21: ist und die eigentlich ja auch schon mal helfen wird wenn wir große Tech Konzerne da mal wirklich in die Verantwortung nehmen würden, beziehungsweise ihnen solche Medien wegnehmen würden.
00:43:33: Also das ist eine kulturelle Frage.
00:43:35: und ansonsten auch immer wieder dieses ja die medizinische Betreuung, die Möglichkeit dank Anastasia usw.
00:43:41: Das sind ja auch keine... das ist ja wissenschaftlicher Technologischer Fortschritt.
00:43:45: Er antwortet gar nicht auf die Frage wie geht es den Menschen?
00:43:48: Genau deswegen sage ich auch dass es keine gefestigte linke Meinung.
00:43:55: Ich möchte mich auch einmal kurz korrigieren, wegen Social Media.
00:43:57: das kulturelle Frage ist natürlich die geknüpfte ökonomische Zustände.
00:44:01: Weil wir sagen können dass Social media quasi die Vollendung kapitalistischer Vorstellungen von Beziehungen sind weil sie auf reine Zahlen und Algorithmen und algorithmische Steuerung reduziert werden.
00:44:17: Und dass natürlich diese systemische Komponente hat.
00:44:24: Aber es ist natürlich dann eine andere Frage als das Thema Übervölkerung und Umweltprobleme.
00:44:32: Und wie schon gesagt, es ist keine gefestigte linke Meinung weil er sich ja nicht auf die ökonomischen Verhältnisse bezieht auf die tatsächlich materielle...
00:44:39: Genau also da fehlt Tiefe.
00:44:42: und in der nächsten Frage um da mal reinzuleiten geht es denn tatsächlich Fragen von Gleichberechtigkeit, umfragen die tatsächlich mal das soziale und die Rolle von Personen der Gesellschaft vertreffen.
00:45:00: Ja also es wird natürlich... Es geht natürlich um ein Kulturkampfthema aber wir sehen daran als es wird nochmal schön bebildert.
00:45:06: was ist eigentlich bedeutet privilegiert zu seinem patriarchalen System?
00:45:10: Und zwar wird gefragt eine Sache die sie an dem heutigen Zeitalter auch stört ist das Gendern.
00:45:15: Sie stellen sich öffentlich gegen das gendern Ihr Standpunkt?
00:45:18: Das Gender macht die Frauen schwächer.
00:45:21: Abgesehen davon, dass diese Bewegung wieder mal so eine für heutige Gesellschaft typische Eigendynamik bekommt und sich am Ende selber beholt und gar nicht mehr weiß was sie eigentlich stehen wollte sehe ich nicht einfach um mich wegen der Forderung einer Minderheit meinen Vokabular ändern sollte.
00:45:39: Um was geht es denn eigentlich?
00:45:41: Um erreichte?
00:45:42: Dafür sollte unbedingt gekämpft werden.
00:45:43: Ich bin seit jeher, auch wenn man das bei meinem Ruf kaum glauben mag ein großer Verfechter der Gleichberechtigung gewesen.
00:45:49: Ich habe schon vor dreißig Jahren öffentlich gesagt ich würde wesentlich mehr Frauen als Männer im politischen Ämter setzen, wenn ich das zu bestimmen hätte.
00:45:56: Ich halte es für das selbstverständlichste überhaupt dass alle Menschen egal ob männlich oder weiblich und vollkommen unabhängig von Hautfarbe und sexual Orientierung die absolut gleichen Rechte haben.
00:46:07: Wenn ich heute in einer Talkshow Wenn ich heute in einer Talkshow eine Dame in der Runde sehe, die ein öffentliches Amt in einem öffentlichen Sender bekleidet und behauptet sie viele sich erst wirklich angesprochen, seitdem gegendered wird weiß ich nicht was ich machen soll.
00:46:19: Weinen, Wütten sein oder schallend lachen.
00:46:22: Buddha würde mir wohl letztes empfehlen das bezäufe vielleicht.
00:46:26: Das wäre vermutlich auch die gesündeste Reaktion.
00:46:29: nur eines tue ich garantiert nicht ernsthaft drüber nachdenken
00:46:33: Ja, dann tu es nicht und sprich auch nicht darüber.
00:46:34: Das würde dich doch befreien!
00:46:37: Ich sehe es nicht ein warum ich wegen der Forderung einer Minderheit mein Vokabular verändern sollte.
00:46:42: Ich würde mich mal ganz brennt dafür interessieren ob er das N-Wort oder das Z Wort verwendet.
00:46:48: also
00:46:49: ich hoffentlich nicht
00:46:51: und ich finde es auch toll... Also er hat ja irgendwie einen.
00:46:56: Also ich will nicht sagen recht, sondern ich will eine Parallele dazu aufmachen.
00:47:01: Wir hatten ja in der letzten Episode schon über weißen Feminismus gesprochen.
00:47:04: Wenn er hier sagt dass wenn er in einer Talkshow eine Dame... Ich finde es auch toll das das Wort Dame verwendet.
00:47:10: In der Runde sieht ihr ein öffentliches Amt in einem öffentlichen Senderbegleit und behauptet sie fühlt sich erst wirklich angesprochen.
00:47:15: seitdem gegenert wird weiß ich nicht was ich machen soll?
00:47:18: Ich würde Ähnliches sagen Wobei es mir eher darum ginge, zu sagen dass diese Person eben privilegiert ist und sich innerhalb des patriarchalen Systems eine gewisse Rolle erarbeitet hat.
00:47:35: Und nun so tut als wäre dieses Eine Problem etwas, was konsequent für alle gilt und zu deren Befreiung beitragen würde.
00:47:46: Das ist ja eh etwas merkwürdig das wir innerhalb dieses weißen liberalen Feminismus immer diese Verschiebung haben davon was als Befreiung oder als Emanzipation angesehen wird und was es dann eigentlich nicht ist.
00:47:58: Aber, was er ja aufmacht, ist einfach nur seine persönliche Reaktion entgegenzusetzen sich selber als Maßstab dafür zu machen, was gerechtfertigt ist und was natürlich zeigt... Keine
00:48:11: Mensuche oder was?
00:48:12: Was natürlich zeigt Männer sind nicht decentered und Heiner Lauterbach ist es noch weniger denn er Und seine Meinung ist das Zentrum der Welt, an dem sich alles messen lassen muss.
00:48:25: Das zeigt ja nicht nur an seiner Reaktion im Anfangszeichen soll ich zweien Wüten sein oder erscheinen Lachen sondern auch an dem extremen.
00:48:36: Ich in dieser Antwort also äh war da?
00:48:42: Wo steht es denn genau?
00:48:47: Ich bin seit jeher auch, wenn man das bei meinem Ruf kommt.
00:48:49: Glauben mag in großer Verfechte der Gleichberechtigung gewesen?
00:48:52: Ich habe schon vor dreißig Jahren öffentlich gesagt ich würde wesentlich mehr Frauen als Männern politisch entersetzen.
00:48:56: Auch da würde ich gerne mal gerne seine Bewegkunde für dafür erfahren.
00:49:00: Also das macht ja auch schon wieder so eine dichotomie auf zwischen Mann und Frau.
00:49:07: Generell dieses binäre System
00:49:10: Und nicht nur das
00:49:11: Und schreibt ja auch, sexistisch gesehen sehr viel Eigenschaft und Attribute beiden Gendern zu.
00:49:16: Es
00:49:17: ändert ja auch nichts!
00:49:19: Was ändert es wenn ein Mann heute sagt?
00:49:21: Also ich hab damals übrigens schon gefordert dass das und das passiert.
00:49:25: Erstens ist die Geschichte trotzdem so verlaufen wie sie verlaufe ist und zweitens zeigst du also du machst damit ja eigentlich nur noch einmal deine Rolle in diesem patriarchalen System deutlich indem du nichts anderes tun kannst als zu sagen Ich enable das Ich erlaube es, dass das so ist.
00:49:43: Das steckt ja eigentlich dahinter, dass ich etwas
00:49:46: fordere.".
00:49:46: Und um diesen Punkt eine Heiner-Mensura nochmal auszuführen... ...ich halte es für selbstverständlich!
00:49:54: Sie behauptet, das ist schön Heiner wenn du das für selbstständig hältst.
00:49:59: Ob du das jetzt lebst?
00:50:01: Hoff' ich mal!
00:50:04: Aber es ist halt nun mal nicht selbstverständlich, die empirische Realität zeigt.
00:50:09: Es isst keine Selbstverständlichkeit.
00:50:11: Diese Gleichberechtigung haben wir so verfestigt und im positiven Recht eigentlich auch nicht vollständig ehrlich gesagt.
00:50:21: aber diese gleich Behandlungen Und das was tatsächlich über diesen Anspruch hinausgeht?
00:50:27: Das ist ja nicht so!
00:50:28: Es gibt ja Unterschiede und das zeigt sich ja auch schon an seinen Antworten.
00:50:32: Er hält es für selbstverständliche ordnet aber nicht ein, dass es nichts so ist.
00:50:36: und er kann jetzt auch ganz abgesehen davon wie man das empathische System bewerten möchte.
00:50:42: Und er kann sich ja auch offenbar nicht auf die Forderung einer Frau einlassen gegender zu werden in der Sprache weil dad weiß er nicht über weinen soll wütend sein soll oder schallend lachen soll.
00:50:52: Ich frage mich was passieren wird wenn eine nonbinäre Person von ihm verlangt zu gendern oder gar Neopronomen anzuwenden?
00:51:02: Ich frage mich, wie er dann reagiert.
00:51:03: Ob er das auch so macht und wenn ja... Wie die andere Person auf ihn reagiert?
00:51:07: Ich hoffe da auf höchste Eskalationen.
00:51:10: Zahlreiche Feministinnen würden ihnen da widersprechen und in den Titel Alterweißer Mann verleihen.
00:51:15: Oh, das sind wir jetzt wieder!
00:51:16: Die Fortwährende, ich glaube es kommen in jedem Interview vor haben sie schonmal Worten sich schon mal bezeichnet.
00:51:24: Wie fühlt sich das für Sie
00:51:25: an?!
00:51:25: In dem Fall stört sie das.
00:51:27: Ob mich das stört, wenn ich als alter weißer Mann bezeichnet werde?
00:51:30: Es wäre wohl cool zu sagen.
00:51:32: Nein!
00:51:32: Aber die Wahrheit ist... Ja es stört mich weil diese Aussage meistens von jungen oder mittelalten weißen Idioten in den Mund genommen wird Von Menschen die keine Achtung haben vor dem Alter Vor einer Lebensleistung vor allem Die einfach nur dumm daherquatschen ohne vorher nachzudenken Die nicht wissen dass sie ohne diese alten weißen Männer schon längst nicht mehr da wären und die diesen alten weißen Männern gleichzeitig wahrscheinlich neunzig Prozent ihrer Lebensqualität zu verdanken haben.
00:52:02: Ich habe Aussagen, erstens man hat keine Achtung vor seinem Alter aber er sagt es sind mittelalter Idioten.
00:52:09: gut über den Punkt weiß kann man tatsächlich erstmal kritische Soli an der Stelle dass ja das oft solche Diskussionen in sehr weißen Kreisen geführt werden und eigentlich gar nicht intersektional Der erste Punkt.
00:52:24: Er verkennt aber damit auch, woher der Begriff eigentlich kommt, dass er nämlich nicht aus weißen Kreisen ursprünglich stammte?
00:52:31: Also
00:52:31: er verkennt das einmal.
00:52:33: deswegen kritische Soli.
00:52:37: und zweitens oder nicht zweites sondern in den anderen Punkt
00:52:41: und
00:52:42: die diesen alten Weißungen gleich sich wahrscheinlich neunzig Prozent ihrer Lebensqualität zu verdanken haben Wenn ich mir die Politik der Union der letzten seventy-fünf Jahre anschaue.
00:52:55: Also, most of the Union ein bisschen SPD bis in FDP manchmal auch mal die Grünen Das war es ja eigentlich.
00:53:03: also auf Bundesebene erstmal Die Mieten sind eine Katastrophe!
00:53:06: Die Löhne sind eine katastrophe das Rentensystem ist eine Katostrophe.
00:53:12: dass Kindergeld ist seit seiner Einführung nicht angehoben worden?
00:53:15: Das BAföG ist eine Kattastrophe
00:53:20: Und man darf die alten weißen Männer auch nicht fragen, was sie während der Agenda-Zwanzigzehn gemacht haben.
00:53:24: Wir bleiben beim Ich Bezug, denn das ist ja wichtig!
00:53:27: Also ja da stört mich.
00:53:28: aber und jetzt kommt die wichtige Nachricht Leute wir dürfen beruhigt sein ich werde damit leben können.
00:53:35: immerhin befinde ich mich in guter Gesellschaft.
00:53:37: Sie Goethe Einstein und vielen anderen Alten weisten Männer den wir so viel zu verdanken haben.
00:53:44: Bescheidenheit ist eine fucking Zierde.
00:53:47: Es kann doch nicht sein, dass ein... ...schuldige das ich so sage, mittelmäßiger deutscher Schauspieler sich hierhin stellt und von sich selber sagt.
00:53:56: Ja, Götte Einstein!
00:53:58: Und so viele anderen alten weißen Männer in deren Linie ich mich quasi befinde weil Ich habe ihnen zu verdanken.
00:54:06: wir haben ihnen was zu verdankt und ihr habt mir übrigens auch etwas zu verdanken.
00:54:09: ja aber Wir bleiben bei unterhaltsamen Dingen.
00:54:13: Also es wird wirklich noch lustiger als das.
00:54:15: Ja, wenn's nicht wahr?
00:54:16: Wenns nicht so traurig wäre!
00:54:18: Ohne die Gender-Debatte kleinreden zu wollen befinden wir uns im gesellschaftlichen Krisenmodus.
00:54:22: Das ist übrigens wieder die Frage von Nena Brockhorst.
00:54:25: Er setzt seine Antwort nicht
00:54:26: fort.
00:54:27: Genau.
00:54:27: Pandemie, Krieg, Energieknabheit steigende soziale Ungleichheit.
00:54:31: Wir leben in Zeitalter der Krisen.
00:54:33: Das Problem – wir haben Krise nie gelernt.
00:54:36: Unsere Generation fehlt das Handwerkszeug für die Krisenbewältigung.
00:54:41: Können Sie
00:54:41: Krise?!
00:54:42: Das ist so eine schreckliche Frage.
00:54:46: Woran macht sich fest, dass wir A-Krisen nie gelernt haben und B das Handwerkszeug dafür fehlen würde?
00:54:52: Also
00:54:53: wenn man halt privilegiert in der Gesellschaft aufgewachsen ist hat man Krise nie erlebt.
00:54:57: aber ich glaube sehr viele Menschen können und kennen Krisen.
00:55:01: Probleme sind Lösungen in Arbeitskleidung.
00:55:03: Was heißt das?
00:55:05: Wir können keine Krise Die Menschheit ... Warte
00:55:08: warte watte Warte Warte.
00:55:09: Probleme sind Lösungs-, Arbeitskleider.
00:55:13: Das klingt so nach Probleme sind und ordentliche Chancen.
00:55:17: Probleme
00:55:17: sind lösen.
00:55:21: Diese Metapher, ich habe es ja auch gelesen das Buch, aber ich hab's verdrängt!
00:55:26: Also ich finde es toll dass er aber erst mal sagt man soll jetzt nicht von der Krise irgendwie erschrecken sondern das ist durchaus ein lösbares Problem.
00:55:33: Aber wir kommen gleich noch darauf zurück, was das größte Problem dann liegt.
00:55:36: Aber er schreibt, die Menschheit hat seit jeher jede Krise bewältigt, die sich ihr in den Weg gestellt hat.
00:55:41: Erst mal, was ist diese Menschheit?
00:55:42: Aber okay.
00:55:43: Danny Andertala hat tagelang nichts gegessen und konnte sich und seine Familie über viele Zeitspannen nicht ernähren.
00:55:50: Das sind Krisen.
00:55:51: In Krisenzeiten sind zwei Dinge gefragt, die Fähigkeit, die Dinge richtig zu analysieren und der Wille daran zu arbeiten – ach so!
00:55:59: Wenn ich mir zum Beispiel unsere heutige Regierung ansiehe, werde ich den Verdacht nicht los, dass es an Beidem mangelt?
00:56:08: Ich möchte hier auch zwei Punkte anbringen.
00:56:10: Wir sollten kurz einordnen für alle, die hier zuerst zu hören in dieser Folge.
00:56:16: Es geht um die Ampelregierung da waren wir noch
00:56:20: Was ja aber auch insofern obsolet ist, als dass er nicht konkret darin wird was die Regierung denn seiner Ansicht nach falsch machen würde.
00:56:31: Und das schließt sich ja daran.
00:56:32: anders etwa sagt man müsse Dinge richtig analysieren gesagt, dass er das selber ja auch gar nicht vermag und da einen sehr verstellten Blick auf die Welt hat.
00:56:42: Und zum anderen möchte ich auf eine Unterscheidung ankommen, die man beispielsweise beim Klimawandel gemacht hat was vielen Aktivistinnen wichtig war zu sagen.
00:56:53: es geht gar nicht darum als klimakrise zu bezeichnen weil ne Krise ist ein lösbares Problem, was schon von vornherein irgendwie temporal festgelegt ist.
00:57:04: Sondern es handelt sich um die Klimakatastrophe.
00:57:07: Denn natürlich können wir sagen irgendwann ist ein Punkt erreicht wo sich das... Wo sich die Erde bis zu einem gewissen Grad aufgeheizt hat und dann
00:57:19: Irgendwann ist diese planetare Grenze überschritten?
00:57:21: Dann ist die Planetare ganz überschrittene, dann ist es einfach so.
00:57:24: Und das ist nichts was sich in Wohlgefallen auflöst nur weil man jetzt anfängt CO-Zwei Bepreisungen einzuführen oder so.
00:57:33: Zumal ja auch verkannt wird dass es sich bei der Klimagrise nicht Katastrophe.
00:57:39: dieses Vokabular sitzt so tief weil es immer wieder wiederholt wird und auch irgendwie für Uni Abgaben echt den Nichts mit Umweltverhältnummer kurz bedrohen in der Abgabe für Politikwissenschaft, ja Klimakrise.
00:57:51: Ich habe dann in meiner Antwort absichtlich Klimakatastrophe eingebaut und noch mal klammern.
00:57:59: Das ist ja auch nichts was irgendwie so extrem einfach lösbar wäre als es eine hochkomplexes... Also keine Ahnung wenn man das mit den anderen Teilen vergleicht.
00:58:07: Ja es ist vielleicht ne Krise dass er da vielleicht gerade kein Essen hat aber das ist jetzt nicht allzu komplex braucht es Essen und dann löst sich das wieder auf.
00:58:14: Klima-Katastrophe, sehr viel Größe und da reicht's auch nicht ein bisschen runterzufahren.
00:58:19: Das hat lang Folgen.
00:58:20: Vor allen Dingen merken wir hierbei dass er den Staat komplett ausblendet.
00:58:25: also er vergleicht Krisen in der Politik mit Krisen des Neandertalers als Individuum.
00:58:32: ich finde es auch toll, dass er die Neanderthaler nennt und nicht den Homo Sapiens sapiens als Urmensch sondern das ist der Neanderthaler.
00:58:39: aber was Was er ja sagt ist, dass die Krise in der Art und Weise wie man sie bewältigen muss im politischen Umfeld das Gleiche ist.
00:58:48: Und das ist fundamental falsch weil Die Krise Innerhalb des der Politik ja an das politische System gekoppelt ist.
00:59:00: Die Klimakatastrophe beispielsweise geht aus dem Kapitalismus hervor.
00:59:06: Das heißt eine Überwindung Der Klimakatastreufe muss mit einer Überwindung des Kapitalismus einhergehen.
00:59:14: Es muss also die Systemfrage gestellt werden und insofern muss auch die Frage gestellt werden nach der Berechtigung des Nationalstaates und der Regierung,
00:59:23: aber
00:59:25: das kann hier natürlich nicht passieren.
00:59:26: Genau!
00:59:26: Das ist etwas, dass beide nicht tun oder tun würden.
00:59:32: Auch die Fragestellung zählt ja schon darauf ab... Gesellschaftlicher Krisenmodus, Pandemie Krieg, Energieknappheit, steigende soziale Ungleichheit.
00:59:40: Das sind ja alles eigentlich keine Privaten!
00:59:43: Also sie betreffen mich privat auch.
00:59:46: aber das sind hier keine Krisen oder keine Dinge die man privat lösen könnte.
00:59:51: Wir leben im Zeitall der Krisenprobleme in der Krise nie gelernt unsere Generation für das Handwerkswerk.
00:59:55: können Sie Krise?
00:59:57: Dass Ihre eigentlich systemische Frage, die man auch so verstehen könnte wenn man wollte wird heruntergebrochen auf Die Person und es zeigt sich ja auch wie so neoliberale Kreise oder beziehungsweise.
01:00:12: Auch dann die Neurechten alle rechten, dass du als individuelles Ding lösen lösen wollen in Anfangszeichen weil ich sehe da keine Lösungen für das man dann doch okay Dann soll man doch selber weniger Auto fahren und dann soll man vielleicht selber irgendwie den Mundschutz tragen.
01:00:29: Das ist aber gar nicht das.
01:00:30: also das ist ein gesellschaftliches
01:00:32: ding
01:00:32: Und das macht auch, wie du schon gesagt hast, nicht halt an der Grenze zu Österreich oder an der grenze zu Belgien.
01:00:38: Oder an der US-amerikanischen Grenze Kanada.
01:00:41: da wird ein Virus nicht aufhören.
01:00:43: Das freut sich da nicht.
01:00:45: Aber weißt Du wie man Probleme lösen kann?
01:00:47: Durch Anthropologie!
01:00:49: Er schreibt Der Mensch ist wie er ist.
01:00:52: Das war im Mittelalter genauso wie heute.
01:00:54: Es gab immer und wird vermutlich immer Menschen geben.
01:00:57: So,
01:00:58: dann würde ich nicht an dieser Stelle noch brechen wollen.
01:01:00: Natürlich.
01:01:01: Dann nutzt er eine ganze Reihe an Begriffen die Menschen gegenüber Abwertend sind.
01:01:06: Ich finde das sollte mich ja nicht wiederholen.
01:01:09: Wir machen weiter bei Diebel Lügner-Mörder.
01:01:12: Das ist was vorüber man sich noch... Ja,
01:01:14: Diebel lügner Mörder und vieles mehr Freund benutzen halt auch Begriffe, die man gerne nutzt um bestimmte Gruppen vor allen Dingen auch rassifizierte Menschen oder Menschen, die aufgrund von Religionen ausgeschlossen sind und so weiter, die damit belegt werden.
01:01:31: Und dann schreibt er weiterhin... Dann gibt es diese unheimlich breite Masse an Mittelmäßigkeit.
01:01:37: und dann auf der anderen Seite diese paar Menschen, Fast alles zumindest.
01:01:44: Das muss er natürlich einordnen, weil er sich sonst nicht selber dazuzählen könnte.
01:01:48: Denen wir so viel zu verdanken haben den ganzen Fortschritt der Erfindungen unsere Kultur unser Wissen.
01:01:55: Zu denen wir aufsehen die wir verehren bewundern.
01:01:59: fast nichts kann so unterschiedlich sein wie der Mensch.
01:02:03: Fast Nichts Kann So Unterschiedlich Sein Darf Es Aber Nicht Weil er es ansonsten beleidigen würde.
01:02:08: ich finde auch Fantastisch dass er also diese Dreiteiligkeit aufmacht zwischen Menschen, die ja offensichtlich verachtet.
01:02:20: Auch ganz unabhängig davon also... Die Belügnermörder sind die netteren Varianten.
01:02:24: Und sie sind es auch einfach so?
01:02:26: Also Quargebote eigentlich?
01:02:27: Genau!
01:02:27: Es hat so ein Determinismus.
01:02:28: Die Seele ist von Anfang an schlecht und da gibt das auch nur Hölle wenn man jetzt mal der christlichen Kategorisierung folgen würde Ohne einzuordnen, dass es so zoologische Gründe dafür gibt.
01:02:43: Also das ist gesellschaftliche Gründe dazu gibt warum jemand systemisch gegründet warum man vielleicht was klauen muss weil Ich würde halt also eine Person die vielleicht kurz vorm Verhungern ist Die wird sich jetzt nicht daran für interessieren wo deine Eigentumsverhältnisse liegen die hat erst mal Hunger auf dieses Brot Und ich finde das in erster leder erstmal richtig so dass Menschen ihre Grundbedürfnisse erfüllt bekommen.
01:03:07: Dann diese unheimlich breite Masse an Mittelmäßigkeit, die er offenbar auch auf die ein oder andere Art ja nicht unbedingt extrem verachtet aber zumindest auch nicht irgendwie als positiv betracht.
01:03:17: Ja und dann auf der anderen Seite diese paar Menschen einfach alles richtig machen.
01:03:21: Naja fast alles zumindest!
01:03:23: Und tut dann so als ob alle Erfindungen so auf jeweils eine Person zurückzuführen sind und nicht etwa auf so'n... Auf so'ne Mischung aus den Ideen oder Erfindungen und vielleicht auch den Fehlschlagen von vielen, vielen Menschen.
01:03:38: Und vor allem Gruppen die an einer Studie gearbeitet haben wo viele unbezahlt das gemacht haben die nicht genannt werden die raus gestrichen worden sind Die Frauen von Männern denen dann der Rom zugeschrieben wurden ist.
01:03:53: Er verkennt eben, dass Akkumulation von Wissen keine Einzelleistung ist.
01:03:58: Das würde
01:03:58: ja auch das ganze universitäre System obsolet machen!
01:04:01: Wenn es eine Einzelleistung ist, warum lese ich dann vor Co?
01:04:03: Genau, genau.
01:04:07: Also mein
01:04:07: Gott... Ein kleiner intellektuellen Scherz.
01:04:09: Ich habe eigentlich
01:04:11: nicht echt jeden sagen können.
01:04:13: Aber das fand ich schon gut.
01:04:15: und er sagt wie gesagt fast nichts kann so unterschiedlich sein wie der Mensch.
01:04:19: und diesen Satz finde ich insofern so unglaublich widerlich, als dass er ja vorher im Interview sich dazu geäußert hat das er eigentlich auch zu diesen binären Geschlechterdenken steht und alles was in der Gender-Debatte darüber hinausgeht konsequent ablehnt.
01:04:36: Also dürfen Menschen nun unterschiedlich sein oder dürfen sie nur so unterschiedlich seien, dass Sie in Deine Welt sich passen?
01:04:43: Ja also ich glaube für ihn dürfen sie unterschiedlich Gender, also männlich oder weiblich.
01:04:50: Und dann darin noch mal jeweils unterschiedlich sein ob sie zu dem verachtend... Also zu denen gehört die er verachtet, zu der breiten Masse dazwischen und zu denen dir gut finden.
01:04:58: das sind schonmal sechs Kategorien.
01:05:04: Ja und dann vielleicht nochmal ob die exzessiv weiß es doch auch nicht.
01:05:09: Also er macht da keine große Unterschiedlichkeit auf.
01:05:12: Er ist ja sehr wenig different.
01:05:16: Man kann aus diesem Interview also wie wir sehen nicht so viel mitnehmen.
01:05:21: Interessanter ist dann doch die Frage, was nimmt Nina Brockhaus daraus mit?
01:05:25: Sie schreibt vermutlich ist das seine größte Lehre ohne dass er sie als Lehre oder Lebensweisheit bezeichnen würde sei offen und mutig für Veränderungen.
01:05:35: So wie ihr die Veränderung der Sprache also das Gendern akzeptiert.
01:05:40: Ja,
01:05:41: wenn Heiner Lauterbach vom Saulus zum Paulus werden konnte ist alles möglich auch seine festen Gewohnheiten zu ändern.
01:05:48: Auslösendern!
01:05:49: Mit einem gehörigen Schuss Willen und Disziplin.
01:05:52: heute is der beste Staat um sich zu fragen wie will ich leben?
01:05:57: Die zweite lauterbarsche Lehre Respekt never gets out of style.
01:06:01: Außer natürlich, wenn Leute gejendert werden möchten dann weiß er nicht ob er lachen soll.
01:06:05: Respekt vor dem Alter ist essentiell so wie er Goethe einstellen und die vielen anderen Männer verehrt den wir so viel zu verdanken haben.
01:06:11: Er
01:06:11: nennt ja auch nur die beiden!
01:06:13: Sollten auch wir uns als Gesellschaft in Respekt Vorlebensleistung üben einem gesellschaftlichen Diskurs allzu oft verloren geglaubte Tugend.
01:06:22: Dafür hat er also... Ja, vor Respekt zur Lebensleistung meint sie aber.
01:06:27: Respekt generell in der Gesellschaft hat er ja offenbar nicht da eben Menschen sehr abwertend bezeichnet.
01:06:33: wenn man die eigenen festen Gewohnheiten ändert und sein Leben ausschmückt mit ein paar Kalendersprüchen, dann meint man damit eine tatsächliche Veränderung zu spüren ohne dass sich tatsächlich grundsätzlich etwas ändert.
01:06:49: Und genau das ist eben das Problem des Konservatismus, dass er ja Veränderungen vortäuscht die aber eigentlich gar keine sind.
01:06:58: was ich am Ende dieses kurzen Interviews einmal kurz ansprechen möchte ist der interessante Fakt, dass Heiner Lauterbach hier ja interviewt wurde.
01:07:08: neben Mario Ardorf.
01:07:10: Denn diese beiden Schauspieler verbindet etwas und zwar ein Film, ein sehr bekannter Film den man jetzt als Empfehlung aussprechen kann gerade auch vielleicht als Empfehlungen an Nina Brockhaus und Frank Alehfeldt sehen sich noch mal anzusehen weil man könnte daraus tatsächlich etwas zum Thema Feminismus lernen.
01:07:31: Der Film heißt Rossini oder die mörderische Frage wer mit wem schläft?
01:07:35: Das ist ein Film aus dem Jahr von Helmut Dietl und Patrick Süßkind, also derjenige, der das Parfüm geschrieben
01:07:44: hat.
01:07:45: Helmut Dietl durften die meisten für Storn kennen – also der Film, der die Affäre des Magazinen Sterns um die Hitler-Tagebücher verarbeitet.
01:07:55: Und in besagten Filmen Rossini geht es vordergründig erst einmal um den Kunstbetrieb, um die Münchner Schickeria aber eigentlich ist der binäre Geschlechterkampf und wie er Menschen zerstört.
01:08:12: Und auf welche Art und Weise dieses System aufrechterhalten werden soll?
01:08:17: Ich möchte einen kurzen Überblick über die Handlung geben, das wird nicht lange dauern.
01:08:20: Aber es wird uns eine Erkenntnis liefern, die vielleicht vor diesem Interview hätte stehen müssen!
01:08:26: Der Film dreht sich um Rossini Paulorosini gespielt von Mario Adolf.
01:08:32: Er betreibt ein italienisches Restaurant, in dem quasi das Hues-Hu der deutschen Kunst und Medienlandschaft ein und ausgeht unter anderem einen Schriftsteller namens Jakob Windisch eine Neuinterpretation der Lorelay geschrieben hat, die ein Weltbestzeller geworden ist und die vor allen Dingen deswegen erfolgreich ist.
01:08:56: Weil sie eine Beschreibung also es wird nur so etwa grob angerufen weil sie eine Beschreibung von Weiblichkeit und auch von Erotik von Stärke usw.
01:09:08: aufmacht, die in Frauen etwas Unbekanntes auslöst.
01:09:14: Er selber ist aber sehr introvertiert, sehr distanziert und ist auch der Welt des... schnellen Kommerz abgeneigt.
01:09:26: Er soll aber nun dazu überredet werden von einem Filmregisseur und einem Filmproduzenten, dieser Filmproduzent wird eben gespielt von Heiner Lauterbach.
01:09:34: er soll dazu überleded werden die Verfilmungsrechte daran abzutreten an diesem Romal und alles findet statt innerhalb dieses Restaurants und Verdichtet sich dann in einem Abend.
01:09:49: Jeder dieser Charaktere ist irgendwie involviert in das Beziehungsspiel.
01:09:57: So es ist zum Beispiel so, dass man von Mario Adolf zu Beginn des Films den Satz hört, dass er viele Dinge leben könnte ein Auto aber eine Frau niemals.
01:10:08: Ja, dass er also eine Frau sogar unter einen Wertgegenstand quasi setzt.
01:10:15: Ein kurzes Vergnügen aber lieben eine tiefe Beziehung!
01:10:19: Das könne er sich nicht vorstellen der Paolo Rossini.
01:10:24: Übrigens
01:10:25: würde ich an die Stelle einbringen wollen das ist fast schon das Gegenteil es von dem was Mario Adolf tatsächlich in den Interview gesagt.
01:10:33: Fast so als wäre ein Schauspieler.
01:10:34: Ja, ich wollte es nochmal einbringen.
01:10:36: Weil ich finde auch in Anbetracht dessen dass Mario Adolf ja ganz kurz vor Aufnahme der Folgen hier verstorben ist Möchte ich einfach nicht das dieses Bild bleibt?
01:10:50: Natürlich!
01:10:51: Ich
01:10:51: traue den da tatsächlich schon zu das als künstlerisches Produkt wahrzunehmen.
01:10:55: Daran erkennt man vielleicht den guten Schauspieler Dass seine Rolle dann weit entfernt ist vom Charakter.
01:11:01: Das wird insofern lustig wenn wir gleich über Heiner Lauterbachsrolle sprechen.
01:11:04: Kommen wir zuerst zu diesem Schriftsteller Jakob Windisch.
01:11:12: Bei dem ist es nämlich so, dass er bedient wird von einer Kellnerin.
01:11:17: Er sitzt da immer in seinem Separi, in dem Restaurant weil er auf Menschen nicht klar kommt und der ist irgendwie fasziniert von dieser Frau.
01:11:24: Seraphina heißt sie.
01:11:25: er sucht dann sogar damals konnte er ja nicht googeln sondern er such den Büchern danach was die Namensbedeutung davon ist und er ist faszinet und er möchte irgendwie als Inspiration nehmen für seinen neuen Roman.
01:11:40: Er macht sie dadurch ja aber auch zu einer Art des romantisierten Objekts, so einem Mysterium.
01:11:49: das wird dann besonders deutlich wenn Sie ihn dann schlussendlich nach Hause begleitet und mit ihm schlafen möchte und er dann ganz entsetzt ist weil sich herausstellt dass sie ein Mensch ist mit einem eigenen Willen, der von ihm nicht weiterhin als dieses Mysterium angebietet werden kann.
01:12:09: Dann wird eine weitere Nebenhaltung aufgemacht.
01:12:11: Es gibt nämlich zwei junge Schauspielerinnen.
01:12:14: Eine davon ist lesbisch... Und beide haben nicht so wirklich den Erfolg, sie treten in einem schmuddeligen Kinderteater auf was schon heruntergekommen ist und wo klar ist das ist das Ende aller größeren Karrierepläne.
01:12:31: Und die beiden versuchen nun an diese Rolle der Lorelei zu kommen für einen Film dessen Filmrechte noch gar nicht gesichert sind.
01:12:40: Und sie tun das, indem Sie versuchen diesen Idealbild der Lorelei die dort als eigentlich ja eine pornografische Teenager Vorstellung beschrieben wird während des Castings, dem gerecht zu werden was dann dafür sorgt dass sich die Schauspielerin die dort als lesbisch eingeführt wird entsprechend verkleidet und so um den Mailgaze wieder zu entsprechen.
01:13:08: Die beiden konkurrieren dann an dem Abend zum einen um die Gunst des Filmregisseurs und zum anderen, um Paolo Rossini überhaupt in das Restaurant zu kommen.
01:13:22: Und Rossini hat dann am Ende einen emotionalen Zusammenbruch als er erfährt, dass er die lesbische Schauspielerin nicht verführen kann weil sie nicht auf Männer steht.
01:13:32: Dann der Konflikt, der dem Film auch seinen Titel gibt nämlich die mörderische Frage wer mit wem schlief?
01:13:37: Das ist ein Dreiergespann und zwar bestehend aus diesem Filmproduzenten gespielt von Heiner Lauterbach Dichter gespielt von Jan-Josef Liefers und einer mysteriösen Frau, die sich dort in der High Society bewegt namens Valerie.
01:13:58: Gespielt von Gudrun Landgrebe.
01:14:02: Und beide Männer konkurrieren quasi um ihre Zuneigung auf unterschiedliche Art und Weise.
01:14:11: Und dazwischen grätscht dann auch immer noch ein Arzt Ein, der eigentlich auf Schönheitsoperation spezialisiert ist und der so gewissermaßen den Nice Guy darstellt.
01:14:25: Der immer versucht Valerie dazu zu überreden, mit ihm auszugehen um die beiden Männer da um ihre Gunstbuhlen hinter sich zu lassen weil sie als Toxel spezeichnet Sie und das wird am Anfang des Films eingeführt hat Verstopfungen.
01:14:46: Das wird als humoristische Metapher dafür genutzt, dass ihr Körper quasi die simplen existenziellen biologischen Funktionen nicht ausführt weil er nicht als Körper existieren darf sondern nur Lustobjekt zwischen diesen beiden Männern, die da um ihre Gunst konkurrieren.
01:15:13: und sie löst das dann in einem entsprechenden Monolog am Ende auf der auch beeindruckend gespielt ist.
01:15:20: Also ich kann wirklich nur empfehlen sich diesen Film anzusehen denn da sagt sie seit ich euch kenne bin Dauerhaft verstopft, ich will endlich wieder normal scheißen können und lässt die beiden dann zurück.
01:15:35: Und die beiden?
01:15:37: man merkt eigentlich da ist kein keine richtige Konkurrenz zwischen den beiden, sondern jeder will einfach nur mal anhand von ihr beweisen was für ein Mann er ist.
01:15:46: Und sie kommen dann eigentlich beide freundschaftlich zusammen während Sie und das ist jetzt der traurige Abschluss des Films sich selber in der Badewanne das Leben nimmt.
01:15:58: Der Dichter gespielt von Jan-Soph Liefers schreibt nicht nur einen Gedicht darüber indem man diese Zeile vorkommt die mörderische Frage wer mit dem schlief.
01:16:08: Er liefert ein neues Drehbuch, eine neue Drehbuchvorlage die dann verfilmt werden sollen und das zeigt eigentlich diesen ewigen patriarchalen Kreislauf von Inbesitznahme.
01:16:19: Und der Ausflucht darin sich dann selber das Leben zu nehmen bis hin dazu dass da nichts weiter damit passiert als dass dann dieses Schicksal nur noch einmal ausgeschlachtet werden soll für die vermeintlich tiefgründigen Gedanken von Männern.
01:16:36: Was
01:16:36: man noch zur zweiten Lauterbarschenlehre dem Appell an Respekt vor Lebensleistung, um Nina Brockhaus zu zitieren sagen muss ist... Ich lese einfach die Stelle vor.
01:16:54: Das ist ich glaube am sinnvollsten obwohl es mir sehr weh tun wird.
01:17:00: Also sie schreibt ja einem gesellschaftlichen Diskurs als auf Verluchtung geglaubtetugend.
01:17:04: also der Respekt für Lebensleistungen.
01:17:07: Respekt benötigt unsere Gesellschaft allerdings nicht nur vor den älteren Bundesbürgern, sondern vor allem.
01:17:14: Auch hier ist Lauterbach ein guter Lehrmeister.
01:17:17: in der Medienbranche heißt es oft, schau wie sich der Mensch beim Viertender und gegenüber der Maske verhält.
01:17:22: An dieser Weisheit muss ich denken während ich meiner Maskenbildnerin von Lauterbachs Antworten erzähle.
01:17:32: Ich will jetzt gar nicht auf den zweiten kategorischen Imperativ, also auf die zweite Fassung des Kategorisches Imperatives die Selbstzweckformen hinausgehen.
01:17:39: Aber
01:17:39: doch einfach eigentlich auch unbedingt selbstzweckeforme?
01:17:41: Ja es wird Menschen verwehrt zu einem Selbstzwick zu existieren sondern es wird gesagt dass Menschen die als in der Gesellschaft niederstehend betrachtet werden Als Untergebende Dass die dazu existieren zum einen untergebene zu sein und zum anderen um den Charakter von höher gestellten Menschen zu beurteilen.
01:18:06: Ja, erstens das was ja auch... Ich glaube ich habe es schon zwei oder dreimal gesagt auch Lauterbach äußert sich davor ja eigentlich sehr menschenverachtend indem er diese Dreiteilung aufmacht.
01:18:16: und also er sagt zwar eine große breite Masse an Mittelmäßigkeit die Paar on top und dann aber halt wirklich diese sehr menscheverachtenden Ausdruckswassen.
01:18:26: An dieser Aussage ist aber noch ne andere Sache hier und zwar ihre absichtliche.
01:18:31: Und ich kann es mir nicht anders vorstellen, wie es sonst hätte passiert sein können, dass man das versehendlich in dieses Reinschreiben könnte in irgendeiner Art und Weise.
01:18:44: Respekt benötigt unsere Gesellschaft allerdings nicht nur vor den älteren Bundesbürgern sondern vor allem Ich weiß, ich habe sehr oft eine hochgestochene Sprache akademische Kontexte.
01:19:02: Was ich hierzu aber zu sagen habe oder sagen möchte ist, dass das was sich hier aufmacht nicht viel mehr als wir gegen dir, wie ihr innen wie nicht hierin ist und dass man überhaupt auf die Idee kommt ja Respekt vielleicht nur vor älteren streichen das ältern respekt vielleicht noch vor menschen die Bundesbürger sind, sondern dass man das nochmal betonen muss für sie.
01:19:26: Das ist halt Rassismus und vor allem auch generell Fremdenfeindlichkeit.
01:19:29: und auch dieses noch mal mehr Übersteigerte was dir schon mal angedeutet und kritisiert hast dieser noch mehr übersteigerte Nationalstaatsbegriff hinter dem mit dem Sie ja offenbar auch vorher überlegt oder zumindest So geriert ja das, wie sie es schreibt.
01:19:46: Respekt benötigt unsere Gesellschaft allerdings nicht nur vor den älteren Bundesbürgern sondern vor allen.
01:19:52: Dass es offenbar so eine Erkenntnis ist!
01:19:55: Ja und dass es als positiv geframed wird, dass sie das sagt nämlich, dass sich feststellt wir müssen vor allem... Das haben Sie erhält aber, wie du das auch richtig gesagt hast trotzdem diese Zweiteilungen damit aufrecht und das macht diese Aussage dann so gefährlich.
01:20:11: Das ist es ja auch, worauf sich ältere Menschen immer zurückziehen wenn man ihren Rassismus, ihren Chauvinismus anspricht als sie darauf aufmerksam macht dass die sagen aber ich mag doch alle menschen.
01:20:22: mir geht es doch um die welt quasi so ich lebe doch in der welt ich liebe die welt ich liebe ihr.
01:20:29: die menschen die darauf sind also den meisten versuchen auszuweichen dass sie vorher diese zweiteilung aufgemacht haben.
01:20:35: die meisten menschen in Deutschland leben nicht in der Welt, sondern am Ende einer sehr ausbeuterischen durch Abhängigkeiten und der Kolonialzeit bestimmten Kette an einer Pyramide eigentlich ganz an der Spitze.
01:20:56: Nicht persönlich!
01:20:57: Ich sage nicht dass alle Menschen in Deutschland das den umfassend gut geht aber die allermeisten Menschen hier in Deutschland leben egal ihre eigenen Umstände auf einer Position, die so viel privilegierter ist als die Welt.
01:21:14: Was sie sowas von übersehen und irgendwie gar nicht in ihre eigene Denkweise versuchen zu integrieren oder versuchen diesen Punkt zu sehen.
01:21:25: Und auch hier wie du schon gesagt hast man versucht da das Gefühl zu erzeugen dass es jetzt eine Erkenntnis sei, dass man davor allen Respekt haben möchte.
01:21:37: Nee, das ist keine Erkenntnis.
01:21:39: Es ist eigentlich... Das sollte und ich weiß, man kann nicht vom Sollen auf das sein schließen um David Hume hier anzuführen.
01:21:48: Das sollte kein Erkenntes sein!
01:21:50: Und vor allem muss man es auch nicht so frameen.
01:21:56: Tja, manche Leute leben in der Welt andere lesen die welt und ich glaube mit diesen wunderschönen worten können wir dieses interview abschließen und sowohl auf das interviewe der nächsten woche verweisen.
01:22:09: dass wird geführt mit wolfgang reizle den das buch als kargai bezeichnet.
01:22:14: Wir wagen uns an den ersten industriellen, es geht dann ganz tief in die Abgründe der deutschen Automobilindustrie, aber auch in seine Vorstellungen davon wie gesellschaft organisiert sein sollen und damit.
01:22:26: Der zweite Hinweis dazu dass wenn ihr gerne diese nächste Folge hören wollt ihr uns gerne auf den entsprechenden Plattformen auf denen ihr das gerade hört folgen könnt, gerne auch die entsprechende Folge liken könnt kommentieren könnte und an andere Personen weiter empfehlen könnt.
01:22:42: Ferner findet ihr uns auf unseren Social-Media Kanälen, auf Instagram und auf TikTok unter TRTBT Podcast.
01:22:52: Das weiteren natürlich auch auf YouTube falls ihr das nicht unendlich findet.
01:22:55: irgendwie ich hatte das Gefühl das nochmal extra rausstellen zu wollen.
01:23:00: Ich glaube dass waren alle Social Media Plattformen alle Kanäle.
01:23:03: wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt schreibt uns gerne in der DM Und uns bleibt nicht viel mehr zu sagen außer Vielen Dank fürs Zuhören.
01:23:11: Habt eine schöne Woche Bis zur nächsten Folge, wenn es wieder heißt To write to be true.
01:23:17: Zur rechts um wahr zu sein.
01:23:19: Macht's gut bis dahin!
01:23:27: Das war To Write to Be True Aufgenommen beim und mithilfe des Campus Radio Jena.
01:23:33: Vielen Dank für inhaltliche Beratung an das Frauenzentrum Tuwanda-Jena.
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