Wolfgang Reitzle und die permanente Optimierung
Shownotes
In dieser Folge besprechen Andy und Damian das Interview mit Wolfgang Reitzle und kritisieren seine Ansichten zu Karrieren, Ungleichheit und Selbstoptimierung.
Brockhaus, Nena & Lehfeldt, Franca: Alte weise Männer (2023); Gräfe und Unzer
Instagram: https://www.instagram.com/trtbt_podcast/
Vielen Dank an das Campusradio Jena und das Frauenzentrum TOWANDA Jena!
Transkript anzeigen
00:00:07:
00:00:18: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von To Write to Be True, Zu Rechts um wahr zu sein.
00:00:25: Wie immer sitzt hier im Studio mit mir mein geschätzter Co-Host, Kommoderator Damian Arnold
00:00:33: Und neben mir im Stude sitzt mein ebenso geschätzter Kommoderator, Andy Eckhardt.
00:00:38: Wir besprechen weiterhin alte Weisemänner...
00:00:42: ...Omarsch an eine bedrohte Spezies!
00:00:44: Den Gesprächsband von Frank Kalefeld und Neena Brockhaus mit alten weisen Männern.
00:00:49: der heutige alte Weismann
00:00:51: ist Wolfgang Reitzler.
00:00:54: Der überschrieben worden ist mit Kargai und das Zitat dass man ihm zugeordnet hat ist Ich glaube nicht an eine völlig egalitäre
00:01:08: Gesellschaft.
00:01:29: gar nicht so sehr um seine Haltungen bezüglich beispielsweise Frauen geht oder Bezüglich Minderheiten geht, wie wir das bei anderen Interviews hatten.
00:01:39: Wolfgang Reizle ist ein Name der vielen erst mal nicht so viel sagen dürfte gerade aus unserer Generation weil solche Personen ja sehr gut darin sind im Hintergrund stattzufinden.
00:01:50: Wolfgang Reitzle war fast einen Vierteljahrhundert lang bei BMW Zuerst als Ingenieur tätig, dann war er Forschungsleiter und wechselte dann eben in die Management-Ebene.
00:02:04: Er war dann eine kurze Zeit bei Ford und dann später noch bei der Linde AG.
00:02:09: also Linde das sollte einigen vielleicht aus dem Physikunterricht oder den Chemieunterricht bekannt vorkommen des Linde Verfahren zur Verflüssigung von Luft.
00:02:18: Und die Linde ag beschäftigt sich eben mit Lagerungen und Verkauf von Gasen.
00:02:25: Und er war dort im Vorstand tätig.
00:02:29: Wenn wir ein Interview haben, was mit einer solchen Person aus höchsten Wirtschaftskreisen geführt wird dann ist natürlich eine Sache besonders wichtig und zwar die Vermenschlichung und die Identifikation.
00:02:42: Wir müssen diese Personen auf eine Ebene bringen beziehungsweise die interviewende Person muss diese Person auf eine Ebene bringen damit sie nicht zu abgehoben klingt.
00:02:50: Insofern ist die Einleitung, die Frank-Kalifeld schreibt bemerkenswert.
00:02:56: Denn sie beginnt zuerst mit folgenden Worten... Der kleine Schweizer Kanton Tessin zeigt sich von seiner sommerlich unbeschwerten Seite.
00:03:05: Palmen ziehen sich durch den Hotelgarten, Urlauber liegen am Pool, Kinderspielen mit Schwimmreifen.
00:03:11: So könnte es sich ein Sommertag im Jahr nixundhundert achtzig angefühlt haben.
00:03:15: die Welt scheint hier noch in Ordnung zu sein dieses kleine Fleckchen Erde.
00:03:20: Es fühlt sich an wie eine Oase.
00:03:22: also wir haben Die Beschreibung des Hotels indem das ganze stattfindet und dann kommen wir zur Beschreibungen der Personen.
00:03:28: was dann angewissen kommt?
00:03:29: Trasta stellt.
00:03:31: Ein zielig wirkender Mann setzt sich auf die Sesselkante, er trägt ein blau türkisfarbenes T-Shirt rund Ausschnitt, kein Kragenshirt etwas ausgewaschen dazu eine krimfarbene Shorts und braune Leder schlappen.
00:03:45: Er bestellt Aquagassata Wasser mit Sprudel.
00:03:48: Der Herr der Leger und konzentriert zugleich erscheint ist Wolfgang Greitzle.
00:03:53: In einem anderen Umfeld wurde wohl ein Namenschild auf dem Tisch, den mit der Ausschrift Professor Doktor Ingenieur Wolfgang Reitzle.
00:04:00: diesen gesellschaftlichen Schnickschnack braucht Sonntag Nachmittags in Askona kein Mensch.
00:04:06: Er ist einer von uns!
00:04:08: Oh ja er ist eine von uns.
00:04:09: aber wir erwähnen bitte trotzdem nochmal dass er Professor Doktor Ingenieur Wolfgang wenn jetzt irgendwie im interview vor lauf noch mal situation aufgemacht werden würden indem Es so wirken könnte als müssten bräuchten wir doch diesen gesellschaftlichen schnick schnack.
00:04:34: naja in der literatur wissenschaften das glaube ich.
00:04:39: Ja, ich habe den fachtherwinus vergessen.
00:04:43: Na ja ein four shadowing ist das eng oder
00:04:45: so.
00:04:46: Ja eine eine vorschau
00:04:47: eine vorschau genau.
00:04:50: Die erste frage wird dann Gewid mit dessen ob er so etwas hätte wie ein persönliches war.
00:04:57: Nee, da haben wir.
00:04:57: bitte können wir noch mal den letzten Satz vorlesen der vor der frage steht.
00:05:01: ich finde ihn so toll.
00:05:02: Ich habe mir den unterstrichen.
00:05:06: Damian bitte ernsthaftigkeit
00:05:08: hier
00:05:08: ist nicht ein seriöses.
00:05:09: Hier sitzt er nun einer der erfolgreichsten Wirtschaftsmanager Deutschlands.
00:05:13: Sein Name gilt als Synonym für den Aufstieg von BMW.
00:05:17: Er lächelt entspannt ist bereit für ein Gespräch über sein Leben Lektionen lehren und die Liebe.
00:05:27: Okay, Damian was ist denn die erste Frage?
00:05:30: Wie geht es los?
00:05:31: Sie fragt Ihnen danach ob es einen festjustierten inneren Kompass bei ihm gegeben hätte Und er antwortet, sich verändern.
00:05:39: Gleich bleiben!
00:05:40: Da gibt es kein Entweder.
00:05:42: oder ich bin heute natürlich ein anderer als vor einem halben Jahrhundert.
00:05:45: Zugleich gibt es Konstanten.
00:05:47: Eine davon ist sicher dass ich mein Leben lang einen Grundprinzip verfolgt habe und jetzt Obacht altweise Männer sprechen...
00:05:54: ...und das gleich schon so früh.
00:05:55: also vielleicht könnten wir das Interview dann nach abbrechen.
00:05:58: Und dieses Prinzip lautet nichts ist so gut als dass man es nicht noch besser machen könnte.
00:06:04: Das merken wir uns mal für später Wenn es um das Thema geht, wie sollte ein Unternehmen im Kapitalismus agieren?
00:06:12: Wir können jetzt hier aber erst einmal auf die Selbstoptimierung beziehen.
00:06:15: Also weg von diesem Ingenieursdenken hin auf das eigene Leben.
00:06:19: und da fällt einem natürlich auf dass es für unmöglich irgendwann mal einen Zustand der Zufriedenheit zu erreichen, weil man immer feststellt es gibt irgendetwas was man nochmal an sich auch verbessern könnte um des Verbesserns willen.
00:06:38: Aber dieses Prinzip bedeutet auch eine gewisse Erdung sagt Wolfgang Grazia selber und sagt er erst macht einen Bescheiden wenn man sich klarmacht das was jetzt gerade statt der Dinge ist noch nicht das Optimum.
00:06:54: Das Tolle daran ist ja aber, dass man dieses Optimum nie erreichen wird.
00:06:58: Es erinnert ein bisschen an Arthur Schopenhauer der von dem Einglückszustand schreibt den es nicht gibt Aber die Menschen immer nachjagen und glauben ihn dann erreicht zu haben wenn sie für einen Moment einen Ja extertischen Zustand erreichen dass dann aber eben nicht von Dauer ist und wo er das große Unglück des Menschen drin sieht.
00:07:26: Bei Wolfgang Reitzle überwiegt da nicht der Pessimismus, sondern es muss angepackt werden und sich selber weiterentwickelt werden.
00:07:34: Es geht also gar nicht um eine Weiterentwicklung die darauf an sind, dass man lernt nicht einfach nur mit dem Anspruch sich zu verbessern sondern vielleicht für interessante Einblicke auch vielleicht mal um der Spaß an der Freude willen.
00:07:50: Sondern es muss immer das klare Ziel der Verbesserung an der eigenen geben.
00:07:56: über diese Weiterentwicklung wird dann weiterhin gesprochen, weil Franka Lehfeld die Formulierung trifft dass er ein Leben auf der Überholspur geführt hätte und er sagt das gar nicht sein Vorsatz gewesen sei.
00:08:13: Er war halt einfach so.
00:08:14: Also er schreibt wirklich, ich war halt so.
00:08:17: Ich wurde der jüngste Absolvent der TU München und bin das dann über Jahrzehnte geblieben.
00:08:22: Ich habe meine beiden Abschüsse in Rekord-Set und mit Auszeichnungen gemacht und innerhalb von zweieinhalb Jahren zum Doktoringenieur promoviert.
00:08:29: Und dann zählt es ein bisschen weiter auf wie so sein Lebenslauf war und wie das auch mit seiner Familie zusammenpasste Kommt F zur folgen Aussage, meine Eltern hat nie viel Geld aber doch soviel dass sie mir das Studium finanzieren konnten.
00:08:46: Für mich war daher klar wenn meine Eltern mich so unterstützen dann strenge ich mich auch an.
00:08:54: Haben wir schon mal über Privilegien gesprochen?
00:08:57: Ich meine bestimmt haben wir das getan Aber damit ist es wirklich so priviligiert wenn deine Eltern das Studiums bezahlen können.
00:09:07: Ja Ich will auch nicht sagen, dass er in übergroßen Reichtum oder so aufgewachsen ist.
00:09:14: Der darum geht es nicht aber zu erkennen was für einen Vorteil man gehabt hat schon von vom Staat an.
00:09:23: das soll nicht die eigenen Leistungen negieren Aber relativiert sie insofern, dass man sagen kann es kommt eben nicht nur einfach darauf an die ganze Zeit fleißig gewesen zu sein.
00:09:35: In Rekordzeit seinen Studium hinter sich gebracht zu haben und so weiter und sich die ganze zeit fleißige angestrengt zu haben sondern es gibt Startvoraussetzungen die einem ermöglichen auch besser gestellt zu sein als Leute die genauso fleißigt wenn ich sogar noch fleißiger sind als man selber?
00:09:52: Ich finde das ja auch immer so.
00:09:53: die Frage von Also erstens genau, Leute die... ...in vielleicht noch alle mehr arbeiten gehen müssen sind.
00:10:00: Vielleicht genauso fleißig oder sogar noch fleißiger weil sie halt Rekord also über sie vielleicht Studien erregelt in Zeit schaffen und während des noch arbeiten und vielleicht ein Sozialleben führen.
00:10:11: Und andererseits finde ich diese Aussage schon wieder so ja ich habe mein Studium im Rekords seit hinter mitgebracht.
00:10:17: Naja also in Anbetracht dessen ist der eigentliche Sinn eines Studiums Bildung Ja, vor allem auch irgendwie Weiterbildung von sich selbst ist jetzt mal ganz unabhängig darf und von Wissensinhalten.
00:10:32: Auch generell wissenschaftlich Methode ist.
00:10:38: Ich finde das halt immer auch so spannend wenn Leute so richtig doll darauf pochen wie schnell sie das geschafft haben.
00:10:44: also ich find eigentlich die Idee dass man sich für ein Studium Zeit nehmen kann wirklich um hat wirklich zu studieren eigentlich ganz nett.
00:10:52: Das andere ist halt immer diese Effizienzfragung.
00:10:54: Genau, man muss natürlich sagen dass das noch eine andere Zeit war in der er studiert hat.
00:11:00: Aber es ist ja heute nicht anders!
00:11:02: Es ist auch nicht so viel anders.
00:11:03: also gerade auch sämtliche Ämter pochen ja darauf.
00:11:06: wenn du auf Geld vom BAföG zum Beispiel angewiesen bist macht das eine schöne Zeit und entscheidet dich bitte nach dem dritten Semester nicht mehr um
00:11:12: Ja was ja aber auch Sinn ergibt aus der Sicht, der Ämter und aus der Sicht des Staates.
00:11:19: Ja klar!
00:11:20: Weil es ja eben nicht um das Ideal der Bildung geht sondern darum arbeitstüchtige Menschen dort heranzuziehen.
00:11:30: Er wird nun gefragt danach wie es ist mit Einschränkungen die einen solche fleißiger Lebensstil und auch so ein disziplinierter Lebensstiel mit sich bringt.
00:11:39: Hattest du nie das Gefühl, du könntest deine Jugend verpassen?
00:11:42: Andere gehen in dieser Zeit aus.
00:11:43: Treffen Frauen und trinken mal einen über den
00:11:45: Durst.".
00:11:46: So ist es!
00:11:47: Aber ganz ehrlich ich habe das nicht als Einschränkung oder Belastung empfunden.
00:11:51: Natürlich habe ich gemerkt dass ein paar nette Freunde meinen Verhalt nicht mehr lustig fanden.
00:11:56: Als sich die dritte Einladung zu einem Wochenendausflug abgesagt habe bin ich nicht mehr eingeladen worden.
00:12:02: Ich habe durchaus gespürt neu sortiert hat.
00:12:06: Auch ein schöner Euphemismus, übrig geblieben sind aber die, die ähnlich tickten und jetzt...
00:12:13: Neue Sorte, jetzt klingt irgendwie als ob irgendwie, hat keine Ahnung der beste Freundin sich geändert hätte, aber so grundsätzlich alle noch da wären.
00:12:21: was er ja eigentlich sagt ist Leute haben seine Freundinnen gesagt Wolfgang wirklich chill mal können wir uns auf den Kaffee treffen?
00:12:31: Und er hat gesagt ne Und haben gesagt, ja okay dann halt nicht.
00:12:35: Also das ist ja die Realität.
00:12:37: und auch zu sagen um übrig geblieben sind aber die die ähnlich tickten Ja klar irgendwie ne Faustregel im Studium Die Leute man unternimmt an was mit denen wie ähnlich sind wie man selber.
00:12:52: Aber das klingt ja hier nochmal ein bisschen extremer.
00:12:54: Er schreibt weiter, im Übrigen bin ich abends natürlich auch öfter ausgegangen.
00:12:58: Es war neunzehnt achtundsechzig und München war ein Nest.
00:13:01: Es gab damals diese alternativen Gruppen.
00:13:03: es wurde auch gekifft viele wohnten in Wohngemeinschaften.
00:13:07: Ich weiß nicht hat sich die Zeit bis heute verändert also viele WGs für Kippen.
00:13:13: Ich habe das alles gesehen und auch miterlebt, aber immer gemerkt, dass ist nicht meine Welt.
00:13:18: Und zwar nicht weil ich damals schon das Ziel gehabt hätte, Karriere zu machen oder gar Vorstand zu werden.
00:13:23: so explizit war es nicht.
00:13:24: Aber ich war inspiriert von der Idee etwas zugestalten, etwas zu beeinflussen was relevant ist.
00:13:30: Haben die Hausbesetzer etwa nicht gestaltet?
00:13:34: Nee, nee, das ist nicht relevant.
00:13:35: Also es geht ja um den Part!
00:13:37: Du musst den Nachsatz bitte noch lesen damit.
00:13:40: Das gehört dazu.
00:13:42: Franca Lefeld schätzt dann weiterhin so sein Charakter ein, auch in einem Zwischeneinschub, den sie macht und lenkt dann auch die Fragen dahin.
00:13:51: Weil es durchaus ungewohnt ist dass Anfang zwanzigjährige ein so großes Selbstbewusstsein haben in ihrem Auftreten auch in der dann in der beginnenden Karriere.
00:14:02: Ja auf jeden Fall.
00:14:04: Und Sie schreibt Genau das ist doch eine Gabe.
00:14:10: Augenhöhe hat nichts mit Körpergröße zu tun, es ist das eigene Selbstverständnis auch wenn man dafür Lehrgeld bezahlt.
00:14:16: Es gibt durchaus Chefs die diese Vorgehensweise befremdlich finden.
00:14:19: Es ist ein schmaler Grad aber jugendliche Motivation beschwingt diesen Wesenzug natürlich zusätzlich.
00:14:26: Er sagt, bestimmt.
00:14:27: Es war einerseits selbstbewusst aber durchaus auch etwas naiv.
00:14:31: Ich habe damals mit niemandem darüber geredet und dachte so macht man das einfach.
00:14:36: Die Folge war natürlich dass ich auffiel.
00:14:38: Jedenfalls hatte ich irgendwann eine Vorstandssekretärin am Telefon
00:14:42: Damian?
00:14:43: Ja
00:14:43: Vielleicht die wichtige Einordnung.
00:14:46: Womit fällt er denn auf?
00:14:47: Also was war dann seine Idee, die er mit Niemandem geteilt hat?
00:14:50: Er wollte Vorstandssistent werden bei BMW.
00:14:56: Wie bezeichne ich das?
00:14:57: Jugendliche Motivation, würde ich sagen.
00:15:00: Ja!
00:15:01: Probleme erkennen und lösen.
00:15:03: Herausforderungen sind nur Dornige Chancen.
00:15:06: Hallo, ich bin der Wolfgang Reitzler.
00:15:09: Sie haben keinen Vorstandsaussistenten?
00:15:10: Nein... jetzt schon.
00:15:14: Er hatte eine Vorstandssekretärin am Telefon, es war ein Dienstag.
00:15:17: bis heute ist am Dienstag die Vorstandsetzung bei BMW und da sagte sie zu mir, nein, nein Herr Koch Das war damals der Vorstand der Produktion, da wollte ich hin.
00:15:25: Der ist jetzt in der Vorstandssitzung aber sie werden vielleicht nachher oder die nächsten Tagen von einem Herrn Kühne angerufen.
00:15:33: Bereits am Nachmittag meldete sich dann.
00:15:34: Herr Kühnen erarbeitet eine Hierarchieebene unterhalb des Vorstandes und wurde später mein Chef.
00:15:39: Am Ende sagte er Ich soll einfach vorbei kommen am besten noch heute!
00:15:43: Ich habe mich also in den einzigen Anzug geschmissen den ich besaß' Und bin zu BMW zum Vorstellungsgespräch gefahren Also vom Tellerwäscher zum Millionär vom Ingenieur, vom Diplom-Ingenieur hin zur Vorstandsebene.
00:15:58: Ich
00:15:58: finde es fantastisch ehrlich gesagt und ich stelle mir seitdem ich das gelesen habe vor was an diesem Tag passiert ist.
00:16:04: die haben ihre Vorstandssitzung sie kommen raus diese Kriterien also.
00:16:10: Herr König könnte sich kurz sprechen.
00:16:13: da hat jemand angerufen der wollte hier arbeiten der wollt ihren Job.
00:16:18: Also gut, es wird ja eigentlich aufgeklärt dass der Verstehender gar keine Assistenz-Ebene hat.
00:16:24: Aber hierarchiemäßig wäre das ja apparently da wo Herr König steht.
00:16:28: Das muss auch so witzig vor gewesen sein?
00:16:31: Ja nun möchte man natürlich nicht verneinen, dass so etwas passiert.
00:16:35: Es gibt ja viele solcher Karrierebeschreibungen von Leuten die dann auch in höhere Wirtschaftskreise aufgestiegen sind.
00:16:43: Ich finde halt einfach nur die Vorstellung des Gesprächs im Büro witzigt danach.
00:16:48: Das Problem ist ja eher, dass das wieder als ein Erfolgsrezept verkauft wird.
00:16:52: Dann wird gesagt es kommt einfach nur auf die eigene Persönlichkeit an.
00:16:56: vielleicht ein bisschen jugendliche Selbstüberschätzung aber auf jeden Fall ein selbstbewusstes Auftreten einen selbstbewusster Umgang mit den eigenen Fähigkeiten der einen dann weiterbringt.
00:17:07: nun kann man Aber an der Stelle festhalten dass das natürlich nur ein Ablenkungsmanöver ist denn Ungeachtet dessen, wie selbstbewusst wir alle sind ist ja klar dass es nur eine begrenzte Anzahl von Stellen gibt.
00:17:21: Vor allen Dingen nur eine Begrenze der Anzahl an Stellen die sich dann auch in so einer Management-Ebene bewegen.
00:17:29: Wie?
00:17:29: Es gibt nur wenige
00:17:31: Chefinnen?
00:17:33: Ja
00:17:35: Seltsam.
00:17:37: Das bedeutet es wird jemand einfach der tatsächliche wettbewerb verschleiert wenn man einfach sagt ja du musst dich selber optimieren.
00:17:46: Du musst einfach nur ein bisschen selbstbewusster werden, ein gewisses selbstsicheres Auftreten haben und schon ist das mit der stelle kein problem.
00:17:56: es ist dann so, dass er weiterhin zu diesem Erfolg befragt wird und erstellt sich dann selber die Frage.
00:18:04: Kann man eine charismatische Führungssigur werden oder ist Charisma angeboren?
00:18:09: Und auch hier gilt wieder Die Welt Ist Nicht Schwarz Oder Weiß Beides stimmt!
00:18:13: Du kannst dir einen guten Teil dessen was du zum Erfolg brauchst aneignen aber dazu musst du dir selbst kritisch klarmachen wo deine Stärken und deine Schwächen liegen.
00:18:23: Du musst dich fragen wie sieht mein Profil aus Und wo brauche ich noch Verbesserungen?
00:18:30: Außerdem muss man erkennen, wie man an sich selbst arbeiten kann und an welchen Stellen man sich Hilfe von aus holt.
00:18:35: Bei mir waren einige Dinge gegeben andere nicht.
00:18:38: die Zusammenarbeit mit Betriebsräten und Gewerkschaften etwa ist mir immer schwer gefallen.
00:18:44: Das ist ja mal eine ehrliche Aussage war
00:18:49: Und er schließ das Ganze mit dem Satz rückblickend war es an mancher Stelle wohl zu selbstsicher.
00:18:55: Das Tolle ist, dass man das ja immer erst im Nachhinein einschätzen kann.
00:18:57: Ja richtig!
00:18:59: Es muss natürlich jetzt wieder auf das Uni-Thema hinaus laufen weil unsere Gesellschaft wir erinnern uns es laut den Vorwurs von Franka Leefeld und Nina Brockhaus nur noch dabei sich in Dauerstudium zu begeben das alle paar Semester abzubrechen und einen anderen Studiengang zu wechseln und nicht irgendwie zur Rande zu kommen Und generell studieren zu viele Leute, die Akademisierung ist zu groß in diesem Land.
00:19:26: Ich finde das auch immer ein bisschen funny wenn Leute das sagen, die studiert haben.
00:19:31: Also nicht funny!
00:19:32: Ja und sie fragt ihn heute möchte im Grunde jeder Studierenden vom Hörsaal aus direkt in eine Führungsposition einsteigen.
00:19:41: Dass das keine gesunde Entwicklung für den deutschen Arbeitsmarkt ist, ist offensichtlich.
00:19:45: Welche Lehre hast du aus der Lektion gezogen an der Basis des Unternehmens deine Karriere zu beginnen?
00:19:51: Also erstens coole Behauptungen, Faktenbasis – wo kommt das her?
00:20:01: Das ist ja nur eine Behauptung in erster Linie und wir diskutieren darüber, ob das ein Fakt wäre.
00:20:05: Ja also es ist tatsächlich so dass auch... Umfragen gibt beispielsweise unter der jüngeren Generation, die jetzt auch noch nach uns kommt.
00:20:15: Die ja schon Einkommensvorstellungen haben, also die nur möglich sind wenn du tatsächlich in höheren Positionen arbeitest.
00:20:27: Dass das Ganze aber nicht damit verbunden sein muss und sie haben einfach nur die Vorstellung Sie wollen so viel Geld zur Verfügung haben.
00:20:33: Aber das ist nicht unbedingt an den Job geknüpft.
00:20:35: Das ist jetzt normal.
00:20:37: die andere Frage.
00:20:38: Uni zweite Sache ist halt die perfekte Person, die man da verfragen kann.
00:20:42: Das ist keine gesunde Entwicklung.
00:20:44: Ja das wollte er doch auch so.
00:20:45: Also er wollte ja auch direkt aus der Uni in die Führungsposition und dass es hat nicht geklappt hat, liegt halt nicht an ihm oder dass er plötzlich so eine Erkenntnis hatte, dass das nicht gut ist sondern weil man dann einfach gesagt hat so ja fang mal bitte woanders an.
00:21:00: Er sagt Man hat mir beim Einstellungsgespräch sehr schnell vermittelt, dass es grundsätzlich bei BMW keinen Assistenten des Vorstandes gibt.
00:21:07: Das musste ich mir also abschminken.
00:21:09: Man war der Meinung, ich hätte mich zwar akademisch bewiesen, bräuchte jetzt aber doch eine praktische Ergänzung und das bedeutete ganz unten anfangen.
00:21:17: Es brauchte keine höhere Position zum Start sondern ich sollte mein Wissen kombinieren mit solider Basiserfahrung in der sogenannten Methodenwerkstatt.
00:21:26: dort kümmerte sich ein Facharbeiter-Team um neue Fertigungsverfahren erprobte sie bevor Sie eingeführt wurden.
00:21:32: Als man mir den Vorschlag unterbreitete, dort anzufangen habe ich das sage ich heute ehrlich einige Tage gebraucht um die Enttäuschung zu überwinden.
00:21:40: Ich habe sogar überlegt ob nicht die Nummer zwei auf meiner Liste anrufe.
00:21:44: das war damals Unilever noch so ein sympathischer Konzern.
00:21:47: vielleicht hätten die einen Vorstandsassistenten gebrauchten?
00:21:51: Das ist halt.
00:21:51: also er hätte es auch verschweigen können!
00:21:55: Also gut dass er ehrlich ist aber die Fragestellung impliziert hat einfach schon ein... Also ich war enttäuscht, ich habe überlegt ob ich einfach den nächsten Vorstand anrufe.
00:22:04: Und in der Tat war es dann so dass ich innerhalb der ersten Wochen gelernt habe das sich mit meinem Bossanzügchen nicht punkten konnte und mit meinem Doktortitel schon gar nicht!
00:22:15: Also sollte man jetzt doch kein sehr bewusstes Auftreten haben.
00:22:18: also ist vielleicht doch sinnvoll das eigene Ego und des eigen setzsichere Auftreten der Umgebung entsprechend zu gestalten.
00:22:27: Kontext eventuell
00:22:30: Ja, und er beschreibt dann darauf hin wie sein weiterer Werdegang war bei BMW.
00:22:39: Einen einen Schub fand ich da ganz lustig von ihm.
00:22:41: Da beschreibt er nämlich dass es eine Position gab die es folgen nicht gab und die man nur für ihn so geschaffen hat.
00:22:50: großartig.
00:22:51: Fantastisch!
00:22:53: Weiterhin wird er dann gefragt, es lässt sich leicht sagen dass man ein Team für sich gewinnen kann und das harte Arbeiter zu führt.
00:23:00: Dass ich alle hinter einem versammeln aber das dauert seine Zeit und oben wird die Luft bekanntlich immer dünner.
00:23:06: wie bist du mit dem Gegenwind und dem Mobbing umgegangen?
00:23:11: Ich möchte nicht wissen was hinter meinem Rücken alles gelaufen ist.
00:23:14: natürlich waren Leute kritisch aber auch neidisch.
00:23:18: Warum kommt so ein Jungs da so schnell in diese Position?
00:23:21: Darüber habe ich mir aber nie Gedanken gemacht.
00:23:24: Ich wäre sonst unsicher geworden und das musste ich vermeiden.
00:23:29: Haben wir schon mal darüber gesprochen, dass er ein Problem hatte mit Betriebsräten und Gewerkschaften zu kommunizieren?
00:23:36: Ja, das würde ich jetzt hinzunehmen.
00:23:37: Aber ja...
00:23:38: Ich würde vielleicht im Waffenreize selber anführen.
00:23:42: Ruckblickend war ich an meiner Stelle wohl zu selbstsicher.
00:23:45: Das geht dann weiter denn Es darf natürlich nicht der Lieblingsbegriff von Franka Lehfeldt und Nena Brockhaus fehlen, wo die Work-Life Balance... Ja.
00:23:54: Die
00:23:54: Work-Live-Balance?
00:23:56: Gut wenigstens haben Sie diesmal nicht Life-Work Balance geschrieben.
00:23:59: Nach einer Work-life-Balance hat in deinem Team damals so niemand gefragt oder?
00:24:03: Niemals!
00:24:03: Als ich die drei Preise mit nach München gebracht habe, habe ich die nicht in mein Büro gestellt sondern in die Halle, in der wir uns immer getroffen haben.
00:24:12: Das war das Sinnbild für unseren gemeinsamen Erfolg.
00:24:16: Da denkst du nicht mehr daran, ob du ein Wochenende nicht Skifahren warst.
00:24:21: Das sind Probleme!
00:24:23: Ich glaube... Also vielleicht geht's auch nicht immer nur ums Skifahrern sondern vielleicht einfach so um Zeit mit Menschen zu verbringen die nicht vom gleichen Menschen bezahlt werden wie ich?
00:24:36: Es geht um etwas Größeres.
00:24:37: Ah okay.
00:24:38: Es
00:24:38: gibt einfach nichts größeres als dieses Erfolgsgefühl.
00:24:41: Es
00:24:41: ist Skifahns also
00:24:43: Nein.
00:24:43: Deshalb hat der Begriff Work-Life Balance für mich persönlich aber ganz sicher auch für viele andere einen unguten Unterton.
00:24:49: Er suggeriert einen Widerspruch zwischen Leben und Arbeiten, er unterstellt das Arbeit eine Belastung sei die man sich nehmen müsse um Schnöde sein Geld zu verdienen.
00:24:59: ja genau das ist Arbeit im Kapitalismus.
00:25:03: Es ist die Notwendigkeit, die systemische Notwendigkeiten dass du nur überleben kannst wenn du Geld verdienst indem du deine eigene Arbeit an einen Kapitalisten verkaust.
00:25:13: und er setzt das jetzt wieder in diesen bürgerlichen Moralismus in dem er von der sinnvollen Arbeit schreibt.
00:25:19: Das ist für mich undenkbar!
00:25:20: Für mich ist ein Leben ohne eine sinnvolle Arbeit die mir Spaß macht kein Leben.
00:25:25: Die Folge einer konsequenten Work-Life Balance Einstellung hingegen scheint mir zu sein... mit möglichst wenig Arbeit, möglichst viel Zeit zum Leben zu ergattern.
00:25:48: Also, es muss ja schon ein Special Interest sein.
00:25:50: Ja und für wie viele Menschen ist denn Arbeit etwas was sie gerne machen und genießen können?
00:25:55: Es sagt sich hier immer so leicht aus einer Position heraus in der man einen Job hat den man auch gerne wollte und der einen erfüllt denkt man wirklich dass alle anderen Menschen das genauso sehen?
00:26:09: Aber ja, das ist wie schon gesagt auch viele dieses zynische.
00:26:13: Leute sollen sich mit seiner Position und seiner Meinung identifizieren obwohl sie eigentlich auf der anderen Seite des Klassenkampfes stehen.
00:26:22: Obwohl sie diejenigen sind, die mit wenig Arbeit möglichst viel Zeit zum Leben erreichen wollen.
00:26:30: Wir haben uns gerade schon Mühe gegeben ihnen möglichst human und möglichst auf unserer Ebene darzustellen.
00:26:35: Ihr macht es doch nicht kaputt mit deiner Analyse?
00:26:39: Er macht es selber kaputt.
00:26:41: Er
00:26:43: sagt, blicke ich heute zurück, dann erkenne ich in meinem Erfolgsrezept von damals robuste Grundwerte die ein Unternehmen charakterisieren das sich gegen Wettbewerber behauptenden durchsetzen will.
00:26:53: und dazu braucht es Mitarbeiter die für das Unternehmen und seine Ziele brennen.
00:26:57: Die sich mit diesem Unternehmen also identifizieren Und sich von ihm bereit will ich ausbeuten lassen gerne auch mal mehr Arbeit leisten, auch unbezahlte.
00:27:07: Dann ist das kein Problem mehr und
00:27:09: vor allem ganz wichtig für die zieles Unternehmen.
00:27:12: Ich finde es toll dass er das nochmal so sagt also gar nicht mehr um persönliche Ziele bei ihm vielleicht schon weil er sich mit dem Unternehmen identifiziert hat irgendwann zumindest mit seiner Rolle darin und seine das was er da tut.
00:27:24: aber für die meisten ist das ja nicht der Fall für die meistens halt wirklich der Ort wo sie Lebenszeit Arbeitskraft in Geld umwandeln wollen müssen.
00:27:34: Ja und die Grundwerte, die Robusten richten sich eben nur an diesen Wettbewerb.
00:27:40: und da kommen wir noch mal darauf zurück was er am Anfang gesagt hat nämlich nichts ist so gut als dass man es nicht noch besser machen könnte.
00:27:48: das ist eine Logik die aus diesem Konkurrenzdenken herausfolgt dass ein Produkt weiterentwickelt werden muss, um noch Beständigkeit am Markt zu haben.
00:27:59: Dass es Verbesserungen gibt die eigentlich keine wirklichen Verbesserung sind sondern nur das sogenannte Gebrauchswert versprechen.
00:28:06: also Es tut mir leid, dass ich das einmal kurz erläutern muss dieser Begriff Karl Marx unterscheidet zwischen dem Gebrauchswert und den Gebrauswertversprechen Also dass er sagt es gibt einen gebrauchs wert des Produkts im Falle eines Autos, es kann fahren.
00:28:29: Und dann gibt es das Gebrauchswertversprechen also die Aufladung damit dass man zum Beispiel sagt und das ist ja dann auch was Werbung ausmacht ein Auto bedeutet Freiheit.
00:28:41: Freiheit dorthin zu fahren, wo du möchtest, Freiheit in der Geschwindigkeit zu fahren in der du willst?
00:28:47: Das ist dann natürlich ein Gebrauchswertversprechen was in der Realität immer wieder an seine Grenzen stößt sei es durch Tempolimitsdurchstaus und so weiter.
00:28:55: aber das ist das Gebrauswertversprech mit dem das Auto aufgeladen ist und sehr viele der modernen Features von Autos dienen, nur dazu um Gebrauchswert versprechen zu schaffen und nicht den eigentlichen Gebrauchswert des Autos tatsächlich zu verbessern.
00:29:13: Ist das eine ganz ähnliche Dynamik wie wir es mit KIs haben?
00:29:16: Es ist eine ganz ehemalige Dynamik, wie wir uns mit jedem also jeglichen Produkt im Kapitalismus erleben.
00:29:24: Was ist der gebrauchswärtiges Podcast Damian?
00:29:26: Viel wichtiger ist das Gebrauswertversprechen!
00:29:28: Also folgt uns auf Instagram und TikTok.
00:29:33: Die weiteren Zusammenfassung seiner Karriere können wir ein bisschen überspringen.
00:29:37: Es ist dann vielleicht ein bisschen spannend aus Unternehmensgeschichte, von wegen dass er vertragsbrüchig geworden ist und so weiter und das er diesen Fehler bereut.
00:29:48: Wir kommen nun... zu einer viel interessanteren Frage als der nach seiner Karriere.
00:29:53: Nämlich dessen, wie sieht es denn nun aus mit der Work-Life Balance?
00:29:57: Kann Karrieren und Leben, kann Karrière und Familie nebeneinander funktionieren?
00:30:01: Ja!
00:30:01: Kann das denn funktionieren,
00:30:02: Damian?!
00:30:04: Frank Leefeld fragt, was du erzählst, fühlt mir jetzt ein einziges Leben aus.
00:30:08: und trotzdem hat jeder Mensch auch du ein Privatleben.
00:30:10: Du bist Vater von zwei Töchtern, hattest eine Ehefrau hast dann Nina kennengelernt.
00:30:15: inwiefern hattes du Zeit für dieses Privatleben?
00:30:18: Hat deine Familie dir manchmal vorgeworfen dass du für den Job lebst oder war allen Beteiligten klar das es einen Preis gibt wenn man mit dir zusammen sein möchte?
00:30:27: spielt dieser Spagat eine Rolle in deinem Bewusstsein?
00:30:31: Also kurze Frage, kurz dazwischen ein Wurf.
00:30:35: War allen klar dass es einen Preis gibt wenn man mit ihr zusammen sein möchte?
00:30:40: kann man ja vielleicht das soziale Umfeld fragen also vielleicht seine Freundin in München den die das dann gemerkt haben und sie denn die Konsequenz gezogen haben.
00:30:51: aber seine zwei Töchter also gerade die
00:30:57: hatten jetzt nicht irgendwie die Möglichkeit
00:30:59: zu sagen so ah dann doch einen anderen Vater.
00:31:02: Also was ist denn das für eine Frage?
00:31:06: Die einzige Phase in meinem Leben als Vater, in der ich viel Zeit für meine Kinder hatte waren knapp zwei Jahre, indem ich Leiter der Motorenproduktion bei BMW war.
00:31:15: In dieser Position habe ich im Schichtbetrieb gearbeitet.
00:31:18: da ging es um sechs Uhr früh los und meistens war ich um sechzehn Uhr schon wieder zu Hause.
00:31:23: Ich finde es toll dass seine kürzeste Zeit die auf Arbeit verbracht hat in seinem Leben zehn Stunden pro Tag waren.
00:31:29: Ja
00:31:31: Da
00:31:33: wurde geliefert.
00:31:33: Und da wurde auch Zeit für die Familie geliefert, also zwei Jahre lang für seine Töchter...
00:31:41: Die Arbeitsteilung war bis auf diese zwei Jahre, dass meine extrautige Kinder betreut und sich zusammen mit einem Kindermädchen um alles gekümmert hat.
00:31:49: Wie unzählige andere Väter war ich mit Haut- und Haaren beruflich gebunden aber ich habe dennoch viel Wert darauf gelegt wann immer möglich Zeit mit der Familie zu verbringen.
00:32:00: Erstens erste Einwurf also die Arbeitsteilung war sie macht alles.
00:32:07: Ich mache nichts Zuhause und in der Familie.
00:32:11: Also, ne?
00:32:13: Alles an Kehrarbeit macht sie.
00:32:15: Und zweitens möchte ich mit Wolfgang Reitzle auf Wolfgang REITZLE antworten aber ich habe dennoch viel Wert darauf gelegt wann immer möglich sein wird der Familie zu bringen.
00:32:24: die einzige Phase in meinem Leben als Vater in der ich viel Zeit für meine Kinder hatte waren knapp zwei Jahre.
00:32:30: also ich meine Ich kann ja auch auf etwas wertlegen.
00:32:33: und etwas ähnliches hat mir schon bei Stefan aus Die Aussage von Ohja!
00:32:38: Ich hab es mir dann nach Hause faxen lassen gearbeitet.
00:32:42: Ist ja sehr nett, dass du diesen Anspruch hast an Dasein.
00:32:45: aber da sein bedeutet das hat auch mehr als physische Präsenz und ich habe viel Wert darauf gelegt wann immer möglich Zeit mit der Familie zu verbringen.
00:32:54: Ja den Wert darauf zu legen ist ja schön aber man muss es halt auch irgendwie umgesetzt bekommen.
00:33:02: oder sehe ich das falsch?
00:33:03: Ja auf jeden Fall!
00:33:06: Ich sehe das falsch.
00:33:07: Nee, nee.
00:33:08: Du hast recht auf jeden Fall.
00:33:10: Man muss sich auch da wieder die Frage stellen wie sieht das aus mit Kehrarbeit?
00:33:14: Wie sieht es aus mit emotionaler Arbeit?
00:33:18: Es sagt sich ja so leicht von wegen Ja ich war nicht so viel da für meine Kinder wie sein wollte.
00:33:24: Es bedeutet einfach dass diese ganze Arbeit eben bei einer Person geblieben ist beziehungsweise hierbei zwei Personen eben beim Mutter und dem der Kinderbetreuung Die angestellt worden war und er damit nichts zu tun hat.
00:33:38: Und es sorgt ja auch so für eine gewisse Entfremdung den eigenen Kindern gegenüber, ohne da mit jetzt jemanden hier zu nahe treten zu wollen weil ich die Familien-Situation dann natürlich nicht einschätzen kann aber näher bringt das dich auf jeden Fall nicht.
00:33:54: Was in diesem Absatz halt auch noch sehr interessant ist als Einordnung also diese zwei Jahre die als Vater Zuhause besuchter zu verbringen bis auf sechs bis sechzehn Uhr.
00:34:04: Es gibt ja die Nachfrage, wie alt seine Töchter zu dieser Zeit waren.
00:34:08: Der sagt zwei und sechs.
00:34:14: Also er hat halt effektiv... Ein Kleinkind von zwei Jahren wird das jetzt klar, also man merkt schon sind die Eltern präsente aber da und mit sechs kann man dann schon ein bisschen mehr machen.
00:34:26: Da kann man vielleicht auch mal einen Wochenende auswirken.
00:34:28: Also auch wenn er zweijährigen geht das ja.
00:34:30: Aber es ist halt dann schon die Frage wie viel Erinnerung daran bleibt halt?
00:34:33: Ja, frühkindliche Prägung geht ja weit über Erinnerungsvermögen hinaus.
00:34:38: Also insofern schön dass er da war, aber es hätte halt durchaus mehr sein können.
00:34:43: Man könnte sich auf die Frage stellen Warum das nicht versuchen aufzuteilen?
00:34:47: Nun könnte man dem entgegen halt.
00:34:48: nun ja es gab damals einen anderen Teil in Deutschland, da war das tatsächlich so.
00:34:54: Aber und dann möchte ich einhaken dass ist ja auch etwas was viele vergessen wenn davon eben gesprochen wird dass in der DDR viel mehr Frauen auf allen Ehefrauen noch gearbeitet haben.
00:35:05: Das hat aber lustigerweise auch da nicht wirklich dazu geführt dass die Kehrarbeit mehr aufgeteilt worden wäre zwischen Partnern, sondern dass es trotzdem weiterhin an der Frau hing.
00:35:19: Also quasi eine zusätzliche Belastung noch mal darstellte neben dem anderen Beruf nur das es staatliche Einrichtungen gab die das ganze vereinfacht haben in Bezug auf beispielsweise Kindergrippe, Kindergarten und den Schulort Weswegen die Kinder dann halt nicht zu Hause geblieben sind.
00:35:40: Aber was das Thema Kehrarbeit angeht, war die Belastung im Osten nicht wesentlich geringer.
00:35:48: Weiterhin schreibt Wolfgang Reitzel manchmal habe ich vielleicht auch so viel Zeit in der Firma verbracht und hätte mir etwas weniger Zeitaufwand alles genauso gut hinbekommen.
00:35:57: meinem beruflichen Ärger insgesamt aber hätte ich nie hinten angestellt.
00:36:03: Nun, daran hätte ich jetzt auch keine Zweifel gehabt.
00:36:06: Alles in allem hat mich mein Perfektionismus doch öfter ein bisschen arg geritten.
00:36:12: Ja aber
00:36:14: wir kommen nun zum Teil berufstätige Frauen denn es wird gefragt Nina ist deine zweite Ehefrau ihr habt keine gemeinsamen Kinder.
00:36:20: hast nun dieser Beziehung deiner Zeit besser aufgeteilt?
00:36:23: bist du ihr und euch gerecht geworden?
00:36:26: Es hat mit Sicherheit geholfen dass Nina selbst für ihren Beruf brennt sonst wäre das vielleicht schwieriger geworden.
00:36:32: Brutal war für Nina die Zeit, in der wir auf dem Peak unsere Emotionen waren.
00:36:37: Ich aber von einem auf den anderen Tag weg musste.
00:36:40: Ein Wechsel zu Linda schon damals wäre viel besser mit unserem Privatleben zur Vereinbarung gewesen.
00:36:44: Ich hätte weiterhin Deutschland gelebt und nun war ich in einem internationalen Job permanent zwischen den Kontinenten unterwegs.
00:36:50: Während derzeit bei Ford war ich drei Jahre überhaupt nicht mehr Zuhause und bin in den ersten neun Monaten siebenundzwanzigmal in die USA gereist.
00:36:59: Das sind dreimal im Monat glaube ich.
00:37:02: Wow Am Tag vor heilig Abend hatte ich einen solchen jetlag, dass sich vor dem chrisbum den nina aufgestellt hat dann mit kreislauf kollaps zusammengeklappt bin.
00:37:13: Ich glaube weil wir darüber gemeinsam reden können.
00:37:16: darauf stellt man die gegenfrage für ein oder die nahe frage für eine beziehung eine echte belastungsprobe.
00:37:24: worauf er sagt Nina war unvorstellbar enttäuscht das ich einfach gar nicht mehr da war.
00:37:31: ach
00:37:33: Ach,
00:37:34: ihr habt euch kennengelernt.
00:37:35: Ihr lebt euch ihr seid auf dem Peak eurer Emotionen und du bist von einer auf den anderen Tag weg!
00:37:40: Es ist großartig die Franca Leefeld das ganze kommentiert.
00:37:43: mit den Worten an dieser Stelle des Gesprächs wirkt Wolfgang Reiste zum ersten Mal emotional tief berührt.
00:37:49: Das berufliche Abenteuer seines Lebens und die zahlreichen Achterbahnfahrten erzählt er inzwischen aus der Distanz und mit dem Wissen dass sie sich für ihn zum Guten entwickelt haben.
00:37:58: Die persönlichen und private Emotion Bilden einen anderen Erzählstragen.
00:38:03: Dass diese Seite seltener angetippt wird, als sie des Managers von dem so viel lernen und hören möchten, wird spürbar deutlich – besonders wenn er über seine Ehefrau Nina Ruge spricht!
00:38:12: Verändern sich das Temp und die Kraft seiner Stimme Die Erinnerung auszusprechen, dass Sie damals hätte gehen können, lässt den Augen glasig werden Wie sehr er sie liebt und wie groß ihrer Liebe ist kann man plötzlich im ganzen Raum spüren Das Lebensmotto der Erfolg die Medien alles rückt wie hinter einem Schleier in den Hintergrund.
00:38:34: Wolfgang Reitzl ist trotz seines einzigartigen Erfolgs und des Applausen der Umwelt immer mensch geblieben, so dezent, so decent, so bodenständig
00:38:44: wirklich.".
00:38:45: Aber man muss jetzt so gut erhalten.
00:38:47: sie stellt tatsächlich eine kritische Zwischenfrage.
00:38:51: im Grunde hast du dich verwirklicht und hast ausgeblendet dass ein anderer Mensch deine Karriere mit lebt ohne eine Wahl zu haben?
00:38:58: Natürlich habe ich mich da ganz stark selbst im Fokus gehabt.
00:39:02: Aber ich musste das einfach so machen!
00:39:04: Es ist diese Verzweiflung, die da aus ihm spricht... es wird ja davor gesagt man spürt die große Liebe und ich will jetzt ihm nicht absprechen dass er das selber als Liebe einordnet aber es wirkt einfach nur wie der verzweifelte Versuch irgendwie noch an zwischen menschlicher Bindung fest zu halten angesichts der Lehre die sich aus der Karriere ergibt.
00:39:28: Denn was ist es denn nun, wenn man nicht mehr arbeitet und aber sein ganzes Leben lang nur für die Arbeit gelebt hat?
00:39:37: Was bleibt denn dann noch in der Rückbetrachtung?
00:39:40: ein lückenfreier Lebenslauf
00:39:42: einen lücken freien Lebenslauf und das war gegefühlt irgendwie persönlich Erfolg gehabt zu haben.
00:39:46: und
00:39:47: folgende Aussage Aber gut, Nina und ich haben meine nicht sehr beziehungsfreundlichen beruflichen Entscheidungen gemeistert.
00:39:54: Sind heute noch zusammen und glücklich!
00:39:56: Und das ist besonders Ninas Verdienst.
00:39:59: Also ... Nina und Ich haben schon mal gar nichts.
00:40:03: Nina hat was du getan hast?
00:40:05: Gemeistert!
00:40:06: So... Ja, schön dass es dann am Ende nochmal erwähnt.
00:40:10: Das ist besonderes.
00:40:12: kennen die beiden ja nicht, aber es klingt halt wirklich... Ja.
00:40:15: Es ist besonders Ninasverdienst.
00:40:16: Die hätte auch einfach sagen können Wolfgang du äh ähm das hier ist grad ein Steuervorteil und keine Ehe.
00:40:23: also sagst Du dass wir daran arbeiten müssen
00:40:26: an der Beziehung?
00:40:27: Ich hatte eigentlich an meinem Büro gedacht.
00:40:29: Ja!
00:40:30: Aber wenn man schon darüber gesprochen hat, es hat ihn emotional mitgenommen und man muss natürlich wieder aufs Geschäft zurückkommen und er hält dann nochmal fest Kalender auf strackte diesen Spruch ein.
00:40:39: okay
00:40:40: ich schreibe mit
00:40:41: Leistung zählt.
00:40:42: Ohne Fokussierung, Engagement und persönlichen Einsatz kann man keinen Blumentopf gewinnen.
00:40:48: Themen wie Gender oder Home Office zählen jedenfalls nicht zu den Prioritäten wenn man Weltmarktführer werden will.
00:40:55: Nun ich möchte an der Stelle festhalten dass so etwas wie Gender und Home Office ja tatsächlich für ein Unternehmen wichtige Dinge sind um Arbeitskräfte.
00:41:08: Also es hängt natürlich immer vom jeweiligen Zeitgeist ab und auch von dem jeweiligem Standort, aber wenn wir jetzt zum Beispiel mal vom Standort Berlin Mitte ausgehen war beides jahrelang ein wichtiger Faktor und Home Office bleibt immer noch ein wichtiges Einstellungskriterium.
00:41:26: Ich möchte mich aber darauf hinweisen, wenn alle anfangen zu gendern und die das lernen müssen Und die denken dann im Satz vielleicht eine Sekunde drüber nach.
00:41:37: Weißt du wie viele Stunden das sind?
00:41:39: Das ist hoffentlich offiziell ein Witz, also dass es rüber kommt aber ich verstehe auch gar nicht.
00:41:44: Also okay überhaupt was kann man sich tatsächlich streiten?
00:41:47: wie unternehmerisch schwierig das umzusetzen ist einen Innen an einem Wort zu schreiben zumal es ja in schriftlicher Kommunikation technisch weniger Schreibarbeit bedeutet Ob du jetzt nämlich sagst, unsere Mitarbeiterinnen und unsere Mitarbeiter oder ob du einfach das verkürzt auf MitarbeiterInnen und vielleicht einfach nur das e-Groß schreibst.
00:42:09: Also um das jetzt ein bisschen überspitzen Maus zu drücken da würde man aber viel Druckerzinte sparen.
00:42:16: Ich würde einfach sagen dass diese Trennung nicht existiert.
00:42:18: Das ist ja auch eine Trennung die vorher schon im Buch gemacht wurde Dass es dieser alten Werte gibt, die zum Leistungsprinzip aufrufen.
00:42:26: Das sagt
00:42:26: er immer präusische Werte zu?
00:42:27: Ja und auf der anderen Seite die progressiven Werte wie Homeoffice, Rock-Life Balance und Gendern.
00:42:33: Das widerspricht sich ja aber nicht.
00:42:34: das war ja das tolle am sogenannten progressive Neoliberalismus dass man dir progressive Sprache verkauft hat, einen progressiven Umgang miteinander.
00:42:45: Aber das Leistungsbestreben immer noch das Gleiche geblieben ist was dahinter steht nur dass es anders kommuniziert und es dir vielleicht anders auffällt.
00:42:54: aber ja diese Trennung die er auch selber aufmacht ist so nicht vorhanden und wir erleben jetzt wieder wie entsprechende Liberalisierungen in großen Unternehmen abgebaut werden weil sie sich eben nicht mehr als ein großer wirtschaftlicher Vorteil ... herausstellen.
00:43:11: Richtig!
00:43:13: Wir kommen auf Privilegien zu sprechen, sie fragt ihn direkt danach wie begegnest du der Klassifizierung alter weißer Mann?
00:43:19: Sie impliziert dass du deine Karriere nur aufgrund von Privilegen machen konntest über die Du Dir nicht selbst bewusst bist.
00:43:27: Der unreflektierte alte Mann...
00:43:29: Damian das war gerade so ein Freundschaftverleser.
00:43:31: Du wolltest
00:43:32: es drin stehen.
00:43:33: Der unreflektierte Alte Mann, der seinen Weg auf Kosten anderer beschreitet
00:43:38: Ja ja, das ist natürlich so.
00:43:40: Wir alle leben von Voraussetzungen die wir nicht selbst geschaffen haben.
00:43:43: Hör ich da etwa sowas wie Privilegien?
00:43:46: Na gut und zu diesen Voraossetzungen gehört eben auch wann und wo wir geboren sind.
00:43:52: Accidentally based wäre es würde er den Satz nicht fortsetzen mit aber dass erstens eine Binsenweisheit zweitens nichts was mir nicht klar birge und drittens sind notwendige voraussetzung eben noch lange nicht Hinreichende Voraussetzungen.
00:44:05: Eine Logikerin mir fortsicht, ja?
00:44:07: Wir alle brauchen für Erfolg im Leben beides Glück und eigene Anstrengung.
00:44:12: Insofern ziehe ich mit diesen Schuhen des alten weißen Mannes Im Sinne des genannten Vorwurfs einfach nicht an.
00:44:19: Also steht hier drin lacht!
00:44:20: Ich hätte
00:44:22: jetzt einfach nur gesagt Nicht an
00:44:25: Lacht.
00:44:26: Unter dem Strich ist er mir aber weniger geschenkt worden Jedenfalls weniger als anderen.
00:44:33: Ja, ich habe zum Beispiel nie einen Job bekommen weil ich Beziehungen hätte spielen lassen können.
00:44:39: Also wir haben den Karriere Teil übersprungen aber hat er nicht basically gesagt also das einzige was unternehmerisch für uns vielleicht noch mal relevant und interessant gewesen wäre mit seiner ehemaligen also fast Unterlassungsklage oder was war das?
00:44:55: Also
00:44:56: wegen der eventuellen Vertragsbrüchigkeit Sind das nicht auch schon irgendwie Beziehungen?
00:45:02: Ja, aber das ist später.
00:45:03: Es geht jetzt erst mal um den Anfängen seiner Geräte.
00:45:06: Er sagt ja dann auch meine Eltern waren nicht wohlhabend und ich bin nicht mit einer Erbschaft gestartet.
00:45:11: Stattdessen habe ich immer an das Prinzip Leistung geglaubt.
00:45:13: Darauf habe ich vertraut und es hat sich auch bewährt.
00:45:16: bis heute ist Leistung für mich positiv und ich mag Menschen die sich für eine Sache voll engagieren.
00:45:20: Also ich mag erstmal Menschen...
00:45:22: Ich nicht!
00:45:24: Sorry der Schopenhauer mit unserem Raum ist.
00:45:27: Nein ist er nicht, ich möchte hier jetzt nicht wie ein Schopenhauer Glaser rüberkommen.
00:45:32: Auf gar keinen Fall!
00:45:34: Ich wollte nur diesen Witz einbringen... Was hierbei wieder interessant ist, sind diese zwei Punkte die wir auch schon an anderer Stelle festgestellt haben.
00:45:40: Erstens das fällt dir leicht dieser Aussage zu treffen es käme vor allen Dingen auf Leistung an wenn du selber Erfolg gehabt hast weil dann kannst du alles dir dahin biegen dass es nur sich um deine persönliche Leistungen gedreht hat.
00:45:52: und zum anderen was uns hier begegnet ist die sogenannte White Fragility Es tut mir übrigens leid dass ich sie in der ersten Folge falsch ausgesprochen habe In dem Sinne Wenn du jemanden auf sein Privileg aufmerksam machst, in dem Fall hierbei ein alter weißer Mann zu sein.
00:46:07: Dann wird er sofort anfangen versuchen sich doch noch irgendwie als marginalisiert zu betrachten.
00:46:14: und nun ja es ist natürlich etwas, also es macht natürlich einen Unterschied ob du in einer Familie geboren wirst die ohnehin schon gewisse Beziehungen in die Wirtschaftswerte oder in die Politik hat.
00:46:29: Die dir ein gewisses Erbe mitgeben kann und so weiter.
00:46:32: Natürlich sind das dann nochmal Faktoren innerhalb dieses Einen Privilegs was du aber ja ohnehinschon hast.
00:46:41: Es bringt also gar nichts darauf zu verweisen, weil es nimmt ja nicht das eine Privileg von dir.
00:46:48: Ja...Based!
00:46:51: Also was heißt based?
00:46:54: Eigentlich Grundlagenwissen.
00:46:58: Also ja dem ich euch denn doch also basic nicht basen Aber wir reden jetzt trotzdem drüber weiter.
00:47:05: Angesichts solcher Vorwürfe stellt sich die Frage ob wie in einer gesellschaftliche Schieflage geraten sind.
00:47:11: Da ist etwas verrutscht, das glaube ich schon.
00:47:13: Das zeigt sich auch an der Debatte um die Frauenquote.
00:47:17: Dahinter steckt eine wichtige Thematik aber die sollte man anders angehen.
00:47:22: Man muss überlegen wie man Frauen für Mintfächer begeistern kann und wie man sie auch im Unternehmen fördert.
00:47:29: Entscheidend ist dabei unter anderem wie die Kinderbetreuung in Deutschland verbessert werden kann.
00:47:33: bei Linde zum Beispiel sind wir das umfassend angegangen und haben viele Kitaplätze angeboten so dass Frauen Allgemein die Möglichkeit hatten, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.
00:47:45: Ich möchte an der Stelle kurz halt machen, bevor wir zu seinen anderen gesellschaftlichen Ansichten kommen.
00:47:50: Also bitte nicht weiterkommen zu dem Thema!
00:47:53: Auch hier greift wieder dieser weiße Feminismus den wir schon bei dem Interview mit Heiner Bremer angesprochen hatten dass man sich die Frage stellen muss warum diskutieren wie überhaupt das Thema Frauenquote in diesen bestimmten Bereichen?
00:48:05: Er spricht jetzt hier über Mintfächer und über Unternehmen und dort vor allen Dingen dann auch so.
00:48:10: also es ist ja klar, dass er damit so Führungsebene meint.
00:48:15: Was damit gesagt wird, ist wenn wir dort einfach für ein besseres Geschlechterverhältnis sorgen dann ist ja eigentlich das Problem gelöst.
00:48:23: Wir haben also hier auch wieder mit ein paar Personen zu tun die tatsächlich einen Vorteil daraus ziehen werden oder würden und Den Rest sieht es weiterhin schlecht aus.
00:48:34: beziehungsweise steht Deutschland ja weiterhin auch global als Ausbeuter von flinterpersonen weltweit da.
00:48:40: Und auf der anderen Seite ist es auch toll, dass er eine Forderung macht nämlich das Kinderbetreuung verbessert werden muss in deutschland was auch eine Sache ist wo du ja sowohl konservativer als auch liberale und links liberale befragen könntest und die werden alle sagen Ja irgendwie müssen wir da etwas tun aber mit dem einschub es sollte erst mal kein staatliches Programm sein, sondern es sollte von Unternehmen ausgehen die sich an dem Fall hier die Kita-Plätze selber anbieten.
00:49:11: Ja und dann sagt er aber weiter was er deswegen ich wohl ganz ähnlich ist beim Thema Gendern auch da auch das ist ein Zeichen falscher Prioritätensetzung hat er ja schonmal gesagt war wir verkämpfen uns auf Nebenkrisen Schauplätzen Neben Kriegs-Schauplätzen, gleichzeitig verfolgen wir die Idee eines anstrengungslosen Wohlstands.
00:49:35: Das wird nicht funktionieren, das ist eine Illusion!
00:49:37: Wenn Schülerinnen und Schüler zum Beispiel keinen... Oh hat er gerade gegendered?
00:49:42: Hat der etwa geschlechtergerecht
00:49:43: etwas ausgedrückt und nicht das genirrische Maskulinum verwendet?
00:49:48: Ich wollte eigentlich sagen dass überhaupt auf geschlechterbezogene Pronomen eingesetzt hat bzw geschlecher Formel eingesetzt hat.
00:49:58: Wenn Schülerinnen und Schüler zum Beispiel keine Noten mehr erhalten oder keine Klassenarbeit mehr schreiben müssen, verlernen sie wieder Zeit wie man mit unangenehmen Druck von außen gut umgehen kann.
00:50:09: Das ist dann das Gegenteil von Resilienzentwicklung Und das führt uns als Gesellschaft in letzter Konsequenz zur Wohlstandsverlust In Asien jedenfalls wird man uns auf diesem Weg nicht folgen.
00:50:21: Im gegenteil Für mich ist völlig klar, dass ein Land das keine Rohstoffe hat auf Kreativität, Unternehmertun und Leistung setzen muss.
00:50:29: Und dass diese Leistungen dann auch belohnt werden muss!
00:50:32: Auf Defamierungen oder Bestrafungen durch Steuererhöhungen jedenfalls sollte man besser verzichten – dieser Kurs kann nicht funktionieren er ist nicht nachhaltig.
00:50:39: so fett Deutschland vor die Wand.
00:50:41: Also geht es mal wieder einfach um die Konkurrenz.
00:50:44: Insbesondere jetzt mit China und Indien würde ich einmal daraus interpretieren, weil es beispielsweise in der japanischen Volkswirtschaft auch nochmal ganz eigene Probleme gibt mit Überalterung usw.. Was ich so herausstechend fand, war das mit den Schülerinnen und Schülern die keine Noten mehr bekommen.
00:51:07: Weil da kann man nochmal das Problem des Liberalismus quasi herausstellen.
00:51:11: Nun würde ich sagen dass wir beide dafür wären, dass dieses Erlernen von Konkurrenz in der Halb-der-Schule durch Noten
00:51:18: usw.,
00:51:18: dass es nicht sein müsste.
00:51:21: So nun gibt es ja auch unterschiedlichste Schulkonzepte die das auch schon versuchen, umzusetzen.
00:51:29: Auch schon etwas länger.
00:51:30: teilweise Grüße gehen raus an die Waldorfschulen.
00:51:33: aber Das Problem an der Stelle ist nicht dass die Schüler in keine Resilienz erlernen würden.
00:51:39: das stimmt nicht weil das muss nicht notwendigerweise etwas mit Noten und Konkurrenzdruck zu tun haben, was sie halt nicht erlernen ist.
00:51:49: Zumindest in diesem Rahmen der Noten mit dieser ständigen Bewertungsdruck- und Konkurenzdruck umgehen zu müssen und werden dann konfrontiert mit einer Welt die nun mal den Wettbewerb lebt.
00:52:03: Wo der Wettbetrieb das zentrale Element Das zentrale Element des Wirtschaftens ist.
00:52:10: und ja, das ist dann natürlich eine harte erste Erfahrung.
00:52:15: Auf der anderen Seite sollte einem das eher zu denken geben wie die Welt außerhalb der Schule gestaltet ist.
00:52:22: Ja richtig!
00:52:23: Vielleicht wäre auch erst mal eine Welt ohne diesen ganzen wirtschaftlichen Druck.
00:52:27: Auch erstmal eine bessere Welt?
00:52:32: Ist es ein
00:52:34: Hot-Take?
00:52:35: Du hast ja quasi zur Weltrevolution aufgerufen
00:52:38: Hot Take, die Welt wäre besser ohne den ständigen Werbstruck.
00:52:42: Das ganze Interview muss natürlich auf dieser pessimistischen Note enden weil das ganz als eine Warnung dastehen soll eben eine Warning dafür dass Deutschland seinen Standort in der Welt verlieren kann und er schreibt darauf hin.
00:52:57: meiner Meinung nach läuft Deutschland auch Probleme zu die wir selbst geschaffen haben.
00:53:01: trotzdem glaube ich an die Zukunft Deutschlands und Grund dafür sind vor allem die Privatunternehmer.
00:53:10: Kein anderes Land hat so einen starken innovativen Mittelstand und das sind nicht nur Milliarden Unternehmen, der deutschen Mittelstand ist so stark dass er es trotz Reglementierungen und politisch motivierten Erschwerdnissen schafft den Motor Deutschlands am Laufen zu halten.
00:53:25: Wir müssen eigentlich so ein Deutschland Counter hier einführen.
00:53:28: Er schreibt weiter Natürlich wirklich ein wichtiges Thema,
00:53:39: aber
00:53:41: wir sollten es nicht instrumentalisieren um eine andere Gesellschaftsform zu bauen.
00:53:46: Ich hatte das schon mal im Stefan Aus interview angesprochen.
00:53:48: deswegen hier nur kurz der Klimawandel ist eine direkte Folge aus dem kapitalistischen Wirtschaften.
00:53:55: Es kann keine Lösung des Klimawandels oder der Klimakatastrophe geben innerhalb des Kapitalismus.
00:54:03: Da kenne ich ein paar Kommilitonen von mir, die da anders argumentieren würden.
00:54:08: Also kurz im Kontext wir hatten... Ich hatte für eine Vorlesung internationaler Organisationen.
00:54:14: Hatten wir als Vorlesungsgross die Aufgabe bekommen doch mal mit den gelernten Theorien über institutionale Organisationen eine Lösung vorzuschlagen oder welche der Theorien am ehesten dafür geeignet ist, die Klimakrise und wie ich dann in meiner Antwort formuliert habe die Klimakatastrophe zu beheben.
00:54:38: Und es erstaunlich oft waren das alles so Sachen wie so.
00:54:44: ja naja wir müssen das im System lösen.
00:54:47: und irgendwie was war noch dabei?
00:54:53: implizite
00:54:54: Hoffnung, dass alle starten das auch so anerkennen und irgendwie als ob das ein Problem wird ist alle gleich betrifft.
00:55:00: Und es gab auch Antworten die gesagt haben naja hier müssen vielleicht kritische Theorie anwenden und vielleicht Marx und Neomaxismus vielleicht mal... Vielleicht lässt sich das nicht in diesem System lösen und vielleicht können wir auch nicht darauf vertrauen dass alle Starten A ihre Verantwortung anerkenn B gleich davon betroffen sind C gleich dafür verantwortlich sind und witzigerweise sind bei B und C genau die Stärke davon betroffen, die weniger verantwortig sind.
00:55:31: Also das ist finde ich eine fantastische Begebenheit.
00:55:37: eigentlich gar nicht.
00:55:38: Gar nicht fantastisch.
00:55:39: Ja Reizl findet dass der Begriff Nachhaltigkeit breiter gefasst werden sollte so wie er ja ursprünglich auch immer gemeint war als Dreiklang aus ökologischen aber eben auch sozialen und ökonomischen Aspekten.
00:55:50: Also er widerspricht sich eigentlich selber gerade so ein bisschen, wie
00:55:54: der Spruchsteinticker eins.
00:55:56: Es muss zum Beispiel auch um Nachhaltigkeit im Renten- und im Gesundheitssystem gehen?
00:56:01: Wie kann es sein dass in der Bundesrepublik die demografische Entwicklung ignoriert wird und wir auf diesem Gebiet eben kein nachhaltig funktionierendes System haben?
00:56:11: Das ist ein Skandal für ein Land wie Deutschland das so viel Potenzial hat, aber leider ideologisch völlig fehlgesteuert wird.
00:56:19: Gute Schlusswort, schreibt Frank-Alefeld dazu.
00:56:22: ich frage mich was er mit der ideologischen Fehlsteuerung meint weil man könnte sich damit fragen wer hat denn überhaupt das Rentensystem in Deutschland konstruiert?
00:56:31: Wer hat das Rentensystem in Deutschland construiert?
00:56:35: auch das moderne Rentenssystem?
00:56:37: man konstruieren nicht mehr bis mag.
00:56:39: wer hat es so weiter getragen?
00:56:41: welche Regierungen haben die demografischen Herausforderungen versäumt?
00:56:46: liegt es jetzt also wirklich an einem links grünen woken zeitgeist dass das rentensystem an diesem punkt ist wo es ist
00:56:54: darin ein glücksrat.
00:56:55: frage
00:56:56: ja
00:56:57: du hast bereits einen c und eine
00:56:59: d.
00:57:01: wer hat das moderne retten system so konzipiert wie es ist und ist maßgeblich in den letzten jahr zehnten für die sozialpolitische entwickeln deutschlands verantwortlich.
00:57:11: du darfst ein buchstaben kaufen oder gleich lösen.
00:57:16: Ich mache es wie in der Sesamstraße.
00:57:18: Hey du, willst Du ein U kaufen?
00:57:20: Und das macht CDU!
00:57:24: Was machst Du mit unserem
00:57:26: Land?!
00:57:28: Nun ja man darf an der Stelle aber auch die SPD und FDP nicht unerwähnt lassen ihren großartigen Bemühen dazu den Menschen nur so viel zu geben wie sie brauchen dass sich nicht über den Staat beschweren sondern stattdessen Wahlweise Migrantinnen oder Flinterpersonen, oder migrantisierte Flinter-Personen.
00:57:50: Das klingt ja fast so als wäre das etwas was Bismarck gesagt haben könnte um ein Soziales Thema einzuführen.
00:57:58: Meiner dazu auf unseren Social Media Kanälen also folgt da unbedingt rein
00:58:04: Erschraubt doch auch... Also,
00:58:06: ne?
00:58:07: Aber wir sollten es nicht informatialisieren.
00:58:09: Hier Thema Klimaschutz um eine andere Gesellschaftsnorm zu bauen.
00:58:12: Ich glaube nicht an eine völlig egalitäre Gesellschaft.
00:58:15: Wir sollten uns Chancengleichheit zum Ziel setzen aber nicht falsch verstandene Gleichheit.
00:58:19: Nun Die Frage ist warum sollte Chancengleichheit geben wenn ich nicht davon ausgehe dass alle Menschen vom Kernausgleich sind?
00:58:30: unhintergehbare Wahrheit darstellt, dass Menschen gleich sind und deswegen auch durch ein entsprechendes Gesetz gleich behandelt werden sollten.
00:58:42: Was eine spannende Frage!
00:58:45: Ich glaube auch nicht daran, dass wir in einer völlig egalitären Gesellschaft leben.
00:58:49: Er sagt aber ich glaube generell nicht an eine völlig egalitäre Gesellschaft.
00:58:52: also er sagt das ist nicht möglich und möchte deswegen nur auf Chancengleichheit setzen weil er sagt Menschen können an sich nicht gleich sein aber man kann zumindest versuchen dass sie mit möglichst den gleichen Startchancen ins Leben starten.
00:59:09: Also gibt es doch Dinge die Sie privilegieren.
00:59:12: Ich meine, damit liegt er ja tatsächlich auch gar nicht mal so falsch.
00:59:15: Also natürlich sind nicht alle Menschen gleich.
00:59:18: Alle Menschen haben unterschiedliche Startvoraussetzungen und unterschiedliche Möglichkeiten, unterschiedliche Interessen.
00:59:24: Das muss natürlich beachtet werden.
00:59:26: aber wie du schon sagst, er glaubt ja gar nicht daran dass wir daraus in eine egalitärige Gesellschaft kommen.
00:59:31: Und vor allen Dingen, er verschweigt damit wieder den Widerspruch des Wettbewerbs!
00:59:34: Wir haben den Wett-Bewerb und können darin für Chancengleichheit sorgen.
00:59:38: Schauen wir uns Olympia an.
00:59:40: Es gibt trotzdem immer nur einen Sieger, es gibt nur drei Leute die aus Träppchen
00:59:44: kommen.
00:59:45: Weil das die Natur des Vertwerbs ist kann halt... Nur wenige Siegerinnen vs sehr viele VerliererInnen geben.
00:59:53: und selbst die, die ja bei Olympia verlieren haben dennoch die ganze Aufmerksamkeit bekommen.
01:00:00: Die, die sie vielleicht gar nicht erst dahin geschafft haben.
01:00:01: Genau, die sich gar nicht qualifizieren konnten!
01:00:03: Und daran denkt man dann immer nicht wenn von Chancengleichheit spricht, aber auch da.
01:00:08: Es ist nur ein Mittel dazu den eigentlichen Wettbewerb und dessen Naturalisierung zu verschleiern denn ja wir müssten keinen Wett Bewerb als Grundlage für unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem haben.
01:00:21: Nun nach diesem Schlusswort nennt nun an der Zeit dass wir einen kurzen Ausblick darauf geben was uns nächste Woche erwartet.
01:00:28: Da schauen wir uns das Interview mit Herbert Reul an
01:00:32: Mr.
01:00:32: Law and Order
01:00:34: So wie in das Buch bezeichnet, der dessen Zitat zu geordnet ist.
01:00:38: Du kannst nicht immer everybody's darling
01:00:40: sein.".
01:00:42: Was tatsächlich also für die, die ihn nicht kennen?
01:00:44: Herbert Reul ist Politiker
01:00:47: und er ist sicherlich nicht Everybody's Darling.
01:00:49: Ich
01:00:50: glaube kein Politiker ist Everybody's darling.
01:00:53: Außer Boris Posteris für dich.
01:00:54: Ich glaub dir erst seit ein paar Jahren ist er sehr beliebt.
01:00:56: Ja Boris Pistolius.
01:00:58: Nun, wenn ihr diese nächste Episode nicht verpassen wollt, würden wir uns natürlich sehr darüber freuen, wenn du uns auf den entsprechenden Podcast-Plattformen, auf dem entsprechenden Podcatchern folgt, auf denen ihr das gerade hört.
01:01:11: Folgt uns auch gerne, wie wir schon mehrfach erwähnt haben, auf Instagram, auf TikTok, folgt uns auf YouTube
01:01:17: und was natürlich darüber hinausgeht.
01:01:19: lasst gern einen Like da, lasst Kommentare da.
01:01:22: Wenn
01:01:22: ihr Fragen habt Anmerkungen bitte äußert dies!
01:01:26: Genau.
01:01:27: Und wenn das dann so weitergeht, hören wir uns in der nächsten Woche zum Interview mit Herbert Reul.
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